Hamburger Persönlichkeiten -
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Senator Johann Hinrich Garrels  
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Geboren 31. August 1855
Geburtsort Leer 
Gestorben 04. November 1920
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Nach der Lehre in der väterlichen Holzhandlung wurde Johann Hinrich Garrels 1875 Angestellter in der Firma Siemssen & Co., für die er ab 1877 in Hongkong und Shanghai tätig war. In China wechselte er 1882 zur Firma Meyer & Co., wurde dort Prokurist und ab 1884 Teilhaber. 1897 kehrte Garrels in die Hansestadt zurück. Die Firma Meyer & Co. wurde 1908 nach ihren Hauptteilhabern in Garrels & Börner umbenannt, in Hongkong firmierte sie unter Garrels, Börner & Co. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges zählte Garrels & Börner zu den größten europäischen Chinafirmen. Garrels war Mitglied in verschiedenen Aufsichtsräten, u. a. bei den Hamburgischen Elektrizitätswerken. Als er 1904 in die Hamburger Bürgerschaft gewählt wurde, gehörte er zunächst der Fraktion der Rechten an, wechselte jedoch zwei Jahre später mit anderen Gegnern des neuen Wahlrechts zu den Vereinigten Liberalen, der ersten bürgerlichen Fraktion in der Bürgerschaft mit eigenem politischen (linksliberalen) Profil. Während seiner Zeit in der Bürgerschaft war er war Mitglied der Finanzdeputation, der Oberschulbehörde und des Armenkollegiums. Am 12. Januar 1917 wurde er in den Hamburger Senat gewählt, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Dort arbeitete er unter anderem in der Steuerdeputation und in der Behörde für Wohnungspflege. Seit 1952 ist der Garrelsweg in Blankenese nach ihm benannt.  
Lokale Referenzen
 
Literaturhinweise JohannGarrels.pdf
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1917 - 1920
Kaufmann/-frau: -
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Johannes Geffcken d.Ä.  
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Geboren 20. Februar 1803
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 02. Oktober 1864
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Johannes Geffcken war ein Sohn von Hinrich Geffcken (1748-1806), Kaufmann, gebürtig aus Neuhaus im Lande Hadeln, und Susanna geborene Hoppe (1768-1829). Nach dem Besuch einer Hamburger Privatschule, des Johanneums und des Akademischen Gymnasiums studierte Geffcken 1822-1826 Evangelische Theologie in Göttingen und Halle. In Göttingen wurde er 1826 mit einer philologischen Arbeit promoviert, 1841 verlieh die Universität Halle ihm den Ehrendoktor in Theologie. Bevor Geffcken 1829 zum Diakonus an der Hamburger Michaeliskirche gewählt wurde (Amtsantritt 1830), erteilte er Schulunterricht und bereiste die Schweiz und Italien. 1832 heiratete Geffcken die Hamburgerin Maria Pauline Ulrica Danckert (1804-?). Geffcken engagierte sich für öffentliche Belange, u.a. setzte er sich für den Wiederaufbau Hamburger Kirchen nach dem Brand von 1842 ein. Des Weiteren wirkte er an der Konzeption des 1843 eingeführten „Hamburgischen Gesangbuchs für den öffentlichen Gottesdienst und die häusliche Andacht“ mit, ebenso an dem „Allgemeinen Evangelischen Gesangbuch“, das 1853 im Entwurf veröffentlicht wurde, sich aber, nachdem es im selben Jahr erstmals unter dem Titel „Deutsches Evangelisches Kirchen-Gesangbuch, in 150 Kernliedern“ erschienen war, trotz vieler Auflagen nicht durchsetzen konnte. Geffcken war in seinen letzten Lebensjahren auch Mitglied des Zentralvorstands der Gustav-Adolf-Stiftung, dessen Hamburger Verein er 1844 mitbegründet hatte. Geffckens wissenschaftliche Interessen lagen auf den Gebieten der Hymnologie, der hamburgischen Kirchengeschichte und des Kirchenbaus. Er besaß eine große Bibliothek, die 1866 partiell öffentlich in Hamburg versteigert wurde. Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg besitzt den größten Teil der Geffckenschen Sammlung, kleinere Teile bzw. Einzelstücke befinden sich in anderen Bibliotheken. Die Exlibris Geffckens sind digitalisiert nach Büchern der Nordkirchenbibliothek, ebenso die Predigten unter "Literaturhinweise" (Signaturen: Mi 2595 und Mi 3305).

