Hamburger Persönlichkeiten -
Direkte Namensuche
Nachname
Vorname
Kategorien und Funktionen
Alle| Politik| Wissenschaft| Wirtschaft| Architektur| Musik| Kunst| Literatur| Schauspiel und Tanz| Wohlfahrt| Medien| Justiz| Religion| Bildungswesen| Sport
 
 
Prof. Dr. Albrecht Paul Ernst Karl von Wrochem  
Abbildung
Geboren 10. Dezember 1880
Geburtsort Trier 
Gestorben 20. Juni 1944
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Albrecht von Wrochem war einer der einflussreichsten Verwaltungsjuristen für die Hamburger Universität in der Weimarer Republik. Nach dem Abitur 1902 in Münster studierte er zuerst Medizin in Freiburg, dann ab 1903 Rechtswissenschaft in Berlin, Kiel und Münster. 1905 legte er in Hamm die erste, 1910 in Berlin die zweite juristische Staatsprüfung ab. 1908 wurde er in Leipzig zum Dr. jur. promoviert. Von 1911 bis 1914 war er wissenschaftlicher Hilfsarbeiter am Seminar für öffentliches Recht und Kolonialrecht des Hamburgischen Kolonialinstituts und bot Veranstaltungen zum Kolonial- und Versicherungsrecht an. Im Januar 1914 wurde er in die Hamburgische Verwaltung übernommen, war kurzzeitig in der ersten Sektion der Oberschulbehörde und ab März beim Versicherungsamt tätig, wo er im August zum Assessor ernannt wurde.

1917 wurde er aus dem Kriegsdienst für die Verwaltung der wissenschaftlichen Anstalten an die 1. Sektion der Oberschulbehörde zurückberufen. 1918 wurde er zum Regierungsrat ernannt, 1923 zum Oberregierungsrat und 1928 zum Regierungsdirektor in der Hochschulbehörde. In dieser Funktion gehörte er dem Ausschuss für Religionsleh­rerausbildung an. Er selbst lehrte im Wintersemester 1932/33 dort Kirchenrecht. Daneben war er von 1919 bis 1930 als Dozent, ab 1930 als Honorarprofessor an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät für Kirchen-, Staats- und Verwaltungs­recht tätig.

Aus seiner einflussreichen Funktion als Universitätsreferent der Hochschulbehörde wurde Albrecht von Wrochem im Mai 1933 trotz seiner als „national“ beschriebenen politischen Einstellung entlassen. Hintergrund soll seine Weigerung gewesen sein, am 8. März die nationalsozialistische Fahne über der Universität hissen zu lassen. Albrecht von Wrochem wurde am 23. Mai 1933 aus politischen Gründen als nunmehr kommissarischen Regierungsdirektor an die Arbeitsbehörde versetzt, im November zur Finanzverwaltung, im April 1934 zur Polizeibehörde und noch im selben Monat als Regierungsdirektor an die Landherrenschaft.

Zum 30. April 1936 wurde von Wrochem aufgrund von § 6 des Reichsgesetzes „zur Wiederherstellung des Berufsbeam­tentums“ in den Ruhestand versetzt. 1937 wurde ihm auf gleicher Grundlage die Lehrbefugnis entzo­gen. Hintergrund war ein Disziplinarverfahren mit dem Ziel der Aberkennung des Ruhegehalts, weil von Wrochem seine formale Mitgliedschaft im Stahlhelm von 1933 auf 1929 vordatiert und seine Konfession falsch angegeben haben soll: Er war 1926 aus der katholischen Kirche ausgetreten, aber nicht, wie angegeben, in die evangelische eingetreten. Nach einer Verurteilung wurde er in der Berufung freigesprochen. Im Juli 1937 verlor er auf Initiative des Reichsstatthalters seine Lehrbefugnis endgültig, nachdem der Präsident der Kultur- und Schulbehörde Karl Witt  und der Rektor der Universität Adolf Rein Bedenken gegen die Fortsetzung der Lehrtätigkeit geäußert hatten.

