Hamburger Persönlichkeiten -
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Marquard vam Lo  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1507 - 1519
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Gertrud Lockmann  
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Geboren 29. April 1885
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. September 1962
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Gertrud Lockmann (geb. Buschow) war Politikerin.

Sie wurde am 29.4.1895 in Hamburg geboren. Als 14-Jährige verlor sie ihre Mutter. Nach ihrem Abschluss an der Selekta machte Lockmann eine Ausbildung als Buchhalterin und Steuergehilfin. 1912 trat sie der SPD bei und war von 1926 bis 1929 war Bezirksführerin in Hamburg-Uhlenhorst. Zu jener Zeit lernte sie ihren späteren Ehemann, einen Behördenangestellten, kennen. Sie bekamen eine Tochter und zogen 1929 nach Goslar, wo sie gemeinsam das Genesungsheim der Betriebskrankenkasse für staatliche Angestellte leiteten. Die Ehe wurde Ende der 1930er Jahre geschieden.

1930 wurde Lockmann Zweite Vorsitzende der SPD sowie Referentin für den Kreis Hildesheim. Bald jedoch wechselte sie aufgrund der Haltung der Sozialdemokratie zum Nationalsozialismus zur Sozialistischen Arbeiterpartei (SAPD). Lockmann war im Widerstand aktiv. Aufgrund ihrer politischen Tätigkeit verlor sie 1933 ihre Anstellung und versteckte sich für ein Jahr vor der Gestapo. Während dieser Zeit entstand Kontakt zur Widerstandsgruppe Bästlein-Jacob-Abshagen. 1936 fand Lockmann eine neue Anstellung in dem Büro der Gaststättenbetriebe von Planten un Blomen und war bis 1941 als Buchhalterin tätig. Anschließend machte sie sich als Helferin in Steuerangelegenheiten selbständig. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Lockmann wieder politisch aktiv. Ab 1946 wurde sie Mitglied im Vorstand der SPD. Außerdem wirkte sie in den Jahren 1946 bis 1950 als Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete. 1950 wurde sie Mitglied des Deutschen Bundestages und setzte sich unter anderem für eine gerechte Steuer- und Finanzpolitik ein. 1957 schied Lockmann aus dem Bonner Parlament aus und amtierte anschließend bis 1961 erneut als Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft. Sie verstarb am 10.9.1962 in Hamburg. Der Name Lockmanns steht ihr zum Gedenken auf einem Stein der Erinnerungsspirale im „Garten der Frauen“ auf dem Friedhof Ohlsdorf.

 
Lokale Referenzen Ein Erinnerungsstein für sie steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof
 
Literaturhinweise Gertrud Lockmann_Literatur.pdf
Kategorien Politik
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: 1946 - 1950
Bürgerschaftsmitglied: 1957 - 1961
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Rudolf Lodders  
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Geboren 19. September 1901
Geburtsort Altona 
Gestorben 03. Juni 1978
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1921 - 24 Studium an der Höheren Schule für Baukunst Hamburg 1924 - 31 Mitarbeiter in mehreren Stadtplanungsämtern 1931 Gründung des eigenen Architekturbüros in Altona 1934 - 61 Werksarchitekt der Borgward-Automobilwerke 1947 - 50 Vorsitzender des Werkbundes Nordwestdeutschland 1950 - 78 Mitglied der freien Akademie der Künste Hamburg __Quelle: Jan Lubitz _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Lebensbeschreibungen RudolfLoddersWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
Stadtplaner/in: -
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Johann Matthias Wilhelm Karl Loehrs  
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Geboren 1756
Geburtsort Braunschweig 
Gestorben 26. Februar 1802
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Matthias Wilhelm Karl Loehrs, geboren 1756 in Braunschweig, gestorben 26.2.1802 in Hamburg, Sohn des Braunschweiger Brauers Johann Georg Loehrs. Schauspielerisches Debüt 1773 in Hamburg bei Friedrich Ludwig Schröder, danach Auftritte an verschiedenen Bühnen, u.a. in Schleswig und Kiel, seit 1783 wieder in Hamburg und dort seit 1798 Mitdirektor des Hamburger Theaters. Vermählt 1787 mit der Schauspielerin Johanna Sophia Naetsch. 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
Intendant/in: -
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Christian Heinrich Lohmann  
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Geboren 28. März 1747
Geburtsort Glückstadt 
Gestorben 08. Januar 1821
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Christian Heinrich Lohmann, geboren am 28.03.1747 in Glückstadt, gestorben am 08.01.1821 in Hamburg. Seit 1768 in Hamburg als Gewürzhändler tätig. Nach zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern seit 1814 Oberalter. Vermählt am 03.07.1771 mit Anna Catharina von der Neuenburg. 
Kategorien Wirtschaft
Religion
Funktionen Oberalter: 1814 -
Kaufmann/-frau: -
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Prof. Dr. Bernhard Lohse  
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Geboren 24. Mai 1928
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 29. März 1997
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Bernhard Lohse zählte zu den international bedeutendsten deutschen Kirchenhistorikern. Sein Schwerpunkt lag auf der Reformationsgeschichte und dem Wirken Martin Luthers. Von 1963 bis 1992 war er Professor an der Universität Hamburg.

Nach der Reifeprüfung studierte Lohse von 1947 bis 1951 in Heidelberg, Göttingen und – durch ein Stipendium des Ökumenischen Rates der Kirchen – in Bristol bzw. Cambridge. 1951 legte er in Hamburg das erste, 1953 nach dem Vikariat an St. Johannis das zweite theologische Examen ab. 1954 wurde er ordiniert, arbeite als Hilfsprediger an St. Martinus Eppendorf und erhielt ein Jahr später den Pastorentitel verliehen.

Er wechselte jedoch in die Wissenschaft. Bereits 1952 war er wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in Göttingen gewesen, wo er bei Joachim Jeremias und Hermann Dörries mit der Studie über das Passafest der Quartadecimaner promoviert wurde. Durch den Kontakt zu Dörries wandte er sich der Kirchengeschichte zu und wurde im Oktober 1955 Assistent Kurt Dietrich Schmidts an der neugegründeten Evangelisch-theologischen Fakultät in Hamburg. Zwei Jahre später habilitierte er sich mit einer Studie über das Verhältnis von Glaube und Vernunft bei Martin Luther und wirkte als Privatdozent für Kirchen- und Dogmengeschichte. 1958/59 vertrat er einen Lehrstuhl in Göttingen, anschließend erhielt er in Hamburg eine Diätendozentur; 1961 war er Gastprofessor in Claremont/Kalifornien. 1963 ernannte ihn die Hamburger Universität zum apl. Professor, bevor er ein Jahr später als Nachfolger Schmidts den Lehrstuhl für Kirchengeschichte erhielt, den er bis zu seiner Emeritierung 1992 behielt.

Lohse legte zahlreiche Publikationen insbesondere zur Reformationsgeschichte vor; 1963 erschien seine Studie über Luthers Auseinandersetzung mit dem Mönchsideal des Mittelalters. Viele Bücher erlangten hohe Auflagen, insbesondere der Überblick über die Epochen der Dogmengeschichte (1963, 9. Aufl. 2011) oder die Einführung in Martin Luthers Leben und Werk (1980, 3. Aufl. 1997). Als opus magnum einer fast fünfzigjährigen Beschäftigung mit dem Reformator gilt seine Darstellung der Lutherischen Theologie in ihrer historischen Entwicklung und in ihrem systematischen Zusammenhang (1995).

Zahlreiche internationale Vortragseinladungen und Ämter zeigen sein hohes Renommee über die deutsche Universitätslandschaft hinaus. Lohse wirkte im wissenschaftlichen Beirat des Vorstandes der Luthergesellschaft und als Mitherausgeber der Zeitschrift Luther sowie der kritischen Ausgabe der Werke Luthers. Von 1956 bis 1983 arbeitete er im Continuation Committee des Internationalen Kongresses für Lutherforschung, von 1970 bis 1997 gehörte er zur Historischen Kommission des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes. Regelmäßig nahm er an Tagungen des Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen teil und wirkte im Beirat der Abteilung für abendländische Religionsgeschichte des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz.

 
Literaturhinweise Lohse Bernhard Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Religion
Bildungswesen
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1954 -
Hochschullehrer/in: 1955 - 1992
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Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Eduard Lohse  
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Geboren 19. Februar 1924
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 23. Juni 2015
Todesort Göttingen 
Kurzbiographie

Eduard Lohse war ein evangelisch-lutherischer Theologe, Landesbischof und Ratsvorsitzender der EKD.

Eduard Lohse war das älteste von vier Kindern des Studienrats Dr. Walther Lohse und seiner Frau, der Dozentin Dr. Wilhelmine Lohse (1896–1980). Sein jüngster Bruder war der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Bernhard Lohse (1928–1997). Nach der Reifeprüfung 1942 und dem Kriegsdienst konnte Eduard Lohse 1945 das Studium der Evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel aufnehmen und wechselte ein Jahr später an die Göttinger Universität. 1949 bestand er dort das erste theologische Examen und wurde bei Joachim Jeremias zum Dr. theol. promoviert.

1949/50 war Lohse wissenschaftliche Hilfskraft bei Jeremias in Göttingen, bis er als Konviktinspektor an die Kirchliche Hochschule Hamburg wechselte. Da­ne­ben war er Vikar in der Lukasgemeinde Hamburg-Fuhlsbüttel und legte im Herbst 1951 das Zweite Theologische Examen ab. Am 6. Januar 1952 wurde er in St. Michaelis ordiniert und wirkte als Hilfsprediger an St. Lukas sowie in der Auferstehungsgemeinde St. Pauli-Süd. Am 26. Juni 1952 wurde ihm der Pastorentitel verliehen.

Von 1953 bis 1956 war Eduard Lohse wissenschaftlicher Assistent in Mainz, wo er sich 1953 habilitierte. Im Sommersemester 1955 und im Wintersemester 1955/56 vertrat er den Lehrstuhl für Neues Testament in Bonn, bevor er 1956 zum außerordentlichen und sechs Jahre später zum ordentlichen Professor für Neues Testament an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ernannt wurde. 1964 wechselte Lohse zurück nach Göttingen, wo er bis 1971 Ordinarius für Neues Testament war. 1969 wurde er ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Seine besondere Integrationskraft zeigte er in den hochschulpolitisch spannungsreichen Jahren von 1969 bis 1971 als Prorektor bzw. Rektor der Universität.

Eduard Lohse hinterließ ein umfangreiches wissenschaftliches Oeuvre, eine Vielzahl seiner Monographien stellen Standardwerke dar.

In über achthundert Aufsätzen, Artikeln und Rezensionen hat er wissenschaftliche, kirchliche sowie gesellschaftliche Fragestellung erörtert und Personen biographisch gewürdigt. Von 1971 bis 1981 war er verantwortlicher Herausgeber der Zeitschrift für neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde der älteren Kirche, ab 1975 stand er in der Herausgeberschaft der Zeitwende.

Am 24. November 1970 wählte ihn die Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zum Landesbischof. 1971 trat er sein Amt an und übte es bis zur Emeritierung 1988 aus. Er hatte in dieser Zeit auch den Vorsitz im Kirchensenat und im Bischofsrat der ev.-luth. Landeskirche Hannovers sowie des Landeskirchenamts inne. Seit 1977 stand Lohse dem Göttingern Universitätsbund vor. Darüber hinaus war er von 1975 bis 1978 Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und von 1979 bis 1985 Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), dem er seit 1973 angehörte. Von 1977 bis 2000 war er zudem Abt des Klosters Loccum. Eduard Lohse war ebenso Präsident des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes. Von 1989 war er Gründungsvorsitzender des Kuratoriums der Hanns-Lilje-Stiftung (bis 1993) und des Landschaftsverbandes Südniedersachsen (bis 1994).

Als Bischof und EKD–Ratsvorsitzender wurden sein partnerschaftliches Amtsverständnis und seine Fähigkeit als Brückenbauer sehr geschätzt. Er förderte das ökumenische Lehrgespräch zwischen Katholiken und Lutheranern. Zusammen mit Kardinal Karl Lehmann war er Vorsitzender des Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen. 1990 wurde Lohse als Gastprofessor an die Päpstliche Universität Gregoriana nach Rom eingeladen.

Darüber hinaus betonte Lohse den Dialog zwischen Christen und Juden: 1976 hatte er den Vorsitz auf lutherischer Seite bei einer Begegnung zwischen Vertretern der VELKD und der Rabbinerkonferenz in der Bundesrepublik Deutschland im jüdischen Gemeindehaus in Berlin. Zehn Jahre später setzen sich der Rat der EKD und Vertreter des Zentralrates der Juden in Deutschland zusammen, um über die politische Kultur und der Abwehr des Antisemitismus zu sprechen.

Schon 1979 setzte Eduard Lohse sich gegen die Diskriminierung Homosexueller sowie für die Förderung von Theologinnen ein. Sein Engagement für die Ostverträge der sozial-liberalen Koalition trug ihm innerhalb der Kirche und im politischen Konservatismus heftige Kritik ein. Für den Zusammenhalt der EKD war seine Vermittlung in den Auseinandersetzungen um den NATO-Doppelbeschluss 1979 und die Friedensbewegung in der Kirche, die auf dem 19. Deutschen Evangelischen Kirchentag 1981 in Hamburg sehr scharf ausgetragen wurden, besonders wichtig. Eduard Lohse unterstützte die Annäherung der SPD an die Kirchen und war mit dem Bundeskanzler Helmut Schmidt (1918–2015) befreundet. Er hielt die Traueransprache für dessen Frau Loki Schmidt (1919-2010) in der Hauptkirche St. Michaelis.

Auch im Ruhestand ließ sein Engagement nicht nach: 1988 wurde Eduard Lohse zum Vorsitzenden des Weltbundes der Bibelgesellschaften gewählt.

Neben den theologischen Ehrendoktorwürden aus Mainz (1961), Allentown (Pennsylvania, USA (1979) und Glasgow (1981) wurden das wissenschaftliche und das Lebenswerk Lohses durch zahlreiche Preise gewürdigt, z.B. 1979 mit dem Niedersachsenpreis in der Kategorie Kultur, 1995 mit dem Göttinger Edith-Stein-Preis, 2007 mit dem Dr. Leopold–Lucas–Preis der Universität Tübingen. 1969 wurde er Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, 1978 der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft und 1982 der Accademia Mediterranea delle Scienze. 

 
Literaturhinweise Lohse Eduard Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Religion
Bildungswesen
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1952 -
Hochschullehrer/in: 1953 -
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Elfriede Lohse-Wächtler  
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Geboren 04. Dezember 1899
Geburtsort Dresden 
Gestorben 31. Juli 1940
Todesort Pirna-Sonnenstein  
Kurzbiographie

Elfriede Lohse-Wächtler schuf zahlreiche Grafiken, Aquarelle und Bleistiftzeichnungen. Als Motive haben sich Porträts und Selbstbildnisse erhalten, weiter viele Szenen aus dem Hafen- und Arbeitermilieu und einige Landschaften. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, war sie auch kunstgewerblich tätig und schuf Gebrauchsgrafik. Künstlerisch prägte sie zunächst ihr Dresdner Freundeskreis, später wandte sie sich der neuen Sachlichkeit und dem Realismus zu. Bekannt sind neben den zahlreichen Szenen des Hamburger Nachtlebens vor allem ihre Porträtstudien psychisch Kranker. 

Elfriede Wächtler, die sich „Nikolaus Wächtler“ nannte, besuchte ab 1915 die Kunstgewerbeschule in Dresden, zunächst die Abteilung für „Mode und weibliche Handarbeiten“. Nach einem Jahr wechselte sie jedoch in die Klasse für angewandte Grafik, zusätzlich lernte sie an der Akademie Zeichnen und Malen. Sie fand Anschluss an den Kreis der Dresdner Sezession um Otto Dix, Conrad Felixmüller (dessen Atelier sie ab 1918 bezog) und Oskar Kokoschka. 1921 heiratete sie Kurt Lohse, einen Maler und Opernsänger. 1925 siedelten beide nach Hamburg über, wo sie kaum Anschluss an die lokalen Künstlerkreise fand; ihr Mann verließ sie, und ihre wirtschaftliche Situation verschlechterte sich. Wegen eines Nervenzusammenbruchs musste sie 1929 sieben Wochen in der Nervenheilanstalt Friedrichsberg verbringen. Dort entstandenen die so genannten „Friedrichsberger Köpfe“, Porträts der anderen Patienten, die sie in Hamburg ausstellte. Diese Serie machte sie schlagartig bekannt, die Hamburger Kunsthalle und das Altonaer Museum kauften ihre Werke. 1931 kehrte sie nach Dresden in ihr Elternhaus zurück. Im folgenden Jahr wurde sie in die Heilanstalt Arnsdorf in der Nähe Dresdens eingewiesen; ihr wurde Schizophrenie diagnostiziert. Bis 1935 war sie dort weiterhin kreativ tätig, es entstanden zahlreiche Bleistiftzeichnungen. 1935 wurde sie zwangssterilisiert. Ihre Familie hatte bis zuletzt versucht, dies zu verhindern. Ab diesem Eingriff kam ihre kreative Tätigkeit zum Erliegen. Die Bedingungen in psychiatrischen Anstalten hatten sich nach der Machtübernahme drastisch verschlechtert, der Kontakt zu ihrer Familie brach fast völlig ab. Am 31. Juli 1940 wurde sie im Rahmen der „T4-Aktion“ der Nationalsozialisten zur „Vernichtung unwerten Lebens“ nach Pirna-Sonnenstein gebracht und dort durch Kohlenmonoxyd ermordet.