 
Lokale Referenzen
Johannes Geffcken gehörte dem Bund der Freimaurer an. Er wurde 1823 in Hamburg von der Loge "Ferdinande Caroline zu den drei Sternen" zum Freimaurer-Lehrling aufgenommen, 1825 zum Gesellen befördert und 1828 zum Meister erhoben.
 
Literaturhinweise Geffcken.Johannes.QuellenLiteratur.pdf
Geffcken.Johannes.Predigten.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Lehrer/in: -
Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: -
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Hermann Geißler  
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Geboren 25. Oktober 1859
Geburtsort Olbersdorf/Sachsen 
Gestorben 07. Januar 1939
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Geboren 1859 in Olbersdorf; Besuch der Baugewerkschule Zittau; Ab 1878 in Hamburg bei Ernst Wex für den Bau der Colonnaden angestellt; 1885 Bauleiter für den Rathausneubau; ab 1898 Partner von Martin Haller; ab 1914 eigenes Büro; seit 1905 beratender Architekt für den Kirchenrat; 1925 Partnerschaft mit Otto Wilkening; 1930 Ende der beruflichen Tätigkeit; 1939 Tod in Hamburg 
Lokale Referenzen
Hermann Geißler war aktiver Freimaurer. In Jahr 1919 wird er in der Matrikel der Johannis-Loge "Zur Bruderkette" als Mitglied geführt. Per 1. Januar 1919 ist er auch Mitglied im freimaurerischen Hilfsverein "Rat und Tat".
Er war beruflich von 1898 bis 1914 in einer Sozietät mit dem Freimaurer Martin Haller verbunden.
 
Spuren in Hamburg:
- In Winterhude gibt es seit 1929 die nach ihm benannte Geißlertwiete
- am 3. Juli 1906 wurde die St. Michaeliskirche bis auf die Außenmauern und den Turmstumpf durch Brand zerstört. Am Wiederaufbau von 1907-1912 war Hermann Geißler zusammen mit Julius Faulwasser und Emil Meerwein maßgeblich beteiligt.
- es gibt heute noch viele Gebäude - hauptsächlich Geschäftshäuser - die er zusammen mit Martin Haller errichtete (Deutsche Bank am Adolphsplatz, Dresdner Bank am Jungfernstieg, Slomanhaus, Afrikahaus, Heine'sches Wohnstift, und viele mehr)
 
Kategorien Architektur
Funktionen
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Johann Günther Gensler  
Abbildung
Geboren 28. Februar 1803
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. Mai 1884
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Geb. 28.2.1803 in Hamburg, gest. 28.5.1884 ebd. Erste künstlerische Ausbildung in Hamburg bei Gerdt Hardorff d. Ä. Studienreisen 1829 nach Dresden, 1837 in die Niederlande, 1844 nach Rom und 1854 nach Paris. Sonst in Hamburg tätig, vor allem als Porträt- und Genremaler; Zeichenlehrer am Johanneum. 
Lokale Referenzen Genslerstraße, Barmbek-Nord, seit 1914
 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Zeichner/in: -
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Johann Martin Gensler  
Abbildung
Geboren 09. Mai 1811
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 14. Dezember 1881
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Martin Gensler, geb. 09.05.1811 in Hamburg, gest. 14.12.1881 ebd. Nach künstlerischer Ausbildung in Hamburg bei seinem Bruder Johann Günther Gensler und bei Friedrich August Rachau 1835-1836 Studium in München und Düsseldorf. Seitdem in Hamburg ansässig; Lehrer an der Zeichenschule der Patriotischen Gesellschaft, auch in besonderem Maße denkmalpflegerisch tätig, vor allem nach dem Brand von 1842. 
Lokale Referenzen Genslerstraße, Barmbek-Nord, seit 1914
 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Zeichner/in: -
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Hans Gerson  
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Geboren 19. März 1881
Geburtsort Magdeburg 
Gestorben 14. Oktober 1931
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Die beiden Brüder Hans und Oskar hatten ein Architekturstudium in München begonnen, jedoch nicht abgeschlossen. Sie unterhielten gemeinsam das Architekturbüro Gebrüder Gerson in Hamburg. Der jüngste Bruder Ernst (* 10. Oktober 1890 in Hamburg; † 12. November 1984 in Palmerston North, Neuseeland) arbeitete zeitweilig im Büro als Architekt mit. Er arbeitete von 1904 bis 1907 bei den Architekten Hart & Lesser in Berlin und kehrte anschließend nach Hamburg zurück. Bis zum Ersten Weltkrieg errichteten sie zwanzig Privat- und Landhäuser für wohlhabende Hamburger Kaufleute. Nach einer Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg eröffneten sie ihr Büro 1920 wieder. 1922 entstand mit dem Thaliahof am Alstertor der erste große Kontorhausbau, in den sie nach Fertigstellung ihr Büro verlegten. In den Jahren 1922–1924 entstand zeitgleich mit dem Chilehaus das unmittelbar benachbarte Ballinhaus, das 1938 in Meßberghof umbenannt wurde. __Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_und_Oskar_Gerson _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv  
Lokale Referenzen Gersonweg, Bergedorf, seit 1979
 