 
Literaturhinweise Wrochem Literatur.pdf
Kategorien Politik
Wissenschaft
Bildungswesen
Funktionen Hochschullehrer/in: 1919 -
Anfang

 
Wilfried Wroost  
Abbildung
Geboren 13. September 1889
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 14. August 1959
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Wilfried (eigentlich Wilhelm Friedrich) Wroost, geboren 13.9.1889 in Hamburg, gestorben 14.8.1959 ebd., Sohn eines Schiffbauers. Nach Ausbildung zum Schiffbauer seit dem Ende des Ersten Weltkrieges als freier Schriftsteller tätig. Verfasser von niederdeutschen Dramen und Erzählungen überwiegend mit Großstadt-, Hafen- und Seefahrerthematik, mit seinen Komödien das traditionelle Hamburger Volksstück fortsetzend. 1921 Heirat mit Elly Kagelmann. 1930 Übersiedlung nach Buchholz/Nordheide, 1950 Rückkehr nach Hamburg. 
Lokale Referenzen Wroostweg, Wilstorf, seit 1950
 
Kategorien Literatur
Funktionen Autor/in: -
Anfang

 
Hilde Wulff  
Abbildung
Geboren 07. Januar 1898
Geburtsort Dortmund 
Gestorben 23. Juli 1972
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Hildegard Wulff zählt zu jenen Hamburger Persönlichkeiten, die Bereiche des öffentlichen Lebens maßgeblich beeinflusst und die Geschichte der Stadt entscheidend mitgeprägt haben.
Geboren wurde sie als Tochter eines begüterten Kaufmanns in Dortmund. Im Alter von zwei Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, von der sie eine lebenslange Behinderung zurück behielt. 1920 begann sie eine Ausbildung zur Heilpädagogin. Nach Abschluss der Ausbildung übernahm sie eine leitende Funktion in der von ihr und ihrem Vater ins Leben gerufenen Stiftung „Glückauf für Kinderfürsorge Düsseldorf“. Neben dieser Aufgabe wurde sie 1923 Mitglied im „Selbsthilfebund der Körperbehinderten“ in Düsseldorf und Berlin. Hildegard Wulff setzte sich für die Autonomie von Menschen mit Behinderungen ein. Außerdem belegte sie in dieser Zeit Vorlesungen in Psychologie und Pädagogik an den Universitäten Frankfurt a. M. und Hamburg.
Hildegard Wulff engagierte sich in den 1920er Jahren zunächst in Düsseldorf und später in Berlin insbesondere für eine gute Schulbildung für Kinder mit Körperbehinderungen und für die gemeinsame Erziehung mit "gesunden" Kindern. 1931 gründete sie die "Krüppelhilfe und Wohlfahrt GmbH" in Düsseldorf, die sie aus der Erbschaft ihres Vaters finanzierte. Hildegard Wulff war die alleinige Gesellschafterin und Geschäftsführerin dieser Einrichtung. Von 1933 bis 1935 führte Hildegard Wulff ein Heim für körperbehinderte und sozial benachteiligte Kinder in Berlin. Charlottenburg. Nachdem 1935 der Mietvertrag für das Heim ausgelaufen war, zog sie mit diesen Kindern in die Klöppersche Villa nach Hamburg Volksdorf in den Klosterwisch 8 und gab dem Haus den Namen „Im Erlenbusch“.
Noch im selben Jahr erhielt Hildegard Wulff die staatliche Anerkennung als privat geführtes Kinderheim für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.
1937 gründete Hildegard Wulff, in deren Heim rund 25 Kinder lebten, eine Heimschule und stellte dazu eine staatlich finanzierte Lehrerin ein.
Gemeinsam mit ihrer Freundin und Vertrauten Hermine Albers (1884-1955), die in der Hamburger Jugendhilfe arbeitete, leistete Hildegard Wulff Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Ihr Heim wurde Zufluchtsort für Kinder kommunistischer inhaftierter Eltern. Auch half Hildegard Wulff vielen jüdischen Emigrantinnen und Emigranten und kommunistischen Widerstandskämpfern.
1941 konnte sie durch hartnäckiges Verhandeln mit den Hamburger Behörden verhindern,, dass ihr Heim 1941 beschlagnahmt wurde.
1945, nach dem Ende des NS-Regimes übergab Hildegard Wulff die Schule an die Schulbehörde.
Ihr Volksdorfer Heim führte sie noch bis 1964 selbst und übergab es dann der Martha Stiftung, die ihre Lebensarbeit seitdem weiterführt.

Text: Rita Bake

 
Lokale Referenzen

Ihr Grabstein steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Seit 2014 gibt es in Hamburg Jenfeld den Hilde-Wulff-Weg.