 
Lokale Referenzen

Ein Erinnerungsstein für sie steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Elfriede-Lohse-Wächtler-Weg, Barmbek-Süd, seit 2008

 
Literaturhinweise Elfriede Lohse-Wächtler_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Zeichner/in: -
Grafiker/in: -
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Hinricus Longus  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1300 - 1304
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Hilmarus Lopow  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1401 - 1410
Anfang

 
Hinrick Lopow  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1451 - 1470
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Fernando Lorenzen  
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Geboren 08. August 1859
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. Mai 1917
Todesort Altona 
Kurzbiographie

1859 geboren in Hamburg; Studium bei Conrad Wilhelm Hase am Polytechnikum Hannover, anschließend beim Hase-Schüler Johannes Otzen in Berlin; Bauführer beim Bau der von Otzen entworfenen Altonaer Friedenskirche. Fernando Lorenzen hatte seit 1886 sein Büro in der Ferdinant Straße 35 zusammen mit seinem Partner Edmund Stehn. Seit 1885 war Lorenzen Mitglied im Architekten- und Ingenieurverein Hamburg, seit 1898 Mitglied in der von Hase 1880 gegründeten ,,Bauhütte zum weißen Blatt" und seit 1906 Mitglied im Bund Deutscher Architekten. Für die Sakralbauten war Lorenzen alleine verantwortlich, während bei den Profanbauten sein Partner Edmund Stehn mitunterzeichnete. Sein Baustil ist beeinflusst von der Hannoverschen Schule und der Reform-Architektur der Jahrhundert Wende. Die Kirchen Bauten sind in Klinker ausgeführt, die Profan-Bauten sowohl in Putz als auch in Klinker. Er starb im Alter von 58 Jahren am 10. Mai 1917 in Altona.

Hamburgisches Architekturarchiv, recherchiert von Carla Weinberg

 
Lokale Referenzen

1929 benante der Hamburger Senat in Winterhude die Lorenzengasse nach ihm.

2009 wurde in Groß Flottbek der Fernando-Lorenzen-Platz benannt

 
Sonstige Gnadenkirche.pdf
St.Gertrud.pdf
Haus Hochkamp.pdf
Villenkolonie_Hochkamp.jpg
Lebensbeschreibungen FernandoLorenzenWerkeliste.pdf
Literaturhinweise Fernando Lorenzen_.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
Anfang

 
Dr. Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt  
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Geboren 05. Oktober 1948
Geburtsort Elmshorn 
Gestorben 30. August 2015
Todesort Rostock 
Kurzbiographie

Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt (genannt „Lori“)  war einer der bedeutendsten norddeutschen Landeshistoriker.

Nach Abitur und Wehrdienst studierte er von 1969 bis 1974 Geschichte, Soziologie, Ethnologie sowie Ur- und Frühgeschichte an der Universität Hamburg. Dort legte er 1974 die Magisterprüfung ab. 1979 wurde er mit einer Studie zur Sozial- und Wirtschaftsstruktur schleswig-holsteinischer Landstände zwischen 1500 und 1550 zum Dr. phil. promoviert. Er falsifizierte darin das von der DDR-Geschichtswissenschaft aufgestellte Konzept der frühbürgerlichen Revolution, mit dem er sich intensiv auseinandergesetzt hatte.

Beruflich besaß Lorenzen-Schmidt von 1979 bis 1987 befristete Arbeitsverträge an der Universitätsbibliothek Kiel, am Archiv der Hansestadt Lübeck, am Lehrstuhl für Geschichte der Universität Oldenburg, bei der Hamburger Kulturbehörde und am Staatsarchiv Hamburg. Er erstellte u.a. das Gesamtinventar der Akten des Oberappellationsgerichtes der vier Freien Städte Deutschlands.

In Hamburg  absolvierte er von 1987 bis 1989 das Archivreferendariat und war seitdem als Archivrat, seit 1991 als Oberarchivrat bis zu seiner Pensionierung Ende 2013 tätig. Archivisch sind neben den zahlreichen Beratungen und Auskünften die enormen Erschließungsleistungen, gerade von umfangreichen Beständen, zu nennen, die er gemeinsam mit Ulf Bollmann bewältigte.  

Historisch engagierte er sich kontinuierlich für seinen jeweiligen Lebensmittelpunkt: In seiner Geburtsstadt Elmshorn war er an der Neueinrichtung des Heimatmuseums beteiligt und wurde 1983 durch die Wanderausstellung „Bei uns 1933-1945“ weit bekannt. Von 1974 bis 2007 lebte er im Kreis Steinburg, verfasste zahlreiche Ortsgeschichten, Editionen und eine große Zahl von Artikeln. Darüber hinaus trug er regelmäßig in genealogischen und heimatkundlichen Vereinen vor, auch in plattdeutscher Sprache.

Schon seit Anfang der siebziger Jahre engagierte sich Lorenzen-Schmidt auch politisch auf verschiedenen Ebenen, u.a. gegen das Atomkraftwerk in Brokdorf, wobei er für Flugblätter verantwortlich zeichnete. Ab Mitte der neunziger Jahre verlagerte er seinen Schwerpunkt auf Mecklenburg und vor allem Rostock, wo er sich für die Geschichtswerkstatt und die Zeitschrift „Zeitgeschichte regional“ einsetzte, zahlreiche Beiträge für Lexika verfasste und an Arbeitseinsätzen des Verschönerungsvereins teilnahm.

Die Vermittlung historischen Wissens, vor allem von Quellen und ihrer Auswertung prägte seine Vorträge wie auch seine Lehrtätigkeit von 1985/86 und kontinuierlich von 1992 bis 2013/14 an der Universität Hamburg.

Lorenzen-Schmidt veröffentlichte eine immense Zahl von Texten zur Stadt-, Agrar-, Sozial und Wirtschaftsgeschichte Norddeutschlands vom Mittelalter bis zur Gegenwart: Seit 1979 verfasste er durchschnittlich pro Monat einen Aufsatz und jedes zweite Jahr ein Buch. Von 1979 bis 1989 redigierte er die Zeitschrift Archiv für Agrargeschichte der holsteinischen Elbmarschen, Zusammen mit Ortwin Pelć gab er 2000 und in erweiterter Auflage 2006 das Schleswig-Holstein-Lexikon heraus, für das er selbst 535 Artikel verfasste. Für Lehre und Forschung bedeutsam sind seine Lexika alter schleswig-holsteinischer Gewichte, Maße und Währungseinheiten sowie der historischen Berufe. Seit 2000 baute er eine Datenbank zur Prosopographie des gesamten vorreformatorischen Klerus in Schleswig-Holstein auf. 2012 entwarf er noch eine arbeitsteilige Gesamtdarstellung der Wirtschafts- und Sozialgeschichte dieses Landes.

Um die Erforschung der Lokal- und Regionalgeschichte zu fördern, engagierte Lorenzen-Schmidt sich in entsprechende Organisationen: 1978 begründete er nach zwei Jahren der Vorbereitung im Kieler Gesprächskreis den Arbeitskreis für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins mit, den er bis 1986 leitete und für den er von 1989 bis 2013 als Sprecher fungierte. Er gab von 1978 bis 1986 dessen Rundbriefe sowie etliche Sammelbände heraus. Von 1978 bis 1994 gehörte er dem Beirat der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte an. 1983 regte er die Gründung des Arbeitskreises zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein an. Er engagierte sich im 1984 gegründeten Beirat für Geschichte und gab von 1986 bis 1997 die ersten zehn Ausgaben des Jahrbuchs Demokratische Geschichte mit heraus, an dessen Konzeptionierung er beteiligt war. 2014 wurde er Ehrenvorsitzender der Glückstädter Detlefsen-Gesellschaft, die er von 1996 bis 2013 geleitet und deren Vorträge er von 1998 bis 2012 herausgegeben hatte. Sein Ziel war die Öffnung der Schleswig-Holsteinischen Landesgeschichte für eine moderne Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Dabei hatte er auch eine übergreifende Perspektive im Blick, wie sich in der Herausgabe der Mitteilungsblätter des deutschen Arbeitskreises für Agrargeschichte (1997-2000) und der internationalen Vereinigung zur Erforschung bäuerlicher Schreibebücher (1989-1992 und 1996-2005) zeigte.

 
Literaturhinweise Lorenzen Schmidt Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Bildungswesen
Funktionen Hochschullehrer/in: 1985 - 1986
Hochschullehrer/in: 1992 - 2014
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Albrecht Lorenz Lorenz-Meyer  
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Geboren 16. Juni 1891
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. Juli 1960
Todesort Bad Gastein 
Kurzbiographie Albrecht Lorenz Lorenz-Meyer, geb. 16.06.1891 in Hamburg, gest. 22.07.1960 in Bad Gastein, Sohn des Hamburger Kaufmanns Eduard Lorenz Lorenz-Meyer und der Alice Sieveking. Kaufmann in Hamburg. Heirat 26.05.1922 mit der niederländischen Admiralstochter Constantia Margareta Wilhelmina Umbgrove. Setzte die Kunstpflege seiner Familie fort; Initiator der Stiftung Lorenz-Meyer im Museum für Hamburgische Geschichte. 
Kategorien Wirtschaft
Kunst
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Anfang

 
Eduard Lorenz Lorenz-Meyer  
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Geboren 12. Juli 1856
Geburtsort Singapur 
Gestorben 25. April 1926
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Nachdem Eduard Lorenz-Meyer seine kaufmännische Lehrzeit bei Schlüter & Maack absol­viert hatte, wurde er Anfang 1879 Angestellter bei Behn, Meyer & Co. in Singapur. 1885 avan­cierte er zum Partner. Drei Jahre später ging er zurück nach Hamburg und wurde Teil­haber der Firma Arnold Otto Meyer. Diese betrieb vor allem Export- und Import-Produkten­geschäfte (u.a. Kopra und Pfeffer). Neben seiner geschäftlichen Tätigkeit engagierte sich Lorenz-Meyer im kulturellen Leben Hamburgs. Er betrieb genealogische Forschungen, ver­fasste heraldische Arbeiten, publizierte Aufsätze und Bücher und fertigte zahlreiche Zeich­nun­gen und Aquarelle an. Seit 1893 war er  Vor­sitzender der Gesellschaft Hamburgischer Kunstfreunde, außerdem unterstütze das Museum für Völkerkunde und die Hamburger Kunsthalle. Daneben war er in zahlreichen anderen Vereini­gungen Mitglied und hatte viele Ehrenämter inne. Im politischen Spektrum ist Eduard Lorenz-Meyer als völkisch gesinnter Sozialkonservativer einzuordnen. Er war ein erklärter Gegner der Sozialdemokratie, gehörte Vereinigungen wie dem Reichsverband gegen die Sozial­demokratie oder dem Alldeutschen Verband an – der „Kernorganisation des Radikal­nationalismus“ (Thomas Nipperdey) – und war seit 1921 Ehrenmitglied in der Organisation „Deutscher Roland, Verein für deutsch-völkische Stammkunde“, später „Verein für Sippenkunde“ zu Berlin. Er stand mit dem Wiener „Dichter-Seher“ Guido von List, einem populären Vertreter der völkischen Bewegung, in regem Briefkontakt und war Ehrenmitglied der Guido-von-List-Gesellschaft. Ausführliche Biographie 
Literaturhinweise Literatur zu Eduard Lorenz-Meyer.pdf
Kategorien Wirtschaft
Kunst
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Kunstsammler/in: -
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Vincent Lübeck  
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Geboren 1654
Geburtsort  
Gestorben 1740
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Joachim Luhn  
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Geboren 1640
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 04. Juli 1717
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Joachim Luhn war einer der bekanntesten und beliebtesten Bildnismaler seiner Zeit in Hamburg, berühmt für seinen neuartigen, „einfühlsamen“ Porträtstil. Weiter malte er neben religiösen und mythologischen Themen auch Landschaften und Ansichten, darunter eine bekannte, großformatige und topographisch genaue Stadtansicht Hamburgs, die für das Rathaus bestimmt war, und seit 1819 in St. Jacobi zu sehen ist. 

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Luhn wohl in den Niederlanden, vielleicht bei Ferdinand Bol, möglicherweise auch in Rom bei dem Niederländer Adriaen Backer. 1673 wurde er Hamburger Bürger, kurze Zeit später war er als Malermeister in Hamburg verzeichnet. Ebenfalls 1673 heiratete er Hanna Margarete Weyers, die Tochter des Hamburger Malers Jacob Weyer. Das bekannte „Porträt einer Familie“, auf dem sich der Maler auch selbst darstellte, zeigt noch den Schwiegervater, der zum Zeitpunkt des Werkes (um 1670) wohl schon verstorbenen war: In seiner Rechten hält er einen Totenschädel, während Joachim Luhn mit seinen Malutensilien dargestellt ist. 1689 bis 1692 war er mit der Ausstattung des Schlosses Salzdahlum des Herzoges von Braunschweig beschäftigt. In Hamburg erhielt er einige offizielle Aufträge, etwa für zehn Gemälde für die Hamburger Ratsstube, für das Malen von Wappen für das Kämmerer-Wappenbuch, oder für die schon erwähnte Ansicht Hamburgs. 1692 wurde er zum Ältermann des Maleramtes. 1717 verstarb er in Hamburg.

 
Literaturhinweise Joachim Luhn_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Johann Diederich Luis  
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Geboren 28. März 1754
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. Dezember 1821
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Diederich Luis, geboren am 28.03.1754 in Hamburg, gestorben am 22.12.1821 ebd., Sohn des Bürgermeisters Johann Luis und Agatha Beckhoff. Kaufmann in Hamburg, seit 11. Dezember 1818 Senator. Vermählt 04.06.1782 mit der Hamburger Kaufmannstochter Catharina Cäcilia Rücker. Johann Diederich Luis war seit 1782 in den meisten bürgerlichen departements tätig und gehörte auch zahlreichen Deputationen an, die die Bürgerschaft zu besondern Gelegenheiten wählte, etwa der Reorganisations-Deputation von 1814. Der Commerzdeputation stand er von 1793 bis 1794 als Präses vor.  
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1818 -
Handelskammerpräses: April 1793 - März 1794
Kaufmann/-frau: -
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Johann Luis  
Abbildung
Geboren 15. November 1722
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 21. Januar 1788
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Luis, geboren 15.11.1722 in Hamburg, gestorben 21.1.1788 ebd., Sohn des Hamburger Bürgermeisters Johann Hermann Luis und der Catharina Elisabeth Cronenburg. Kaufmann in Hamburg. Seit 1768 Ratsherr, seit 1784 Bürgermeister in Hamburg. Heirat 23.1.1748 mit Agatha Beckhoff. 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1768 -
Bürgermeister/in: 27. August 1784 - 31. Januar 1788
Kaufmann/-frau: -
Anfang

 
Johann Hermann Luis  
Abbildung
Geboren 12. September 1683
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 16. September 1741
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Hermann Luis, geb. 12.9.1683 in Hamburg, gest. 16.9.1741 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Hermann Luis und der Margaretha Sillem. 17.11.1711 Heirat mit Catharina Elisabeth Cronenburg. Kaufmann. Nach zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern 1719 Senator und seit 1739 Bürgermeister in Hamburg. 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1719 -
Bürgermeister/in: 7. Februar 1739 - 16. September 1741
Kaufmann/-frau: -
Anfang

 
Prof. Dr. Johannes Lukas  
Abbildung
Geboren 07. Oktober 1901
Geburtsort Karlovy Vary (Karlsbad) 
Gestorben 04. August 1980
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johannes Lukas war bedeutender Afrikanist, der wichtige Arbeiten zur Grammatik und Klassifikation der Sprachen des zentralen Sudans verfasste. In Karlsbad geboren, absolvierte er zunächst ein Klavierstudium in Wien, bevor er sich orientalistischen Studien zuwandte. Seit 1936 war er an der Universität Hamburg tätig und übernahm dort 1954 das Ordinariat für Afrikanistik. 
Lebensbeschreibungen LukasJohannes.Biographie.pdf
Literaturhinweise LukasJohannes.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Funktionen Sprachwissenschaftler/-in: -
Anfang

 
Professor Richard Luksch  
Abbildung
Geboren 23. Januar 1872
Geburtsort Wien 
Gestorben 21. April 1936
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Als Hochschullehrer an der Hamburger Kunstgewerbeschule nahm der in Österreich geborene Künstler Richard Luksch einen prägnanten Einfluss auf Bildhauerei und Kunstgewerbe der Hansestadt. In der Zeit vor seiner Berufung nach Hamburg war er in Wien als freier Bildhauer, Maler und Kunsthandwerker tätig und genoss dabei ein überregionales Ansehen. So wurde er in Augsburg mit der Ausführung einer Bauplastik beauftragt. Zunächst galt er als Vertreter der ornamentalen Jugendstil-Plastik und eines Formalismus der preziösen Gebärde.  Mit der Zeit wurde sein Stil strenger und vereinte naturalistische sowie technische Elemente. Die in dieser Zeit entstandenen Mädchen- und Frauenbildnisse zeichneten sich mit ihrer vegetativen Schönheit durch die Kombination von herber Anmut und Strenge der Form aus. Besonders seit seiner Lehrtätigkeit an der Hamburger Kunstgewerbeschule zeichneten sich seine Arbeiten durch einen überbordenden Ideenreichtum aus. Mit einem Trend zur Monumentalität entwarf er Bauplastiken, Brunnen und Freiplastiken für Bauten Schumachers, die sich durch eine Verbindung von Natur, Architektur, Abstraktion innerhalb einer Figur auszeichneten. Daneben stellte er graziöse Aktfiguren, wie „Elbn“ von 1920, und subtil gearbeitete Kleinplastiken her, die oft aus edlen Materialien bestanden. Sein Spätstil nahm geometrisch geschärfte Formen an. In den 1920er Jahren entwarf er die Tanz-Masken für Ursula Falke.  
Lokale Referenzen Kunstwerke von Richard Luksch befinden sich in den Sammlungen der Hamburg Kunsthalle, des Museums für Kunst und Gewerbe und in der Hochschule für bildende Künste.  
Lebensbeschreibungen Richard Luksch.pdf
Literaturhinweise Richard Luksch.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Bildhauer/in: -
Lehrer/in: -
Anfang

 
Elena Luksch-Makowsky  
Abbildung
Geboren 14. November 1878
Geburtsort St. Petersburg 
Gestorben 15. September 1967
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der wichtigste Impuls im Schaffen der Malerin, Bildhauerin und Kunstgewerblerin Elena Luksch-Makowsky war sicherlich der Wiener Jugendstil, den sie oft um folkloristische Elemente ihrer russischen Heimat ergänzte. Thematisch setzte sie sich in vielen Werken mit den damals herrschenden Rollenbildern der Frau auseinander. 

