Hamburger Persönlichkeiten -
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Ernst Georg Sonnin  
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Geboren 10. Juni 1713
Geburtsort Quitzow b. Perleburg 
Gestorben 08. Juli 1794
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ernst Georg Sonnin, geb. 10.6.1713 in Quitzow b. Perleburg, gest. 8.7.1794 in Hamburg, Sohn des Pastors Johann Sonnin und der Rahel Elisabeth Struensee. Nach Studium in Halle und Jena 1737 Rückkehr nach Hamburg, zunächst als Hauslehrer tätig, dann Einrichtung einer mechanischen Werkstatt, Tätigkeit als Geodät und Geometer, ab 1750 als Baumeister und Architekt. Sein Hauptwerk in Hamburg der Neubau der Großen Michaeliskirche. 
Lokale Referenzen
Ernst Georg Sonnin soll Mitglied in der Freimaurer-Loge "Absalom zu den drei Nesseln" gewesen sein. Ein verbindlicher Eintrag in einem Matrikel-Verzeichnis liegt nicht vor. Er hat sich mit vielen Personen umgeben, die zu seiner Zeit dem Bund der Freimaurer angehörten. Zum Beispiel mit Johann Georg Büsch, mit dem er am 11. April 1765 die Patriotische Gesellschaft gegründet hatte.
 
Spuren in Hamburg:
- in Hammerbrook ist seit 1843 die nach ihm benannte Sonninstraße
- in der Sonninstraße trägt ein Kontorhaus den Namen Sonninhof
- an die Sonninstraße grenzt der Sonninkanal
- in der Rathausdiele befindet sich an einer Säule sein Portrait-Relief
- an der Hauptkirche St. Michaelis befindet sich sein Portrait-Relief
- in der Carl-Toepfer-Stiftung ist das Haus Peterstraße 32 Ernst Georg Sonnin gewidmet
- an der Fassade des Museums für Kunst und Gewerbe ist sein Portrait-Relief
 
Kategorien Architektur
Wohlfahrt
Funktionen Architekt/in: -
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Hinrich Claus Sonntag  
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Geboren 19. September 1745
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 04. Dezember 1818
Todesort  
Kurzbiographie Claus Hinrich Sonntag verwaltete im Laufe seines Lebens zahlreiche bürgerliche Ehrenämter in Hamburg: unter anderem war er Waisenhausprovisor, Bürger an der Admiralität, der Artillerie und am Kalkhof, Bancobürger, Deputierter und Alter der Comemrzdeputation. Dieser stand er von April 1790 bis Februar 1791 als Präses vor. Am 4. Januar 1804 wurde er zum Ratsherrn gewählt. Die Änderung der Hamburger Verfassung unterbrach seine Präturverwaltung 1811.  
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: April 1790 - Februar 1791
Senator/in: -
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Elef Sossidi  
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Geboren 04. Mai 1913
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 20. April 1992
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Elef Sossidi war ein Hamburger Rundfunkjournalist. Unter dem Pseudonym „Andreas Günther“ berichtete der promovierte Jurist zwischen 1945 und 1946 für den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) von den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. Damit schrieb Sossidi ein Stück Radiogeschichte. Die Sendungen aus Nürnberg wurden zum Startschuss für seine Karriere beim NWDR und dem späteren Norddeutschen Rundfunk (NDR). Sossidi wurde Experte für Auslandsberichte und Korrespondent für den Nahen und Mittleren Osten. Lange Jahre war er stellvertretender Chefredakteur, 1974 wurde er Leiter der Zentralredaktion der Hauptabteilung Wort beim NDR. Ausführliche Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Elef Sossidi“. 
Lebensbeschreibungen Elef Sossidi.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
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Theodor Speckbötel  
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Geboren 22. Januar 1861
Geburtsort Barmen 
Gestorben 11. Februar 1938
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1861 geboren in Barmen; Ingenieurstudium; In der Maschinenfabrik Nagel & Kaemp tätig; 1891 Gründung eines eigenen Ingenieursbüros, Schwerpunkt Industrie- und Gewerbebau; Vorsitz im Verein Beratender Ingenieure (VBI); In den 1930ern Partnerschaft mit Friedrich Last und Walter Beecken; 1938 Tod in Hamburg 
Lebensbeschreibungen TheodorSpeckbötelWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Dr.-Ing. Hans Speckter  
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Geboren 22. September 1901
Geburtsort Hamburg-Bergedorf 
Gestorben 04. Dezember 1967
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Baurat "Nein". Der aus einer Hamburger Kaufmanns- und Künstlerfamilie stammende Hans Speckter, wurde am 22.09.1901 in Hamburg-Bergedorf geboren. Nach einem Architekturstudium 1925 an der TH Hannover, startete er seine berufliche Karriere 1926 als Stadtplaner in Osnabrück. Während seiner Zeit in Osnabrück, beschäftigte sich Speckter mit dem Landschafts- und Siedlungsbau im Emsland. Zu seinen Aufgaben zählten, dem Wohnungselend auf dem Lande entgegen zu wirken und die Sanierung der ländlichen Ortschaften voranzutreiben. Nach einem Jahr als Kreisbaurat in Stormarn, wechselte Speckter in die Hamburger Baubehörde, wo er 1937 als Baurat begann. Der 2. Weltkrieg führte zu seiner Einberufung zur Wehrmacht, aus dem er 1943 wiederkehrte. 1946 promovierte H. Speckter zum Dr.-Ing. an der TH Hannover mit der Arbeit "Die raumkünstlerische Entwicklung der Stadt Paris seit dem 16. Jahrhundert". Drei Jahre danach stieg er zum Oberbaurat der Hamburger Baubehörde auf. Ihm wurde der Spitzname "Baurat Nein" verliehen, da er eine starke Hand für notwendig hielt und vielen Plänen ein "Nein" entgegensetzte. 1952 wurde er zum Leiter des Landesplanungsamtes Hamburg ernannt. Während dieser Zeit war er maßgeblich am Wiederaufbau Hamburgs beteiligt. So beeinflußte er die Gestaltung des Alsterwanderweges, der Alsterarkaden und des Ballindamms stark mit, die seinen Visionen von der gesunden und aufgelockerten Stadt entsprachen. Im selben Jahr veröffentlichte er das Buch "Der Wiederaufbau Hamburgs nach dem großen Brande von 1842". Als Gründungsmitglied des Landes-Planungsrates Hamburg/Schleswig-Holstein, war er bemüht, den sich ausbreitenden Wirtschaftraum Hamburgs zu gestalten. Im Jahre 1964 veröffentlichte er sein letztes Werk "Paris - Städtebau von der Renaissance bis zur Neuzeit". Hans Speckter verstarb am 4.12.1967. Bis zuletzt arbeitete er als Mitglied der Unabhängigen Kommission, zur Überprüfung des Aufbauplanes, mit am Zukunftsbild Hamburgs. - Bartosz Cejer, Hamburgisches Architekturarchiv 
Literaturhinweise literaturverzeichnis speckter.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Baudirektor/in: 1953 - 1966
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Otto Speckter  
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Geboren 09. November 1807
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 29. April 1871
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Otto Speckter, geb. 09.11.1807 in Hamburg, gest. 29.04.1871 ebd., Sohn des Hamburger Lithografen Johann Michael Speckter. Künstlerische Ausbildung im Speckter- und Gensler-Kreis in Hamburg. 1834 Übernahme der lithografischen Anstalt des Vaters. Berühmt vor allem als feinsinniger Illustrator, speziell im Kinder- und Tiergenre. 
Lokale Referenzen Otto-Speckter-Straße, Barmbek-Nord, seit 1928
 
Lebensbeschreibungen Verfasser Martin Sillem 2007.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Zeichner/in: -
Lithograph/in: -
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Professor Friedrich Spengelin  
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Geboren 29. März 1925
Geburtsort Kempten im Allgäu 
Gestorben 30. April 2016
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Nach dem Abitur in Kempten studierte Friedrich Spengelin an der Technischen Hochschule München bei Martin Elsaesser, Hans Döllgast und Robert Vorhölzer und schloß 1948 mit dem Diplom ab. Nach einer Anstellung im Büro Konstanty Gutschow in Hamburg heiraten er und Ingeborg Petzet und gründeten am 1.4.1952 das gemeinsame Büro Ingeborg und Friedrich Spengelin mit Sitz in Hamburg und ab 1975 auch in Hannover. 1958 gewann er mit Gerd Pempelfort und Fritz Eggeling den Wettbewerb Hauptstadt Berlin. 1961 wurde Friedrich Spengelin an den Lehrstuhl für Entwerfen der Technischen Hochschule Hannover, 1966  an den Lehrstuhl für Städtebau, Wohnungswesen und Landesplanung berufen. Er war Mehrere Jahre im Hamburger Landes- und Bundesvorstand (Bonn) des Bundes Deutscher Architekten BDA tätig und Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg, der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung und der Akademie der Künste Berlin. Er veröffentlichte insbesondere zu den Themen Stadtplanung, Stadtgestaltung und Wohnungsbau. Stadtplanung in vielen deutschen Städten. Städtebauliche  Gesamtplanung der neuen Stadt Meckenheim-Merl (mit Prof. Kühn und Dr.-Ing. Gerlach). 1973 Heinrich-Plett-Preis für Verdienste um den Städte- und Wohnungsbau. Preise und Ankäufe in Architektur- bzw. Städtebauwettbewerbe. Auszeichungen für ausgeführte Bauten durch Baubehörde und Architektenkammer Hamburg und „BDA-Preise" der Länder Bremen und Niedersachsen. 1986 Fritz-Schumacher-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg. Norbert Baues, Hamburgisches Architekturarchiv
 
Sonstige Wettbewerb_Hauptstadt_Berlin_1958_.pdf
Nachrufe (Nekrologe) Kähler_Gert_Nachruf_Spengelin_Friedrich_.pdf
Lebensbeschreibungen HAA_AIV_IV_1_960_.pdf
Literaturhinweise Literaturhinweise_.pdf
Werkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Architekt/in: -
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Ingeborg Spengelin, geborene Petzet  
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Geboren 01. April 1923
Geburtsort Pernambuco/Brasilien 
Gestorben 20. Juni 2015
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Nach dem Abitur in der Hansestadt Rostock studierte Ingeborg Spengelin an der TH München bei Hans Döllgast, Adolf Abel und Martin Elsaesser und gründete 1949 unter dem Namen Ingeborg Petzet ein Architekturbüro in Hamburg und ab 1.4.1952 ein gemeinsames mit Friedrich Spengelin. Ab 1975 auch ein Büro in Hannover. Ab 1953 war Ingeborg Spengelin Mitglied des BDA (Bund Deutscher Architekten) und mehrere Jahre im Vorstand. Beide gewannen zahlreiche Wettbewerbe. Insbesondere im Bereich des Wohnungsbau entwickelten sie einfühlsame und neue Konzepte z.B. bei der Siedlung Hölderlinstraße, in der Sie anfangs selber wohnten und arbeiten und am Ende ihres Lebens wieder zurückkehrten. Für die Terrassenwohnanlage Holsteiner Chaussee in Hamburg-Eidelstedt erhielten Sie zahlreiche Auszeichnungen. Erwähnenswert sind weiterhin die Dreifaltigkeitskirche Hamburg-Harburg, das Haus der Jugend, ein Rathaus und Kurhaus auf Helgoland, Bauten für den NDR Hamburg-Lokstedt. Zusammen mit Gerd Pempelfort und Fritz Eggeling gewannen sie 1958 den Internationalen Wettbewerb Hauptstadt Berlin. Norbert Baues Hamburgisches Architekturarchiv
 
Sonstige Neue Heimat Küche_.pdf
Nachrufe (Nekrologe) Ingeborg_Spengelin_zum_90._.pdf
Lebensbeschreibungen HAA_AIV_IV_1_960_.pdf
Literaturhinweise Literaturhinweise.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Architekt/in: -
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Johann Friedrich Ludwig Ferdinand Sperber  
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Geboren 12. November 1855
Geburtsort Hameln 
Gestorben 08. Oktober 1933
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Nach seinem Bauingenieurstudium an der Technischen Hochschule in Hannover (1878 - 1882) und ersten Berufserfahrungen im Maschinenbauwesen wurde Ferdinand Sperber 1887 in den Hamburger Staatsdienst übernommen, 1889 zum Baumeister, 1896 zum Bauinspektor der 1. Ingenieurabteilung und 1906 zum Baurat ernannt. Er bereitete den Ausbau des Schienenverkehrsnetzes vor, beaufsichtigte den Bau der Hamburger Ringbahn und die Errichtung des Hamburger Bismarck-Denkmals. 1907 trat er als Oberingenieur die Nachfolge von Franz Eduard Vermehren an. Stadtplanungs- und Stadtgestaltungsaufgaben lagen bis zur Ernennung von Fritz Schumacher als Oberbaudirektor fast ausschließlich in den Händen der Ingenierabteilungen wie Verkehrserschließung, Stadtsanierungen, Straßendurchbrüche, Stadterweiterungen und Schmuckplätze und schlossen auch deren Gestaltung mit ein. Sperber war maßgeblich an der Planung der Alsterkanalisation und seit 1903 an der Errichtung eines Stadtparks in Winterhude beteiligt und geriet in Konkurrenz zu Fritz Schumacher, der Gestaltungaufgaben zunehmend für sich in Anspruch nahm. 1908 fand ein Wettbewerb für die Anlage eines neuen Stadtparks statt. Ferdinand Sperber und Fritz Schumacher waren mit der Weiterbearbeitung vom Senat beauftragt worden. In der Deutschen Bauzeitung vom 25. Mai 1910 heißt es: “Entwurf zur Anlage eines Stadtparkes in Winterhude bei Hamburg. Für die Gesamtanlage: Ober-Ingenieur F. Sperber und Baudirektor Professor Fritz Schumacher in Hamburg. Für die Einzel-Ausgestaltung: Baudirektor Professor Fritz Schumacher.” Im Ersten Weltkrieg war Sperber für die Baudirektion im Gereral-Gouvernement Belgien tätig. Für Arbeiten an der neuen Elbbrücke wurde er 1915 wieder nach Hamburg geholt und erhielt 1920 die Amtsbezeichung Oberbaudirektor. 1923 ging er in den Ruhestand.
 
Norbert Baues, Hamburgisches Architekturarchiv s. a. Jörg Schilling: Sperber, Johann Friedrich Ludwig Ferdinand. In: Hamburgische Biografie Personenlexikon. Band 6. Hrsg. von Franklin Kopitsch und Dirk Brietzke., Göttingen 2012
 
Sonstige Hundert_Jahre_Stadtpark__.jpg
Buch_Tipp.JPG
Ausstellung.JPG
Literaturhinweise Sperber_Ferdinand_Literatur.pdf
deutsche_bauzeitung_1910_.pdf
uebersichtskarte_ walddoerferbahn_1912.PDF
langenhorner_bahn_uebersichtsplan_1912.jpg
Kategorien Architektur
Funktionen Baudirektor/in: 1920 - 1923
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Johannes van Spreckelsen  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1512 - 1517
Anfang

 
Lucas von Spreckelsen  
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Geboren 04. Februar 1691
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 27. Juli 1751
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 17. Dezember 1750 - 27. Juli 1751
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Peter van Spreckelsen  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1538 - 1553
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Axel Cäsar Springer  
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Geboren 02. Mai 1912
Geburtsort Hamburg (Altona) 
Gestorben 22. September 1985
Todesort Berlin (West) 
Kurzbiographie Axel Cäsar Springer zählt zu den einflussreichsten und herausragenden deutschen Verlegerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit. Im 1946/47 in Hamburg gegründeten Axel-Springer-Verlag erscheinen bis heute einige der meist gelesenen Zeitungen Deutschlands, darunter „Bild“. Weitere auflagenstarke Titel des Verlags sind „Die Welt“ und das „Hamburger Abendblatt“. Axel Springer engagierte sich Zeit seines Lebens für die deutsch-israelische Aussöhnung und das Überwinden der deutschen Teilung. Unabhängig davon stand er immer wieder im Zentrum politischer und gesellschaftlicher Kontroversen, insbesondere während der Studentenproteste der sogenannten „68er Bewegung“. Der Springer-Presse wurde vorgeworfen, sie missbrauche ihre Monopolstellung, berichte einseitig über die Protestbewegung und verfolge einen antikommunistischen Kurs. Systematisch baute Axel Springer seinen Verlag zu einem modernen Medienkonzern aus. Der Axel-Springer-Verlag zählt mittlerweile zu einem der größten Zeitungs- und Zeitschriftenverlage der Bundesrepublik Deutschland. In Hamburg sind der Axel-Springer-Platz vor dem Verlagsgebäude und die Axel-Springer-Passage in der Caffamacherreihe nach dem Verleger benannt. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument "Axel Cäsar Springer". 
Lokale Referenzen
Axel Cäsar Springer war Freimaurer. Er wurde in Berlin am 4. Oktober 1958 durch den Großmeister der "Vereinigten Großlogen von Deutschland", Bruder Theodor Vogel, in die Freimaurer-Loge "Die Brückenbauer" aufgenommen.
Nachdem er sich später von der Idee der Freimaurerei losgesagt hatte, ist er per 20. Mai 1964 "auf eigenen Wunsch" "ehrenvoll entlassen" worden.
 