Lebensbeschreibungen HansGersonWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
Stadtplaner/in: -
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Oskar Gerson  
Abbildung
Geboren 11. Juli 1886
Geburtsort Magdeburg 
Gestorben 25. Dezember 1966
Todesort Berkeley, Kalifornien (USA) 
Kurzbiographie Die beiden Brüder Hans und Oskar hatten ein Architekturstudium in München begonnen, jedoch nicht abgeschlossen. Sie unterhielten gemeinsam das Architekturbüro Gebrüder Gerson in Hamburg. Der jüngste Bruder Ernst (* 10. Oktober 1890 in Hamburg; † 12. November 1984 in Palmerston North, Neuseeland) arbeitete zeitweilig im Büro als Architekt mit. Er arbeitete von 1904 bis 1907 bei den Architekten Hart & Lesser in Berlin und kehrte anschließend nach Hamburg zurück. Bis zum Ersten Weltkrieg errichteten sie zwanzig Privat- und Landhäuser für wohlhabende Hamburger Kaufleute. Nach einer Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg eröffneten sie ihr Büro 1920 wieder. 1922 entstand mit dem Thaliahof am Alstertor der erste große Kontorhausbau, in den sie nach Fertigstellung ihr Büro verlegten. In den Jahren 1922–1924 entstand zeitgleich mit dem Chilehaus das unmittelbar benachbarte Ballinhaus, das 1938 in Meßberghof umbenannt wurde. Im Oktober 1933 wurden Ernst und Oskar Gerson, die die Firma nach dem Tode Hans Gersons unter dem alten Namen weitergeführt hatten, wegen ihrer jüdischen Herkunft aus dem Bund Deutscher Architekten ausgeschlossen. Ernst emigrierte zunächst nach Bulgarien, später nach Neuseeland. Oskar blieb zunächst in Hamburg und konnte noch einige Projekte für jüdische Bauherren realisieren. Er emigrierte 1938 über London nach Berkeley, Kalifornien, wo er als Architekt überwiegend für private Bauherren tätig war. __Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_und_Oskar_Gerson _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv  
Lokale Referenzen Gersonweg, Bergedorf, seit 1979 
Sonstige OscarGersonWerkauswahl.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
Stadtplaner/in: -
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Heinrich Wilhelm von Gerstenberg  
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Geboren 03. Januar 1737
Geburtsort Tondern 
Gestorben 01. November 1823
Todesort Altona 
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Gerstenbergstraße, Osdorf, seit 1834
 