Elena Makowsky wurde als Tochter des bekannten und vom Zaren Alexander II. geförderten Künstlers Konstantin Makowsky geboren und wuchs somit in einer von Kultur und Kunst geprägten Familie auf. Früh reiste sie mit ihren Eltern durch Italien, die Schweiz und Deutschland. 1894/95 schon lernte sie an der Petersburger Akademie bei Ilja Repin Malerei, zuvor hatte sie bereits umfassenden Privatunterricht bekommen. 1898 ging sie im Rahmen eines Auslandsstipendiums nach München, um bei Anton Ažbe zu studieren. In Deutenhofen, wo sie in der Werkstatt des Bildhauer Mathias Gasteiger arbeitete, lernte sie ihren späteren Mann, den österreichischen Bildhauer Richard Luksch, kennen, mit dem sie später drei gemeinsame Söhne bekam. 1900 heirateten sie in München, und schon im selben Jahr stellte sie als erste Frau innerhalb der Wiener Sezession aus. 1901 wurde das Ehepaar Mitglied der Gruppe, beide zogen nach Wien und begannen, insbesondere nach der Gründung der Wiener Werkstätten, sich auf das Gebiet des Kunsthandwerkes zu konzentrieren. 1906 entstand ein Majolka-Relief für das Wiener Burgtheater, zudem arbeitete Elena Luksch-Makowsky an der bekannten Zeitschrift „Ver Sacrum“ mit. 1907 wurde Richard Luksch an die Hamburger Kunstgewerbeschule berufen, und Elena Luksch-Makowsky folgte ihm. In dieser Zeit intensivierte sie ihre Beschäftigung mit dem russischen Volksleben und erneuerte so die Form der traditionellen russischen Volksbilderbögen, der „Lubki“, auf denen meist volkstümliche Themen dargestellt und mit Kommentartexten versehen wurden. Sie erhielt in Hamburg zahlreiche öffentliche Aufträge. Als sie sich 1921 von Richard Luksch trennte, blieb sie in Hamburg. Durch die Hilfe von Gustav Pauli wurde ihr eine Studienreise nach Paris ermöglicht. 1926 wurde eines ihrer Hauptwerke, die Fayencegruppe „Frauenschicksal“, im Hamburger Stadtpark aufgestellt, an der sie schon seit 1910 gearbeitet hatte. 1930 wurde sie mit der Gestaltung für zwei Brunnen für die Schule Meerweinstraße beauftragt; dennoch verschlechtert sich ihre finanzielle Situation.  1953 wurde ihr Lebenswerk zu ihrem 75. Geburtstag mit einer großen Ausstellung im Hamburger Völkerkundemuseum geehrt.

 
Lokale Referenzen Ihr Grabstein steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof
 
Literaturhinweise Elena Luksch-Makowsky_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Bildhauer/in: -
Maler/in: -
Anfang

 
Johannes Luneborg  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1411 - 1431
Anfang

 
Thidericus Luneborg  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1443 - 1458
Anfang

 
Jacob Wilhelm Lustig  
Abbildung
Geboren 1706
Geburtsort  
Gestorben 1791
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
Otto Lüthje  
Abbildung
Geboren 1902
Geburtsort  
Gestorben 1977
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Volksbühnenschauspieler/in: -
Anfang

 
Peter Lutkens  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1654 - 1666
Anfang

 
Nicolaus Gottlieb Lütkens  
Abbildung
Geboren 10. Mai 1716
Geburtsort Billwerder 
Gestorben 10. Januar 1788
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Nicolaus Gottlieb Lütkens, geb. 10.05.1716 in Billwerder, gest. 10.01.1788 in Hamburg, Sohn des Pastors Nicolaus Lütkens und der Catharina Elisabeth Kähler. Kaufmann in Hamburg und seit 1771 Senator. Erste Eheschließung 22.11.1745 mit Ilsabe Engelhardt (gest. 1760), 1761 zweite Heirat mit Cornelia Overmann. 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1771 -
Kaufmann/-frau: -
Anfang

 
Peter Lütkens  
Abbildung
Geboren 02. Juli 1636
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. August 1717
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 3. November 1687 - 28. August 1717
Anfang

 
Arthur Lutteroth  
Abbildung
Geboren 21. Juni 1846
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 11. Juni 1912
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Arthur Lutteroth besuchte bis 1862 die Schule in Hamburg, anschließend lebte er ein Jahr in Genf. Ab 1863 kaufmännische Lehre bei Helmcke & Kuhlenkamp, 1866-1867 Lehrzeit in der Firma Lewen & Sachs in London. Ab Dezember 1867 trat er als Prokurist in die Firma Lutteroth & Co. ein, im Januar 1869 wurde er Teilhaber. Am 30. September 1874 Wahl zum Mitglied der Handelskammer. Präsidiat vom 2. Mai 1879 bis zu seinem Ausscheiden aus der Kammer am 31. Dezember 1882. Am 31. Dezember 1892 erneut in die Handelskammer gewählt, vorzeitiges Ausscheiden wegen seiner Wahl in die Finanzdeputation im November 1893. Besonderes Interesse galt der Frage des Hamburger Zollanschlusses: Mitglied der 1880 gegründeten Freihafenkommission, entschiedener Gegner des Hamburger Zollanschlusses, dennoch Zustimmung zur Erklärung der Handelskammer vom 7. Juni 1881. Ab 19. Oktober 1879 Bürgerschaftsmandat der Handelskammer, 1889-1904 Mitglied des Bürgerausschusses. 1883 bis 1912 Mitglied des Bezirksausschusses der Reichsbankhauptstelle, ab Ende 1883 im Aufsichtsrat der Vereinsbank in Hamburg. Direktor der Terraingesellschaft Klosterland in Hamburg sowie Generalagent der Versicherungsgesellschaft Riunione Adratica in Triest in Deutschland, Dänemark und Skandinavien. 
Lebensbeschreibungen Arthur Lutteroth.pdf
Podcasts Lutteroth Arthur.mp3
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Bankier: -
Handelskammerpräses: 1879 - 1882
Bürgerschaftsmitglied: 1878 - 1904
Anfang

 
Prof. Ascan Lutteroth  
Abbildung
Geboren 05. Oktober 1842
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 02. Februar 1923
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ascan Lutteroth, geboren 5.10.1842 in Hamburg, gestorben 2.2.1923 ebd., Sohn des Bankiers Christian Alexander Ascan Lutteroth und der Sophie Friederike Lutteroth. Nach künstlerischer Ausbildung 1862-1864 bei Calame in Genf und 1864-1867 bei Oswald Achenbach in Düsseldorf 1867-1870 Aufenthalt in Rom, 1870-1876 in Berlin. Als Zeichenlehrer der Kronprinzessin Victoria tätig; Ernennung zum Professor. Seit 1876 in Hamburg ansässig und überwiegend als Landschaftsmaler tätig; bis 1909 auch Vorsitzender des Hamburger Künstlervereins. Heirat 10.3.1872 mit der Kaufmannstochter Elisabeth Warnecke. 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Anfang

 
Dr. Ascan Wilhelm Lutteroth  
Abbildung
Geboren 06. Dezember 1874
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 01. August 1960
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Ascan Lutteroth war der Sohn des Hamburger Kaufmanns Arthur Lutteroth und der Mathilde Lutteroth. Nach dem Jurastudium in Tübingen, Berlin und Göttingen wurde er 1901 zum Dr. jur. in Leipzig promoviert. Seit 1905 war er als Jurist in Hamburg ansässig, 1921 wurde er zum Landgerichtsdirektor ernannt. Nachdem er 1942 in den Ruhestand getreten war, beschäftigte er sich mit familiengeschichtlichen Forschungen, deren Resultate er als verantwortlicher Bearbeiter des "Hamburgischen Geschlechterbuches" und in eigenen Publikationen veröffentlichte.

 
Kategorien Wissenschaft
Justiz
Funktionen
Anfang

 
Gustav Lüttge  
Abbildung
Geboren 12. Juni 1909
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 23. Februar 1968
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Mit 15 Jahren begann er eine dreijährige Lehre als Kaufmann, die er 1928 abschloß. Nur kurze Zeit war er in diesem Beruf tätig. Schon 1929 entschloß er sich zu einer zweiten Lehre, diesmal in einer Baumschule (Firma Oscar Röhe Baumschulen und Staudenkulturen in Hamburg-Schnelsen). 1931, nach Abschluß dieser Lehre, arbeitete Gustav Lüttge ein halbes Jahr in den Staudenkulturen von Karl Foerster in Bornim bei Potsdam. Von Oktober 1931 bis Ende 1932 und noch einmal zwei Monate im Jahre 1933 arbeitet er bei Heinrich Wiepking-Jürgensmann in Berlin. Zwischendurch, Juni - Juli 1932, ist er auf Englandreise mit Hermann Thiele, einem bekannten Gartenarchitekten. Im August 1933 beginnt er seine Karriere als selbständiger Gartengestalter. Der Zweite Weltkrieg unterbricht seine Arbeit. 1940 bis 1945 dient er bei der Marine-Infanterie in Kiel und gerät in Kriegsgefangenschaft, aus der er August 1945 entlassen wird. 1946 ist er an der Gründung des Hamburger Baukreises beteiligt. Gustav Lüttge stirbt am 23.2.1968 im Alter von 58 Jahren. Lüttges bekanntestes Werk in Hamburg ist zweifellos der Alsterpark. __Quelle: http://www.architekturarchiv-web.de/luettge.htm _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Kategorien Architektur
Funktionen
Anfang

 
Matthias Lüttmann  
Abbildung
Geboren 12. Oktober 1708
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 18. August 1772
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Matthias Lüttmann war der Sohn des Christoffer Lüttmann, Oberalten im Kirchspiel St. Petri, und der Anna Maria geborenen Mutzenbecher. Nach einem Theologiestudium, das Lüttmann in Jena absolvierte, wurde er 1735 unter die Kandidaten des Geistlichen Ministeriums aufgenommen. 1742 wurde Lüttmann Pastor am Hospital zum Heiligen Geist und am Gasthause. 1743 heiratete Lüttmann Catharina v. Bobart, die aber bereits 1756 verstarb. Deswegen ehelichte Lüttmann 1757 die Kaufmannstochter Magaretha Elisabeth Koep. Aus Lüttmanns Feder sind Gelegenheits- und Erbauungsschriften sowie Predigten erhalten.1756 erschien zur Goldenen Hochzeit der Eltern Lüttmanns eine umfangreiche Festschrift (Titelblatt-Abbildung nach dem Exemplar der Nordkirchenbibliothek Hamburg, Signatur: Mi 0322).
 
Literaturhinweise MatthiasLüttmann.Titelblatt.pdf
Kategorien Religion
Funktionen
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Johann Hermann Maack  
Abbildung
Geboren 04. Oktober 1809
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. Mai 1868
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Hermann Maack, geboren 4.10.1809 in Hamburg, gestorben 12.5.1868 ebd., Sohn des Maklers Johann Friedrich Daniel Maack und der Maria Caecilia Stresow. Nach Ingenieursausbildung 1829-1832 als Baukondukteur bei der Baudeputation in Lübeck tätig, 1832-1834 Studium an der Akademie in Kopenhagen und danach weitere Studienreisen nach Holland, England und Frankreich. Seit 1838 als Baukondukteur und seit 1841 als Bauinspektor bei der Hamburger Baudeputation tätig, speziell für den Brückenbau zuständig; Erbauer der Lombardsbrücke. Vermählt 27.11.1841 mit Marie Elise Kampff. 
Lokale Referenzen Maacksgasse, Winterhude, seit 1929
 
Kategorien Architektur
Funktionen Architekt/in: -
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Alexander Maaß  
Abbildung
Geboren 11. April 1902
Geburtsort Essen 
Gestorben 13. November 1971
Todesort Bad Homburg 
Kurzbiographie Alexander Maaß hatte ein bewegtes Leben mit vielen Auslandsstationen, das sich immer wieder mit dem Rundfunk verband. Entscheidend waren dabei vor allem die Nachkriegsjahre in Hamburg. Maaß, der seit 1932 emigriert war, gehörte 1945 zu den wenigen ‚Rückkehrern in Uniform‘ und beteiligte sich als „Civilian Officer“ der britischen Militärregierung am Aufbau eines neuen, demokratischen Rundfunks in der Hansestadt. Beim Nordwestdeutschen Rundfunk in der Rothenbaumchaussee übernahm er wichtige Leitungspositionen, er leitete die Rundfunkschule des NWDR und hatte so großen Einfluss auf die rundfunkjournalistische Arbeit im Nachkriegsdeutschland. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Alexander Maaß“. 
Lebensbeschreibungen Alexander Maaß.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
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Dr. med, Dr. Ing Edgar Maass  
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Geboren 04. Oktober 1896
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 06. Januar 1964
Todesort Paterson, New Jersey, USA 
Kurzbiographie

Edgar Maass war, vor allem in den fünfziger Jahren, mit seinen Romanen „Der Arzt der Königin“ (1950, über eine Million verkaufte Exemplare), „Der Fall Daubray“ (1957) oder „Kaiserliche Venus“ (1952) ein vielgelesener Schriftsteller aus Hamburg, der in den USA lebte. Berühmt geworden ist er schon in den dreißiger Jahren mit seinem Frühwerk, den Erzählungen „Novemberschlacht“ (1935) und „Der Auftrag“ (1936) und seinem ersten Roman „Verdun“, in dem er die gnadenlosen Schrecken des 1.Weltkriegs durch Kameradschaft, die „Brüderschaft des Todes“, zu überwinden versucht. In Hamburg war sein Roman „Das große Feuer“ (1939) über den Hamburger Brand 1842 sehr viel bekannter als sein ihm liebstes Buch „Werdelust“, das die von seinem Bruder Joachim (1901 - 1972) als „unwiederbringlich“ benannte Zeit vor dem 1.Weltkrieg dem Leser in hexametrischer Prosa zu vergegenwärtigen versucht. Er wurde am 4. Oktober 1896 in Hamburg geboren und starb am 6. Januar 1964 in Paterson, New Jersey, USA. Nach dem Abitur am Johanneum nahm er als Freiwilliger am I. Weltkrieg teil. Aus dem Krieg zurückgekehrt, studierte er mit dem Abschluss der Promotion in Rostock Medizin und Chemie an den Hochschulen in Hannover und München mit dem Abschluss als „ Dr. Ing.“. Seit 1926 in den USA arbeitend, kehrte er 1935 nach Hamburg zurück, fühlt sich aber bald wieder als Fremder, obwohl es ihm gelang mit seiner Literatur zu reüssieren. Er ging zusammen mit seinem Bruder Joachim 1938 zurück in die USA. Erst nach 1945 veröffentlichte er seine zuerst nur in den USA sehr erfolgreich erschienenen Romane. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, u.a. auch ins Italienische, Spanische und Tschechische. Er starb am 6. Januar 1964 an den späten Folgen eines schweren Autounfalls in Lima, den er 1954 auf einer Recherchenreise für sein letztes (unvollendetes) Werk über „Die vorcolumbianischen Kulturen Amerikas“ erlitten hatte.

Aufgrund der hohen Auflagen seiner Literatur gibt es, wenn auch nicht neu verlegt, ein großes Angebot vieler Titel im Internet.

 
Sonstige Buchausgaben.pdf
Literaturhinweise Werkverzeichnis.pdf
Kategorien Literatur
Funktionen Autor/in: -
Anfang

 
Joachim Maass  
Abbildung
Geboren 11. September 1901
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 15. Oktober 1972
Todesort New York 
Kurzbiographie  
Kategorien
Funktionen
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Joachim Willy Heinz Maass  
Abbildung
Geboren 11. September 1901
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 15. Oktober 1972
Todesort New York 
Kurzbiographie

Der Kaufmannssohn Joachim Maass, geboren am 11.September 1901 in Hamburg, gestorben am 15.Oktober 1972 in New York, gehört, obwohl heute fast vergessen, zu den wichtigsten Autoren der Hamburger Literatur. Mit der einfühlsamen impressionistischen Eleganz seiner Sprache zählt er zugleich zu den wichtigen Autoren der deutschen Literatur der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Das große Thema seines Werkes ist das Werden des Menschen aus Kindheit und Jugend sowie die Unaufhebbarkeit der Moral. Maass war unbedingter Moralist. 1938 emigrierte er nach Amerika, weil er das kollektive Beschweigen der politischen Veränderungen nicht länger ertrug. Zu Beginn der 50ziger Jahre kehrte er nach Hamburg zurück, sicherlich auch angeregt durch den außerordentlichen Erfolg seines Kriminalromans „Der Fall Gouffé“. Doch blieb dieser kurze Aufenthalt bis 1954 nur eine „Stippvisite“, denn nun erschütterte ihn das Schweigen über die nationalsozialistische Vergangenheit. Auch seine Freunde konnten ihn nicht halten, obwohl man ihn 1950 als Mitglied der Akademie der Künste in Hamburg und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt gewählt hatte. Doch er kehrte zurück in die ihm vertraute „Fremde“. Die innere Zerrissenheit, dem verbrecherischen NS-Staat durch Flucht entgangen zu sein und nun ebenso einen wirklichen eigenen Antrieb für einen künstlerischen Neuanfang in Deutschland nicht zu verspüren, wird in seiner literarischen Biographie „Kleist, die Fackel Preußens“ (1957) intensiv gespiegelt. Dank seines Freundes Kurt Desch, eines bedeutenden Verlegers der Nachkriegszeit, wurde ihm 1961 der Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste verliehen. Mehrfach in deutscher Sprache verlegt wurde der zunächst 1944 im Exil erschienene Roman „Das magische Jahr“, eine allein aus Diskretion scheinbar fiktional gehaltene Hamburger Kindheitserinnerung. Dargestellt wird die Ahnungslosigkeit des gebildeten Bürgertums gegenüber den heraufziehenden Notwendigkeiten einer Veränderung der sozialen Strukturen in seiner Heimatstadt Hamburg. Die Stadt wird in dem „magischen Jahr“ 1913/14 vor Ausbruch des I. Weltkriegs zur großen Allegorie von Wehmut, Glück und nahender Dämonie.