Spuren in Hamburg:
-  in der Neustadt ist seit 1990 der nach ihm benannte Axel-Springer Platz
-  von 1953 bis 1955 wurde am heutigen Axel-Springer-Platz das Axel-Springer-Verlagshaus errichtet
 
Lebensbeschreibungen Axel Cäsar Springer.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Verleger/in: -
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Herbert Sprotte  
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Geboren 31. Januar 1904
Geburtsort Breslau (Polen) 
Gestorben 15. Juni 1962
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1923-1926 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Breslau bei August Endell, Hans Scharoun und Adolf Rading 1926-1928 Mitarbeiter in verschiedenen Architekturbüros u.a. Adolf Rading und Hans Scharoun, Tätigkeit im Hochbauamt von Beuthen (Oberschlesien) um 1929 Mitarbeiter im Büro von Block und Hochfeld, Hamburg 1931 Gründung eines eigenen Büros 1933 17 Hamburger Architekten vereinigen sich zur "Baustube", darunter Konstanty Gutschow, Richard Laage, Herbert Sprotte und Peter Neve). Ende Juli 1933 wird die Baustube von der Stadt aufgelöst 1935 Partnerschaft mit Peter Neve um 1945 kommisarischer Leiter des Aufräumamtes in Hamburg 1956- ehrenamtlicher Berater der Neue Heimat Monatshefte __Quelle: http://www.architekturarchiv-web.de/sprotte.htm _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Sonstige HerbertSprotteWerkauswahl.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
Stadtplaner/in: -
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Nicolaus de Stadis  
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Geboren 1310
Geburtsort Stade 
Gestorben 1382 (oder später)
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Sohn des Schusters Wicbernus in Stade, eines grundbesitzenden Mitgliedes der handwerklich tätigen Mittelschicht. 1339, 1345 und 1349 als Geistlicher im Stader Stadtbuch in Erbschaftsangelegenheiten belegt, 1339–1346 als Kirchherr (Pfarrvikar) an der Hamburger Katharinenkirche, 1349–1362 als Propst des Klosters Uetersen (somit während der Pestepidemie 1349/50), 1370–1382 als Vikar nachgewiesen, der für die Frühmesse am Hamburger Dom zuständig war. De Stadis war in die Auseinandersetzungen zwischen Rat und Domkapitel verwickelt, in denen er u.a. als Vermittler vor Ort fungierte. Als Propst des Klosters Uetersen scheint de Stadis maßgeblich an der Erweiterung der Grundherrschaft dieser Institution mitgewirkt zu haben, wobei er seine Beziehungen nach Stade und Hamburg für diesen Zweck nutzte. Der in den Quellen neben de Stadis zu findende Herkunftsname de Claustro („vom Kloster“) erklärt sich von daher. Wie viele Priester damals betätigte sich Nicolaus de Stadis auch als Zeuge bei Beurkundungen und Vermögensverwalter. Ein Testament von ihm ist nicht erhalten. Seine letzte Ruhestätte fand Nicolaus de Stadis vermutlich im Hamburger Mariendom. Nicolaus de Stadis gehört zu den wenigen Mitgliedern des niederen Klerus Hamburgs, dessen Lebensweg sich zumindest in Teilen nachzeichnen lässt.  
Literaturhinweise
HamburgerPersönlichkeiten.NicolausdeStadis.Literaturhinweise.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1339 - 1382
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Wilhelm Stadtländer  
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Geboren 30. Juni 1606
Geburtsort Lübeck 
Gestorben 13. November 1686
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Wilhelm Stadtländer, geb. 30.6.1606 in Lübeck, gest. 13.11.1686 in Hamburg, Sohn des Lübecker Kaufmanns Hinrich Stadtländer und der Richael von Schöll. Begann 1621 in Hamburg seine Lehre bei dem Lakenhändler Magnus Herrnmann; seit 1631 selbständig als Wandschneider und Tuchhändler in Hamburg. 16.3.1636 Heirat mit der Hamburger Wandschneiderstochter Margarethe Arends. Mitglied der Englandfahrergesellschaft, zahlreiche bürgerliche Ehrenämter, seit 1681 Oberalter. 
Kategorien Wirtschaft
Religion
Funktionen Oberalter: 1681 -
Kaufmann/-frau: -
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Johann Friedrich Thomas Stahmer  
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Geboren 04. August 1819
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 01. Juni 1896
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Einen Teil seiner kaufmännischen Ausbildung erhielt Johann Friedrich Thomas Stahmer in Havanna (5. Dezember 1840 – 11. Juli 1844). Nach seiner Rückkehr 1844 gründete er, nach Erwerb des Bürgerrechts, am 15. Mai 1850 seine Firma J. F. Th. Stahmer, die nach seinem Tod gelöscht wurde. In seiner Eigenschaft als Provisor des Waisenhauses (1859-1861) erhielt er für diese Jahre sein erstes Bürgerschaftsmandat. Der Feuerkassendeputation gehörte er nur 1861 an, von 1862 bis 1865 war er Handelsrichter und als solcher Mitglied der Bürgerschaft, in den Jahren 1866 und 1867 nichtrechtsgelehrtes Mitglied des Obergerichts. Sein drittes Bürgerschaftsmandat wurde ihm von der Handelskammer übertragen, in die er am 28. Dezember 1867 gewählt worden war. 1872 war er ihr Präses. Am 11. Dezember 1872 wurde Stahmer in die Finanzdeputation gewählt, der er bis zu seiner Wahl zum Senator am 28. Juni 1875 angehörte. In diesen Jahren vertrat er die Finanzdeputation in der Bürgerschaft, der Teerhofs- und Feuerkassendeputation, der Budgetkommission (1873), als Revisor der Hauptkasse (1873). In seiner Eigenschaft als Senator gehörte Stahmer bis 1896 u.a. der Zentralkommission für die allgemeinen direkten Wahlen an, der Deputation für indirekte Steuern (1876, 1878-1885), der Recursinstanz für Gewerbesachen (1876 –1881). 
Lebensbeschreibungen Johann Friedrich Thomas Stahmer.pdf
Podcasts Stahmer Johann Friedrich Thomas.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 28. Juni 1875 - 1896
Handelskammerpräses: 1872 -
Bürgerschaftsmitglied: 1859 - 1872
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Hugo Stammann  
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Geboren 12. Mai 1831
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 11. November 1909
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1831 geboren in Hamburg; Sohn des Franz Georg Stammann; Zimmermannslehre; Studium an der Berliner Bauakademie; Tätig für den preußischen Baurat August Soller in Berlin; Ab 1853 im väterlichen Büro tätig; 1864 Eröffnung eines eigenen Büros in Hamburg; 1873 Partnerschaft mit Gustav Zinnow (Stammann & Zinnow); Ab 1880 Mitgliedschaft im Rathausbaumeisterbund; Schwerpunkt Villen, Geschosswohnbauten, Sozial- und Wohlfahrtsbauten; 11.11.1909 Tod in Hamburg 
Lebensbeschreibungen HugoStammannWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Nicolaus Stampeel  
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Geboren 19. August 1673
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 23. Mai 1749
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 14. Mai 1743 - 23. Mai 1749
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Kurt Stapelfeldt  
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Geboren 30. August 1898
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 06. Dezember 1985
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Kurt Stapelfeldt war Journalist und zählt zu den Mitbegründern des Rundfunks in der Hansestadt. Während seines Studiums der Germanistik entwickelte Kurt Stapelfeldt ein leidenschaftliches Engagement für die niederdeutsche Sprache und Kultur. Er promovierte bei Professor Conrad Borchling an der Universität Hamburg und trat dem Verein „Quickborn“ bei, der sich für den Erhalt des Platt- bzw. Niederdeutschen einsetzte. Stapelfeldt arbeitete seit 1923 zunächst für die „Lüneburger Nachrichten“, später für die „Hamburger Nachrichten“. 1924 begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Nordischen Rundfunk AG (Norag) und avancierte in den Folgejahren zum Geschäftsführer und zweiten Programmdirektor – neben Hans Bodenstedt. Mit diesem zusammen entwickelte Stapelfeldt die Grundlinien des Programms der norddeutschen Sendegesellschaft und prägte so die Norag entscheidend mit. 1934 wurde er von der NS-Rundfunkleitung in „unbefristeten Urlaub“ geschickt. Er arbeitete bis 1974 als Generalbevollmächtigter bei der Hamburg-Mannheimer Versicherung. 1985 starb er in Hamburg. 
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
Kaufmann/-frau: -
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Volker Starke  
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Geboren 02. Februar 1920
Geburtsort Cuxhaven 
Gestorben 04. April 2002
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Volker Starke war ein Hamburger Rundfunkjournalist und Politiker. Er wuchs in Eppendorf auf, ging dort zur Schule und machte 1938 sein Abitur. 1939 wurde Starke Offizier bei der Wehrmacht und blieb bis 1945 im Kriegsdienst. Nach schwerer Verwundung 1943 kehrte er von der Front zurück und arbeitete fortan für den Rundfunk – zunächst für die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft in Berlin, danach für den Reichssender Hamburg in der Rothenbaumchaussee. Am 8. Mai 1945 war der Krieg beendet. Wenige Wochen später stellte sich Volker Starke bei den britischen Kontrolloffizieren vor, die inzwischen den Sender leiteten. Bei Radio Hamburg wurde er im Juli 1945 „Featurewriter Assistant“ und im Oktober einer der ersten „Producer“ bei Peter von Zahn und Axel Eggebrecht. Am 28. Januar 1946 sendete der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) Starkes Hörspiel „Der Held“, eine literarische Verarbeitung seiner Erfahrungen als junger Offizier an der Front. Dieses Originalhörspiel fand großes Echo beim Publikum und wurde intensiv diskutiert. Im Mai 1947 wechselte Starke in die NWDR-Sendeleitung und übernahm verschiedene Aufgaben. So leitete er bis 1968 die Honorar- und Lizenzabteilung des Fernsehens beim Nordwestdeutschen bzw. beim Norddeutschen Rundfunk. Darüber hinaus rief er 1958 gemeinsam mit Jochen Richert und Ruprecht Essberger die „Fernsehlotterie“ ins Leben. Neben seiner Karriere als Rundfunkjournalist engagierte sich Volker Starke in Hamburg politisch und sozial sehr stark. Von 1966 bis 1978 saß er als Mitglied der CDU in der Hamburger Bürgerschaft. Er war außerdem Vorsitzender des Verbands der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner sowie ehrenamtlicher Sozialrichter und Förderer der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und ab 1981 Gesamtvertrauensmann der NDR-Mitarbeiter mit Schwerbehinderung. 
Sonstige Volker Starke im Interview mit Hans-Ulrich Wagner.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
Bürgerschaftsmitglied: -
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Fritz Stavenhagen  
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Geboren 18. September 1876
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 09. Mai 1906
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Fritz Stavenhagen, geboren 18.9.1876 in Hamburg, gestorben 9.5.1906 ebd., Sohn eines Kutschers. Nach einer Drogistenlehre als Journalist tätig, zuletzt als Dramaturg in Hamburg. Als Schriftsteller Begründer des neuniederdeutschen Dramas. 
Lokale Referenzen Stavenhagenstraße, Groß Borstel, seit 1925
 
Kategorien Literatur
Medien
Funktionen Dichter/in: -
Autor/in: -
Journalist/in: -
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Manfred Steffen  
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Geboren 1916
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. Januar 2009
Todesort Hamburg - Halstenbek 
Kurzbiographie Er gehörte fast 40 Jahre zum Ensemble des Thalia Theaters. Hauptrollen hat er selten gespielt, dennoch war er einer der Großen, wurde vom Publikum nicht nur gefeiert, sondern wirklich geliebt. Ungemein einprägsam war seine leicht näselnde und dabei sonore Stimme, die ein Millionenpublikum vor allem durch Hörbücher kannte. Steffen, der 1916 in Hamburg geboren wurde, stand u.a. in Oberhausen, Aachen und Dresden auf der Bühne und arbeitete in der unmittelbaren Nachkriegszeit als Nachrichtensprecher beim NWDR. (Quelle Hamburger Abendblatt v. 30.12.2009 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Hermann Steinfurth  
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Geboren 18. Mai 1823
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 07. Februar 1880
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Hermann Steinfurth, geb. 18.5.1823 in Hamburg, gest. 7.2.1880 ebd. Nach erster künstlerischer Ausbildung in Hamburg bei Gerdt Hardorff d.Ä. seit 1841 Studium an der Akademie in Düsseldorf bei Carl Sohn und Wilhelm von Schadow. 1852 Studienreise durch die Niederlande und Italien. Seitdem in Hamburg ansässig; bedeutendster Hamburger Porträtmaler der zweiten Jahrhunderthälfte. 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Heinrich Steinhagen  
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Geboren 10. September 1880
Geburtsort Wismar 
Gestorben 19. Juli 1948
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Heinrich Steinhagen schuf zahlreiche Grafiken, darunter auch Zyklen, sowie Zeichnungen und Aquarelle, aber auch Gemälde, welche ihn zu einer führenden Persönlichkeiten des Hamburger Expressionismus machten. Thematisch setzte er sich, vor allem nach den traumatischen Erlebnissen des Ersten Weltkrieges, mit religiösen Sujets auseinander. Darüber hinaus malte er aber auch Ansichten Hamburgs, Porträts sowie Motive aus dem Arbeiter- und Bauernleben.