 
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
Anfang

 
Hermann Wurzbach  
Abbildung
Geboren 20. Juni 1865
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 17. Februar 1865
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1865 geboren in Hamburg; Maurerlehre, parallel dazu Besuch der Hamburger Baugewerkschule; Mitarbeiter bei Hardorff & Schomburgk; 1886-89 Studium an der TH Dresden; 1887 selbstständig; Ab 1889 Partnerschaft mit Ernst Schmidt (Schmidt & Wurzbach); Ab 1900 Sozietät mit Leon Frejtag (Frejtag & Wurzbach); 1905 Tod in Hamburg; 
Lebensbeschreibungen HermannWurzbachWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
Anfang

 
Johannes Wüsten  
Abbildung
Geboren 04. Oktober 1896
Geburtsort Heidelberg 
Gestorben 26. April 1943
Todesort Brandenburg-Görden 
Kurzbiographie Mit seinen satirischen und bitter-kritischen Zeichnungen wurde Johannes Wüsten zu einem der bedeutendsten Antipoden des NS-Regimes. Unter seinem Pseudonym Peter Nikl veröffentlichte er diese im Prager Exil bei mehreren Zeitschriften wie „Gegenangriff“, „Deutsche Volkszeichnung“ und „Prager Mittag“. Vor dem zweiten Weltkrieg malte er zunächst dunkeltonige Figurenbilder, in denen er seelische Zustände sowie körperliche Defekte verbildlichte und philosophische als auch religiöse Themen aufgriff. Gleichzeitig stellte er auch Plastiken und Pastelle her. Bereits in seiner Zeit in Hamburg fertigte er Holzschnitte für die Zeitschrift „Kräfte“, den Künstlerfest-Almanach „Gelbe Posaune der Sieben“ und eigene Schriften an. 1921 wendete er sich von der expressionistischen Ekstase ab und der Neuen Sachlichkeit zu. In Görlitz begann er, parallel zu Alexander Friedrich in Hamburg, mit der Technik des Kupferstichs in Hirnholz und Kupfer und galt bald er als ihr wichtigster Vertreter in Deutschland. Ab 1927 entwarf er etwa 70 Kupferstiche teils mit gesellschaftskritischen Inhalten.  
Lebensbeschreibungen Johannes Wüsten.pdf
Literaturhinweise Johannes Wüsten.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Zeichner/in: -
Grafiker/in: -
Journalist/in: -
Anfang

 
Emilie Wüstenfeld  
Abbildung
Geboren 17. August 1817
Geburtsort Hannover 
Gestorben 02. Oktober 1874
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Emilie Wüstenfeld war eine bedeutende Frauenrechtlerin, die 1846 einen ökumenischen Frauenverein aufbaute. Zudem gründete sie mit Karl Friedrich Fröbel am 1. Januar 1850 die Hochschule für das weibliche Geschlecht in Hamburg. Es gab in dieser Zeit keine anderen Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Zudem war Emilie Wüstenfeld auch die Gründerin des Vereins zur Förderung der weiblichen Erwerbstätigkeit. Auf ihre Initiative hin eröffnete am 1. Mai 1867 die Gewerbeschule für Mädchen.

 
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
Anfang

 
Hinricus Ybing  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1381 - 1390
Anfang

 
Peter Zadek  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben 30. Juli 2009
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen
Anfang

 
Peter von Zahn  
Abbildung
Geboren 29. Januar 1913
Geburtsort Chemnitz 
Gestorben 26. Juli 2001
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Peter von Zahn zählt zu den Mitbegründern des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) und gilt als einer der großen deutschen Rundfunkjournalisten der Nachkriegszeit. Von 1945 bis 1960 arbeitete er für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er war Redakteur zunächst im Funkhaus Hamburg, dann im Studio Düsseldorf. Von 1951 an war er als erster deutscher Radioberichterstatter in den USA. Peter von Zahn gründete insgesamt drei Filmproduktionsfirmen, zwei davon in Hamburg, mit denen er erfolgreich zahlreiche Reportagen und Fernsehdokumentationen entwickelte und produzierte. Von Zahn verfasste insgesamt etwa 3.000 Hörfunksendungen, drehte über 1.000 Fernsehbeiträge und veröffentlichte mehrere Bücher. Er wurde 1981 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 1995 würdigte ihn die Universität Hamburg mit einem Ehrenprofessorentitel. 1999 erhielt er den Bürgerpreis der Hamburger CDU. Sein Grab befindet sich auf dem traditionsreichen Hamburger Friedhof Ohlsdorf. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Peter von Zahn“. 
Lebensbeschreibungen Peter von Zahn.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
Anfang