 
Sonstige Buchausgaben.pdf
Literaturhinweise Werkverzeichnis.pdf
Kategorien Literatur
Funktionen Autor/in: -
Journalist/in: -
Hochschullehrer/in: -
Anfang

 
Willy Maertens  
Abbildung
Geboren 1893
Geburtsort  
Gestorben 1967
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Der gemeinsame Grabstein von Willy Maertens und seiner Ehefrau Charlotte Kramm steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof
 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Intendant/in: -
Bühnenschauspieler/in: -
Anfang

 
Emil Hermann Maetzel  
Abbildung
Geboren 1877
Geburtsort Cuxhaven 
Gestorben 1955
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1877 geboren in Cuxhaven; 1877 Maetzel in Cuxhaven geboren; 1886 Besuch der Höheren Bürgerschule in Cuxhaven; 1896 Abitur am Hamburger Johanneum; 1896-1900 Architekturstudium in Hannoverund Dresden; 1900 Erste Studienreise nach Paris; 1905-1907 Bauführer bei der Reichsbahndirektion Altona für den Hamburger Hauptbahnhof; 1907 Übernahme in den Hamburgischen Staatsdienst; 1910 Heirat mit Dorothea Johannsen ; 1914 - 18 Militärdienst im Eisenbahn-Ersatzbataillon in Berlin; 1919 Gründung der Hamburgischen Secession Katalog und Plakat der ersten Ausstellung mit Titelholzschnitt von Emil Maetzel; 1920 Vorstand der Hamburger Ausstellungshallen-Gesellschaft; 1922 Maetzel wird Freimaurer in der Johannisloge »Zur Hanseatentreue«; 1924 Leiter der Städtebauabteilung im Hamburger Hochbauwesen; 1928 als Nachfolger von Friedrich Ahlers-Hestermann wird Maetzel Vorsitzender der Hamburgischen Sezession gleichzeitig Vorstandsmitglied im Verein »Künstlerfest Hamburg«, Mitglied im Deutschen Künstlerbund; 1930 Tod von Dorothea Maetzel-Johannsen; 1933 Zwangspensionierung. Aufgabe des Ateliers am Hofweg, Polizeiliche Schließung der Sezessionsausstellung. Selbstauflösung der Sezession am 5.5.1933. Seitdem Maler in Volksdorf. 1937 in der Kunsthalle werden 5 Bilder als »entartet« beschlagnahmt; 1939-1943 Lehrer an der Kunstschule Schmilinsky; 1948 Maetzel wird 2. Vorsitzender der wieder gegründeten Sezession; 1953 Zweite Selbstauflösung der Sezession; 1955 Tod in Volksdorf. 1955 Tod in in Hamburg 
Lebensbeschreibungen EmilMaetzelWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
Anfang

 
Emil H. Maetzel  
Abbildung
Geboren 05. Mai 1877
Geburtsort Cuxhaven 
Gestorben 23. Juni 1955
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Neben seinem Schaffen als Künstler, Grafiker und Architekt war Emil Maetzel eine prägende Figur des Hamburger Kultur– und Kunstszene der 1920 und 30er Jahre. Er war zudem – vor allem durch seine bekannten grafischen Arbeiten – einer der Hauptvertreter des Expressionismus in Hamburg. 

Emil Maetzel studierte von 1896 bis 1900 Architektur in Dresden und Hannover. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg war er als Architekt sehr erfolgreich: Zunächst war er an der Bauleitung des Hamburger Hauptbahnhofes beteiligt, dann arbeitete er als Leiter der städtebaulichen Abteilung der Hamburger Baudeputation. In enger Zusammenarbeit mit Fritz Schumacher prägte er einen neuen, dezenten Hamburger Stil des „Neuen Bauens“. 

Schon als Jugendlicher, und verstärkt kurz nach dem Abschluss seines Studiums hatte er aber auch begonnen, sich autodidaktisch mit der Malerei und dem Zeichnen zu befassen. 1910 heiratete er später bekannte Malerin Dorothea Johannsen, mit der er vier Kinder bekam. Wie viele der damaligen Künstler hatte er angefangen, sich für afrikanische und ozeanische Kunst zu interessieren und diese auch zu sammeln. Viele dieser Plastiken, Masken und Vasen wurden zu Motiven seiner Werke. Der Expressionismus begeisterte ihn, insbesondere die „Brücke“-Vereinigung und Karl Schmidt-Rottluff, den er auch öfters traf. Während des Ersten Weltkrieges wurde Emil Maetzel in Berlin stationiert, und der kulturellen Austausch und Kontakt mit der Hauptstadt wurde zu einem wichtigen Einfluss für ihn und auch seine Frau, die ihn oft dort besuchte. Besonders seine Grafiken fanden mittlerweile Anerkennung und wurden etwa in den bekannten avantgardistischen Zeitschriften „Der Sturm“ und „Die Aktion“ veröffentlicht. 1919 war er Mitbegründer der Hamburgischen Sezession. Maßgeblich organisierte er die berühmten „Zinnober“–Feste der Vereinigung, und die Hamburgischen Künstlerfeste mit. Auch in dem von Maetzel selbst entworfenen Haus in Volksdorf fanden zahlreiche private Künstlerfeste statt. 1930 verstarb seine Dorothea Maetzel-Johannsen. 1933 wurde er auf Bestreben der Nationalsozialisten hin zwangspensioniert. Mehrere Holzschnitte wurden 1937 als „entartet“ aus der Hamburger Kunsthalle entfernt. Maetzel zog sich zurück, und konzentrierte sich auf „unverfängliche“ Motive; mit Hans Ruwoldt und Fritz Kronenberg unternahm er in den 1930er Jahren einige Studienreisen. Nach Kriegsende wurde er rückwirkend zum Baudirektor befördert, und war bis 1948 2. Vorsitzender der wieder gegründeten Hamburgischen Sezession. 


 
Lokale Referenzen

Emil H. Maetzel wurde am 7. Juni 1922 von der Loge "Zur Hanseatentreue" zum Freimaurer aufgenommen, am 26. März 1923 zum Gesellen befördert und am 5. Mai 1924 zum Meister erhoben.

Spuren in Hamburg:

- in Volksdorf ist seit 1960 der nach ihm benannte Maetzelweg

- Künstlerhaus Maetzel, Hamburg Volksdorf

 
Literaturhinweise Emil Maetzel_Literatur.pdf
Kategorien Architektur
Kunst
Funktionen Grafiker/in: -
Maler/in: -
Anfang

 
Dorothea Maetzel-Johannsen  
Abbildung
Geboren 06. Februar 1886
Geburtsort Lehnsan/ Holstein 
Gestorben 08. Februar 1930
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Trotz der „Rolle“, welche Dorothea Maetzel-Johannsen in der damaligen Gesellschaft als Mutter von vier Kindern und Ehefrau erfüllen musste, arbeitete sie ehrgeizig an ihrer künstlerischen Laufbahn und vor allem an ihrer Weiterentwicklung als Künstlerin. 

Ihr malerisches Werk entstand vor allem ab den 1920er Jahren, vorher dominierten grafische Werke, vor allem Radierungen, Holz- und Linolschnitte. Sicher spielte auch ihr Mann Emil Maetzel, der neben seinem Beruf als Architekt auch Maler und Grafiker war, eine Rolle, wenn sie sich zunächst auf den Expressionismus konzentrierte. Ab den 1920er Jahren wurde ihr Stil von einer starken Flächigkeit geprägt, und kubische Formen dominieren ihr Schaffen. Später beeinflusst sie auch die Neue Sachlichkeit und sie wendet sich eher einem Naturalismus zu. Was ihren Werken gemein ist, ist eine sehr sichere und harmonisch wirkende Farbgebung, sowohl generell ein „ruhiger“ und ausgewogen wirkendender Expressionismus. Ausführliche Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument "Dorothea Metzle-Johannsen". 

 
Lokale Referenzen
Maetzelweg, Volksdorf, seit 1960

 
Lebensbeschreibungen Dorothea Maetzel-Johannsen.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Grafiker/in: -
Anfang

 
Gustav Mahler  
Abbildung
Geboren 1860
Geburtsort  
Gestorben 1911
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Gustav-Mahler-Platz, Neustadt, seit 1990
 
Kategorien Musik
Funktionen Orchesterleiter/in: -
Komponist/in: -
Anfang

 
Hans Mahler  
Abbildung
Geboren 1900
Geburtsort  
Gestorben 1970
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Hans-Mahler-Straße, Steilshoop, seit 1977
 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Volksbühnenschauspieler/in: -
Anfang

 
Ilse Erika Olga Mahler-Helbing  
Abbildung
Geboren 15. Juni 1926
Geburtsort Merseburg 
Gestorben 02. Juni 2018
Todesort Valluhn/Mecklenburg 
Kurzbiographie

Ilse Mahler-Helbing, geb. Helbing, war eine Musikpädagogin. Sie besuchte von 1932 bis 1940 die König-Heinrich-Schule in Merseburg, absolvierte 1940/41 das Landjahr und besuchte von 1941 bis 1944 die Lehrerinnenbildungsanstalt Schwerin an der Warthe (heute: Skwierzyna/Polen). Ihre Klasse wurde nach Frankfurt/Oder versetzt, wo sie im September 1944 die erste Lehrerprüfung ablegte. Ein halbes Jahr unterrichtete sie in Staupitz/Niederlausitz, bevor sie vor der russischen Armee zu ihren Eltern nach Geiseltal bei Merseburg floh. Von Herbst 1945 bis 1951 lehrte sie an der Merseburger Goetheschule die Fächer Musik, Deutsch, Mathematik und Sport. Daneben besuchte sie Lehrgänge für Musik und rhythmische Gymnastik. 1950 bestand sie die zweite Lehrerprüfung in Merseburg, studierte anschließend zwei Semester Musik in Halle und  bestand am 1952 die Mittelstufenprüfung. 1952 bis 1956 unterrichtete sie an der Käthe-Kollwitz-Oberschule in Merseburg und besuchte weitere Kurse zur Musikpädagogik.

Neben dem Schulchor leitete sie weitere Chöre, was das Interesse des Staatssicherheitsdienstes weckte; im Frühjahr 1956 wurde sie massiv unter Druck gesetzt, um Inoffizielle Mitarbeiterin zu werden. Daraufhin floh sie am 17. April nach West-Berlin und wurde als politischer Flüchtling anerkannt. Von Juni bis November 1956 unterrichtete sie an einer Volksschule in Helmstedt, dann wechselte sie nach Hamburg und bestand am 12. Mai 1958 die zweite Lehrerprüfung für Volks- und Mittelschulen. Seit Dezember 1956 unterrichtete sie an der Schule Meerweinstraße, wo sie den Schulchor und einen Kammerchor leitete und Konzerte auch außerhalb der Schule gab. In der Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens engagierte sie sich im Musikausschuss. 1966/67 unterrichtete sie an der Deutschen St. Petri-Schule in Kopenhagen, anschließend bis August 1971 wieder in Hamburg an der Volksschule Meiendorf. 1970 heiratete sie den Ingenieur Holger Mahler (* 1945) und wurde an die Schule Mollhagen/Kreis Stormarn versetzt mit zeitweiliger Abordnung an die Grundschule Todendorf. 1984 trat sie in den Ruhestand. Sie leitete Tanz- und Musikkreise in Schleswig-Holstein sowie den Schaalseechor in Zarrentin.  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Bildungswesen
Funktionen Lehrer/in: 1952 - 1984
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Max Hermann Mahlmann  
Abbildung
Geboren 05. April 1912
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 01. April 2000
Todesort Wedel 
Kurzbiographie Wie seine Ehefrau Gudrun Piper fand Max Mahlmann von einem realistisch, expressiven Stil über geometrische Arbeiten zu einer linearen Formsprache. Zunächst fertigte er Stillleben und Landschaftsbilder als Ölgemälde und Aquarelle her. Ab 1949 wurden seine Kompositionen zunehmend geometrischer und wiesen eine konstruktivistische Tendenz auf. Ab Ende der 50er und Beginn der 60er Jahre entwickelte er eine geometrisch-methodische Malerei, die Beziehungen zur konkreten Kunst um Piet Mondrian aufwies. 1965 fertigte er rechtwinklige Grundnetzte in seinen Bildern und Reliefs an, die auf Untersuchungen innerhalb der programmierten Gestaltung basierten. Dabei nutze er eine nummerische Einheitsgliederung mit vorrangig flächiger Ausführung. 1970 folgte eine lineare Reduktion im künstlerischen Schaffen Max Hermann Mahlmanns; so entschied er sich dazu, ausschließlich Netzstrukturen zu verwenden, wobei Permutationen unvorhergesehene Resultate bilden. Trotz der Ähnlichkeit ihrer Herangehensweise fanden Max Mahlmann und Gudrun Piper ihre eigene Bildsprache. Während Piper mit den linearen Strukturen ihrer Bilder immer wieder zur Fläche und Farbe fand, setzt Max Mahlmann Farbe kaum ein. Seine Kompositionen bestehen lediglich aus den Verhältnissen und Beziehungen der eingesetzten Elemente. Er selbst sagte über seine Werke 1982: „Es sind innere Beziehungen zu der universalen Kraft unserer Technologie.“ 
Lokale Referenzen Kunstwerke von Max Hermann Mahlmann befinden sich in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle, der Hamburger Kulturbehörde und des NDR. Zudem befinden sich folgende Kunstwerke des Künstlers im öffentlichen Raum Hamburgs: „Strahleninstallation: Wandbild“ (1953) in der Asklepius Klinik in St. Georg, „Granitblock“ (1967) in der Schule Othmarschen, „Betonelemente“ (1968) in der Schule Sethweg, „Holzreliefwand“ (1969) in Marienthal Schlossstraße 2 und „Metallwand und Eporenbrüstung“ (1972) im Congress Centrum Hamburg.  
Lebensbeschreibungen Max Mahlmann.pdf
Literaturhinweise Max Mahlmann.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Bildhauer/in: -
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Carl Paul Malsch  
Abbildung
Geboren 20. Mai 1916
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 13. September 2001
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Carl Malsch war ein evangelisch-lutherischer Theologe und von 1965 bis 1981 Hauptpastor der Hamburger Kirche St. Petri. Seine Eltern waren Anhänger der pietistisch ausgerichteten Landeskirchlichen Gemeinschaft Friedrich Heitmüllers (1888-1965). In der zugehörigen Sonntagsschule wurde Malsch durch den Jugendbund für entschiedenes Christentum geprägt, dessen Mitglieder sich als Bruderschaft mit dem Motto „Für Christus und die Kirche“ verstanden. Die Annäherung Heitmüllers an die Nationalsozialisten 1933 führte dazu, dass die Gruppe 1934 aus der Gemeinschaft austrat. Sie akzeptierte auch die Überleitung der evangelischen Jugend in die Hitler-Jugend nicht. Malsch übernahm bis zu seinem Abitur 1936 an der Oberrealschule St. Georg die Leitung der nun an die Hammer Kirchengemeinde angebundene Gemeinschaft.

Da ihm ein Lehramtsstudium aus politischen Gründen verwehr wurde, lernte Carl Malsch 1936 an der Kirchlichen Hochschule Bethel Latein, Griechisch und Hebräisch. Aufgrund einer Erkrankung wurde er nicht zum Militärdienst eingezogen. Ab 1938 studierte er Evangelische Theologie in Rostock, Berlin und Erlangen. Er gehörte zur Bekennenden Kirche und engagierte sich in der Studentengemeinde. 1939 wurde er Reichsobmann der Evangelischen Studentengemeinden. Im März 1941 absolvierte Carl Malsch das erste theologische Examen in Hamburg, wirkte im Reisedienst der Studentengemeinde, war Vikar in Hamburg-Hamm und bestand im März 1943 die zweite theologische Prüfung. Am 13. Juni 1943 wurde er durch Volkmar Herntrich ordiniert und zum Hilfsprediger ernannt; ein Jahr später wurde er zum Pastor ernannt. 1943 heiratete er die Pastorentochter Elisabeth Crusius. 1944/45 betreute Malsch Hamburger Evakuierte in Landshut/Isar in Bayern.

1945 kehrte er zurück und amtierte als Hilfsprediger, seit 1947 als Pastor an Maria Magdalenen in Klein Borstel. Von 1954 bis 1960 war er Studentenpastor an der Hamburger Universität. In dieser Funktion gründete er 1957 den Verein für ökumenische Studentenwohnheime, seit 2016 Carl-Malsch-Stiftung e.V., dessen Vorstand er auch nach seinem beruflichen Wechsel aktiv angehörte. Malsch wollte die Wohnungsnot der Schwarzafrikaner an der Universität lindern und durch das Zusammenleben von ausländischen und deutschen Studierenden die Völkerverständigung fördern.

Ab dem 1. Oktober 1960 wirkte Carl Malsch fünf Jahre als Propst an der Erlöserkirche in Jerusalem sowie als Bischof der Evangelisch-lutherischen Kirche in Jordanien, so dass er monatlich auch in Damaskus bzw. Amman predigte.

1964 wurde Carl Malsch zum Hauptpastor an St. Petri berufen, als der er von Dezember 1965 bis 1981 amtierte; zugleich war er Leiter der Hamburger Stadtmission. Als amtsältester Hauptpastor wurde Malsch 1975 der letzte Senior der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate und vertrat den Bischof. In dieser Funktion wurde er Vorsitzender der Schule-Kirche-Kommission und des Kuratoriums sowie Mitglied des Verwaltungsrates des Rauhen Hauses.