Heinrich Steinhagen wurde als Sohn eines Pastors in Wismar geboren, wo er eine begonnene Lehre zum Dekorationsmaler ebenso abbrach wie ein Studium an der Akademie, um sich statt dessen autodidaktisch zu bilden. 1898 kam er nach Hamburg. Er wurde durch Museumsankäufe und ein Atelier in der Kunsthalle unterstützt und konzentrierte sich vor allem auf grafische Arbeiten. 1912 gewann er einen internationalen Grafik-Wettbewerb. Zur Zeit des Ersten Weltkrieges musste er als Soldat nach Frankreich und Russland. Er desertierte schwer verwundet kurz vorm Ende des Krieges. 1918 trat er der KPD bei, ein Jahr später gehörte Steinhagen zu den Mitbegründern der Hamburgischen Sezession. Bereits 1923 kehrte er der Hamburger Kunstszene jedoch den Rücken: Er verkaufte sein sämtliches Œuvre an den Kunsthändler Sommer und kaufte sich in Rahlstedt ein 8000 qm großes Grundstück, auf dem er sein Lebenswerk begann. Als Gesamtkunstwerk baute er sich ein Haus, die Ziegel brannte er aus dem lehmhaltigen Boden, und stattete es mit eigenen Fresken, Skulpturen, Wandbildern und Möbeln aus. Da er den Bau ohne behördliche Genehmigung begonnen hatte, kam es immer wieder zu Problemen. Steinhagen war mehrmals verheiratet: Aus der Ehe mit Ottilie Klügel gingen zwei, aus der mit Maria Rommel vier Kinder, aus einer anderen Verbindung stammte ein weiteres Kind. 1937 wurde ein Selbstbildnis Steinhagens aus der Hamburger Kunsthalle beschlagnahmt. Im gleichen Jahr brannte sein Haus, auch „Rahlstedter Schloss“ genannt, völlig aus, viele seiner Werke wurden vernichtet. Der Architekt Fritz Höger half ihm bei den Plänen zum Wiederaufbau. Wegen öffentlicher Kritik an Hitler musste Steinhagen 1944 für vier Monate in ein KZ. Sein Haus, zum zweiten Mal errichtet, war zu einem bekannten und beliebten Künstlertreff geworden. 1948 starb Heinrich Steinhagen in seinem Haus an Lungenkrebs, den vermutlich das ständige Einatmen des Lehmstaubes beim Hausbau verursacht hatte. 1963 wurde das „Rahlstedter Schloss“ (mitsamt seinem Inventar) abgerissen. 

 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- Grosslohering 14 ist seit 2009 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
Steinhagenweg, Rahlstedt, seit 2011
 
Literaturhinweise Heinrich Steinhagen_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Grafiker/in: -
Bildhauer/in: -
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Christian Friedrich Theodor Steinweg  
Abbildung
Geboren 06. November 1825
Geburtsort Seesen am Harz 
Gestorben 26. März 1889
Todesort Braunschweig 
Kurzbiographie
Die Eltern von Christian Friedrich Theodor waren der Tischlermeister, Orgel- und Klavierbauer Heinrich Engelhard Steinweg (1797-1871) und Johanne Henriette, geb. Thiemer. Theodor war der älteste von 10 Kindern. Als der Vater mit der ganzen Familie 1851 nach New York auswanderte, übertrug er dem zurückgebliebenen 25-jährigen Sohn Theodor seine seit 1835 bestehende Seesener Klavierbauwerkstatt. Theodor verlegte das Unternehmen nach Wolfenbüttel und nahm 1858 Friedrich Grotrian als Teilhaber auf. Beide verlagerten kurz darauf die Produktionsstätte nach Braunschweig und von hier gab es einen regen Ideenaustausch mit Vater und Brüdern, die mittlerweile erfolgreich in New York das Unternehmen Steinway & Sons führten. Nach dem Tod zweier Brüder verkaufte Theodor 1865 seinen Braunschweiger Betrieb an Wilhelm Grotrian, um der Familie nach New York zu folgen. Hier gab er sich den Namen C. F. Theodore Steinway. Nachdem der Vater 1871 starb führte er mit zwei weiteren Brüdern das gemeinsame Familienunternehmen.
Um den europäischen Markt effizienter bedienen zu können, gründete man 1880 in der Schanzenstraße in Hamburg das Zweitwerk Steinway's Pianofortefabrik.
C. F. Theodore Steinway entwickelte sich zum Haupt-Ideengeber im Instrumenten-Design - 45 Patente gehen auf ihn zurück. Seit 1886 werden in beiden Werken alle Instrumente nach seinen Überlegungen hergestellt.
 
Lokale Referenzen
Christian Friedrich Theodor Steinweg war in Wolfenbüttel Mitglied der Freimaurer-Loge "Wilhelm zu den drei Säulen".
 
Spuren in Hamburg:
1880 gründete er mit seinem Bruder William in Hamburg in der Schanzenstraße die "Steinway's Pianofortefabrik", die heute als "Steinway & Sons" ihren Sitz im Rondenbarg 15 hat.
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen
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Prof. Dr. Otto Stern  
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Geboren 17. Februar 1888
Geburtsort Sohrau (Oberschlesien)  
Gestorben 17. August 1969
Todesort Berkeley (USA)  
Kurzbiographie Otto Stern wurde 1888 in Breslau in Oberschlesien geboren. Er legte 1906 an einem Gymnasium in Breslau das Abitur ab und studierte daraufhin in Freiburg im Breisgrau und München physikalische Chemie. 1912 promovierte er mit einer Arbeit über den osmotischen Druck des Kohlendioxyds in konzentrierten Lösungen. Nach der Promotion ging Otto Stern 1912 zu Albert Einstein nach Prag. 1912 folgte er Albert Einstein nach Zürich und war für ihn als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. 1913 habilitiert Stern mit der Arbeit „Zur kinetischen Theorie des Dampfdruckes einatomiger fester Stoffe und über die Entropiekonstante einatomiger Gase“. Zum Wintersemester 1914/15 ließ Stern sich beurlauben und diente im Ersten Weltkrieg freiwillig in der deutschen Armee. In den ersten zwei Kriegsjahren war Otto Stern als Unteroffizier tätig. In einem Schnellkurs in Berlin zum Meteorologen ausgebildet, war er ab Ende 1915 auf der Feldwetterstation in Lomsha in Polen stationiert. Nebenbei beschäftigte er sich mit theoretischen Problemen der Entropie. Gegen Ende des Krieges begann Stern an der Berliner Universität, im Labor von Walther Nernst, sich fast ausschließlich experimentellen Fragen zu widmen. Von Frühjahr 1919 bis Oktober 1921 war er als Privatdozent an der Universität Frankfurt beschäftigt und führte eine Reihe bahnbrechender Experimente durch. Besonders die Zusammenarbeit mit dem Experimentalphysiker Walther Gerlach erwies sich wissenschaftlich als ausgesprochen gewinnbringend. Das sog. „Stern-Gerlach-Experiment“ zum Nachweis der Richtungs-Quantelung schrieb Physikgeschichte. Nach einer kurzen Episode an der Universität Rostock von Oktober 1921 bis Dezember 1923, war er ab dem 1.1.1923 für 10 Jahre an der Universität Hamburg tätig. Hier konnte er mit einer begabten Assistentengruppe die Frankfurter Erfolge noch übertreffen. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten nahm Stern, der einen jüdischen Hintergrund hatte, jedoch jede Grundlage für die Fortsetzung seiner Forschungsarbeit in Deutschland. Otto Stern kam einer Entlassung durch die Nationalsozialisten, die bereits seine besten Mitarbeiter erhalten hatten, zuvor und reichte selbst ein Entlassungsgesuch ein. Er floh 1933 in die USA und erhielt am Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh/Pennsylvania eine Forschungsprofessur. Hier war er auch in das "Manhattan-Projekt" involviert, das zur Aufgabe hatte, für die USA die erste Atombombe zu erstellen. In welcher Funktion und welchem Umfang Stern sich hier beteiligte, ist unklar. Otto Stern wurde 82mal für den Nobelpreis vorgeschlagen, bis er ihn 1944 endlich erhielt. Im Alter von 57 Jahren ließ sich Otto Stern emeritieren und zog sich aus dem wissenschaftlichen Leben weitestgehend ins Private zurück. Am 17. August 1969 starb Otto Stern in Berkely. Der leidenschaftliche Filmfan, erlebte in einem Kino seinen letzten Moment.  
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- Jungiusstraße 9 ist seit 1988 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
 
 
Kategorien Wissenschaft
Funktionen
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William Stern  
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Geboren 29. April 1871
Geburtsort Berlin 
Gestorben 27. März 1938
Todesort Durham, North Carolina 
Kurzbiographie

 

William Stern war der Sohn des jüdischen Ehepaares Rosa und Sigismund Stern. Er studierte in Berlin Philologie, Philosophie und Psychologie. Verheiratet war er mit Clara Joseephy, mit der er zusammen drei Kinder hatte. William Stern hat 1912 den Intelligenzquotienten erfunden und erschuf somit ein Instrument zur Messbarkeit der Intelligenz. Des Weiteren war er auch in der Lage, die Entwicklung der Sprache aufzuzeichnen. Zudem bildete er Lehrer aus, testete Piloten, unterstützte Gerichtsgutachter und vermittelte Schüler an die passenden Schulen. Stern war ein internationaler hoch anerkannter Wissenschaftler und wurde daher 1916 auf den Lehrstuhl für Philosophie und Psychologie am Hamburgischen Koloniaintstitut berufen. Dies war eine Vorgängereinrichtung der Universität Hamburg, an deren Gründung William Stern 1919 entscheidend beteiligt war.  
Lokale Referenzen

Sterntwiete, Bergedorf/Lohbrügge, seit 1964

 
Kategorien Wohlfahrt
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Dr. Gustav Friedrich Carl Johann Sthamer  
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Geboren 24. November 1856
Geburtsort Groß Weeden 
Gestorben 29. Juni 1931
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Gustav Sthamer wurde am 24.11.1856 in Groß Weeden bei Ratzeburg geboren. Seine Familie zählt zu den alten Hamburger Familien. Sthamer studierte Jura und promovierte 1878 in Göttingen. 1879 ließ er sich in Hamburg als Anwalt nieder. 1892 wählte man ihn den Vorstand der Hamburger Anwaltskammer und 1900 in das Präsidium der Oberschulbehörde. Er war ab 1901 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, bis er 1904 in den Senat gewählt wurde. Während des Ersten Weltkrieges wurde er beurlaubt und übernahm das Amt des Präsidenten der Zivilverwaltung des von deutschen Truppen besetzten Antwerpen. 1917 kehrte er nach Hamburg zurück und wurde 1919 in den neuen Senat gewählt. Am 22.12.1919 wurde Sthamer zum Ersten Bürgermeister gewählt, legte sein Amt aber bereits am 13.2.1920 wieder nieder. Im August 1920 wurde er zum deutschen Botschafter in London ernannt. 1925 war er maßgeblich an der Verhandlung der Verträge von Locarno beteiligt, welche er auch unterzeichnete. Er verstarb am 29.6.1931 in Hamburg. 
Lokale Referenzen Sthamerkai, Steinwerder, seit 1930
 
Literaturhinweise Gustav Friedrich Carl Johann Sthamer_Literaur.pdf
Kategorien Politik
Justiz
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: -
Senator/in: -
Bürgermeister/in: 21. Dezember 1919 - 13. Februar 1920
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Gerhard Stöck  
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Geboren 28. Juli 1911
Geburtsort Kaiserswalde 
Gestorben 29. März 1985
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der Studienrat Gerhard Stöck war erfolgreicher Leichtathlet und Goldmedaillen-Gewinner im Speerwurf bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin, bei denen er außerdem im Kugelstoßen eine Bronzemedaille errang. Zuvor war er 1935 Studentenweltmeister im Speerwurf und Fünfkampf geworden. Schon 1933 war er der SA beigetreten und im Lauf der Jahre bis zum Sturmbannführer (Major) befördert worden, seit 1937 war er Mitglied der NSDAP. Im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung arbeitete er als Sportreferent. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er 1950 in Hamburg zum Leiter des Sportamtes berufen. 1956 und 1960 war er Chef de Mission der gesamtdeutschen Olympia-Mannschaft in Melbourne und Rom. Nach seinem Tod 1985 stiftete die Stadt den „Gerhard-Stöck-Preis“, der von 1986 bis 2006 an verdiente Sportler und Vereine verliehen wurde.

Sport

Leichtathlet, Olympia-Gewinner

Sportfunktionär

Studienrat

 

 
Lebensbeschreibungen Gerhard Stoeck.pdf
Kategorien Sport
Funktionen
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Daniel Stockfleth  
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Geboren 16. Januar 1676
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 29. Januar 1739
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Lokale Referenzen Stockflethweg, Langenhorn, seit 1948
 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 23. November 1729 - 29. Januar 1739
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Dr. Helga Stödter, geb. Kloninger  
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Geboren 09. März 1922
Geburtsort Berlin 
Gestorben 29. Mai 2011
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Helga Stödter entstammte einer Berliner Familie des Bildungsbürgertums. Die Eltern förderten und erzogen sie zu einer kritischen Haltung gegenüber dem NS-Regime.
Helga Stödter studierte Auslandswissenschaften, wechselte dann zur Volkswirtschaft und später ins Fach Jura.
Helga Stödter war zweimal verheiratet: 1949 heiratete sie in erster Ehe einen Arzt und bekam mit ihm eine Tochter. In zweiter Ehe war sie mit dem Hamburger Reeder und Juristen Rolf Stödter (1909-1993) verheiratet. 
Helga Stödter führte ein Leben als Mutter von drei Töchtern, Ehefrau und Anwältin. Hinzu kamen zahlreiche Ehrenämter, die sie wahrnahm. So widmete sie sich der Situation alleinstehender Mütter und wurde 1972, als sich der „Verband für alleinstehende Mütter Landesverband Hamburg e.V.“ gründete, dessen Vorsitzende. Der Verband erreichte z. B., dass die Wohnungsbaugenossenschaft „Neue Heimat“ im Hamburger Stadtteil Lohbrügge-Nord ein Service-Haus baute, in dem 96 Wohnungen für alleinerziehende Mütter mit Kindern vorgesehen wurden. Es gelang Helga Stödter darüber hinaus gemeinsam mit dem Landesverband Hamburg und einem Hamburger Amtsvormund die Unterhaltsvorschusskasse als Modellversuch in Hamburg einzuführen, die sich dann später bundesweit durchsetzte. Durch diese Kasse können alleinerziehende Mütter Gelder für ihre Kinder bekommen, wenn die Väter keinen Unterhalt zahlen.
1984 rief Helga Stödter gemeinsam mit anderen Frauen und Männern in London das EWMD (European Women’s Management Development Network) ins Leben und wurde zur ersten Präsidentin gewählt. 1987 initiierte sie die Gründung von FIM, der Vereinigung von Frauen im Management. Ein Jahr später, 1988, gründete sie mit einem Stiftungskapital von 50.000 DM die Helga Stödter Stiftung, dessen Ziel ist, Frauen in Führungspositionen zu fördern, Informationen, Beratung, Ermutigung und Unterstützung zu geben. Seit März 2012 zeichnet die Helga Stödter-Stiftung mit dem bundesweit einmaligen Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg für Mixed Leadership Mitgliedsunternehmen aus, die sich vorbildlich für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen einsetzen und das Prinzip des „Mixed Leadership“ in ihrer Personalstruktur realisiert haben.

Für ihr Engagement erhielt sie mehrere Auszeichnungen, so z. B. das Bundesverdienstkreuz am Bande.