 
Christian Zauleck  
Abbildung
Geboren 15. Dezember 1885
Geburtsort Bremen 
Gestorben September 1930
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1885 geboren in Bremen; Studium an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf bei Wilhelm Kreis; Mitarbeiter der Baudeputation unter Fritz Schumacher; 1921 Auftrag für den Wohnblock in der Dulsberg-Siedlung; Macht sich selbstständig mit Franz Hormann (Zauleck & Hormann); 1930 Tod in Hamburg; 
Lokale Referenzen vgl. Franz Hormann 
Kategorien Architektur
Funktionen
Anfang

 
Olga Zeise  
Abbildung
Geboren 17. Januar 1864
Geburtsort Altona 
Gestorben 20. Februar 1945
Todesort Elmshorn 
Kurzbiographie Die Komponistin und Pianistin Olga Mathilde Zeise wurde am 17. Januar 1864 in Altona geboren. Sie war das vierte Kind des Unternehmers Theodor Zeise und seiner Frau Bertha. Von 1880 bis 1883 studierte sie Klavier am Konservatorium der Rheinischen Musikschule in Köln; sie erhielt dort außerdem Unterricht in Kompositionslehre und Dirigieren. 1884 und 1885 ergänzte Olga Zeise ihr Studium durch Unterricht bei Franz Liszt in Weimar und Carl Reinicke in Altona. In Altona gab sie 1885 auch ihr erstes öffentliches Konzert. Nach 1890 lebte sie in Bedford, Buenos-Aires und Berlin, wo sie Konzerte gab, unterrichtete und komponierte.

Im Jahr 1906 kehrte Olga Zeise nach Altona zurück um anstelle ihrer Schwester Martha, die spät heiratete, Gesellschafterin der Mutter zu sein. Ihre künstlerische Tätigkeit setzte sie in kleinerem Rahmen fort: Neben einigen öffentlichen Konzerten spielte Olga Zeise bei gesellschaftlichen Anlässen im Freundes- und Bekanntenkreis. Nach dem Tod der Mutter im Jahr 1917 blieb sie im Hause der Familie Zeise und nahm weiterhin am kulturellen Leben Altonas teil. 1923 wurde sie als eine der ersten Frauen in den Vorstand der Altonaer Stadttheatergemeinde gewählt.

Da sie 1920 in die deutschnationale Volkspartei und später in die NSDAP eintrat, konnte Olga Zeise auch während des dritten Reichs als Künstlerin tätig sein. 1943 wurde ein Interview mit ihr sowie eine ihrer Kompositionen im Radio übertragen. Im selben Jahr wurde ihr Haus in der Palmaille 48 bei einem Bombenangriff zerstört. Sie zog mit ihrer Haushälterin Annemarie Bai zu deren Familie nach Elmshorn, wo Olga Zeise am 20. Februar 1945 starb.

Olga Zeises kompositorisches Werk umfasst Kinderlieder mit deutschen und plattdeutschen Texten, Klavierstücke und Melodramen. Die meisten ihrer Kompositionen gab sie im Selbstverlag heraus.  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Philipp von Zesen  
Abbildung
Geboren 1619
Geburtsort  
Gestorben 1689
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Literatur
Funktionen Dichter/in: -
Anfang

 
Erich Ziegel  
Abbildung
Geboren 1876
Geburtsort  
Gestorben 1950
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenregisseur/in: -
Bühnenschauspieler/in: -
Anfang