Bei seiner Amtseinführung als Hauptpastor lernte er den damaligen Hamburger Innensenator Helmut Schmidt (1918-2015) kennen, wodurch eine freundschaftliche Verbundenheit entstand; Familie Schmidt besuchte regelmäßig dessen Weihnachtsgottesdienst in St. Petri. Malsch betonte die enge Verbindung von Amt und Gemeinde. Ihm war die Alltagskirche wichtig, daher führte er an Werktagen musikalisch umrahmte Andachten zu Alltagsthemen ein. Zu Beginn einer Legislaturperiode bot er Bürgerschaftsgottesdienste an. 1969 gründete er mit Pastor Dr. Gunnar von Schlippe (1927-2018) das Beratungs- und Seelsorgezentrum an St. Petri. Das von ihm mitbegründete Studentenwohnheim in Othmarschen wurde noch zu seinen Lebzeiten Carl-Malsch-Haus benannt.

 
Literaturhinweise Malsch Literatur.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Religion
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1945 -
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Prof. Dr. Hans-Joachim Walter Margull  
Abbildung
Geboren 25. September 1925
Geburtsort Tiegenhof 
Gestorben 26. Januar 1982
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Hans-Joachim „Jochen“ Margull war von 1967 bis 1982 Professor für Missionswissenschaft und ökumenische Beziehungen der Kirchen an der Universität Hamburg. Nach dem Reifevermerk, Reichsarbeits- und Kriegsdienst legte er 1946 in Leipzig das Abitur ab und studierte in Greifswald, Halle und Mainz evangelische Theologie und Philosophie; 1949/50 konnte er als einer der ersten deutschen Studenten mit einem Stipendium des Ökumenischen Rates der Kirchen am Biblical Seminary New York den Master of Sacred Theology erwerben. 1951 legte er in Mainz das erste, 1953 in Darmstadt das zweite theologische Examen ab; 1954 wurde er in der Bergkirche zu Wiesbaden ordiniert. Nach einer kurzen Zeit als Vikar der Ev. Kirche in Hessen und Nassau war er von 1953 bis 1955 Studentenpfarrer im Generalsekretariat der Evangelischen Studentengemeinde in Deutschland mit Sitz in Stuttgart. Im Auftrag des Christlichen Studentenweltbundes bereiste er während dieser Zeit England, die Schweiz sowie viele Staaten Lateinamerikas, des Vorderen Orients und Südosteuropas. Ehrenamtlich war Margull in den fünfziger Jahren Schriftleiter der von ihm gegründeten Zeitschrift „Ansätze. Eine Semesterzeitschrift der Ev. Studentengemeinde in Deutschland“. Von 1956 bis 1961 war Margull wissenschaftlicher Assistent bei Walter Freytag an der Universität Hamburg. 1958 wurde er mit einer Arbeit über die Theologie der Missionarischen Verkündigung zum Dr. theol. promoviert. 1960 habilitierte er sich dort für das Fach Missionswissenschaft und ökumenische Beziehungen der Kirchen mit einer missionswissenschaftlichen Studie über chiliastisch-messianische Bewegungen in Afrika und Südostasien. Von 1961 bis 1965 war Margull Exekutivsekretär des Referats für Fragen der Verkündigung beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf, wo er das wegweisende Studienprogramm zur missionarischen Struktur der Gemeinde initiierte, das unter dem Titel „Mission als Strukturprinzip“ publiziert wurde. Von 1965 bis 1967 wirkte Margull als Gastprofessor der Vereinigten Kirchlichen Hochschule Tokyo. 1967 wurde er als Nachfolger seines Lehrers Walter Freytag zum ordentlichen Professor in Hamburg ernannt. Anders als Freytag, der die Rolle der Kirche und ihrer Mission im Kontext der Eschatologie sah, war Margull ganz auf die Gegenwart und ihre Probleme konzentriert. Die Welt mit ihren kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Gegebenheiten habe ihr eigenes Gewicht. Charakteristisch waren für sein Denken die Erfahrungsbezogenheit und das vorsichtige Fragen. Seine Erfahrungen im „Dritten Reich“ prägten ihn nicht nur in der Wahl seines Studienfaches, sondern auch in einer Sorge vor Erstarrung und Verabsolutierung, weswegen er einem Systematisieren, auch der eigenen theologischen Position, skeptisch gegenüber stand.

Neben der akademischen Tätigkeit war Margull weiterhin praktisch in der Ökumene aktiv: Zwischen 1968 und 1975 war er Vorsitzender des Arbeitsausschusses für Fragen der Mission und der Verkündigung des Ökumenischen Rates der Kirchen. Er war an führender Stelle an der Vorbereitung und Durchführung des ersten multireligiösen Dialogs in Ajaltoun/Libanon 1970 engagiert.

Margull beschäftigte sich auch mit den eigenständigen Christentümern in der „Dritten Welt“, für die er den Begriff der „Tertiaterranität“ gebrauchte. Er erkundete diese in zahlreichen Forschungsaufenthalten, vergab entsprechende Dissertationsthemen, u. a. an Theologen aus Asien, Afrika und Lateinamerika, und war Mitherausgeber der Schriftenreihe zur Interkulturellen Geschichte des Christentums.

Zuletzt untersuchte er die „religiösen Faktoren im ägyptisch-israelischen Frieden und die Funktion eines jüdisch-islamischen Dialoges bei seiner Erhaltung“ und konnte auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 1981 in Hamburg eine Begegnung von Juden und Muslimen in christlichem Kontext realisieren.

 
Literaturhinweise Margull Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Religion
Bildungswesen
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1954 -
Hochschullehrer/in: 1956 -
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Eduard Marks  
Abbildung
Geboren 09. November 1901
Geburtsort Düsseldorf 
Gestorben 30. Juni 1981
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der Schauspieler, Schauspiellehrer und Märchenerzähler im NDR Eduard Marks (1901 - 1981) stammte zwar aus Düsseldorf, wurde aber zu einer bekannten Hamburger Persönlichkeit, denn seine Karriere als Schauspieler und Sprecher begann und endete in Hamburg, und in der Hansestadt hat er auch seine unverwechselbaren künstlerischen Spuren hinterlassen.

 
Lebensbeschreibungen Lebensbeschreibung von Undine Probst.pdf
YouTube Filme

Kategorien Literatur
Funktionen
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Jürgen Marlow  
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Geboren 21. Januar 1922
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 2001
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1943-1948 TH Berlin und Braunschweig 1947 Wettbewerb Herzog-Anton-Ulrich-Museum. Braunschweig, 1.Rang und Anerkennung als Diplomarbeit 1948-1950 Mitarbeiter von Friedrich-Wilhelm Kraemer, Assistententätigkeit am Lehrstuhl für Gebäudekunde und Entwerfen TH Braunschweig, Projektleiter Funkhausneubau Hannover 1950-1952 freier Mitarbeiter von Otto Gühlk und Hans Atmer 1953-1962 Partnerschaft mit Hans Atmer 1964-1967 Wettbewerbsausschuss des BDA 1966-1971 Vorstand BDA 1967-1986 Vorstand der Hamburgischen Architektenkammer 1967-1974 Präsident der Hamburgischen Architektenkammer 1968-1993 Partnerschaft mit Kurt Heitmann 1970-1978 Baudeputation 1974-1986 Landesplanungsausschuß 1979-1991 Vorsitzender der Rudolf Lodders Stiftung 1979-1987 Wettbewerbsausschuss der Hamburgischen Architektenkammer 1984-1993 Partnerschaft mit Christian Heeckt __Quelle: http://www.architekturarchiv-web.de/marlow.htm _Fischer_Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Lebensbeschreibungen JürgenMarlowWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Peter Marquardt, auch Marchard und Markard  
Abbildung
Geboren 1600
Geburtsort Plauen/Vogtland 
Gestorben -
Todesort vermutlich in Hamburg 
Kurzbiographie

Der Bau- und Zimmermeister Peter Marquardt, geboren um 1600 in Plauen/Vogtland, seit 1653 in Hamburg tätig als Meister des Hauszimmeramtes, erbaute hier 1655 bis 1668 drei neue Turmhelme anstelle der zerstörten alten Türme, der Überlieferung nach wird er in alten Belegen als „Thurmbauwer“ bezeichnet. Nachdem 1644 der baufällige Turm der Hauptkirche St. Nikolai am Hopfenmarkt 1644 eingestürzt war, ließ Marquardt hier 1655/57 einen neuen Turmhelm errichten. Die Kirche wurde beim Brand 1842 zerstört und erhielt dann in den Jahren 1846-63 beim Wiederaufbau durch den englischen Architekten Gilbert Scott einen neuen Turm in klassischer Hochgotik, der 1943 erhalten blieb. Es folgte ein weiterer Turmneubau durch Marquardt 1656/57 bei St. Katharinen, anstelle des 1648 infolge Sturm eingestürzten alten Turmhelmes. Wiederum 1943 zerstört, erfolgte der Wiederaufbau als Nachbildung des Turmes von 1656 in Stahlkonstruktion nach Entwurf des Architekten Bernhard Hopp. Nachdem der 1664 von Marquardt errichtete Turm der Großen St. Michaeliskirche am 10. März 1750 durch Blitzstrahl zerstört worden war, bekam die Kirche beim Wiederaufbau 1751-62 nach Plänen von Sonnin und Prey einen neuen Turmhelm. Nach dem Tode von Corbinus um 1653 hatte bekanntlich Marquardt noch den Bau der Großen St. Michaeliskirche vollendet. Angeblich ließ Marquardt 1671/72 auch bei der mittelalterlichen Marienkirche in Zwickau/Sachsen den baufälligen Turm abbrechen und neuerbauen. Als eine der letzten Arbeiten Marquardts waren von ihm Reparaturen am Turm der St. Jacobikirche in Hamburg durchgeführt; der Turm wurde dann 1813 abgebrochen und nach einem Bauriß von H. Fersenfeldt 1826/27 neu erbaut.

Hamburgisches Architekturarchiv, Bibliothek des Architekten- und Ingenieurvereins, Paul Gädtgens: Sammlung von Aufsätzen und Auszügen aus älterer Familienliteratur über Hamburger Bauten und Baumeister bis zum 19. Jahrhundert, Hamburg 1984. zusammengestellt von Britta Knust

 
Literaturhinweise LiteraturPM.pdf
Kategorien Architektur
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Wilhelm Marr  
Abbildung
Geboren 16. November 1819
Geburtsort Magdeburg 
Gestorben 17. Juli 1904
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Wilhelm Marr, geboren 16.11.1819 in Magdeburg, gestorben 17.7.1904 in Hamburg, Sohn des Schauspielers Heinrich Marr und der Henriette Catharina Becherer. Nach kaufmännischer Ausbildung in Hamburg, Bremen und Wien, 1841 in der Schweiz, dort Beginn der Aktivität als politischer Schriftsteller, deswegen aus der Schweiz verwiesen. Seit 1845 wieder in Hamburg, Fortsetzung der Tätigkeit als politischer Journalist der radikalen Richtung mit stark antisemitischer Tendenz; 1847 Gründung der Zeitschrift „Mephistopheles“. 1852-1859 Aufenthalt in Amerika, dort wieder als Kaufmann tätig. 1859 Rückkehr nach Hamburg, Wiederaufnahme der politischen Aktivität, 1861 Bürgerschaftsmitglied. Tätig als freier Schriftsteller. 1854 erste Ehe mit Georgine Johanna Bertha Callenbach (1873 geschieden), 1874 zweite Ehe mit Helene Sophia Emma Marie Berend (gestorben 1874), 1875 dritte Ehe mit der Schriftstellerin Jenny Therese Kornick, geschiedene Zschimmer (1877 geschieden), 1879 vierte Ehe mit Clara Maria Kelch. 
Kategorien Politik
Literatur
Medien
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: 1861 -
Autor/in: -
Journalist/in: -
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Wilhelmine Marstrand  
Abbildung
Geboren 07. August 1843
Geburtsort Donaueschingen 
Gestorben 16. August 1903
Todesort Spiez am Thuner See 
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Ihr Grabstein steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
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Joachim Friedrich Martens  
Abbildung
Geboren 19. Dezember 1806
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 11. Februar 1877
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Joachim Friedrich Martens wurde am 19.12.1806 in Hamburg geboren. Seine Eltern waren Joachim Hinrich Martens und Anna Catharina Martens, geb. Jagen. Er war verheiratet mit Johanna Wilhelmsen und hatte zwei Töchter und einen Sohn. Martens starb am 11.2.1877 in Hamburg.

Zunächst machte er eine Lehre als Tischler. Während seiner Wanderschaft machte er die Bekanntschaft von Wilhelm Weitling. Dabei begeisterte er sich für dessen Vorstellungen eines utopischen Sozialismus und wurde Mitglied im "Bund der Geächteten" und "Bund der Gerechten". Nach seiner Rückkehr nach Hamburg gründete er 1846 zusammen mit Georg Schirges den Bildungsverein für Arbeiter, der bis in die 1860er Jahre die wichtigste allgemeine Arbeiterorganisation in Hamburg war.

Von 1859 bis zu seinem Tod war Martens Mitglied der Hamburger Bürgerschaft und von 1868 bis 1876 Mitglied des Hamburger Bürgerausschusses.

 
Lebensbeschreibungen Joachim Friedrich Martens.pdf
Kategorien Politik
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: 1859 - 1877
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Prof. Dr. Erich Christian Wilhelm Martini  
Abbildung
Geboren 19. März 1880
Geburtsort Rostock 
Gestorben 05. Dezember 1960
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Erich Martini war ein in Hamburg wirkender Entomologe. Der Sohn des Oberlandesgerichtspräsidenten Carl Martini studierte Biologie und Medizin. Nach der Approbation als Arzt 1906 wirkte er im Anatomischen Institut in Rostock als Assistent und Prosektor (Leiter der Abteilung für Leichenöffnung). 1908 habilitierte er sich dort für Anatomie und 1909 in Tübingen für Zoologie, wo er anschließend bis zu seinem Wechsel nach Hamburg lehrte. 1912 übernahm er in der Hansestadt die Leitung der Entomologischen Abteilung des Tropeninstituts. 1919 wurde er Privatdozent für medizinische Zoologie an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der neugegründeten Hamburgischen Universität, die ihm 1923 die Amtsbezeichnung Professor verlieh. Martini war ein international renommierter Wissenschaftler, der 1938 Ehrenmitglied der Rumänischen Akademie der Wissenschaften wurde und Präsident des Internationalen Entomologenkongresses in Berlin war. 1939 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Hamburger Universität ernannt. Im Nationalsozialismus wurde er persönlich vom Reichsführer SS Heinrich Himmler unterstützt, arbeitete für das SS-Ahnenerbe und lehrte im Krieg an der Militärärztlichen Akademie in Berlin. 1945 wurde Martini auf eigenen Antrag pensioniert und durfte nicht mehr an der Universität lehren. Martini war führender Entomologe in Deutschland, sein Spezialgebiet waren die Stechmücken. Er verfasste grundlegende Arbeiten über Entstehung, Übertragung und Ablauf von Seuchen in Abhängigkeit von Umwelteinflüssen.

 
Literaturhinweise Martini Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Bildungswesen
Funktionen Hochschullehrer/in: 1919 - 1945
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Heinrich A. Mathies  
Abbildung
Geboren 23. November 1842
Geburtsort  
Gestorben 09. Januar 1931
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Heinrich A. Mathies, geb. 23.11.1842, gest. 9.1.1931 in Hamburg. Textilkaufmann, seit 1869 als Inhaber eines Geschäftes für Manufakturwaren in St. Pauli ansässig. Mitglied der Bürgerschaft, langjähriges Mitglied des St. Pauli-Bürgervereins. 
Lokale Referenzen

Stiftung Historische Museen Hamburg / Museum für Hamburgische Geschichte: Porträtgemälde (wie hier abgebildet) von Friedrich AHLERS-HESTERMANN von 1926.


 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Industrieproduzent/in: -
Bürgerschaftsmitglied: -
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Bernhard Mattfeld  
Abbildung
Geboren 19. Mai 1661
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. Juli 1720
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Podcasts Sprecher A. E. Heinz Schröter 2009 20.mp3
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 24. Juli 1716 - 30. Juli 1720
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Professor Joachim Matthaei  
Abbildung
Geboren 07. Mai 1911
Geburtsort Lüneburg (Niedersachsen) 
Gestorben 30. Januar 1999
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1930-1932 Studium an der TH Dresden 1932-1935 Studium an der TH Berlin bei Hans Poelzig. Meisterschüler im Atelier Poelzig 1935 Diplom Dipl. Ing. 1935-1936 Angestellter im preußischen Staatshochbauamt Berlin und Lüneburg 1937 selbständiger Architekt 1939-1945 Militärdienst 1943 Promotion 1945 selbständiger Architekt in Hamburg 1945-1953 gemeinsames Büro mit Arnold Pinnekamp in Lüneburg 1950-1980 Tätigkeit im Vorstand des BDA Hamburg 1953 Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung 1964-1973 Vorsitzender des BDA Hamburg 1966 Mitglied der Freien Akademie der Künste 1976 Auszeichnung "Vorbildlicher Bau" für die Fußgängerzone Mittelachse Ost in Hamburg-Steilshoop, Architekten: Joachim Matthaei, Friedrich Osmers, Albrecht Elschner und Karl Georg Lindenlaub __Quelle: http://www.architekturarchiv-web.de/matthaei.htm _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Lebensbeschreibungen JoachimMatthaeiWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Kunst
Literatur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
Autor/in: -
Maler/in: -
Zeichner/in: -
Stadtplaner/in: -
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Dr. Walter Matthaei  
Abbildung
Geboren 22. Dezember 1874
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. März 1953
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Walter Matthaei war Richter, Politiker und Senator.

Er wurde am 22.12.1874 in Hamburg geboren. Nach dem Besuch der Gelehrtenschule des Johanneums studierte er Rechtswissenschaften in Halle (Saale), Tübingen und Berlin, wo er promoviert wurde. 1906 wurde er Amtsrichter in Hamburg. Ab 1920 war er als Landesgerichtsdirektor tätig.