 

Text: Rita Bake

 
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Rechtsanwalt/in: -
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Dr. Christian Reichsgraf zu Stolberg-Stolberg  
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Geboren 15. Oktober 1748
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 18. Januar 1812
Todesort Schloß Windeby 
Kurzbiographie
Übersetzer, Dichter und Lyriker
Christian wurde als Sohn des dänischen Geheimrats und Kammerherrn, Graf Christian Günther zu Stolberg-Stolberg in Hamburg geboren. Seine Schwester war die spätere Stiftsdame Gräfin Augusta Louise und sein Bruder Graf Friedrich Leopold. Nach dem frühen Tod des Vaters kümmerte sich der spätere Freund und Bruder-Freimaurer Friedrich Gottlieb Kloppstock um die Erziehung der drei Kinder.
Von 1770 bis 1772 studierte Christian zusammen mit seinem Bruder Friedrich Leopold zuerst in Halle und später in Göttingen Jura und Literatur. 1775 unternahmen beide Brüder zusammen mit den Freimaurern Johann Wolfgang von Goethe und Heinrich Christian Kurt Graf von Haugwitz eine längere Reise durch die Schweiz. In Zürich findet ein Treffen mit Voltaire statt (er wird später,  am 7. April 1778 in den Bund der Freimaurer aufgenommen).
1777 heiratet Christian die 30-jährige Witwe Friederike Luise von Gramm. In Tremsbüttel nimmt er die Stelle als Amtmann an, wo er sich ein neues Schloss erbauen läßt. Dieses Haus macht seine Frau zu einem Ort des kulturellen Mittelpunkts und geistigen Austauschs. Viele Gäste der Stolbergs sind bekannte Persönlichkeiten, die zum großen Teil dem Bund der Freimaurer angehören (Baggensen, Claudius, Herder, Klopstock, Voß und viele mehr).
In den Jahren 1787 bis 1815 erscheinen von ihm viele Übersetzungen, Dramen und lyrische Dichtungen. Christian verlegt seinen Wohnsitz nach Gut Windeby bei Eckernförde. Von der Universität Kiel wird ihm 1815 die Ehrendoktorwürde verliehen. Am 18. Januar 1821 stirbt er auf Gut Windeby - er liegt beerdigt in der Kirche von Horslunde auf Lolland.  
Lokale Referenzen
Reichsgraf Christian zu Stolberg-Stolberg wird auf Anregung von Friedrich Gottlieb Klopstock am 1. Oktober 1774 in der Hamburger Johannis-Loge "Zu den drei Rosen" von dem seinerzeitigen Logenmeister und Schriftsteller Jacob Mumsen zum Freimaurer aufgenommen. Am 22. April 1775 erhebt ihn Mumsen zusammen mit dem Schriftsteller Johann Heinrich Voß in den Meistergrad.
 
Spuren in Hamburg:
- in Uhlenhorst ist seit 1948 die nach ihm benannte Stolbergstraße
 
Kategorien Literatur
Funktionen
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Friedrich Leopold Graf zu Stolberg-Stolberg  
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Geboren 07. November 1750
Geburtsort Barmstedt bei Hamburg 
Gestorben 05. Dezember 1819
Todesort Gut Sondermühlen bei Osnabrück 
Kurzbiographie

Dichter, Übersetzer und Jurist

Friedrich Leopold wurde am 7. November 1750 als zweiter Sohn des Oberkammerherren, Graf Christian Günther zu Stolberg-Stolberg und dessen Ehefrau Christiane, geb. Gräfin zu Castell-Remlingen, geboren. 

Nach dem frühen Tod des Vaters übernahm Friedrich Gottlieb Kloppstock die Verantwortung für seine Erziehung. Gemeinsam mit seinem Bruder Christian studierte er von 1770 bis 1772 zuerst in Halle an der Saale und später in Göttingen Jura und Literatur. Von 1777 bis 1780 vertrat er in Kopenhagen als Gesandter den Fürstbischof von Lübeck und von 1791 bis 1799 das fürstbischöfliche Kollegium von Eutin. Zu Beginn des Jahres 1800 legte er im Streit seine öffentlichen Ämter nieder, siedelte um nach Münster und trat aus Protest am 1. Februar zur katholischen Kirche über.

Friedrich Leopold schrieb Oden, Balladen, Dramen, Satiren und Reisebeschreibungen. In den Jahren 1806 bis 1818 erschien von ihm eine 15-bändige Geschichte der Religion Jesu Christi. Bekannt wurden seine Homer-Übersetzungen. Seine engen schriftstellerischen Freunde, die ebenfalls dem Bund der Freimaurer angehörten, waren Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Gottlieb Klopstock, Matthias Claudius, Friedrich Heinrich Jacobi und Johann Gottfried von Herder. 
Lokale Referenzen
Friedrich Leopold Graf zu Stolberg-Stolberg gehörte - wie sein Bruder Christian - der Bund der Freimaurer an. Er wurde auf Empfehlung von Friedrich Gottlieb Kloppstock in der Hamburger Johannis-Loge "Zu den drei Rosen" am 11. Mai 1774 vom seinerzeitigen Logenmeister und Schriftsteller Jacob Mumsen aufgenommen. Mumsen war es auch, der Friedrich Leopold am 21. April 1775 zum Meister erhob.
 
Spuren in Hamburg:
Vor der Christianskirche in Ottensen ist das Grab von Friedrich Gottlieb Kloppstock. Auf dem Grabstein, der heute die Funktion eines Klopstock-Denkmals angenommen hat, ist der Satz des Grafen Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg zu lesen - er lautet:
   Deutsche, nahet mit Ehrfurcht und Liebe
   Der Hülle eures größten Dichters ...
 
Kategorien Literatur
Funktionen
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Georg Hermann Stoltz  
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Geboren 11. November 1845
Geburtsort Melle 
Gestorben 12. Dezember 1939
Todesort Wentorf 
Kurzbiographie Hermann Stoltz verließ 1863 das Gymnasium Johanneum in Lüneburg mit Primareife. Er begann eine Lehre bei der Bremer Importfirma F. W. Helmers & Sohn, die er nicht beendete, und ging 1866 nach Rio de Janeiro. Dort trat er in die deutsch-brasilianische Handelsfirma Brandes Kramer & Ferreira ein, deren Teilhaber er später wurde. 1884 erfolgte die Umbenennung in Herm. Stoltz & Cie., gleichzeitig wurde eine Filiale in Hamburg gegründet und Stoltz zog mit seiner Familie in die Hansestadt. Die Firma eröffnete weitere Nieder­lassungen, u.a. in Sao Paulo und Recife, und wurde zum bedeutendsten Hamburger Exporteur für Brasilien. Später importierte sie auch brasilianische Waren nach Deutschland. Außer­dem beteiligte sie sich an brasilianischen Industrieunternehmen, fungierte als Agent für diverse internationale Versicherungsgesellschaften und war im Schifffahrtsgeschäft tätig. 1915 gründete Stoltz eine Stiftung, deren Erträge Schülern des Johanneums in Lüneburg zugute kamen. Außerdem engagierte er sich für Kirchen und Krankenhäuser. Politisch vertrat er als Mitglied des Hamburger Nationalklubs von 1919 konservativ-autoritäre Gedanken. 
Literaturhinweise HermannStoltz.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Ferdinand Streb  
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Geboren 05. November 1907
Geburtsort Berching 
Gestorben 06. Februar 1970
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Er studierte von 1929 bis 1932 Innenarchitektur an der Kunstakademie in Hannover. Danach arbeitete er von 1933 bis 1935 bei Le Corbusier in Paris. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete er bei Carl August Bembé in München und bei Alfred Stieler in Stralsund, wo er 1938 ein Büro gründete. 1946–1956 war er Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Grindelhochhäuser in Hamburg, wo er 1948 ein eigenes Büro in Hamburg eröffnete. * 1946–1956 Grindelhochhäuser * 1949 Bali-Kino, Hamburg-Altstadt, * 1950–1951 Iduna-Germania, Hamburg-Rotherbaum * 1951 Appartementhaus, Hamburg-Rotherbaum * 1952 Haus des Sports, Hamburg-Eimsbüttel, Schäferkampsallee * 1952–1953 Alsterpavillon * 1952–1953 Café Seeterrasse IGA 1953 Hamburg * 1953 Siedlung Alter Teichweg , Hamburg-Dulsberg * 1953–1955 Verlagshaus Axel Springer, Hamburg-Neustadt * 1955 Haus Beitz, Essen * 1955 Krupp Messepavillon, Hannover * 1957–1961 Volksschule Klotzenmoor, Hamburg-Groß Borstel * 1958–1960 Bürohochhaus Kiel * 1963–1967 Iduna-Versicherung, Hamburg-Bergedorf * 1966 Erdgasübernahmestation Alwesen _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv  
Kategorien Architektur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
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Albert (Albin) Gustav Robert Stuebs  
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Geboren 20. Februar 1900
Geburtsort Berlin 
Gestorben 02. Juli 1977
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Der Lebenslauf von Albin Stuebs spiegelt eine der wechselvollen Emigrationsgeschichten, eine der 'gebrochenen Biographien' des 20. Jahrhunderts. Stuebs war Schriftsteller und Publizist und seit den 1940er Jahren Redakteur beim Rundfunk. In Hamburg machte er sich besonders um die Förderung des journalistischen Nachwuchses verdient und setzte durch eigenwillige Unterhaltungssendungen in Hörfunk und Fernsehen Akzente. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Albin Stuebs“. 
Lebensbeschreibungen Albin Stuebs.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
Autor/in: -
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Günther Ludwig Stuhlmann  
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Geboren 10. Februar 1797
Geburtsort Neumühlen 
Gestorben 30. März 1872
Todesort Nizza 
Kurzbiographie
Günther Ludwig Stuhlmann kam als Sohn des Kammerrates Casper Hinrich und seiner Frau Sophia Dorothea, geb. Detenhof in Neumühlen bei Altona zur Welt. Als junger Mann begab er sich auf Reisen durch ganz Europa, um Fachmann für Gas- und Wasserversorgung zu werden. So leitete er in Kopenhagen über mehrere Jahre die Gasanstalt, die auch für die Erleuchtung des dortigen Kasinos zuständig war. 1854 gründete Stuhlmann auf dem Gelände der Kalkbrennerei seines Vaters in der Großen Elbstraße 151 eine eigene Gasanstalt, um Altona und Umgebung mit Gas zu versorgen. Ursprünglich wollte er hier auch ein Wasserwerk errichten. Der englische Ingenieur William Lindley empfahl ihm aber, dieses Werk bei Blankenese auf dem Baursberg zu bauen. Seit 1859 versorgte Stuhlmann von hier Altona und Umgebung mit sauberem Frischwasser, was später dazu führte, dass die Menschen in diesem Gebiet nicht von der verheerenden Cholera-Epidemie im Jahre 1892 heimgesucht wurden.
Günther Ludwig Stuhlmann starb 75-jährig anlässlich eines Kuraufenthaltes in Nizza. Er liegt begraben auf dem Friedhof beim Diebsteich - sein monumentales Grabmal ist heute nicht mehr erhalten.
 
Lokale Referenzen
Günther Ludwig Stuhlmann war zeitlebens ein sehr engagierter Freimaurer. Er wurde in Altona vor 1827 von der Loge "Carl zum Felsen" zum Freimaurer-Lehrling aufgenommen. Aus den Verzeichnissen der Hamburger Johannis-Loge "Zu den drei Rosen" geht hervor, dass er hier bis 1829 den Gesellengrad innehatte. Ab 1834 führt ihn diese Loge als Meister. Stuhlmann zeigte sich den zwei Logen und auch dem 1795 gegründeten Freimaurer-Krankenhaus durch finanzielle Spenden als äußerst großzügig.
 
Spuren in Hamburg:
- seit 1882 sind in Altona der nach ihm benannte Stuhlmannplatz und die Stuhlmannstraße
- 1898 erhielt die Christianskirche am Klopstockplatz nach seiner Spende einen neuen Turm
- auf dem "Platz der Republik" in Altona steht der 1900 von ihm gestiftete Stuhlmannbrunnen. Mit seinem Namen "Kampf" symbolisiert er den Streit um die Fischereirechte zwischen Hamburg und Altona.
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen
Anfang

 
Professor Christoffer Suhr  
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Geboren 29. Mai 1771
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 13. Mai 1842
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Christoffer Suhr, geboren 29.5.1771 in Hamburg, gestorben 13.5.1842 ebd.. Erste künstlerische Ausbildung in Hamburg bei Franz Conrad Löhr und Lorenz Lönberg, dann 1790-1792 bei Johann Friedrich Weitsch in Salzdahlum, 1792-1795 in Italien, auf der Rückreise Besuch in Dresden und Berlin. Seitdem in Hamburg ansässig; 1796 Ernennung zum Professor extraordinarius der Berliner Akademie. Tätig als Bildnismaler, vor allem aber bekannt durch seine als Aquatinta vervielfältigten Serien zum Hamburger Volksleben. 
Lokale Referenzen
Christoffer Suhr wurde am 9. Juli 1817 in der Loge "St. Georg zur grünenden Fichte" zum Freimaurer aufgenommen. Er blieb in dieser Loge bis zu seinem Lebensende Mitglied im Lehrlingsgrad.
 
Spuren in Hamburg:
- in Barmbek-Nord ist seit 1914 der nach ihm benannte Suhrsweg
 
Kategorien Kunst
Funktionen Lithograph/in: -
Maler/in: -
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Joh. Julius Surland  
Abbildung
Geboren 21. Mai 1687
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 23. Juli 1748
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Kategorien Politik
Funktionen Senator/in: 11. Oktober 1717 - 13. Juli 1748
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Julius Surland  
Abbildung
Geboren 21. Dezember 1657
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. Juli 1703
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter 2010 22.mp3
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 14. Dezember 1702 - 28. Juli 1703
Anfang

 
Nicolaus de Sworen  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1480 - 1490
Anfang

 
Mirko Szewczuk  
Abbildung
Geboren 20. September 1919
Geburtsort Wien 
Gestorben 31. Mai 1957
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Mirko Szewczuk war einer der führenden Karikaturisten in der bundesdeutschen Medienlandschaft der frühen Nachkriegszeit. Der aus Wien stammende Künstler fing 1946 bei der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ an und stieg dann zum Chefzeichner der „Welt“ auf. Bei der Wochenzeitung, die seit 1953 zum Hause Springer gehörte, blieb er bis zu seinem frühen, überraschenden Tod 1957. Berühmt wurde Szewczuk parallel zu seiner Tätigkeit bei der „Welt“ durch seine Arbeit für den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR). Seit 1953 war Szewczuk im Fernsehen zu sehen und zeichnete regelmäßig in der eigenen Sendereihe „Sind Sie im Bilde?“, die bis 1957 fester Programmbestandteil blieb. In ihrer Folge wurde Szewczuk auch leitender Grafiker des NWDR auf und prägte so das Erscheinungsbild eines der ersten deutschen Fernsehprogramme entscheidend mit. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Mirko Szewczuk“. 
Lebensbeschreibungen Mirko Szewczuk.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Zeichner/in: -
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Georg Philipp Telemann  
Abbildung
Geboren 14. März 1681
Geburtsort Magedeburg 
Gestorben 25. Juni 1767
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Georg Philipp Telemann war Musikdirektor (1721-1767) und Operndirektor (1722-1738) in Hamburg.

Wenn einer daran gearbeitet hat, Hamburg zu einer europäischen Musikmetropole zu machen, dann er: Georg Philipp Telemann. Als der Rat der Stadt den gebürtigen Magdeburger am 10. Juli 1721 zum Kantor des Johanneums und zum Director musices der Stadt Hamburg wählt, ist der 40-Jährige bereits ein gemachter Mann. Sein um 1700 in Leipzig begonnenes Jurastudium hat er abgebrochen, um seine musikalischen Neigungen auszuleben, erst an der Leipziger Oper, ab 1704 auch als Director musices der damaligen Universitätskirche. Weitere berufliche Stationen führen ihn als Hofkapellmeister nach Sorau in die sächsische Provinz und als Konzertmeister nach Eisenach, bevor er ab 1712 als Musikdirektors in Frankfurt a. M. weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wird.

In Hamburg wird Telemann als Musikdirektor und Opernkapellmeister zur Schlüsselfigur des musikalischen Lebens, hier beginnt der Stern des berühmtesten deutschen Barockmusikers zu leuchten. Seinen Platz muss er sich allerdings erkämpfen – zu geringe Bezahlung, eine zu kleine Wohnung, und Beschränkungen seiner künstlerischen Freiheit haben Telemann die neue Tätigkeit anfangs derart verleidet, dass er als Thomaskantor nach Leipzig gewechselt wäre, hätte ihm der Rat der Stadt nicht noch kurzfristig eine Erhöhung seiner Bezüge angeboten, um eine Blamage zu verhindern "und diesen berühmten Musicus, dessen Kirchenmusik der Stadt ewig Ehre macht“, zu halten.