 
Christian Ziegra  
Abbildung
Geboren 26. Februar 1719
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. Januar 1778
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Christian Ziegra war der Sohn des gleichnamigen Pastors an der Hamburger Jakobikirche und der Magdalena geborenen Truhls. Nach dem Besuch des Johanneums in seiner Heimatstadt absolvierte Ziegra von 1741 bis 1743 in Leipzig ein Studium der evangelischen Theologie, das er mit dem Magistergrad abschloss. 1745 wurde Ziegra Kandidat des Geistlichen Ministeriums und später Hilfsgeistlicher am Hamburger Dom. 1761 erwarb Ziegra eine der kleinen Präbenden im Hamburger Domstift und wurde so Mitglied des Hamburger Domkapitels. Ziegra, der theologisch der Orthodoxie nahestand, beschäftigte sich u. a. mit Familiengeschichte und der politischen und Kirchengeschichte seiner Geburtsstadt. In diesem Rahmen edierte er einschlägige Quellen. Ziegra blieb zeitlebens unverheiratet. Die Abbildung zeigt das Frontispizporträt in Ziegras Werk: Historische Nachrichen und Genealogische Tabellen von dem Ziegraischen Geschlechte. Hamburg 1777 (nach dem Exemplar der Nordkirchenbibliothek Hamburg, Signatur: Mi 224).
 
Literaturhinweise Ziegra.Christian.Quellen.Literatur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen
Anfang

 
Alexander Zinn  
Abbildung
Geboren 18. März 1880
Geburtsort Coburg 
Gestorben 17. April 1941
Todesort Stuttgart 
Kurzbiographie Alexander Zinn war Journalist, Schriftsteller und Leiter der Staatlichen Pressestelle in Hamburg. Als solcher prägte er das kulturelle Leben in der Hansestadt der 1920er Jahre entscheidend. In seiner leitenden Funktion war er auch am Aufbau der Nordischen Rundfunk AG (Norag) beteiligt und gestaltete deren Programmarbeit konstruktiv mit. Alexander Zinn war darüber hinaus Gründer des Zeitungswissenschaftlichen Seminars an der Universität Hamburg und hielt von 1922 bis 1933 Vorlesungen im Fach Zeitungskunde. Zinn verfügte über jahrelange journalistische Erfahrungen, die er seit der Jahrhundertwende als Journalist bei verschiedenen sächsischen und Hamburger Zeitungen und Illustrierten vor und während des Ersten Weltkriegs gesammelt hatte, so war er unter anderem zwischen 1907 und 1914 Leiter des Feuilletons beim „Hamburger Anzeiger“. Alexander Zinns Engagement für die kulturpolitische Entwicklung Hamburgs während der Weimarer Republik war weit verzweigt und wirkte nachhaltig. Doch seine Karriere endete 1933 jäh und unfreiwillig. Die nationalsozialistischen Machthaber entließen den liberalen DDP-Politiker aus dem Staatsdienst. Zinn zog sich in der Folge weitgehend zurück und starb 1941 61-jährig an einem Herzversagen. 
Lokale Referenzen Alexander-Zinn-Straße, Groß Flottbek, seit 1950
 
Lebensbeschreibungen Alexander Zinn.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
Anfang

 
Johann Wilhelm Kellner von Zinnendorf  
Abbildung
Geboren 10. August 1731
Geburtsort Halle 
Gestorben 08. Juni 1782
Todesort  
Kurzbiographie Johann Wilhelm Kellner von Zinnendorf war ein Feldmedikus im Siebenjährigen Krieg, königlich preußischer Militärarzt, Generalfeldstabsmedikus im Bayerischen Erbfolgekrieg von 1778/79 und Gründer der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland. Beeindruckt vom erschütternden Elend der Kriegsopfer ließ er das Berliner Kriegsinvalidenhaus erbauen.
 
Lokale Referenzen
Zinnendorf war überzeugter Freimaurer und Gründer der "Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland".
Am 13. März 1757 wurde er in seiner Vaterstadt Halle von der Loge "Philadelphia zu den drei goldenen Armen" zum Freimaurer aufgenommen. 1763 nahm ihn in Berlin die Loge "Zu den drei Weltkugeln" auf, deren Meister vom Stuhl er 1765 wurde. 1769 gründete er in Berlin die Loge "Zu den drei goldenen Schlüsseln", die er bis 1776 leitete. In dieser Loge wurde nach dem Schwedischen System gearbeitet. 1770 gründete Zinnendorf in Berlin die "Große Landesloge der Freimaurer von Preußen". Hier übernahm er das Amt des Landesgroßmeisters. 1773 wurde diese Loge als neue Deutsche Großloge von der englischen Großloge anerkannt und damit regularisiert.
 
Spuren in Hamburg:
- in Eppendorf ist seit 1991 die Zinnendorfstiftung der "Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland". Hier haben 21 schwerstpflegebedürftige Menschen im Alter von 18 bis 50 Jahren ihr betreutes Zuhause.
 