Matthaei war von 1910 bis 1929 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und von 1921 bis 1933 Senator. Er war zunächst Mitglied der DDP, später der Deutschen Staatspartei. Matthaei engagierte sich in hohem Maße für die sozial schwächeren Bevölkerungsschichten. Bereits 1912 hatte er die Einführung einer kommunalen Arbeitslosenversicherung beantragt, die jedoch abgelehnt wurde. In den Zwanzigerjahren fungierte er als Senator für Arbeit sowie für die Berufsschulen. Als Finanzsenator Carl Cohn 1929 aus dem Amt schied, übernahm Matthaei den Posten. Auf Anordnung der NSDAP-Reichsleitung entließ Bürgermeister Carl Vincent Krogmann ihn jedoch 1933 aus dem Senatsamt. Er war aber weiterhin als Zivilrichter am Landgericht tätig. Im Jahre 1941 ging Matthaei in den Ruhestand. Er verstarb am 10.3.1953 in Hamburg.

 
Literaturhinweise Walter Matthaei_Literatur.pdf
Kategorien Politik
Justiz
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: 1910 - 1929
Senator/in: 1921 - 1933
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Johann Mattheson  
Abbildung
Geboren 28. September 1681
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 17. April 1764
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Der Hamburger Johann Mattheson verkörpert das, was man gemeinhin als Universalgenie bezeichnet. Er war Opernsänger und Komponist, Domkantor, Schriftsteller, Übersetzer und Diplomat und gilt darüber hinaus als der bedeutendste Musiktheoretiker der frühen deutschen Aufklärung. Seine Schriften sind wichtige Informationsquellen über das Musikleben des Barock.

Schon vor dem Schuleintritt erhielt Mattheson Musikunterricht, mit 16 Jahren sang er als Tenor auf der Opernbühne am Gänsemarkt, wo er anschließend auch als Cembalist und Komponist aktiv war und mehrere Bühnenwerke schrieb. Die Oper verließ er, um sich ganz neuen Aufgaben zu widmen: 1706 trat er als Sekretär in den Dienst des englischen Gesandten in Hamburg ein und blieb bis 1755 im diplomatischen Dienst. Daneben übernahm Telemann 1718 das Kantorenamt am Hamburger Dom und komponierte zwischen 1715 bis 1728 mehr als 20 Oratorien, Kantaten und andere Werke.

Als zunehmende Taubheit ihn zwang, seine Stellung am Dom aufzugeben, konzentrierte er sich auf die Schriftstellerei. Auf dem Gebiet des Zeitschriftenwesens hatte er bereits Pionierarbeit geleistet und 1713/14 die erste "Moralische Wochenschrift" auf deutschen Boden herausgebracht. Mit "Critica musica" erschien 1722 die erste Musikzeitschrift, 1728 folgt "Der Musicalische Patriot", eine wichtige Quelle für das zeitgenössische Musikleben. Als Matthesons Hauptwerk gilt sein Lehrbuch "Der vollkommene Capellmeister von 1739 und mit der 1740 erschienenen "Grundlage einer Ehren-Pforte" wird er der Begründer der Musik-Biographik.

Als Mattheson 84-jährig starb, vermachte er sein Vermögen an die 1750 abgebrannte Michaeliskirche für den Bau einer neuen Orgel. In der Krypta der Michaeliskirche findet sich sein Grab neben Carl Philipp Emanuel Bach.  
Lokale Referenzen Matthesonstraße, Eimsbüttel, seit 1903
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Sänger/in: -
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Johann Heinrich Wilhelm Mauke  
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Geboren 24. September 1791
Geburtsort Schleiz 
Gestorben 19. August 1859
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Heinrich Wilhelm Mauke war ein Hamburger Buchhändler und Verleger des 19. Jahrhunderts. Er übernahm 1826 eine der ältesten Buchhandlungen in Hamburg, das Geschäft von Friedrich Perthes. Wilhelm Mauke führte das Unternehmen als Alleininhaber durch die schwierige Zeit des Vormärz, die für viele Hamburger Verleger Konflikte mit der Zensur mit sich brachte. Er rettete das Verlagshaus schließlich auch über die Katastrophe des Großen Brandes 1842 hinweg. Wilhelm Mauke und Rudolf Besser, der 1836 sein Geschäftspartner geworden war, sorgten dafür, dass die traditionsreiche Buchhandlung am Jungfernstieg nach dem Brand bestehen blieb. Mühevoll bauten sie Geschäft und Sortiment wieder auf, obwohl der Kernbestand von 80-90.000 Bände, im Feuer zerstört worden waren. Die Buchhandlung Maukes, die seit 1865 den Namen W. Mauke & Söhne trug, hat sich mittlerweile auf juristische Fachliteratur spezialisiert und gehört zur Schweitzer Gruppe. In Hamburg befinden sich zwei Filialen: das Hauptgeschäft im JohannisContor in der Johannisstraße 19 sowie die Zweigstelle an der Universität in der Schlüterstraße 16. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Wilhelm Mauke“. 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in Billstedt ist seit 1949 der nach ihm benannte Maukestieg
 
Lebensbeschreibungen Wilhelm Mauke.pdf
Kategorien Wirtschaft
Medien
Funktionen Verleger/in: -
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Wolfgang Maurer  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1660 - 1662
Anfang

 
Ernst May  
Abbildung
Geboren 27. Juli 1886
Geburtsort Frankfurt 
Gestorben 11. September 1970
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

ERNST MAY

Geb. 27. Juli 1886 in Frankfurt am Main; gest. 11. September 1970 in Hamburg . Ausbildung in Darmstadt, München, London. 1918 bis 1925 Technischer Direktor der Schlesischen Landesgesellschaft.1925 bis 1930 Stadtbaurat Frankfurt/M. 1930 bis 1933 Städtische Großplanungen in der Sowjetunion. 1933 bis 1953 Farm- und Bautätigkeit in Afrika.Seit 1954 städtebaulicher Berater von Hamburg und der »Neuen Heimat« Hamburg. Planungsbeauftragter der Stadt Mainz. 1954 Großes Bundesverdienstkreuz. Dr.-Ing. e. h. der Technischen Hochschule Hannover.Dr. phil. h. c. der Universität Freiburg/Br. 1957 Professor an der Technischen HochschuleDarmstadt.1924 Mitglied des »Ring«. Ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Raumplanung, Ehrenmitglied Town Planing Institute London. Ordentliches Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste Berlin seit 1955 und stellv. Direktor der Abteilung Baukunst.

Vgl. Akademie der Künste: Die Mitglieder und ihr Werk. Hrsg.: Akademie der Künste Berlin. Berlin: Gebr. Mann, 1960. S. 44

 
Lebensbeschreibungen ErnstMayWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
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Carl August von der Meden  
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Geboren 06. Dezember 1841
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 23. Mai 1911
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der Hamburger Kaufmannssohn und Makler Carl August von der Meden gilt als Vater des Tennissports in Deutschland. Als 23jähriger startete er zu einer Weltreise und lebte unter anderem in der Nähe von London. Im Stadtteil Wimbledon lernte er das moderne „Lawn tennis“ kennen. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg 1881 sorgte er als Vorsitzender des „Uhlenhorster Eislauf-Vereins“ dafür , dass Tennis ins Club-Programm aufgenommen wurde. 1892 organisierte er die erste Deutsche Meisterschaft in Hamburg. Die Turniere erfreuten sich großer Popularität. 1901 wurde von der Meden zum Vorsitzenden der neu gegründeten „Hamburger Lawn Tennis Gilde“ gewählt. Ein Jahr später gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des „Deutschen Tennis Bundes“ in Berlin, dessen Präsident er bis zu seinem Tod 1911 blieb. Die jährlichen Tennisrundenspiele wurden zu seinen Ehren „Medenspiele“ genannt.

 
Lebensbeschreibungen Carl August von der Meden.pdf
Kategorien Sport
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Emil Meerwein  
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Geboren 17. September 1844
Geburtsort Amsterdam 
Gestorben 25. Januar 1927
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1844 geboren in Amsterdam; Architekturstudium in Karlsruhe, Zürich und Berlin; 1868 arbeitet er als Bauführer beim Neubau der königlichen Münze in Berlin; 1870 Mitarbeit im Stuttgarter Büro von Leins;1873 Büropartnerschaft mit Bernhard Hanssen in Hamburg (Hanssen & Meerwein); 1880 Mitglied im Rathausbaumeisterbund; 1901 in die Hamburger Bürgerschaft gewählt; 1927 Tod in Hamburg 
Lokale Referenzen Meerweinstraße, Winterhude, seit 1928
 
Lebensbeschreibungen EmilMeerweinWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
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Peter Meier  
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Geboren -
Geburtsort Unbekannt 
Gestorben 04. Dezember 1703
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Geburtsdatum und -ort sind unbekannt. Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.    
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf

Überarbeitung Heinz A. E. Schröter 2009.pdf
Podcasts Sprecher A. E. Heinz Schröter 2009 09.mp3
Kategorien Politik
Funktionen Senator/in: -
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Volker Meier  
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Geboren 08. August 1932
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 15. Januar 1993
Todesort Auf See vor Schottland 
Kurzbiographie

Die Motive seiner Bilder fand Volker Meier auf ausgedehnten Studienreisen, die er ab 1976 auch mit seinem selbstrestaurierten Kutter „Aurora von Altona“ unternahm. Sein besonderes Augenmerk galt dabei den wechselnden Wetterstimmungen sowie der Darstellung von Himmel und Horizont. Aber auch an Land fand er Motive für seine Stillleben von verschrotteten Gebrauchsgegenständen und die dunkeltonigen Stadtbilder. Ab 1966 setzte er sich mit der Pop-Art auseinander, was sich durch schärfere Konturen, surreale Elementen und einem bunteren, oft grell wirkenden Kolorit in seinen Bildern zeigte. Anfang der 1970er Jahre kritisierte er mittels der Bilder von Bunkern aus Hamburg und an den Küsten im Ostseeraum die Hinterlassenschaften des 2. Weltkriegs in der Landschaft. Neben dem gezeichneten und gemalten Oeuvre entstand ein beträchtliches graphisches Werk mit Radierungen, Holzschnitten, Siebdrucken und Lithographien.  Trotz seines teilweise stark abstrahierten Formenkanons blieben seine Bildmotive gegenständlich. 

 
Lokale Referenzen Folgende Kunstwerke von Volker Meier befinden sich im öffentlichen Raum Hamburgs: „Knabe mit Fischen“ (1963) in der Schule Brockdorffstraße 64, „Wandbild“ (1976) Fachhochschule Minenstraße, „Bemalung von drei großen Fassadengiebeln“ (1981) im Hanseviertel, „Wandbemalung“ (1982) in der Brahmfelder Straße 70 und „2 Wandbilder“ (1990) im Moosrosenweg 18/HEW. „3Wandbilder“ (1985) am S-Bahnhof Landungsbrücken wurden mit der Fliesenentfernung abgenommen (über den Verbleib ist nichts bekannt, es gibt nur noch das Hinweisschild, das nicht entfernt wurde. 
Lebensbeschreibungen Volker Meier.pdf
Literaturhinweise Volker Meier.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Grafiker/in: -
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Johannes Meiger  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1472 - 1486
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Prof Dr. h.c. mult. Carl Friedrich Michael Meinhof  
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Geboren 23. Juli 1857
Geburtsort Barzwitz/Pommern 
Gestorben 11. Februar 1944
Todesort Greifswald 
Kurzbiographie

Carl Meinhof war ein lutherischer Theologe, Lehrer und Afrikanist, der von 1909 bis 1936 in Hamburg als Professor für Afrikanische Sprachen tätig war. Er studierte in Halle, Erlangen und Greifswald evangelische Theologie, legte 1878 und 1881 die theologischen Prüfungen sowie 1880 und 1881 die Staatsex­amina für den Schuldienst ab. 1879 wurde Meinhof Hilfslehrer in Wolgast und 1881 Lehrer am Königlichen Wilhelmsgymnasium zu Stettin. 1886 übernahm er das Pfarramt in Zizow bei Rügenwalde und begann sich intensiv mit afrikanischen Sprachen zu beschäftigen. 1902/03 unternahm er eine erste Reise nach Ostafrika. Im folgenden Jahr wurde er zum Lehrer für Afrikanische Sprachen und 1905 zum Professor am Seminar für Orientalische Sprachen in Berlin ernannt. Zum Wintersemester 1909/10 wurde Meinhof nach Hamburg an das Kolonialinstitut als Professor für afrika­nische Sprachen und Direktor des Seminars für Orientalische Sprachen berufen. 1910 begründete er das Phonetische Laboratorium mit und konnte mit Hilfe der „eingeborenen Sprachgehilfen“ schwierige Laute der afrikanischen Sprachen näher untersuchen. Mit der Gründung der Hamburgischen Universität 1919 übernahm er den Lehrstuhl für afrikanische Sprachen, den er bis zu seiner Emeritierung 1936 inne hatte, und amtierte zugleich als Direk­tor des Seminars für afrikanische und Südseesprachen, ab 1931 für afrikanische Sprachen.

Meinhof war publizistisch produktiv und legte im Laufe seines langjährigen Schaffens zahlreiche Monographien, Aufsätze und Rezensionen vor. 1910 war er Gründer der Zeitschrift für Kolonialsprachen, die ab 1919 unter dem Titel Zeitschrift für Eingeborenen-Sprachen erschien. Neben der Afrikanistik und insbesondere den Bantusprachen publizierte er zu Missionsfragen und über die Missionarsausbildung, als Sprachforscher auch z.B. über den Dichter Emanuel Geibel und über das Pommersche Platt. 1912/13 führte Meinhof aus, dass eine große Zahl disparater Phänomene in Bantusprachen unter gegebenen Bedingungen als regelhaft anzusehen sind („Meinhof's rule“). Er konnte mit seinen Forschungen nachweisen, dass auch diejenigen Sprachen, die damals als der wissenschaftlichen Erforschung unwürdig abqualifiziert wurden, für die wissenschaftliche Arbeit zugänglich sind und eine Beschäftigung mit ihnen lohnend ist. Dieser emanzipatorische Aspekt seiner Arbeit ist genauso zu betonen, wie rassistische Gesichtspunkte in seinen späteren Schriften.

Weiterhin beschäftigte sich Meinhof mit der Hauptsprache von Togo, Ewe, und führte Sprachstudien im ägyptischen Sudan durch. In der Nordhälfte Afrikas galt sein besonderes Interesse den Hamitensprachen. Seine an afrikanischen Sprachen gewonnenen Erkenntnisse wandte Meinhof auch auf die allgemeine Sprachwissenschaft an. Eigene Veröffentlichungen widmete er phonetischen Fragen; er sah nicht nur in der Erkenntnis der phonetischen Natur der Laute eine wichtige Aufgabe des Afrikanisten, sondern auch in der Art ihrer Wiedergabe mit schriftlichen Mitteln. So äußerte er sich mehrfach zu Transkriptionsfragen und entwickelte das für die Wiedergabe schriftloser Sprachen bestimmte Standard-Alphabet weiter.

Politisch gehörte Meinhof bis 1919 der Deutschen Konservativen Partei an und war zeitweise stellvertretender Kreisvorsitzender. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges trat er in die Deutschnationale Volkspartei ein, der er nach eigenen Angaben bis ca. 1931 angehörte. Am 5. Mai 1933 wurde er Mitglied der NSDAP und schloss sich den „Deutschen Christen“ an. Mehrfach äußerte er sich zustimmend zum Nationalsozialismus und vertrat rassistische Positionen. Carl Meinhof stand in enger Verbindung zu zahl­reichen Missi­onsgesellschaften, bildete bereits in Berlin am Seminar für Orientalische Sprachen Missionare aus und schlug das Hamburger Kolonialinstitut als zentralen Ausbildungsort für Missionare vor. 1910 vertrat er das Hamburgische Kolonialinstitut auf der Weltmissionskon­fe­renz in Edinburgh, wo ihm die dortige Universität den Ehren­dok­tor verlieh; diesen Titel führte er seit dem Ersten Weltkrieg nicht mehr. 1911 wurde Meinhof Ehrenmitglied der britischen Bibelgesellschaft und erhielt die theologische Ehrendoktorwürde der Universität Greifswald, 1927 folgte der Ehrendoktor der Universität Leipzig. 1936 wurde ihm die goldene Ehrenmünze der Hansischen Universität in Hamburg anlässlich des Überseetages verliehen, 1939 wurde er mit der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet.

 
Literaturhinweise Meinhof Literaturt.pdf
Kategorien Wissenschaft
Religion
Bildungswesen
Funktionen Lehrer/in: 1879 - 1886
Sprachwissenschaftler/-in: 1886 -
Hochschullehrer/in: 1904 -
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Prof. D. Dr. phil. h.c. Carl Friedrich Michael Meinhof  
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Geboren 23. Juli 1857
Geburtsort Barzwitz/Pommern 
Gestorben 11. Februar 1944
Todesort Greifswald 
Kurzbiographie

Carl Meinhof war ein bedeutender deutscher Sprachwissenschaftler, Begründer der vergleichenden Bantu-Sprachforschung und Inhaber des ersten Lehrstuhls für afrikanische Sprachen weltweit. Er arbeitete zunächst als Pastor in Pommern, wo er neben seinem Beruf ein lebhaftes Interesse für afrikanische Sprachen entwickelte. Durch intensives Literaturstudium und Kontakte mit sprachkundigen Missionaren kam er zur Entdeckung systematischer Beziehungen der vor allem in den deutschen Kolonien gesprochenen Bantusprachen, denen er zwei grundlegende Untersuchungen widmete. Sie sorgte wegen ihres neuartigen Umgangs mit afrikanischen Sprachen weltweit für wissenschaftliches Aufsehen.