46 Jahre lang hat Telemann das kirchliche und bürgerliche Musikwesen der Stadt bestimmt, man hörte seine Kompositionen in der Kirche, auf öffentlichen Konzerten und in der Oper am Gänsemarkt, deren Leitung er 1722 bis zu ihrer Schließung 1738 inne hatte. 24 seiner 60 Opern hat Telemann für die Hamburger Bühne komponiert, er schuf Werke für alle Gattungen und gilt mit über 3600 Werken als einer der produktivsten Komponisten der Musikgeschichte. 
Lokale Referenzen Telemannstraße, Eimsbüttel, seit 1901
 
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Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
Oper: -
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Hein ten Hoff  
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Geboren 19. November 1919
Geburtsort Süddorf/Edewich 
Gestorben 13. Juni 2003
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Hein ten Hoff war einer der erfolgreichsten deutschen Schwergewichtsboxer. Der Sohn eines oldenburgischen Landwirts begann im Alter von 17 Jahren mit dem Box-Training, 1940 und 1944 wurde er Deutscher Meister der Amateure und 1942 Europameister. Nach dem Krieg wechselte er ins Profilager, wurde 1946 Deutscher Meister im Schwergewicht und konnte 1951 als erster Deutscher einen Europameister-Titel erringen. Er wurde als „Gentleman des Ringes“ und „Ästhet im Ring“ gefeiert. Nach seiner Boxkarriere 1955 gründete er eine Großküche mit 100 Angestellten und führte ein großes China-Restaurant in Hamburg-Sasel. 1992 verletzte er sich bei einem Unfall schwer, litt später an Parkinson und starb 2003 im Alter von 83 Jahren.

 
Lokale Referenzen

 

 
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Kategorien Wissenschaft
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Käthe Tennigkeit  
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Geboren 02. April 1903
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 20. April 1944
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Käthe Schlichting wurde am 2.4.1903 in Hamburg geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Gymnastiklehrerin und leitete diverse Gruppen im sozialdemokratischen Arbeiter-, Turn- und Sportbund. Außerdem arbeitete sie im Hamburger Gewerkschaftshaus, wo sie für die Bäckergewerkschaft frauenpolitische Arbeit übernahm. Später arbeitete sie im Metallarbeitergewerkschaft, wo sie ihren Mann Richard Tennigkeit kennenlernte. Zusammen hatten sie einen Sohn.

Als Mitglieder der kommunistischen Hamburger Widerstandsgruppe Bästlein-Jacob-Abshagen gingen beide 1933 in den illegalen Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Das Ehepaar gewährte vielen Widerstandskämpfern in ihrer Wohnung Unterschlupf vor der Gestapo. 

Am 24.2.1944 wurde das Ehepaar verhaftet und in das Gestapo-Gefängnis Hamburg-Fuhlsbüttel gebracht. Dort verstarb Käthe Tennigkeit am 20.4.1944, die genauen Todesumstände konnten nie aufgeklärt werden.

 
Lokale Referenzen

Zwei Stolpersteine vor dem Haus am Moschauer Kamp 24; Tennigkeitweg in Poppenbüttel; Erinnerungsstein im „Garten der Frauen“ auf dem Ohlsdorfer Friedhof

 
Lebensbeschreibungen Käthe Tennigkeit.pdf
Kategorien Politik
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Ebba Tesdorpf  
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Geboren 23. Januar 1851
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. Februar 1920
Todesort Ahrweiler 
Kurzbiographie Ebba Tesdorpf, geboren 23.1.1851 in Hamburg, gestorben 22.2.1920 in Ahrweiler, Tochter des Kaufmanns Hans Peter Friedrich Tesdorpf und der Antoinette Karoline Mohrmann, verwitwete Abendroth. Schülerin von Bernhard Mohrhagen und Johann Theobald Riefesell in Hamburg. Auf des letzteren Anregung hin zeichnerische Dokumentatorin des alten Hamburger Stadtbildes während der Abbruchphase in den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts. 1898 Übersiedlung nach Düsseldorf und Studium an der dortigen Akademie unter Hermann Grobe. 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Zeichner/in: -
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Friedrich Karl Freiherr von Tettenborn  
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Geboren 19. Februar 1778
Geburtsort Tettenborn/Grafschaft Sponheim 
Gestorben 09. Dezember 1845
Todesort Wien 
Kurzbiographie Friedrich Karl Freiherr von Tettenborn, geboren 19.2.1778 in Tettenborn/Grafschaft Sponheim, gestorben 9.12.1845 in Wien, Sohn des markgräflich badischen Jägermeisters von Tettenborn und seiner Gemahlin, geborene Gräfin Arz. Nach forstwirtschaftlicher Ausbildung und kurzem Studium in Göttingen und Jena seit 1794 militärische Laufbahn, seit 1812 in russischen Diensten, zuletzt im Range eines Generals; nach den napoleonischen Kriegen seit 1818 in badischen Diensten, wiederholt als Gesandter tätig. Befreier Hamburgs 1813 von der französischen Besatzung, dafür als erster Ehrenbürger von der Stadt ausgezeichnet. 
Kategorien Politik
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Eduard Theil  
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Geboren 26. November 1877
Geburtsort Harburg 
Gestorben 12. März 1959
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1877 geboren in Harburg; Eigenes Büro in Partnerschaft mit seinem Bruder Ernst Theil; 1940 neue Partnerschaft mit Johann Rudolf Mramor (Theil & Mramor); 1959 Tod in Hamburg 
Lebensbeschreibungen EduardTheilWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
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Ernst Theil  
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Geboren 17. November 1871
Geburtsort Harburg 
Gestorben 12. September 1940
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1871 geboren in Harburg; 1891 Mitarbeiter im Hochbauwesen der Hamburger Baudeputation; 1902 - 1914 Mitarbeiter im Architekturbüro von Franz Bach; Eigenes Büro mit Partnerschaft seines Bruders Eduard Theil; 1940 Tod in Hamburg. 
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Kategorien Architektur
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Georg Thielen  
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Geboren 07. März 1853
Geburtsort Leer 
Gestorben 18. Februar 1902
Todesort Kassel 
Kurzbiographie 1853 geboren in Leer; 1869-74 Studium in Hannover bei Conrad Wilhelm Hase; Angestellt in Hannover sowie in Hamburg im Büro von Wilhelm Hauers; Ab 1879 in der Wallregulierung beschäftigt; 1881 eigenes Architekturbüro; Auftrag für Gestaltung mehrerer Blöcke in der Speicherstadt; Die Reederei Hapag ist ein weiterer Auftraggeber Thielens; 1901 Tod in Kassel 
Lebensbeschreibungen GeorgThielenWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
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Prof. Dr. phil. Dr. theol. Helmut Friedrich Thielike  
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Geboren 04. Dezember 1908
Geburtsort Wuppertal Barmen  
Gestorben 05. März 1986
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Helmut Thielicke wurde am 4. Dezember 1908 in Barmen geboren. Nach dem Abitur 1928 studierte er Evangelische Theologie und Philosophie in Greifswald, Marburg, Erlangen und Bonn und promovierte 1932 mit einer der Arbeit über das Verhältnis von Ethik und Ästhetik in Philosophie. 1934 promovierte er auch in Theologie mit der Arbeit „Geschichte und Existenz. Grundlegung einer evangelischen Geschichtstheologie.“ Nach einer Habilitation über die Religionsphilosophie Lessings wurde er 1936 Professor für Systematische Theologie in Heidelberg. 1940 wurde Thielicke, der Mitglied der Bekennenden Kirche war und mehrmals von der Gestapo verhört wurde, von den Nationalsozialisten aus dem Hochschuldienst entlassen. 1941 war er als Gemeindepfarrer in Ravensburg tätig, erhielt zwischenzeitlich aber völliges Auftritts- und Schreibverbot. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Thielicke 1945 Professor für Systematische Theologie in Tübingen; 1951 wurde er Rektor der Westdeutschen Rektorenkonferenz. 1954 berief man ihn an die Universität Hamburg, um hier eine Fakultät für Evangelische Theologie zu gründen. Von 1960-61 war Thielicke Rektor der Universität Hamburg. Er lehrte bis 1974 als Professor für Systematische Theologie. Einer über den akademischen Betrieb hinausgehenden Öffentlichkeit ist Thielicke besonders durch diverse Schriften zur Ethik bekannt. Helmut Thielicke starb am 5. März 1986 in Hamburg. Die Hamburger gedenken des prägenden Theologen mit dem „Thielickestieg“ und dem „Helmut-Thielicke-Wäldchen“. 
Lokale Referenzen www.chemie.uni-hamburg.de/gnd/118621947 
Kategorien Wissenschaft
Funktionen
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Ferdinand Heinrich Thieriot  
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Geboren 1838
Geburtsort  
Gestorben 1919
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Nicolaus Thode  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1517 - 1524
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Carlo Zino Thomsen  
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Geboren 18. Februar 1860
Geburtsort Bergen, Norwegen 
Gestorben 22. März 1941
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Geboren im norwegischen Bergen, ging Carlo Thomsen in jungen Jahren nach Guatemala und beteiligte sich dort an verschiedenen Eisenbahnprojekten. Um 1887 kam er nach Hamburg. Hier gründete er die Firma Carlo Z. Thomsen, die seit 1907 ihren Sitz am Harvestehuder Weg 25 hatte und Bank- und Kommissionsgeschäfte sowie Im- und Exporthandel mit Zentralamerika betrieb. Thomsen war zudem stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Hamburger Kautions-Vereinigung AG und Mitglied des Aufsichtsrats der Albingia Versicherungsgesellschaft. Sein Vermögen wurde 1912 auf 2,1 Millionen Mark geschätzt. 1917 stellte er für die „Ausstellung von Werken neuerer Kunst aus Hamburger Privatbesitz“ ein Interieur von Edvard Munch zur Verfügung. Seine 36 Stück umfassende Sammlung, u.a. mit Werken von Gustave Courbet, Max Liebermann, Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Max Slevogt, wurde 1942 unter seinen Erben aufgeteilt. 
Literaturhinweise CarloThomsen.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Conrad Hermann Tietgens  
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Geboren 20. Dezember 1851
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 03. Februar 1941
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1837 gründete Johann Jacob Tietgens gemeinsam mit seinem Schwager die Firma Tietgens & Robertson. Nach dem Tod des letzteren (1856) wurde das bis dahin betriebene Reedereigeschäft allmählich aufgegeben und hauptsächlich der Handel mit Ölen und Fetten betrieben. Später wurden dann Johann Jacob Tietgens‘ Söhne, darunter auch Her­mann, als Teilhaber in das Geschäft aufgenommen. Der Richter, Kunstsammler und Mäzen Gustav Schiefler beschreibt Hermann Tietgens als „schwerfällig im Körperbau und schwerblütig in der Auffassung des Lebens, aber von prächtigem starken Willen für alles Gute, Wahre und Schöne“. Er gehörte einem Kreis an, der sich um Alfred Lichtwark, Leopold von Kalckreuth und Erich Marcks sammelte. Tietgens war Mitglied der Ortsgruppe Hamburg des Alldeutschen Verbandes. 1912 wurde sein Vermögen auf 4 Millionen Mark geschätzt. 
Literaturhinweise HermannTietgens.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Johann Georg Tiltzig  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben 1777
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der Bauhof-Maurermeister und Schüler Sonnins, Johann Georg Tiltzig wurde 1758 als Maurerpolier Hamburger Bürger und 1771 Bauhof-Maurermeister beim Neubau der Großen St. Michaeliskirche (1751-62). 1767 wurde von Tiltzig eine Zeichenklasse für angehende Handwerker eröffnet, die spätere Bauschule. 1769 erstellte Tiltzig ein statisches Gutachten für einen neuen Turmhelm von St. Katharinen. Zur gleichen Zeit (1769/71) erfolgte durch ihn nach Plänen von Kopp und Tiltzig der Neubau des Eimbeckschen Hauses am Dornbusch, Ecke kleine Johannisstraße, ein zweigeschossiger Ziegelrohbau mit Mansarddach und dem Ratskeller - im dortigen Herrensaal hielt der Rat seine Petrimahlzeiten ab. Das Gebäude wurde beim Großen Hamburger Brand 1842 zerstört, nur die von dem schwedischen Bildhauer J.W. Manstadt gefertigte Bacchusstatue konnte gerettet werden, sie steht jetzt am Eingang zum Ratsweinkeller. An der Katharinenkirche erfolgten 1773/74 durch Tiltzig Reparaturen am Ostgiebel des Mittelschiffes und größere Instandsetzungen an der Kanzel infolge der Senkung des dortigen Pfeilers.

Hamburgisches Architekturarchiv, Bibliothek des Architekten- und Ingenieurvereins, Paul Gädtgens: Sammlung von Aufsätzen und Auszügen aus älterer Familienliteratur über Hamburger Bauten und Baumeister bis zum 19. Jahrhundert, Hamburg 1984. zusammengestellt von Britta Knust

 
Literaturhinweise LiteraturJGT.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Henry Christian Timm  
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Geboren 1811
Geburtsort  
Gestorben 1891
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Johann Anton Tischbein  
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Geboren August 1720
Geburtsort Haina 
Gestorben 26. Juli 1784
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Johann Anton Tischbein, der auch als „Hamburger Tischbein“ bezeichnet wird, gehörte als Onkel des „Goethe-Tischbein“ Johann Heinrich Wilhelm zur ersten Generation einer der bekanntesten Künstlerfamilien seiner Zeit. Sein Œuvre war sehr vielfältig: Neben Bildnissen schuf er auch Landschaften und Historienbilder, ebenso wie Raumdekorationen oder Grafiken. 

Er arbeitete zunächst als Schreiber in Frankfurt und erlernte das Tapetenmalen in Paris. Zurück in Deutschland übte er in Frankfurt den Beruf des Tapetenmalers aus, bis er dann im Jahre 1749, wie damals für viele gebildete Junggesellen üblich, im Rahmen einer „Grand Tour“ gemeinsam mit seinem Bruder Johann Heinrich Tischbein d.Ä. (der „Kasseler Tischbein“) nach Frankreich und Italien aufbrach; zahlreiche Skizzen und Zeichnungen entstanden auf dieser Reise. 1766 ließ er sich in Hamburg nieder, um eine Zeichenschule zu gründen. Er war der einzige der berühmten Tischbein-Maler, der seine theoretischen Gedanken zu Kunst und Malerei publizierte: Ebenfalls 1766 erschien das didaktische Werk „Unterricht zu gründlicher Erlernung der Malerey“, in der sich bereits Grundzüge des frühen Klassizismus widerspiegelten. 1778 war Tischbein an der Ausstattung des Wandsbeker Schlosses beteiligt (1861 abgerissen), überliefert ist ein Blatt zur Wandgestaltung mit antikisierenden Grotesken. Die Groteske kann als absolutes Novum in der Innenraumgestaltung dieser Zeit in Norddeutschland gelten, und zeigt auch, wie innovativ Tischbein in diesem Bereich wirkte. Ab 1780 war Tischbein – bis zu seinem Tode im Jahr 1784 – auch als Zeichenlehrer am Johanneum tätig. 

 
Lokale Referenzen Hamburg, Tischbeinstraße, Barmbek-Nord 
Literaturhinweise Johann Anton Tischbein_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Zeichner/in: -
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Alfred Toepfer  
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Geboren 13. Juli 1894
Geburtsort Altona 
Gestorben 08. Oktober 1993
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Geboren 1894, baute Alfred Toepfer in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in Hamburg ein erfolgreiches Handelsunternehmen für landwirtschaftliche Produkte auf. Dieses ermöglichte es ihm, sein soziales und kulturelles Engagement zu verfolgen. Ab den 1930er Jahren engagiert er sich über zwei Stiftungen vor allem für Jugendarbeit, Naturschutz, Kultur- und Heimatpflege. Wie viele Menschen seiner Generation war er geprägt von politischen Vorstellungen, die ihn während des Dritten Reichs bewogen, einzelne Ziele, Personen und Organisationen zu unterstützen, die dem Nationalsozialismus nahestanden. Wurden Nachfragen nach seinem Verhalten in dieser Zeit zu Lebzeiten Toepfers noch abwehrend behandelt, begann die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. nach Toepfers Tod mit einer systematischen Aufarbeitung.