Lebensbeschreibungen Johann Wilhelm Kellner von Zinnendorf.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
Anfang

 
Gustav Zinnow  
Abbildung
Geboren 26. Januar 1846
Geburtsort Berlin 
Gestorben 18. Januar 1934
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Am 26.01.1846 in Berlin geboren; 1849 als Waise aufgewachsen; Maurerlehre mit Besuch der Berliner Baugewerbeschule; 1866 Mitarbeiter im Architekturbüro von Franz Georg Stammann in Hamburg; parallel auch für Sohn Hugo Stammann tätig; Ab 1873 Büropartnerschaft mit Hugo Stammann (Stammann & Zinnow); 1880 Mitgliedschaft im Rathausbaumeisterbund, der das Hamburger Rathaus als Gemeinschaftsprojekt realisiert; Nach dem Tod Stammanns 1909 führt Zinnow das Büro noch bis zum Ersten Weltkrieg weiter; Vorstand des Vereins für Kunst und Wissenschaft und ist im AIV Architekten- und Ingenieur-Verein Hamburg aktiv; 18.01.1934 Tod in Hamburg 
Lokale Referenzen

vgl. Hugo Stammann

 
Kategorien Architektur
Funktionen
Anfang

 
Tobias Martin Zornickel  
Abbildung
Geboren 11. November 1724
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. Juli 1810
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Tobias Martin Zornickel besuchte von 1737 bis 1743 das Johanneum und von 1743 bis 1745 das Akademische Gymnasium seiner Geburtsstadt, um dann von 1745 bis 1749 in Leipzig und von 1749 bis 1750 in Kiel Theologie zu studieren. Am 3. Januar 1750 wurde Zornickel zum Hofkaplan an der Kieler Schlosskirche berufen. Von dort wechselte er am 9. Januar 1752 ins Gemeindepfarramt nach Schönkirchen bei Kiel. Während dieses Dienstes, am 7. Februar 1753, verheiratete Zornickel sich mit der Kieler Professorentochter Anna Louise Kortholt (gestorben 1781). Am 10. März 1754 erfolgte die Wahl zum Diaconus an der Hamburger Petrikirche, die Einführung am 28. Mai d. J. Dieses Amt übte Zornickel bis zum 17. 2. 1810 aus; daneben fungierte er von 1754 bis 1774 als Zuchthaus-Prediger. Nach dem Tode seiner ersten Gattin ehelichte Zornickel am 29. Oktober 1782 die Hamburger Kaufmannstochter Metta Maria Zeesche (gestorben 1798). Zu Zornickels 50jährigem Ordinationsjubiläum (1800) ließ das Geistliche Ministerium eine Gedächtnismünze mit Zornickels Bildnis prägen, zu seinem 50jährigen Amtsjubiläum an St. Petri (1804) ernannte ihn die Theologische Fakultät der Universität Kiel zum Ehrendoktor. Zornickel wurde 1800 von seinen Nachkommen mit einem dreiseitgen gedruckten Lobgedicht geehrt (s. Abbildung des Exemplars der Nordkirchenbibliothek, Signatur: MiQ 216).  
Literaturhinweise Zornickel.TobiasMartin.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 25. Januar 1750 - 17. Februar 1810
Anfang

 
Albert Zürner  
Abbildung
Geboren 30. Januar 1890
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 18. Juli 1920
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der Hamburger Wassersportler Albert Zürner trainierte im 1893 gegründeten Schwimmverein „Stern“. 1906 nahm er bei den Olympischen Zwischenspielen in Athen teil und belegte  im Turmspringen Platz 4. Zwei Jahre später bei den Olympischen Sommerspielen in London gewann er die Goldmedaille im Kunstspringen. 1912 in Stockholm holte er Silber im Turmspringen und kam auf Platz 4 im Kunstspringen. Deutscher Meister im Kunstspringen wurde er 1916 und 1919. Durch einen tragischen Sprungunfall kam Albert Zürner am 18. Juli 1920 in der Badeanstalt Alsterlust ums Leben, als er für einen Wettkampf in Bremen trainierte. 1988 wurde er in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports in Fort Lauderdale/Florida aufgenommen.  

 
Lebensbeschreibungen Albert Zürner.pdf
Kategorien Sport
Funktionen
Anfang

 
hhh zzz  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien
Funktionen
Anfang

[<< Vorherige Seite] 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13