 

 
Lebensbeschreibungen MeinhofCarl.Biografie.pdf
Literaturhinweise MeinhofCarl.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Religion
Funktionen Sprachwissenschaftler/-in: -
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Carl Ludwig Daniel Meister  
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Geboren 14. August 1800
Geburtsort Detmold 
Gestorben 15. Oktober 1877
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1816 kam Meister aus Detmold nach Hamburg, wo er eine Stelle bei der Firma Franz Konrad Kohen in der Admiralitätsstraße fand, in der er bis zur Ablegung des Bürgereides am 14. Mai 1824 arbeitete. Am 1. Juli 1824 associierte er sich mit E. F. van Bargen unter der Firma Bargen & Meister. Diese Verbindung wurde am 1. September 1830 aufgelöst; stattdessen gründete er die Firma Carl L. D. Meister (ab Dezember 1856: Carl L. D. Meister & Co.). Diese galt als allgemeines Import- und Exportgeschäft, doch ließ Meister auch einige eigene Schiffe nach Westindien laufen, zunächst unter spanischer Flagge. Meisters Tätigkeit als Mitglied der Steuerdeputation (1847-1852) und der Stempeldeputation (1852) lief zum Teil parallel mit seiner Zugehörigkeit zur Commerzdeputation. 1855 führte er das Präsidiat der Commerzdeputation. Als Vertreter des 60er Kollegiums war er von 1859 bis 1862 Mitglied der Bürgerschaft und des Bürgerausschusses.  
Lokale Referenzen
Carl Ludwig Daniel Meister war zuerst Mitglied in der Hamburger Freimaurer-Loge "Absalom zu den drei Nesseln". In dieser Loge wurde er 1832 zum Bruder Lehrling aufgenommen, 1833 zum Gesellen gefördert und auch zum Meister erhoben. Er wechselte 1838 zur Loge "Ferdinand zum Felsen", um diese bis 1840 als ihr hammerführender Meister vom Stuhl zu leiten.
 
Lebensbeschreibungen Carl Ludwig Daniel Meister.pdf
Podcasts Meister Carl Ludwig Daniel.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1855 -
Bürgerschaftsmitglied: 1859 - 1862
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Carl Meixner  
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Geboren 16. November 1818
Geburtsort Königsberg 
Gestorben 05. November 1888
Todesort Wien 
Kurzbiographie Carl Meixner, geb. 16.11.1818 in Königsberg, gest. 05.11.1888 in Wien, Sohn des Bassisten Heinrich Meixner. Beginn der Bühnenlaufbahn in Detmold; 1839-1845 als Schauspieler in Hamburg zunächst am Theater in der Steinstraße, dann am Thalia-Theater. Danach in Leipzig und Stuttgart und zuletzt seit 1850 in Wien. 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Emil von Melle  
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Geboren 29. April 1822
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 17. Januar 1891
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Emil von Melle, geb. 29.4.1822 in Hamburg, gest. 17.1.1891 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Theodor von Melle. Kaufmann in Hamburg, seit 1867 Senator. Heirat 16.3.1850 mit der Hamburger Senatorentochter Maria Elisabeth Geffcken. 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1867 -
Kaufmann/-frau: -
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Werner von Melle  
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Geboren 18. Oktober 1853
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 18. Februar 1937
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Werner von Melle nahm 1873 das Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg auf. Anschließend wechselte er an die Reichsuniversität Straßburg, bevor er an die Universität nach Leipzig ging und 1876 in Göttingen zum Doktor der Rechte promoviert wurde. In den folgenden Jahren war er in Hamburg als Anwalt, Autor historischer Werke und als Journalist tätig. 1886 wurde er politischer Redakteur bei den konservativen "Hamburger Nach­richten". 1891 zum Senatssyndicus gewählt und der Oberschulbehörde als Präsidialmitglied zugeordnet, avancierte er 1900 zum Senatsmitglied und vier Jahre später zum Präses der Oberschulbehörde. 1915, 1918 und 1919 bekleidete er das Amt des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg. Bei der Entstehung der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung spielte von Melle seit 1904 die entscheidende Rolle. Als ihr Präsident prägte er bis 1935 die Arbeit der Stiftung. Ebenso setzte er sich ganz maßgeblich für die 1919 erfolgte Gründung der Hamburgischen Universität ein. Nachdem er aus dem Senat ausgeschieden war, wählte ihn diese 1921 zum "Rector magnificus honoris causa", eine in Deutschland einmalige Auszeichnung. Ausführliche Biographie
 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in Rotherbaum befindet sich seit 1961 der nach ihm benannte Von-Melle-Park
 
Lebensbeschreibungen MelleWerner.Biographie.pdf
Literaturhinweise MelleWerner.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Politik
Wissenschaft
Funktionen Bürgermeister/in: -
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Lotte Mende  
Abbildung
Geboren 12. Oktober 1834
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 05. Dezember 1891
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Lotte Mende, mit bürgerlichen Namen Johanna Dorothea Louise Müller, war die Tochter armer, bürgerlicher Eltern. Bereits im Kindesalter äußerte sie den Wunsch, Schauspielerin zu werden. Als sie 16 Jahren alt war, bot sich diese Chance. In einer Annonce in den "Hamburger Nachrichten" wurden junge Damen fürs Theater gesucht. Mit Einverständnis ihrer Eltern, die wegen Armuts eine Arbeit für ihre Tochter suchten, bewarb sich Lotte Mende und wurde genommen. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1850 und führte sie nach Verden. In dem Rollenfach der munteren Liebhaberin spielte Lotte Mende in Elberfeld, Bonn, Aachen, Köln, Düsseldorf und Altona. 1864 wurde sie, die damals noch ihren Geburtsnamen Louise Müller trug, am Carl- Schultze- Theater auf Hamburg St. Pauli engagiert, wo Hamburger Volksstücke und Lokalpossen meist in plattdeutscher Sprache aufgeführt wurden. Das 1300 Personen Platz gebende Theater befand sich im Hofe des Grundstückes Reeperbahn 140-142. Durch Gastspielreisen wurde das Theater, welches bis 1931 existierte und an dem Lotte Mende, mit kurzen Unterbrechungen, als sie z. B. am Berliner Residenztheater spielte, 10 Jahre lang ein festes Engagement gehabt hatte, über die Grenzen Hamburgs bekannt.

Carl Schultze und Lotte Mende traten oft zusammen auf und galten bald als das ideale Paar des Volkstheaters. Lotte Mende hatte ein großes Repertoire, spielte Rollen von der jugendlichen Liebhaberin bis zur komischen Alten und war eine Virtuosin in holsteinischem, mecklenburgischem und hamburgischem Platt.Ihren größten Erfolg feierte sie als redselige Tante Therese Grünstein in „Hamburger Leiden", das 1873 zuerst aufgeführt und über hundert Mal wiederholt wurde. Der von ihr immer wieder vorgetragene Satz: „Was is mich das mit dich, mein Kind" wurde zum geflügelten Wort. Lotte Mende, die 1872 ihren Schauspielkollegen, den Heldenspieler Louis Mende geheiratet hatte, verließ 1874 das Carl Schultze Theater, nachdem dort immer weniger Lokalpossen gespielt wurden. Sie ging von 1874 bis 1875 ans Berliner Residenztheater, fand hier aber nicht den richtigen Wirkungskreis. So zog sie von einem Gastspiel zum anderen. Im Hamburger Varietéheater (später Ernst Drucker Theater) gab Lotte Mende ca. 500 Gastspiele. Dennoch vereinsamte sie in ihrem Privatleben. Im Frühsommer 1881 starb ihr Mann an Krebs. Auch Lotte Mende bekam Krebs und starb daran im Allgemeinen Krankenhaus Eppendorf.

Text: Rita Bake

 
Lokale Referenzen Lotte Mendes Grabstein steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof.
 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Max Mendel  
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Geboren 19. Mai 1872
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. August 1942
Todesort KZ Theresienstadt 
Kurzbiographie Max Mendel war Kaufmann, Genossenschafter und Politiker.

Er wurde am 19.5.1872 in Hamburg geboren und stammte aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Im Alter von 14 Jahren musste er das Realgymnasium des Johanneums aufgrund einer Hüftgelenkerkrankung vorzeitig verlassen und erhielt fortan Privatunterricht. Die Krankheit hatte er nach eineinhalb Jahren überwunden. Mendel widmete sich volkswirtschaftlichen Studien und wurde 1889 Buchhalter im väterlichen Großhandelsgeschäft. Er wurde zudem Mitglied im sozialdemokratisch orientierten Zentralverband der Handlungsgehilfen. Für den Verband hielt er Vorträge und war mit dem Leiter Max Josephsohn befreundet, durch welchen er an den Vorarbeiten zur Gründung des Konsum-, Bau- und Sparvereins „Produktion“ einbezogen wurde. 1900 wurde Mendel als Nachfolger Josephsohns für das Amt des Schriftführers im Aufsichtsrat der Genossenschaft gewählt und 1909 zum Finanzgeschäftsführer berufen. Außerdem wurde er in die Aufsichtsräte der Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Konsumvereine (1913), der Volksfürsorge (1920) und weiterer gemeinwirtschaftlichen Unternehmen gewählt. Von 1920 bis 1928 wirkte er als Vorsitzender des Vorstandes der Genossenschaft und galt als Finanzexperte. 1928 unterlag Mendel innerhalb der Genossenschaft einem Richtungsstreit, bei dem auch antisemitische Tendenzen mitspielten, und wurde zum Ende des Jahres abberufen. In den Jahren 1925 bis 1929 saß Mendel für die SPD im Hamburger Senat. Bei seinem Ausscheiden wurden gesundheitliche Gründe genannt, jedoch spielte vermutlich vielmehr Mendels jüdische Herkunft eine Rolle. Auch der damalige Senator Carl Cohn musste sein Amt räumen, womit 1929 die beiden letzten jüdischen Politiker aus dem Hamburger Senat ausgeschieden waren. Im Juli 1942 wurden Mendel, seine Frau und weitere Angehörige in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo er am 10.8.1942 starb.

 
Lokale Referenzen Mendelstraße (Hamburg-Lohbrügge); 2005 wurde der 1000. Stolperstein vor dem Hamburger Rathaus als Erinnerung an Max Mendel eingesetzt  
Literaturhinweise Max Mendel_Literatur.pdf
Kategorien Politik
Funktionen Senator/in: 1925 - 1929
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Ernst Freiherr von Merck  
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Geboren 20. November 1811
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 06. Juli 1863
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Ernst Merck, seit 1860 Ernst Freiherr von Merck, war Unternehmer und Politiker.

Er wurde am 20.11.1811 in Hamburg geboren und wuchs in einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie auf. Sein Vater war Senator Heinrich Johann Merck, sein Stiefbruder war Carl Hermann Merck. Nach dem Besuch der Handelsschule in Bremen absolvierte er eine Ausbildung als Kaufmann und war in Antwerpen, Liverpool und Rio de Janeiro tätig. Um 1840 wurde er Teilhaber des väterlichen Betriebs H. J. Merck & Co. und trug erheblich dazu bei, dass das Unternehmen innerhalb von zwei Jahrzehnten zu einem der bedeutendsten Merchant Banking-Häuser Hamburgs aufstieg. Merck wurde, ebenso wie sein Vater, Freimaurer. Im Mai 1847 leitete er die Gründungsversammlung der HAPAG. In den folgenden Jahren fungierte er als Vertreter Hamburgs in der Frankfurter Nationalversammlung, war Mitglied der Kaiserdeputation sowie Reichsfinanzminister der Provisorischen Zentralgewalt. 1853 wurde Merck zum österreichischen Generalkonsul in Hamburg ernannt. Gleichzeitig engagierte er sich für Eisenbahnlinien in Österreich, wurde 1856 in den Verwaltungsrat der Kaiserin-Elisabeth-Bahn gewählt und vier Jahre später von Kaiser Franz Joseph I. in den österreichischen Adels- und Freiherrenstand erhoben.

Merck war zudem Chef der Kavallerie des Hamburger Bürgermilitärs und Mitgründer der Norddeutschen Bank (1856), der heutigen Deutschen Bank. Ab 1860 war er maßgeblich an der Gründung des Zoologischen Gartens beteiligt. Außerdem war er neben Johan Cesar IV. Godeffroy, Johann Christian Jauch junior, Johann Heinrich Schröder und Robert Miles Sloman Mitbegründer der Internationalen Landwirtschaftsausstellung 1863, die auf dem Heiligengeistfeld stattfand.

Merck verstarb am 6.7.1863 - einen Tag bevor zu seinen Ehren eine Straße in der Vorstadt St. Georg nach ihm benannt werden sollte.

 
Lokale Referenzen

Ernst Merck wurde am 6. Mai 1841 von der Hamburger Loge "Ferdinande Caroline zu den drei Sternen" zum Freimaurer aufgenommen. Diese Loge beförderte ihn am 14. Oktober 1843 zum Gesellen, am 26. April 1848 wurde er hier zum Meister erhoben.

Ernst wechselte in die Freimaurer-Loge "Absalom zu den drei Nesseln", in der auch sein Vater, der Hamburger Kaufmann und Senator, Heinrich Johann Merck, Mitglied war.

 

Spuren in Hamburg:

- in St. Georg sind seit 1863 die Ernst-Merck-Straße und die Ernst-Merck-Brücke

- unweit der Tiergartenstraße - sie erinnert an den durch ihn gegründeten Zoologischen Garten - stand die ehemalige Ernst-Merck-Halle

- auf dem heutigen Jacobi-Park in Hamburg-Eilbek, dem ehemaligen Friedhof der Hauptkirche St. Jacobi, befindet sich die Gruft der Familie Merck. Hier sind auch die Grabstätten von Heinrich Johann und Ernst Freiherr von Merck.

 
Literaturhinweise Ernst Freiherr von Merck_Literatur.pdf
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Heinrich Johann Merck  
Abbildung
Geboren 27. Februar 1770
Geburtsort Schweinfurt 
Gestorben 23. Oktober 1853
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Heinrich Johann Merck war erfolgreicher Kaufmann und über viele Jahre Senator in Hamburg. Er war des siebte Kind des Schweinfurter Stadtsyndikus Johann Christian Merck (1728-1811) und seiner Frau Magdalene, geb. Schöpf. Nach erfolgreichem Lehrabschluss in Straßburg ging der junge Merck nach Hamburg, wo ihm 1799 das Bürgerrecht erteilt wurde. Hierauf konnte er sich selbständig machen, um mit englischem Baumwollgarn zu handeln. Nach der durch die französische Besatzung im Jahre 1806 verhängten Kontinentalsperre engagierte sich Merck als "Schmuggler" über Helgoland. Diese Geschäfte entwickelten sich so erfolgreich, dass er bald zu den wohlhabendsten Männern in Hamburg zählte. Nach Abzug der Franzosen baute er seinen Handel mit englischen Baumwollgarnen über Filialen in Manchester und Leipzig aus. Jetzt erweiterte er seine Geschäftsfelder um den Handel mit Getreide und Zink. Darüber hinaus betätigte er sich als Reeder, Bankier und in der Versicherungswirtschaft. Mit seinem Sohn Ernst Merck war er 1847 Gründungsmitglied der Hamburg-Amerikanischen Paket-Aktien-Gesellschaft (HAPAG).
 
1820 wurde Heinrich Johann Merck in den Hamburger Senat gewählt. Mit seinem politischen und wohltätigen Engagement hat er sich über mehrere Jahrzehnte in dieser Stadt besonders hervorgetan.
Als Pflanzenliebhaber unterstützte er den Botanischen Garten, was dazu führte, dass der ehemalige Direktor Johann Georg Christian Lehmann ihn mit dem Dahlien-Namen "Dhalia merckii" ehrte.
 
Lokale Referenzen
Heinrich Johann Merck wurde am 5. Mai 1800 in die Hamburger Loge "Absalom zu den drei Nesseln" zum Freimaurer-Lehrling aufgenommen, am 21. August 1800 zum Gesellen befördert und am 15. November 1801 zum Meister erhoben. Er betätigte sich als ein äußerst aktiver Freimaurer: von 1806 bis 1807 war er Schatzmeister seiner Loge und von 1809 bis 1819 erster Aufseher in der Loge "Emanuel zur Maienblume".
Im Auftrage der "Großen Loge von Hamburg" war er von 1838 bis 1850 Repräsentant bei der "Großen Loge von England". Anlässlich seines 50-jährigen Maurerjubiläums ernannte ihn am 6. Juni 1850 die "Große Loge von Hamburg" zu ihrem Ehrengroßmeister. in dieser Festloge sagte er den Satz: "Das Glück wohnt nie im Besitz. Das Glück ist allein in der Seele zu Hause".
 
Spuren in Hamburg:
- in der Rathausdiele befindet sich an einer Säule sein Portrait-Relief
- im Waisenzimmer des Rathauses ist von ihm eine Marmor-Büste
 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1820 -
Kaufmann/-frau: -
Bankier: -
Reeder: -
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Robert Eduard Julius Mestern  
Abbildung
Geboren 15. August 1843
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 02. Januar 1892
Todesort Alexandria 
Kurzbiographie Robert Eduard Julius Mestern, geb. 15.8.1843 in Hamburg, gest. 2.1.1892 in Alexandria, Sohn des Kaufmanns Johann Christian Andreas Mestern und der Wilhelmine Möring. Kaufmann in Hamburg. Seit 1874 Mitglied der Bürgerschaft, in zahlreichen Gremien Hamburgs tätig. Vermählt 22.10.1870 mit Anna Elisabeth Baasch. 
Lebensbeschreibungen Robert Eduard Julius Mestern.pdf
Podcasts Mestern Robert Eduard Julius.mp3
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1885 - 1888
Kaufmann/-frau: -
Bürgerschaftsmitglied: 1874 - 1892
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Albert Gottlieb Methfessel  
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Geboren 06. Oktober 1785
Geburtsort Stadtilm/Thüringen 
Gestorben 23. März 1869
Todesort Heckenbeck zwischen Alfeld/Leine und Gandersheim 
Kurzbiographie
Sänger, Komponist und Dirigent.
 
Albert Gottlieb Methfessel wird als 13. Kind eines Kantors und Organisten in Stadtilm/Thüringen geboren. Ab 1801 besuchte er in Rudolstadt das Gymnasium, um anschließend von 1807 bis 1810 in Leipzig Theologie und Literatur zu studieren. Er fühlte sich aber mehr der Musik hingezogen und so wechselte er nach Dresden, um seine Gesangausbildung zu vertiefen. Von 1810 bis 1811 konnte er sich bereits an dem Hoftheater in Rudolstadt als Kammersänger und Gesangs- und Instrumenten-Lehrer betätigen.
 