 
Lebensbeschreibungen Alfred Toepfer.pdf
Literaturhinweise Literatur zu Alfred Toepfer.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Antonie Wilhelmine Traun  
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Geboren 06. Dezember 1850
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. Oktober 1924
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Antonie Westphal war die älteste Tochter von Carl Wilhelm Ludwig Westphal, Kaufmann und Mitinhaber der Teefirma G.W.A. Westphal Sohn & Co. Einer ihrer fünf Geschwister war der Senator Otto Westphal (Wirtschaft und Verkehr).

1871 heiratete sie den acht Jahre älteren Kaufmann und Harburger Fabrikanten Otto Traun. Durch ihren Onkel Adolf Meyer kam Antonie Traun mit der Politik in Berührung. Er nahm sie zu den ersten Reichstagssitzungen mit. Antonie Traun wurde glühende Bismarck-Verehrerin. Sie war konservativer Gesinnung und gleichzeitig aufgeschlossen für das Neue.
So politisiert, schloss sie sich zuerst der von ihrem Schwager, dem Inhaber der Hamburger Gummiwerke und Senator Dr. Heinrich Traun (1838-1909) geschaffenen Hamburger Volksheime an. 
Antonie Traun wurde auch eine Anhängerin und Aktivistin der bürgerlichen Frauenbewegung. Als sie mit 48 Jahren Mitglied der Ortsgruppe Hamburg des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins wurde, hatte sie in 26 Jahren sechs Kinder geboren, von denen eins im Alter von einem Jahr gestorben war.  Schon bald übte sie im Vereinsvorstand entscheidenden Einfluss aus. 1900 schuf Antonie Traun aus einer Arbeitsabteilung des Vereins den selbstständigen Zweigverein „Die sozialen Hilfsgruppen“. Das Ziel der „Sozialen Hilfsgruppen“ war: Frauen und Mädchen der Oberschicht zur Mitarbeit in sozialen Einrichtungen zu gewinnen, damit sie gesellschaftliches und staatsbürgerliches Verantwortungsbewusstsein erlernten.  
1907, ein Jahr nach dem Tod ihres Ehemannes, wurde Antonie Traun Mitglied des Hauptvorstandes des „Allgemeinen Deutschen Frauenvereins“.
Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, begeisterte sie die Frauen der bürgerlichen Frauenbewegung zum Dienst in der Kriegshilfe. Ein Jahr später schuf sie gemeinsam mit Nanny Goldschmidt den „Bund Hamburgischer Hausfrauen. Ziel des Hausfrauenbundes war: die Vertretung der volkswirtschaftlichen Interessen der Hausfrauen als Konsumenten und Produzenten. Der Bund wollte die Arbeit der Hausfrau mit der Tätigkeit in anderen Berufen gleichsetzen. Dieser Passus wurde jedoch 1918 gestrichen, denn gegen Ende des Ersten Weltkriegs entwickelten sich die Hausfrauenvereine immer mehr zu nationalistischen, konservativen Frauenvereinigungen.

 

 
Kategorien Politik
Wohlfahrt
Bildungswesen
Funktionen
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Friedrich Adolph Traun  
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Geboren 29. März 1876
Geburtsort Wandsbek 
Gestorben 11. Juli 1908
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Friedrich Adolph Traun war promovierter Chemiker und ein vielseitiger Hamburger Leichtathlet und nahm an den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen teil. Erste sportliche Erfolge errang er 1895 bei einem Städtewettkampf zwischen Hamburg und Berlin, bei dem er den Lauf über eine halbe Meile gewann. 1897 sprang er bei einem Weitsprungwettbewerb in Baden-Baden als erster Deutscher mehr als 6 Meter. In Athen startete er zunächst im 800-Meter-Rennen, schied aber als Dritter im schon im Vorlauf aus. Danach trat er gemeinsam mit dem Iren John Pius Boland im Doppel des olympischen Tennisturniers an. Sie gewannen das Endspiel gegen die Griechen Dionysios Kasdaglis und Demetrios Petrokokkinos.

 
Lebensbeschreibungen Friedrich Adolph Traun.pdf
Kategorien Sport
Funktionen
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Johann Georg Trautmann  
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Geboren 26. Juli 1805
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 17. Februar 1888
Todesort Bergedorf 
Kurzbiographie Am 4. August 1836 erhielt Johann Georg Trautmann Prokura bei der Firma H. C. Stakemann & Co. Im Januar des darauffolgenden Jahres wurde er Prokurist bei der Firma Martin W. Soltau. Nach seinem Eintritt als Gesellschafter am 15. Februar 1838 erhielt sie den Namen M. W. Soltau & Trautmann, im Januar 1846 Soltau, Trautmann & Co. Am 30. Dezember 1868 trat Johann Georg Trautmann aus der Firma aus. Von 1850 bis 1859 wirkte Trautmann als Handelsrichter. Am 31. Dezember 1859 wurde er in die Commerzdeputation gewählt. Er vertrat die Commerzdeputation, der er bis 1864 angehörte und in der er 1863 das Präsidiat führte, im dem Jahren 1860 bis 1862 in der Auswandererdeputation, 1860 in der Zolldeputation, 1961 und 1862 in der Verwaltung der Seemannskasse (Vorsitzender), 1982 bis 1864 in der Bankdeputation, 1864 in der Deputation für Handel und Schifffahrt und vom 22. September 1860 bis 1864 in der Bürgerschaft. Als Altadjungierter gehörte er der Commerzdeputation von 1875 bis 1879 an. Während seiner Zugehörigkeit zur Commerzdeputation widmete sich Trautmann besonders dem Problem der deutschen Münzeinheit und der geplanten Erweiterung des Börsengebäudes. Als der Deutsche Handelstag eine Umfrage bei allen Handelskammern zur Frage der Münzeinheit veranstaltete, wurden Trautmann und Charles Ami de la Chapeaurouge 1864 mit der Durchführung der Expertengespräche betraut. 
Podcasts Trautmann Johann Georg.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1863 -
Bürgerschaftsmitglied: 1860 - 1864
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Fritz Trautwein  
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Geboren 11. März 1911
Geburtsort Berlin-Charlottenburg 
Gestorben 04. April 1993
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Am 19.03.1911 in Berlin-Charlottenburg geboren, studierte Fritz Trautwein ab 1930 an der Technischen Hochschule Berlin bei Hans Poelzig Architektur und schloss das Studium 1936 mit dem Diplom ab. Bis 1945 arbeitete er als angestellter Architekt und Bauleiter unter anderem in den Büros von Herbert Rimpl, Wilhelm Wichtendahl und Egon Eiermann. Nach dem Krieg konnte er sich als selbständiger Architekt etablieren. Neben Wohnungsbauten, erhielt er Aufträge zum Neubau von Klinikgebäuden, U-Bahnhaltestellen, öffentlichen und technischen Bauten sowie Hochschul- und Verwaltungsgebäuden. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Grindelhochhäuser, der Bahnhof Landungsbrücken, das Rowohlt Verlagshaus und der Fernsehturm, die teilweise in Arbeitsgemeinschaften entstanden. Ab 1956 wurde Trautwein Mitglied in der Freien Akademie der Künste und des Arbeitskreises der CIAM in der Schweiz. Neben seiner Bautätigkeit war er von 1956 bis 1973 Professor für Entwerfen an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste. Allein und in Arbeitsgemeinschaften erhielt er außerdem zahlreiche Preise für Wettbewerbsentwürfe, unter anderem für den Alsterpavillon, den Domplatz und städtebauliche Planungen in Bergedorf. Fritz Trautwein verstarb im 04.04.1993.

Autorin: Sabine Kock für das Hamburgische Architekturarchiv    
Lebensbeschreibungen TrautweinFritz.Werkeliste.pdf
Literaturhinweise TrautweinFritz.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Architekt/in: -
Stadtplaner/in: -
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Gyula Trebitsch  
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Geboren 03. November 1914
Geburtsort Budapest 
Gestorben 12. Dezember 2005
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Gyula Trebitsch war einer der größten Filmproduzenten der deutschen Nachkriegszeit. Der gebürtige Ungar betrieb schon vor dem Zweiten Weltkrieg in seiner Heimatstadt Budapest das Filmgeschäft. 1944 wurde der jüdische Filmemacher in das Konzentrationslager Sachenhausen, danach in das KZ Barth bei Rostock deportiert. Nach der Befreiung im Mai 1945 zog Trebitsch nach Hamburg, wo er nacheinander drei überaus erfolgreiche Filmproduktionsfirmen mit begründete: 1947 die Real-Film GmbH zusammen mit Walter Koppel, 1960 die Studio Hamburg GmbH, die nach wie vor zu den größten deutschen Produzenten und Dienstleistern für Film und Fernsehen zählt, sowie 1980 gemeinsam mit seiner Tochter Katharina die Trebitsch Produktion Holding GmbH & Co KG, die inzwischen in der Potsdamer Ufa-Gruppe aufgegangen ist. Der Name Gyula Trebitsch steht für ein großes Kapitel deutscher Filmgeschichte. Hamburg verdankt Gyula Trebitsch in weiten Teilen seinen Ruf als Filmstadt. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Gyula Trebitsch“. 
Lokale Referenzen Gyula-Trebitsch-Platz, Wandsbek, seit 2011
 
Lebensbeschreibungen Gyula Trebitsch.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter Trebitsch.mp3
Kategorien Medien
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Oscar Troplowitz  
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Geboren 18. Januar 1863
Geburtsort Gleiwitz, Oberschlesien 
Gestorben 27. April 1918
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Dr. Oscar Troplowitz schloss nach einer Lehre als Apotheker bei seinem Onkel, dem späteren Hofrat Gustav Mankiewicz, 1886 sein Studium der Pharmazie an der Universität Breslau ab. 1890 erwarb er das Laboratorium von Paul C. Beiersdorf in Altona und baute dieses zu einem Unternehmen aus. Er setzte dabei von Beginn an auf den Einsatz technischer Hilfsmittel für die Produktion und errichtete 1992 auf einem damals 1200qm großen Grundstück am Lokstedter Weg ein eigenes Fabrikationsgebäude. Großen Wert legte er auf die wissenschaftliche fundierte Weiterentwicklung seiner Produkte. Da er davon überzeugt war, dass Markenartikel von zuverlässiger Qualität und nachvollziehbaren hohem Nutzen für den Verbraucher ein erfolgreiches Zukunftskonzept darstellen würde, bemühte er sich um die Etablierung von wiedererkennbaren Marken wie  Leukoplast, Labello oder NIVEA. Daneben war er aber auch ein sozialer Arbeitgeber, der seinen Angestellten viele betriebliche Sozialleistungen gewährte.  

 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in Lokstedt ist seit 1971 die nach ihm benannte Troplowitzstraße
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Industrieproduzent/in: -
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Otto Tetjus Tügel  
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Geboren 18. November 1892
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. Oktober 1973
Todesort Oese bei Bremervörde 
Kurzbiographie Tetjus (eigentlich Otto) Tügel, geboren am 18.11.1892 in Hamburg, gestorben am 24.10.1973 in Oese bei Bremervörde, Sohn des Hamburger Kaufmanns Ludwig Tügel. Seit 1909 in Worpswede als Maler ansässig, zugleich Betätigung als Schriftsteller, Schauspieler, Kabarettist und Komponist. 1918 Heirat mit der Dichtertochter Vera Dehmel. 1945 Übersiedlung nach Oese. 
Kategorien Kunst
Literatur
Funktionen Dichter/in: -
Komponist/in: -
Maler/in: -
Bühnenschauspieler/in: -
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Bartholomeus Twestreng  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1663 - 1668
Anfang

 
Evert Twestreng  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1606 - 1609
Anfang

 
Erik van Tzeven  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1499 - 1504
Anfang

 
Erik van Tzeven  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1464 - 1478
Anfang

 
Christian Samuel Ulber  
Abbildung
Geboren 26. August 1714
Geburtsort Landshut/Schlesien 
Gestorben 28. August 1776
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Christian Samuel Ulber, geb. 26.08.1714 in Landshut/Schlesien, gest. 28.08.1776 in Hamburg, Sohn des Pastors Heinrich Ulber. Nach Studium der Theologie in Jena als Hauslehrer tätig. 1738 Berufung zum Prediger in Heinersdorf bei Leipzig, 1741in Landshut; seit 1757 Hauptpastor an der Hamburger Jacobikirche. 27.11.1742 Heirat mit der Kaufmannstochter Beata Rosina Liehr. 
Kategorien Religion
Funktionen
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Dr. med. Marie Unna  
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Geboren 03. Juni 1881
Geburtsort Schewen/Westpreußen 
Gestorben 23. Dezember 1977
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Marie Unna, geb. Boehm war die Tochter eines Gutsbesitzers in Westpreußen. Nachdem sie einige Zeit Privatunterricht erhalten hatte, besuchte sie zwischen 1894 und 1896 die städtische höhere Töchterschule in Thorn und von 1898 bis 1902 die Gymnasialkurse für Frauen bei der Frauenrechtlerin Helene Lange in Berlin. Im September 1902 machte sie am kgl. Luisengymnasium in Berlin ihr Abitur. Zwischen 1902 und 1906 studierte sie Medizin in Freiburg, München und Berlin. 1906 promovierte sie an der Universität in Freiburg i. Br. und erhielt ein Jahr später ihre Approbation. 1910 ließ sie sich als Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Hamburg nieder mit Praxis in ihrem Privatwohnhaus in der Wentorfer Straße 74 in Hamburg Bergedorf, wo sie mit ihrem Mann, dem Dermatologen Karl Unna (1880-1964) und den gemeinsamen drei Kindern lebte. Karl Unna entstammte einer Dermatologenfamilie. Sein Vater, der Dermatologe Paul Gerson Unna, nach dem in Hamburg der Unna-Park und die Unnastraße benannt wurden, arbeitete eng mit dem Apotheker Paul Carl Beiersdorf zusammen.

In der Zeit des Nationalsozialismus fiel Karl Unna als „Mischling 1. Grades“ unter die NS-Rassegesetze. Einer der Söhne, der Pharmakologe Klaus Robert Walter Unna (30.7. 1908 Hamburg - 26.6.1987 Santa Fe/New Mexico) emigrierte 1933 nach Österreich und 1937 in die USA.
1925 beschrieb Marie Unna eine neue, bis dahin unbekannte Form der Alopezie (des Haarausfalls). Diese seltene Erbkrankheit wird heute auch als „Unna-Syndrom“ oder als hereditäre kongenitale Hypotrichose Typ Marie Unna bezeichnet.

Marie Unna war Gründungsmitglied des 1924 gegründeten Bundes Deutscher Ärztinnen (BDÄ). Auch gehörte sie seinem Ausschuss zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Außerdem war sie bis 1953 Mitglied des Hartmannbundes und Schriftleiterin der von ihrem Schwiegervater Paul Gerson Unna geführten „Dermatologischen Wochenschrift.

Dr. Rita Bake

 

 
Lokale Referenzen Ihr Grabstein liegt im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof.
 
Kategorien Wissenschaft
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Thidericus Uppenperde  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1350 - 1366
Anfang

 
Tidericus Uppenperde  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1343 - 1348
Anfang

 
Simon van Utrecht  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Simon-von-Utrecht-Straße, St. Pauli, seit um 1948
 
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1433 - 1437
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Henry Vahl  
Abbildung
Geboren 1897
Geburtsort  
Gestorben 1977
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Johan van Valckenborgh  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie

Als Hamburg während des dreißigjährigen Krieges bedroht wurde, ließ der Rat den holländischen Ingenieur und Festungsbaumeister Johan van Valckenborgh aus den Niederlanden nach Hamburg kommen, der hier zum Schutz gegen eine Belagerung eine uneinnehmbare Festungsanlage 1616 – 1625 mit Wällen, Gräben und Bastionen vom Deichtor bis zum Stintfang anlegen ließ. Durch das Festungswerk wurden Stadterweiterungen um fast das Doppelte erreicht, einbezogen wurden das Wandrahmsviertel, das Kirchspiel St. Michaelis mit der Neustadt sowie der Niederhafen; durch Verlegung des Niederbaumes vom Niederhafen zur Elbe, wodurch weitere Liegeplätze für die Schiffe geschaffen wurden. So wurde das westlich vom Neuen Wall und vom Rödingsmarkt gelegene, gering bebaute Gelände mit den Geesthöhen nach Altona hin, in den neuen Befestigungsring hineingenommen. Es entstand ein mit 22 Bastionen und 11 Ravenlins versehener und durch tiefe Wassergräben und hohe Erdwällen geschützter Festungswall. Der Plan war von Valckenborgh erdacht und in neun Jahren unter seiner Leitung fertiggestellt; noch heute ist der Verlauf des Walles deutlich erkennbar.

Hamburgisches Architekturarchiv, Bibliothek des Architekten- und Ingenieurvereins, Paul Gädtgens: Sammlung von Aufsätzen und Auszügen aus älterer Familienliteratur über Hamburger Bauten und Baumeister bis zum 19. Jahrhundert, Hamburg 1984. zusammengestellt von Britta Knust

 
Literaturhinweise LiteraturJvV.pdf
Kategorien Architektur
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Karl August Ludwig Philipp Varnhagen von Ense  
Abbildung
Geboren 21. Februar 1785
Geburtsort Düsseldorf 
Gestorben 10. Oktober 1858
Todesort Berlin 
Kurzbiographie

Kam 1794 mit seinem als Sympathisant der Revolution aus Düsseldorf ausgewiesenen Vater nach Hamburg, der 1799 starb. Mit Hilfe verschiedener Gönner Studium in Berlin, Halle, Tübingen sowie am Johanneum, Gründung der Dichtergruppe "Nordsternbund" mit A. v. Chamisso (1803). Als Freiwilliger in der Schlacht bei Wagram gegen Napoleon verwundet (1809); 1813 als Adjutant Tettenborns bei der Eroberung Hamburgs beteiligt. Seit 1814 Ehe mit Rahel Levin, deren Briefe er 1811 Goethe vorlegte und 1833 als „Buch des Andenkens“ herausgab. Im Stab des preußischen Kanzlers Hardenberg beim Wiener Kongress; 1815-1819 Botschafter in Baden, Rückkehr nach Berlin, diplomatische Sondermissionen bis 1834. Schrieb Biographien, Flugschriften, Journalartikel, Literaturkritiken, Denkwürdigkeiten und Tagebücher, in denen er die Revolution und Reaktion 1848/49 dokumentierte. Förderer Heinrich Heines, Gottfried Kellers und vieler jungdeutscher Autoren; u.a. befreundet mit Uhland, Fürst Pückler und A. Humboldt. 1858 starb Varnhagen und vermachte seiner Nichte Ludmilla Assing eine Autographensammlung mit Briefen von und an 9000 Personen.  

Nikolaus Gatter (1. Vorsitzender der Varnhagen Gesellschanft e.V.)

 
Lokale Referenzen
Karl August Varnhagen von Ense wurde in Hamburg 1813 von der Johannis-Loge "Zur goldenen Kugel" zum Freimaurer aufgenommen. Ab 1814 wird er in der Matrikel der Loge "Zu den drei Rosen" als Mitglied geführt.
 
Lebensbeschreibungen Varnhagen.pdf
Kategorien Literatur
Funktionen Autor/in: -
Journalist/in: -
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Johann Hermann Vering  
Abbildung
Geboren 04. November 1846
Geburtsort Ahlen 
Gestorben 06. Januar 1922
Todesort Ahrensburg 
Kurzbiographie Nach dem Abitur in Münster 1867 besuchte Hermann Vering die polytechnische Hochschule in Hannover, wo er die Fächer praktische Geometrie, Geologie sowie Wege- und Straßenbau und Baukunst belegte. Seit 1869 arbeitete er in der Firma seines Bruders Carl, Varnholt & Vering. Auch für dessen 1874 in Bremen neu gegründete Tiefbaufirma C. Vering war Hermann Vering als Bauleiter in verschiedenen Projekten tätig. 1883 wurde er dann gleichberechtigter Gesellschafter, übernahm die Hamburger Niederlassung von C. Vering und siedelte in die Hansestadt über. Unter seiner Leitung baute das Büro zahlreiche Eisenbahnstrecken, Bahnhöfe, Häfen und Kanäle – darunter Hamburgs südliche Hafenbecken, den Hafen im chinesischen Tsingtau und Abschnitte des Nord-Ostsee-Kanals. Hermann Vering tätigte zahlreiche Erfindungen und Verbesserungen an Tiefbaumaschinen, die er sich patentieren ließ, und war an der Projektierung des 1911 eröffneten Elbtunnels beteiligt. Daneben war er Aufsichtsratsmitglied in einer Reihe von Aktiengesellschaften. In Wilhelmsburg sind sowohl eine Straße als auch ein Kanal nach ihm benannt. 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- nach ihm benannt ist in Wilhelmsburg seit
  1900 die Veringstraße
  1935 der Veringplatz
  1942 der Veringweg
- ebenfalls der Veringkanal
 
Literaturhinweise HermannVering.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Johannes Georg Andreas Versmann  
Abbildung
Geboren 07. Dezember 1820
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. Juli 1899
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johannes Georg Andreas Versmann, geboren 7.12.1820 in Hamburg, gestorben 28.7.1899 ebd., Sohn des Apothekers Johann Ernst Versmann und der Elisabeth Magdalene Auguste Richardi. Nach Studium der Medizin 1840-1842 in Jena und der Rechte 1842-1844 in Göttingen und Heidelberg 1844 Promotion zum Dr. jur. Seitdem als Advokat in Hamburg ansässig, zugleich Beginn der politischen Tätigkeit. 1861 Wahl zum Senator, seit 1887 Bürgermeister in Hamburg. Heirat 14.5.1853 mit der Architektentochter Thekla Stammann. 
Lokale Referenzen

Versmannkai, HafenCity, seit 1890

Versmannstraße, HafenCity, seit 1935

 
Kategorien Politik
Funktionen Senator/in: 1861 -
Bürgermeister/in: 1887 -
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Ernst Vincenz  
Abbildung
Geboren 21. April 1865
Geburtsort Stargard 
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie 1865 geboren in Stargard; Für Wohnungsbaugenossenschaften (Bauverein zu Hamburg und Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer-Genossenschaft) tätig gewesen; Reformer des Massenwohnungsbaus vor dem 1. Weltkrieg; Realisiert mehrere Wohnstifte und ein Kontorhaus; Todesort und -zeitpunkt sind unbekannt 
Lebensbeschreibungen ErnstVincenzWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Arthur Carl Julius Viol  
Abbildung
Geboren 09. März 1849
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. März 1929
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1849 geboren in Hamburg; Führt ein Architekturbüro in Hamburg; Entwirft während der Kaiserzeit mehrere gemischte Wohn- und Kontorhäuser; 1929 Tod in Hamburg 
Lokale Referenzen
Arthur Carl Julius Viol war überzeugter Freimaurer. Er wurde am 4. September 1869 von der Loge "St. Georg zur grünenden Fichte" zum Freimaurer-Lehrling aufgenommen. Er fühlte sich dieser Loge bis zu seinem Lebensende treu verbunden. Für die "Vereinigten fünf Hamburgischen Logen" errichtete er 1891 gegenüber dem Stadt-Theater - heutige Staatsoper - das Logenhaus in der Welckerstraße. Dieses Haus wurde 1937 von den Nazis enteignet und Stein für Stein abgetragen - um das "Freimaurerische Geheimnis" zu finden. Dabei musste von den Arbeitern jeder Ziegelstein mittig aufgeschlagen werden - es wurde aber nichts gefunden.
 
Spuren in Hamburg:
- im Schopenstehl 32-33 ist das von ihm 1888 restaurierte Bürgerhaus
- Ecke Johannes-Brahms-Platz / Kaiser-Wilhelm-Straße ist das von ihm 1887 erbaute Wohn- und Geschäftshaus
 
Lebensbeschreibungen ArthurViolWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Harald Vock  
Abbildung
Geboren 1925
Geburtsort  
Gestorben 1998
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenregisseur/in: -
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Hieronymus Vogeler  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1609 - 1642
Anfang

 
Nicolaus Vogeler  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1585 - 1587
Anfang

 
Joachim Caspar Voigt  
Abbildung
Geboren 26. August 1720
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 09. August 1799
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Joachim Caspar war Sohn des Kaufmanns Peter Voigt (1685-1749) und Catharina Dorothea, geb. Coldorff (1689.1727). In Hamburg betätigte er sich als Kaufmann und engagierte sich in zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern. 1754 schenkte er das Geld zum Neubau der kleinen St. Michaeliskirche, seit 1755 war er Ratsherr.

Am 14. Juni 1746 heiratete er Anna Margaretha, geb. Coldorff (1727-1800), mit der er 14 Kinder hatte, von denen nur vier das Erwachsenenalter erreichten.

 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1755 -
Kaufmann/-frau: -
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Prof. Dr. August Carl Voller  
Abbildung
Geboren 31. Oktober 1842
Geburtsort Elberfeld 
Gestorben 09. Juli 1920
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie August Voller besuchte die Volksschule in Elberfeld. Danach war er von 1857 bis 1868 kaufmännisch tätig und bereitete sich in dieser Zeit selbst auf das Abitur vor, das er 1869 bestand. Schon seit 1868 war er an der Universität Göttingen eingeschrieben, später ging er nach Berlin. Seit 1872 arbeitete er dann als Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften an der Glitzaschen Privatschule in Hamburg, 1873 wurde er promoviert. Von 1875 bis 1885 war Voller am Johanneum tätig, seit 1879 verwaltete er zudem das physikalische Kabinett des Akademischen Gymnasiums. Dieses wurde 1885 auf seine Veranlassung hin von der Stadt Hamburg in eine wissenschaftliche Anstalt umgewandelt, das Physikalische Staatslaboratorium. Nachdem er zum Professor ernannt war, entfaltete Voller eine bedeutende Forschungs- und Lehrtätigkeit und war Vorsitzender einer Reihe von wissenschaftlichen Vereinen. 1919 wurde er wegen seiner Verdienste um die Gründung der Hamburgischen Universität zum Honorarprofessor der Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt. Von 1907 bis 1913 gehörte er als Mitglied der Fraktion der Rechten der Hamburgischen Bürgerschaft an. 
Literaturhinweise VollerAugust.pdf
Kategorien Wissenschaft
Funktionen Hochschullehrer/in: -
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Adolf Vollmer  
Abbildung
Geboren 17. Dezember 1806
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. Februar 1875
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Adolf Vollmer, geb. 17.12.1806 in Hamburg, gest. 12.2.1875 ebd., Schüler von Christoffer Suhr und Friedrich Rosenberg in Hamburg, 1831-1833 Studium an der Akademie in Kopenhagen, von 1833-1839 in München, seitdem als Landschafts- und Marinemaler in Hamburg ansässig. 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Augustus Friedrich Vorwerk  
Abbildung
Geboren 28. November 1837
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 27. November 1921
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Friedrich Vorwerk begann 1854 seine Ausbildung in der väterlichen Firma Hochgreve & Vorwerk in Hamburg. Diese handelte mit „sämtlichen Artikeln“: Exportiert wurden vor allem Leinen und andere Textilien, später traten dann technische Erzeugnisse mehr und mehr in den Vordergrund. Nach der dreijährigen Lehrzeit verbrachte Friedrich ein Jahr in England. 1861 machte ihn sein Vater Georg Friedrich Vorwerk zum Teilhaber. Als der Vater 1867 starb, wurde das Geschäft in Vorwerk Gebr. & Co. umbenannt. Seit 1883 bewohnte Friedrich Vorwerk während der Sommermonate die „Villa Josepha“ in Nienstedten, ein vom Architekten Martin Haller 1873 erbautes Sommer- und Landhaus. Friedrich Vorwerk hatte eine Reihe von Ehrenämtern inne: 1867 wurde er in die Polizeiwachen-Deputation gewählt, 1882 wurde er Steuerschätzungsbürger und von 1866 bis 1891 war er Kirchenvorsteher von St. Petri. Ferner gehörte er den Vorständen der von seinem Vater ins Leben gerufenen Stiftungen an, der Georg Friedrich Vorwerk-Stiftung und dem Asyl Vorwerk. Ausführliche Biographie
 
Literaturhinweise FriedrichVorwerk.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Georg Friedrich Wilhelm Vorwerk  
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Geboren 27. April 1793
Geburtsort Hildesheim 
Gestorben 04. Februar 1867
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Ursprünglich aus Goslar stammend, wo er auch zur Schule ging, kam Georg Friedrich Vorwerk 1807 nach Hamburg, um bei der Firma „L.H. von Hollen“ eine sechsjährige Ausbildung zu absolvieren. Diese Firma übernahm ihn 1813 als Handlungsgehilfe und verlieh ihm 1817 Prokura. 1823 verließ Vorwerk die Firma, um gemeinsam mit Hermann Michael Christopher Hochgreve, der ebenfalls bei „L.H. von Hollen“ gelernt hatte, das Handelshaus „Vorwerk & Hochgreve“. Das Handelshaus exportierte vor allem englische Baumwollwaren und deutsches Leinen und importierte Kaffee, Tabak und Zucker aus Südamerika, sowie Gewürze aus Fernost. Nach dem Rückzug Hochgreves aus dem Geschäft wurde Vorwerk 1846 alleiniger Inhaber und ein typischer Merchant Banker, der in den Folgejahren das Geschäft nicht nur weltweit ausbaute, sondern betrieb auch eigene Segelschiffe und finanzierte die Geschäfte anderer Kaufleute. Vorwerk war von 1836 an Mitglied der Commerzdeputation, der er 1840 bis 1841 als Präses vorstand. In dieser Zeit setzte er sich entschieden für den Freihandel ein und befürwortete alle Maßnahmen, die Hamburgs Wettbewerbsstellung stärkten. 1848 war er unter den sieben gewählten Vertretern, die Hamburg in das Frankfurter Vorparlament entsandte. Vorwerk war außerdem Mitglied der Gesellschaft Harmonie von 1789, der Patriotischen Gesellschaft und des Komitees für die Erbauung der Kunsthalle. Er war auch Begründer zweier wohltätigen Einrichtungen: der Georg-Friedrich-Vorwerk-Stiftung zur Unterstützung der Ausbildung von Kindern der Katharinen-Gemeinde und des „Vorwerk-Asyls“ mit Wohnungen für Minderbemittelte.

 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
In St. Pauli ist seit 1857 die Vorwerkstraße nach ihm benannt. In dieser befindet sich auch das Vorwerk-Stift mit Wohn- und Arbeitsräumen für Künstler, das sich aus dem "Vorwerk-Asyl" entwickelt hat.
 