Ab 1823 kam Methfessel nach Hamburg, um hier als Musiker und Dirigent zu arbeiten. Gleich nach seiner Ankunft gründete er am 19. April die "Hamburger Liedertafel von 1923", den ältesten Männerchor Hamburgs. Zur doppelten 300-Jahrfeier in Hamburg - 300 Jahre Reformation und 300 Jahre bürgerliche Verfassung - wurde im Stadt-Theater am 29. September 1829 das vaterländische Schauspiel "Bürgertreue" aufgeführt. Der Schlussgesang war das Lied: "Stadt Hamburg an der Elbe Auen". Aus Methfessels Feder stammt die Melodie zu diesem Lied, das ab 1890 zu Hamburgs Stadt-Hymne "Hammonia" wurde.
 
Ab 1832 nahm Methfessel am Opernhaus Braunschweig die Stelle des Hofkapellmeisters an. Wegen eines Gehörleidens musste er 1841 vorzeitig in Pension gehen. 1865 erteilte ihm die Universität Jena die Ehrendoktorwürde.
 
Bekannte Melodien von Albert Methfessel sind:
- die Hamburgische Stadt-Hymne "Hammonia"
- Hinaus in die Ferne
- Stimmt an mit hellem, hohem Klang
- Der Gott, der Eisen wachsen ließ
 
Lokale Referenzen
Albert Gottlob Methfessel wurde 1819 in Rudolphstadt in der Loge "Günter zum stehenden Löwen" zum Freimaurer aufgenommen, 1821 zum Gesellen befördert und 1823 zum Meister erhoben. Während seiner Hamburger Zeit betätigte er sich als aktives Mitglied in der Freimaurer-Loge "Absalom zu den drei Nesseln".
 
Spuren in Hamburg:
- in Eimsbüttel ist seit 1899 die nach ihm benannte Methfesselstraße
- in der Rathausdiele befindet sich an einer Säule sein Portrait-Relief
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Anfang

 
David Christopher Mettlerkamp  
Abbildung
Geboren 08. Juni 1774
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 25. Juli 1850
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie David Christopher Mettlerkamp, geboren am 08.06.1774 in Hamburg, gestorben am 25.07.1850 ebd. Sohn des Matthias Andreas Mettlerkamp und der Catharina Elisabeth Langermann. Bleideckermeister in Hamburg und Chef der Hanseatischen Bürgergarde während der Befreiungskriege. 1825-1827 Aufenthalt in Bessarabien zum Versuch einer Existenzgründung, dann Rückkehr nach Hamburg und Gründung einer Eisengießerei. Erste Eheschließung 18.05.1797 mit Friederica Margaretha Jäger (gest. 1805), zweite Eheschließung 24.08.1805 mit Auguste Christiane Amalie Curio. 
Lokale Referenzen
David Christopher Mettlerkamp betätigte sich in unserer Stadt als aktiver Freimaurer. Er wurde 1798 von der Johannis-Loge "Zum rothen Adler" in den Bruder-Bund aufgenommen. Von 1821 bis 1822 bekleidete er das Amt des Provinzial-Großmeisters der "Provinzialloge von Niedersachsen".
 
Spuren in Hamburg:
- in Hamm-Nord ist seit 1928 der nach ihm benannte Mettlerkampsweg
- in der Rathausdiele befindet sich an einer Säule sein Portrait-Relief
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Industrieproduzent/in: -
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Werner de Metzendorp  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1293 - 1332
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Prof. Dr. Ernst Friedrich Wilhelm Meumann  
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Geboren 29. August 1862
Geburtsort Uerdingen am Niederrhein 
Gestorben 26. April 1915
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Ernst Meumann war Professor für Philosophie am Allgemeinen Vorlesungswesen in Hamburg und hatte großen Einfluss auf die Schulreformbewegung. Er gehört zu den Begründern der Pädagogischen Psychologie und der Empirischen Pädagogik im deutschen Sprach­raum. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Tübingen, Berlin, Halle und Bonn von 1883 bis 1887 legte er 1887 und 1889 in Koblenz die beiden theologischen Examina und 1889 in Bonn die Oberlehrerprüfung ab. Nach einer Tätigkeit als Hauslehrer studierte er ab 1890 Philosophie in Tübingen und wurde dort 1891 promoviert. Im gleichen Jahr folgte das Studium der experimentellen Psychologie bei Wilhelm Wundt in Leipzig, dessen Assistent er 1893 wurde. 1894 habilitierte er sich dort im Fach. Drei Jahre später folgte Meumann einem Ruf auf ein Extraordinariat für Philosophie und Pädagogik nach Zürich, wo er von 1900 bis 1905 ordentlicher Professor war. 1903 war er Mitbegründer der Zeitschrift „Archiv für die gesamte Psychologie“. In den folgenden Jahren lehrte er in Königsberg (1905), Münster (1907), Halle-Wittenberg (1909) und Leipzig (1910), bis er im Herbst 1911 einen Ruf als Professor der Philosophie am Allgemeinen Vorlesungswesen in Hamburg annahm. Noch in diesem Jahr wurde er Vorstandsmitglied des „Bundes für Schulreform“, der seinen Hauptsitz in Hamburg hatte. 1911 wurde Meumann Mitherausgeber der „Zeitschrift für Pädagogische Psychologie und Experimentelle Pädagogik“. 1914 entstand unter seiner Leitung das Institut für Ju­gendkunde, das überregional die wissenschaftliche Jugendkunde koordinieren und Öffentlichkeitsarbeit leisten sollte. Meumanns früher Tod 1915 unterbrach die dortigen Forschungsarbei­ten, die dann von William Stern fortgesetzt wurden.

Ernst Meumann hatte den Anspruch, die verschiedenen Gebiete der Philosophie, Psychologie und Pädagogik zu überblicken und als Einheit zu sehen; seine wissenschaftliche Arbeit orientierte sich an diesem Verständnis. Er übertrug Ansätze und Methoden der Empirisch-experimentellen Psychologie auf die Pädagogik, wobei er eng mit der Schulreformbewegung zusammenarbeitete. Mit Hilfe empirischer Disziplinen sollte eine „Pädagogik vom Kinde“ aus wissenschaftlich begründet werden.

 
Literaturhinweise Meumann Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Bildungswesen
Funktionen Hochschullehrer/in: 1894 - 1915
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Hinrich Meurer  
Abbildung
Geboren 1642
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 1690
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1642 geboren, studierte er zunächst Rechtswissenschaften und unternahm die damit verbundenen Reisen. Danach wurde er Beisitzer am Niedergericht bis er 1672 in den Senat berufen wurde.In diesem Amt vertrat er Hamburg in den Jahren 1677 und 1678 bei den Friedensverhandlungen in Nimwegen, durch welche der langjährige Krieg zwischen England, Frankreich, Holland, Portugal und Spanien, lauter Handelspartnern der Stadt, beendet wurde. Anschließend gelang ihm zusammen mit Bürgermeister Schulte die durch Schnittger und Jastram angestellten Unruhen niederzuwerfen. 
Lokale Referenzen Meurerweg, Horn, seit 1968
 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Überarbeitung Heinz A. E. Schröter 2010.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter 2010 08.mp3
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 10. August 1678 - 5. Juni 1684
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Arnold Otto Meyer  
Abbildung
Geboren 01. September 1825
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. März 1913
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Arnold Otto Meyer, geb. 01.09.1825 in Hamburg, gest. 12.03.1913 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Georg Christian Lorenz Meyer und der Caroline Antoinette Gerste; Kaufmann und Mitglied der Bürgerschaft in Hamburg, setzte die Kunstsammlertradition seiner Familie fort; 25.09.1855 Heirat mit der Hamburger Kaufmannstochter Luise Caroline Ferber. 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Kunst
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Bürgerschaftsmitglied: -
Kunstsammler/in: -
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Claus Meyer  
Abbildung
Geboren 09. Juli 1870
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. August 1922
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1870 geboren in Hamburg; Vermutlich Handwerkslehre; Besuch der Hamburger Baugewerkschule; Baut zahlreiche Kontorhäuser; Arbeitet teilweise mit Franz Bach bzw. Alfred Löwengard zusammen; 1922 Tod in Hamburg 
Lebensbeschreibungen ClausMeyerWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Professor Friedrich Ludwig Wilhelm Meyer  
Abbildung
Geboren 26. Januar 1758
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 01. September 1840
Todesort Barmstedt in Holstein 
Kurzbiographie
Friedrich Ludwig Wilhelm Meyer - genannt der "Barmstedter Meyer" - war Schriftsteller, Bibliothekar, Publizist, Jurist, Gelehrter - Professor der Philosophie.
Als Sohn eines Oberpostmeisters besuchte er das Johanneum in Hamburg und studierte zunächst an der Universität Kiel. 1776 schrieb sich Meyer in Göttingen ein, um Jura zu studieren. 1783 nahm er in Stade die Stelle des Regierungsauditors an. Hier traf er wieder mit Friedrich Ludwig Schröder zusammen, mit dem er seit längerem befreundet war. Ab 1788 begann für Meyer eine lange Zeit vieler Reisen durch Deutschland, und das europäische Ausland nach England, Frankreich und Italien. Hier knüpfte er viele Bekanntschaften zu unterschiedlichen literarischen Zirkeln - so auch in Weimar zu Friedrich Schiller. 1791 kehrte Meyer nach Deutschland zurück, um sich einige Jahre als Schriftsteller zu betätigen. Durch den plötzlichen Tod seines jüngeren Bruders Friedrich Albrecht Anton Meyer fiel ihm ein beträchtliches Vermögen zu, von dem er das Gut Barmstedt bei Hamburg kaufen konnte, auf dem er bis zu seinem Lebensende als Publizist tätig war. Neben vielen Übersetzungen und Lyriken, die in Zeitschriften veröffentlicht wurden, ist seine zweibändige  und 1819 veröffentliche Biographie "Friedrich Ludwig Schröder, Beiträge zur Kunde, des Menschen und des Künstlers" besonders hervorzuheben.
 
Lokale Referenzen
Friedrich Ludwig Wilhelm Meyer war zeitlebens ein sehr aktiver Freimaurer. 1776, im Jahr seines Studienantritts in Göttingen, wurde er von der dortigen Loge "August zum goldenen Zirkel" zum Freimaurer aufgenommen und gleich in alle drei Grade befördert. Zurück nach Hamburg, nahm ihn die Loge »Emanuel zur Maienblume" am 8. Mai 1806 unter der Bürgschaft von Friedrich Ludwig Schröder an. Er wurde Großaufseher der "Großen Loge zu Hamburg", die ihn 1817 zu ihrem Ehrenmitglied ernannte.
Meyer hatte maßgeblichen Anteil an Schröders Reformarbeit, die am 29. Juni 1801 als das "Schröder'sche Ritual" eingeführt wurde. Nach diesem Ritual wird heute noch weltweit in vielen Logen gearbeitet.
 
Kategorien Literatur
Funktionen
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Georg Christian Lorenz Meyer  
Abbildung
Geboren 18. Januar 1787
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. August 1866
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Georg Christian Lorenz Meyer, geb. 18.1.1787 in Hamburg, gest. 24.8.1866 ebd., Sohn des Weinhändlers und Kunstsammlers Johann Valentin Meyer und der Margarethe Amalia Bausch. Weinhändler in Hamburg. Nach verschiedenen bürgerlichen Ehrenämtern 1821-1860 Senator in Hamburg. Heirat 10.9.1816 mit Caroline Antoinette Gerste. 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1821 - 1860
Kaufmann/-frau: -
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Johann Friedrich Lorenz Meyer  
Abbildung
Geboren 22. Januar 1760
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 21. Oktober 1844
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Friedrich Lorenz Meyer, geboren 22.1.1760 in Hamburg, gestorben 21.10.1844 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Johann Lorenz Meyer und dessen zweiter Frau Catharina Maria Kern. 1777-1782 Jurastudium in Göttingen mit abschließender Promotion. Nach ausgedehnten Auslandsreisen seit 1785 als Domherr in Hamburg ansässig. Vermählt 12.4.1785 mit der Professorentochter Friederike Amalie Sophie Boehmer. Umfangreiche literarische und gemeinnützige Tätigkeit. Johann Friedrich Lorenz Meyer publizierte u. a. 1801-02 die „Skizzen zu einem Gemälde von Hamburg“. Meyer hielt die Grabreden auf Friedrich Gottlieb Klopstock und Friedrich Ludwig Schröder
Lokale Referenzen
Johann Friedrich Lorenz Meyer war ein äußerst aktiver Freimaurer. 1779 wurde er während seines Studienaufenthaltes in Göttingen von Georg Ludwig Boehmer - sein Doktorvater und späterer Schwiegervater (siehe oben) - zum Freimaurer aufgenommen. 1780 beförderte ihn Boehmer zum Gesellen und 1781 erhob er ihn zum Meister. Am 7. März 1801 wurde Meyer in Hamburg von der Loge "Absalom zu den drei Nesseln" angenommen. In dieser Loge führte er als Meister vom Stuhl von 1804 bis 1806 den Hammer. Am 4. Februar 1811 war Meyer Mitbegründer der "Großen Loge zu Hamburg" und übernahm neben dem Großmeister Johann Philipp Beckmann das Amt des ersten Großaufsehers.
 
Kategorien Wirtschaft
Literatur
Wohlfahrt
Religion
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Autor/in: -
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Johann Lorenz Meyer  
Abbildung
Geboren 14. Oktober 1696
Geburtsort Obernbreit 
Gestorben 12. August 1770
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Lorenz Meyer, geb. 14.10.1696 in Obernbreit, gest. 12.08.1770 in Hamburg, Sohn des Peter Meyer und der Margarethe Zimmermann. Nach der Böttcherlehre in Marktbreit seit 1725 als Kaufmann in Hamburg tätig, hier 1728 Begründung der eigenen Weinhandelsfirma. Erste Eheschließung 28.02.1729 mit Anna Elisabeth Michels (gest. 1741), zweite Eheschließung 23.04.1743 mit Catharina Maria Kern.  
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Industrieproduzent/in: -
Anfang

 
Johann Valentin Meyer  
Abbildung
Geboren 05. Januar 1745
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 16. Oktober 1811
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Valentin Meyer, geb. 5.1.1745 in Hamburg, gest. 16.10.1811 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Weinhändlers Johann Lorenz Meyer und dessen zweiter Ehefrau, der Hamburger Weinhändlerstochter Catharina Maria Kern. Weinhändler in Hamburg, tätig in zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern, seit 1800 Ratsherr in Hamburg. 14.5.1771 Heirat mit der Hamburger Kaufmannstochter Margarethe Amalia Bausch. Einer der bedeutendsten Kunstsammler und Kunstmäzene der Stadt. 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Kunst
Funktionen Senator/in: 1800 -
Kaufmann/-frau: -
Kunstsammler/in: -
Handelskammerpräses: März 1794 - Juli 1795
Anfang

 
Ludolf Meyer  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort unbekannt 
Gestorben 11. Mai 1902
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ludolf Meyer, Geburtsdatum nicht bekannt, gest. 11.05.1902 in Hamburg. Zunächst Kapitän, seit 1886 als Schiffsinspektor bei der Hapag tätig, 1900-1902 Mitglied des Vorstandes der Hapag. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Reeder: -
Anfang

 
Johann Christian Carsten Meyn  
Abbildung
Geboren 29. August 1810
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 09. Februar 1899
Todesort Rendsburg 
Kurzbiographie Johann Christian Carsten Meyn, geb. 29.08.1810 in Hamburg, gest. 09.02.1899 in Rendsburg. Sohn des Hamburger Kaufmanns Carsten Meyn. Nach Maschinenbaulehre 1838-1854 Mitinhaber einer Maschinenbau-Werkstätte und Eisengießerei in Hamburg, danach als Ingenieur tätig und Mitglied der Bürgerschaft in Hamburg. Seit 1861 Direktor der Carlshütte in Rendsburg. Heirat 01.12.1838 mit der Hamburger Münzmeisterstochter Emma Knoph. 
Lokale Referenzen Carsten-Meyn-Weg, Poppenbüttel, seit 1977
 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Bürgerschaftsmitglied: -
Anfang

 
Caspar Heinrich Michaelsen  
Abbildung
Geboren 04. Januar 1767
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. Januar 1841
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Caspar Heinrich Michaelsen war der Sohn von Caspar Ludwig Michaelsen und Anna Elisabeth Elpen. Er war als Kaufmann, später als Lehrer der Handlungswissenschaften in Hamburg tätig und verfasste verschiedene Publikationen zur Botanik. Seit 1794 war er mit Johanna Wilhelmine Sophia Ruprecht verheiratet. 
Kategorien Wissenschaft
Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Anfang

 
Heinrich Alfred Michahelles  
Abbildung
Geboren 29. November 1853
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. August 1915
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Nach dem Besuch der Bülauschen Privatschule in Hamburg und einer kaufmännische Lehre trat Heinrich Alfred Michahelles am 1. Januar 1880 in die vom Großvater gegründete Firma Gebrüder Michahelles als Teilhaber ein und war seit 1884 Alleininhaber. Im April 1885 erfolgte die Assoziierung mit Ferdinand Beit, und 1891 errichteten die Gesellschafter eine Zuckerraffinerie in Schulau. Am 31. Dezember 1888 wurde Michahelles in die Handelskammer gewählt. Das Präsidiat führte er vom 2. Januar 1903 bis zum 2. Januar 1907. Am 4. Januar 1907 wurde Michahelles in den Senat gewählt und musste daher aus der Handelskammer ausscheiden. Er hatte bereits von 1898 bis 1906 der Bürgerschaft angehört. 
Lebensbeschreibungen Heinrich Alfred Michahelles.pdf
Podcasts Michahelles Heinrich Alfred.mp3
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 4. Januar 1907 - 1915
Handelskammerpräses: 1903 - 1907
Kaufmann/-frau: -
Bürgerschaftsmitglied: 1898 - 1906
Anfang

 
Johan Miles  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1300 - 1329
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Kersten Miles  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Kersten-Miles-Brücke, Neustadt, seit 1896
 
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1378 - 1420
Anfang

 
Johannes Militis  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1347 - 1360
Anfang

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