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Handelskammerpräses: Juni 1840 - Juni 1841
Kaufmann/-frau: -
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Gustav Adolph Vorwerk  
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Geboren 18. September 1839
Geburtsort Bahrenfeld 
Gestorben 19. Juli 1919
Todesort Altona Klein-Flottbek 
Kurzbiographie

Adolph Vorwerk begann 1855 bei C. A. Wulff & Baasch seine Lehre und ging anschließend in die väterliche Firma Hochgreve & Vorwerk. 1860 wurde er Teilhaber von Vorwerk & Co. im chilenischen Valparaiso. Diese Niederlassung der Hamburger Firma betrieb vor allem Handel mit Salpeter, der unter harten Arbeitsbedingen in der Atacama-Wüste abgebaut wurde. Erst 1875 trat Adolph Vorwerk als Teilhaber bei Vorwerk Gebr. & Co. ein, wie die Firma Hochgreve & Vorwerk inzwischen hieß. Seit 1889 lag deren Leitung dann ausschließlich in seinen Händen und denen seines Bruders Friedrich. 1885, nach dem Tod der Mutter, erbte Adolph Vorwerk eine vom Architekten Franz Gustav Joachim Forsmann 1841/42 erbaute repräsentative Villa in Klein Flottbek, das „Haupthaus“. Adolph Vorwerk engagierte sich in der bürgerlichen Selbstverwaltung und trat auch als Stifter in Erscheinung: Von 1877 bis 1884 wirkte er als Finanzdeputierter. 1901 gründete er mit 100.000 Mark die Dr. Adolph Vorwerk-Stiftung, zur Erinnerung an seinen Sohn Adolph, der im Jahr zuvor im frühen Alter von 29 Jahren gestorben war. Die Erträge der Stiftung waren für wohltätige Zwecke bestimmt, d.h. für die Unterstützung von Vereinen, Krankenhäusern etc., ebenso wie auch für Stipendien und Hilfen an Bedürftige. Ausführliche Biographie

 
Literaturhinweise AdolphVorwerk.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen
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Johann Heinrich Voß  
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Geboren 20. Februar 1751
Geburtsort Sommerstorf bei Waren/Müritz 
Gestorben 29. März 1826
Todesort Heidelberg 
Kurzbiographie
Dichter und Übersetzer berühmter Klassiker
 
Johann Heinrich Voß wurde am 20. Februar 1751 als Sohn des Zolleinnehmers, Gastwirts und Schulhalters, Johann Heinrich Voß, von seiner Mutter, der Organistentochter Katharina Dorothea Karsten, als erstes von fünf Kindern geboren. Obwohl sein Vater durch die Wirren des Siebenjährigen Krieges verarmte, wurde es ihm dank finanzieller Unterstützung möglich gemacht, von 1766 bis 1769 die Gelehrtenschule in Neubrandenburg zu besuchen. Durch Zurede des dortigen Ortspastors sandte er 1771 ein eigenes Gedicht an den Herausgeber des Göttinger Musenalmanach, Heinrich Christian Boie, ein.
Der Freimaurer Boie lud Voß daraufhin nach Göttingen ein, wo er ab 1772 an der Universität Theologie, Philologie und vor allem Gräzistik - die Altgriechische Philologie - studierte. Auch wurde er hier Mitbegründer des ersten deutschen Dichterbundes, dem Göttinger Hainbund. 1774 übernahm Voß von Boie die alleinige Redaktion des Musenalmanachs, den er bis 1800 herausgab - daher brach er sein Studium ohne Abschluss ab.
1777 heiratete er Ernestine Boie, die jüngste Schwester von Heinrich Christian Boie. Mit seiner jungen Frau zog Voß nun nach Wandsbek bei Hamburg in die unmittelbare Nachbarschaft von Matthias Claudius. Auf Vermittlung durch den Freimaurer Johann Georg Büsch nahm Voß 1778 in Otterndorf an der Elbe die Stelle als Rektor der Lateinschule an. Wegen der dortigen schlechten Wasserqualität erkrankte seine ganze Familie an Marschenfieber. Hier half ihm sein Freimaurer-Freund Graf Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg, indem er ihm 1782 in Eutin die Stellung als Rektor am Gymnasium vermittelte (heutige Johann-Hinrich-Voß-Schule). Die Jahre in Eutin wurden aus literarischer Sicht eine sehr produktive Zeit. 1786 nahm er die Stelle als Hofrat an und 1802 bat er um Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand.
Als Privatier ging er nun nach Heidelberg um hier eine hochdotierte Professur an der Universität anzunehmen. Das ermöglichte ihm, sich bis zu seinem Tode den Übersetzungen und literarischen Arbeiten zuzuwenden. Am berühmtesten und bekanntesten wurden seine homerschen Übersetzungen der Epen Ilias und Odyssee. Er übersetzte auch Hesiod, Theokrit, Bion, Moschos, Vergil, Ovid, Horaz, Tibull, Poperz und andere klassische Dichter. Johann Heinrich Voß starb am 29. März 1826 und wurde in Heidelberg begraben.
 
Lokale Referenzen
Johann Heinrich Voß wurde am 6. Juni 1774 in der Hamburger Johannis-Loge "Zu den drei Rosen" von dem seinerzeitigen Logenmeister und Schriftsteller Jacob Mumsen zum Freimaurer aufgenommen - und in dieser Arbeit auch gleich zum Gesellen befördert. Zusammen mit Graf Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg erhob ihn Jacob Mumsen am 22. April 1775 zum Freimaurer-Meister.
In Göttingen Trat Voß der Loge "Zum goldenen Zirkel" bei.
 
Spuren in Hamburg:
- in Uhlenhorst ist seit 1914 der nach ihm benannte Voßweg
 
Kategorien Literatur
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Leonhard Georg Philipp Ludwig Wächter  
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Geboren 25. November 1762
Geburtsort Uelzen 
Gestorben 11. Februar 1837
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Lehrer und Schriftsteller, der unter dem Pseudonym Veit Weber veröffentlichte
 
Leonhard Wächter erblickte in Uelzen das Licht der Welt und kam 1774 nach Hamburg, weil sein Vater an der Hauptkirche St. Michaelis zum Diakon berufen wurde. Nach dem Besuch des Johanneums wurde es ihm ermöglicht, von 1783 bis 1786 an der Universität Göttingen Theologie, Geschichte und Literatur zu studieren. Hier machte er die Bekanntschaft mit dem Freimaurer und Dichter des Sturm und Drang, Gottfried August Bürger, der ihn in seinen literarisch-historischen Neigungen bestärkte. Nach Beendigung des Studiums ging er zurück nach Hamburg und veröffentlichte unter dem Pseudonym Veit Weber die 7-bändige Ausgabe "Sagen der Vorzeit".
Nach einem kurzen Engagement im Zuge der französischen Revolution (1792/93) betätigte er sich zurück in Hamburg als Lehrer an einer Privatschule. Er verfügte über besondere Talente, die Schüler zum Verständnis von Gegenwartsfragen anzuleiten.
1813 meldete sich Wächter als aktives Mitglied bei der Bürgerwehr, um gegen die Wiederbesetzung der Stadt durch die Franzosen zu kämpfen. Nach Befreiung der Stadt im Mai 1814 betätigte er sich weiter als Lehrer. 1827 schied er aus dem Beruf aus, um eine Stelle in der Stadtbibliothek anzunehmen. Hier wurde die Commerzdeputation auf ihn aufmerksam und bat ihn, in der Börsenhalle öffentliche Vorträge über die Hamburgische Geschichte zu halten. Diese Aufgabe übernahm er von 1830 bis 1832 mit großem Engagement, wobei er viele Ergebnisse eigener Forschungen mit einbrachte.
 
Lokale Referenzen
Auf Empfehlung von Gottfried August Bürger wurde Wächter in Göttingen von der Loge "Zur goldenen Sonne" zum Freimaurer aufgenommen. in Hamburg nahm ihn die Loge "Emanuel zur Maienblume" am 7. September 1809 an. Diese Loge leitete er von 1815 bis 1824 als ihr hammerführender Meister vom Stuhl. Für ihn war es ein besonderes Erlebnis, 1831 an der Festarbeit zum 50-jährigen Maurerjubiläum seines Freundes aus Göttinger Studientagen, dem Bürgermeister Johann Heinrich Bartels, teilzunehmen.
 
Spuren in Hamburg:
- anlässlich seines 100-sten Geburtstages setzten Freunde und Schüler auf dem St. Petri-Friedhof vor dem Dammtor ihm zu Ehren einen Gedenkstein. Dieser Stein steht heute im Heckengarten-Museum auf dem Ohlsdorfer Friedhof.
 
Kategorien Literatur
Funktionen
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Otto Wagenfeldt  
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Geboren 1610
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 1671
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Otto Wagenfeldt hatte sich als Maler des frühen Barock besonders auf Darstellungen historischer, biblischer und christlicher Szenen spezialisiert, die er gern dramatisch und mit starkem Hell-Dunkel-Kontrast ausführte. Viele der Werke Otto Wagenfeldts wurden zunächst dem Hamburger Maler Matthias Scheits zugeschrieben, wie das bekannte „Das Vogelnest“, oder die sechs Emporenbilder der Hamburger Kunsthalle für St. Jacobi, welche erst durch Hermann Röver 1926 als Werke Wagenfeldts identifiziert wurden. 

Otto Wagenfeldt wurde als Sohn einer Schiffsbauerfamilie in Hamburg geboren. Über seine Ausbildung als Maler ist kaum etwas bekannt, es wird jedoch vermutet, dass er Autodidakt war. Weiter wird auch angenommen, dass er – wohl um 1630 herum – wie auch viele andere Künstler seiner Zeit in die Niederlanden reiste, um die Werke von Peter Paul Rubens und Rembrandt van Rijn zu studieren. Da in Hamburg seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts auch zahlreiche niederländische Maler lebten, setzte sich im 17. Jahrhundert ein reger Kulturaustausch und gegenseitiger Einfluss fort. 1639 heiratete er die Witwe des Malers Jacob Schlepkau, mit der er später zwei Töchter und einen Sohn haben sollte, und wurde zum Hamburger Bürger. Wahrscheinlich übernahm er auch die Werkstatt Schlepkaus, möglicherweise auch seinen Kundenstamm. 1649 war er am Auftrag für 53 Brustbilder römischer Kaiser für den Rathaussaal beteiligt, die sich jedoch nicht erhalten haben. 1649/50 erhielt er den Auftrag, Emporenbilder (wohl 26) für die Kirche St. Jacobi in Hamburg zu erschaffen. 1671 verstarb Otto Wagenfeldt in Hamburg.

 
Lokale Referenzen Wagenfeldstraße in Barmbek-Nord seit 1952.
 
Literaturhinweise Otto Wagenfeldt_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Franz Anton Wagner  
Abbildung
Geboren 31. Januar 1715
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 13. November 1801
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 22. Januar 1790 - 13. November 1801
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Hubertus Wald  
Abbildung
Geboren 02. Februar 1913
Geburtsort Berlin 
Gestorben 26. Februar 2005
Todesort  
Kurzbiographie

Hubertus Wald war der Sohn eines Kunstmalers. Nach seinem Abitur, einer Lehre und dem Kriegsdienst war er im Kinogeschäft tätig. Dies war der Anfang seiner erfolgreichen Geschäftskarriere. Zudem war Wald als stiller Mäzen in Hamburg bekannt. Viele Jahre unterstützte er verschiedene Projekte mit Spenden. Im Jahr 1993 gründete er seine Stiftung, die „Hubertus-Wald-Stiftung“. Die gemeinnützige Stiftung fördert insbesondere medizinische und kulturelle Zwecke.

 
Lebensbeschreibungen Hubertus Wald.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Prof. Dr. Aby Moritz Warburg  
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Geboren 13. Juni 1866
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 26. Oktober 1929
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Aby Warburg begann 1886 das Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie in Bonn, das er später in München und Straßburg fortsetzte. Seine Dissertation über "Sandro Botticellis 'Geburt der Venus' und 'Frühling'. Eine Untersuchung über die Vorstellungen von der Antike in der italienischen Frührenaissance" reichte er 1892 ein., Aby Warburgs zentrale Frage war die des Nachlebens der Antike. Nach mehreren Aufenthalten in Florenz siedelte er 1904 endgültig nach Hamburg über. 1912 erhielt er vom Senat den Professorentitel verliehen, 1921 wurde er zum Honorarprofessor an der Philosophischen Fakultät der Hamburgischen Universität ernannt. Von 1925 bis 1928 lehrte er am Kunstgeschichtlichen Seminar. Für seine umfangreiche Bibliothek (1911: 15.000 Bücher), die die Familie Warburg finanzierte, ließ er ab 1925 in der Heilwigstraße 116 ein eigenes Gebäude bauen, das 1926 als Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg eingeweiht wurde. Zu ihrem intellektuellen Umfeld gehörten so prominente Wissenschaftler wie der Philosoph Ernst Cassirer und der Kunsthistoriker Erwin Panofsky. 1933 konnte sie vor dem Zugriff der Nationalsozialisten gerettet und nach London gebracht werden. Ausführliche Biographie
 
Literaturhinweise WarburgAby.pdf
Kategorien Wissenschaft
Funktionen
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Max Moritz Warburg  
Abbildung
Geboren 05. Juni 1867
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 26. Dezember 1946
Todesort New York 
Kurzbiographie

Max Warburg (1867-1946) trat nach seiner Lehrzeit und Aufenthalten in Paris und London 1893 als Teilhaber bei M. M. Warburg & Co. ein und entwickelte sich dort schnell zur eigenlichen Führungsperson im Bankhaus, das in der Folgezeit zu einer der wichtigsten Privatbanken Deutschlands aufstieg. Nach dem Tod des Vaters übernahm er auch offiziell die Leitung der Bank. Warburg hatte eine Vielzahl von Ämtern und Positionen inne: So gehörte er der Kaiser Wilhelm-Gesellschaft an und setzte sich zusammen mit seinem Bruder Aby für die Gründung der Hamburgischen Universität ein, die ihm 1921 die Ehrendoktorwürde verlieh. Er war Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft (1904 bis 1919: Fraktion des linken Zentrums) und der Handelskammer (1903 bis 1933). 1919 fungierte er als Finanzsachverständiger der deutschen Friedensdelegation in Versailles und wurde im selben Jahr in den Zentralausschuss, 1924 in den Generalrat der Reichsbank berufen. Außerdem war er seit 1927 Mitglied des Vorstandes des Hilfsvereins der Juden in Deutschland und von 1935 bis 1938 dessen Vorsitzender. Nach 1933 musste er den Verlust zahlreicher offizieller Ämter hinnehmen. 1937 willigte er im Interesse seiner Angestellten notgedrungen in eine „Arisierung“ der Warburgschen Bank ein. Nach dem Pogrom vom 9./10. November 1938 blieb er in New York und wurde 1944 amerikanischer Staatsbürger. In Rotherbaum ist seit 1947 die Warburgstraße nach ihm benannt.

 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in Rotherbaum ist seit 1947 die nach ihm benannte Warburgstraße

 
Literaturhinweise MaxWarburg.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Bankier: -
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Moritz Max Warburg  
Abbildung
Geboren 08. Mai 1838
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 29. Januar 1910
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1863 wurde Moritz Warburg von seiner Mutter Sara, der eigentlichen Chefin Bankhauses M. M. Warburg & Co., als zweiter Teilhaber des 1798 gegründeten Geldinstituts eingesetzt. 1865 übernahm der Bankier jüdischen Glaubens gemeinsam mit seinem Bruder Siegmund dessen Leitung. Die Geschäftsaktivitäten blieben traditionell, da die Bank ein reines Kommissionsgeschäft, vornehmlich im Ausland, betrieb. Dies tat sie jedoch recht erfolgreich: 1898 war das Geschäftskapital auf 5,7 Millionen Mark gestiegen. Moritz Warburg unterstützte mit namhaften Beträgen das auf eine Stiftung Salomon Heines zurückgehende Israelitische Krankenhaus sowie die Talmud Tora Schule. Seiner Energie und Großzügigkeit war auch der Bau der großen, 1906 fertig gestellten Synagoge am Grindelhof zuzuschreiben. Zusammen mit seiner Frau Charlotte (geb. Oppenheim) hatte er fünf Söhne: Aby Moritz (1866-1929), Max Moritz (1867-1946), Paul Moritz (1868-1932), Felix Moritz (1871-1937) und Fritz Moritz (1879-1964). 
Literaturhinweise MoritzWarburg.pdf
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Wohlfahrt
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