Kategorien Literatur
Funktionen
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Dirick Gherlefstorp  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1452 - 1455
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Friedrich Johann Heinrich Glitza  
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Geboren 10. Januar 1813
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. September 1897
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Friedrich Glitza - bis 1848 hieß er Glitz - war ein Hamburger Pädagoge und Politiker, der seit 1828 an der neu gegründeten Hamburger Taubstummenanstalt als Lehrer arbeitete. Ab 1841 übernahm er die Direktion dieser Einrichtung und entwickelte die von Samuel Heinicke erfundene "Methode der Gehörlosenpädagogik" erfolgreich weiter. Aufgrund seines Engagements wurde die Taubstummenanstalt eine weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannte pädagogische Institution. Von 1849 bis 1853 betätigte sich Glitza als Privatlehrer und unterrichtete u.a. an der Bildungsanstalt für Lehrerinnen. Zusammen mit seinem Bruder Wilhelm gründete er 1853 eine private höhere Bürgerschule, deren Leitung er ab 1854 übernahm. Bereits 1828 hatte Glitza die Funktion des Turnwarts in der "Hamburger Turnerschaft von 1816" übernommen. Nach der Revolution von 1848 trafen sich hier viele fortschrittlich gesinnte Bürger. 1848 wurde Glitza Mitglied der Hamburger Konstituante. In den Jahren 1859 bis 1865 betätigte er sich aktiv in der Hamburgischen Bürgerschaft.

 
Lokale Referenzen
Friedrich Johann Heinrich Glitza wurde am 6. Februar 1841 in der Hamburger Loge "Emanuel zur Maienblume" zum Freimaurer aufgenommen, am 27. November 1841 zum Gesellen befördert und am 17. Dezember 1842 zum Meister erhoben. Er diente seiner Loge von 1842 bis 1844 als Sekretär und daran anschließend bis 1847 als I. Schaffner. Von 1847 bis 1867 leitete er die Loge als ihr Meister vom Stuhl. Von 1869 bis 1871 übernahm Glitza in der "Großen Loge von Hamburg" das Amt des Großredners. In den Jahren von 1872 bis 1886 leitete er diese Großloge als ihr Großmeister und bekleidete damit das höchste Amt eines Freimaurers in Hamburg. Im September 1886 ernannte ihn die "Große Loge von Hamburg" zu ihrem Ehren-Großmeister.
 
Medaillen
Kategorien Wissenschaft
Funktionen
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Johann Christoph Gloy  
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Geboren 10. Februar 1794
Geburtsort Lübeck 
Gestorben 31. Mai 1879
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Christoph Gloy, geboren am 10.02.1794 in Lübeck, gestorben am 31.05.1879 in Hamburg, Sohn des Hospitalvogts Ehrhard Valentin Christoph Gloy und der Margaretha Catharina Rings. Im 15. Lebensjahr Beginn der Bühnenlaufbahn in Hamburg, dann zunächst in Kiel und Flensburg, seit 1815 als Schauspieler und Sänger in Hamburg am Stadt-Theater engagiert. Erste Eheschließung 15.11.1818 mit Johanna Dorothea Gericke (gest. 1859), zweite Eheschließung 1861 mit Wilhelmine Stelling. 
Lokale Referenzen
Johann Christoph Gloy war überzeugter Freimaurer. Er ist am 1. August 1816 von der Hamburger Loge "Emanuel zur Maienblume" zum Lehrling aufgenommen worden. Im Jahre 1817 wurde er zum Gesellen befördert und 1823 zum Meister erhoben. 1866 ehrte ihn die Loge für seine 50-jährige Mitgliedschaft.
Mit ihm gemeinsam in der Loge "Emanuel zur Maienblume" war auch der Direktor des Stadt-Theaters Friedrich Ludwig Schmidt.
 
Kategorien Musik
Schauspiel und Tanz
Funktionen Musiker/in: -
Bühnenschauspieler/in: -
Sänger/in: -
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Gerda Gmelin  
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Geboren 23. Juni 1919
Geburtsort  
Gestorben 14. April 2003
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie


 
Der Name Gerda Gmelin und ihre Person sind untrennbar mit dem Theater im Zimmer in Hamburg verbunden. Die Gründung des kleinen Theaters geht auf ihren Vater Helmuth Gmelin zurück. Er eröffnete das Theater am 24. März 1948 in seiner Wohnung an der Alsterchaussee 5 und verwirklichte damit seine lang gehegte Idee, ein „Theater ohne Vorhang und Rampe“ zu gründen - in einer zwanglosen, privaten Umgebung, im direkten Kontakt zu den Zuschauerinnen und Zuschauern. Im März 1955 - das Theater im Zimmer hatte inzwischen sein neues Domizil in der Alsterchaussee 30 bezogen - holte Helmuth Gmelin seine Tochter mit ihren beiden Söhnen an sein Theater. Gerda Gmelin war inzwischen Schauspielerin geworden und hatte ein Engagement an einer Wanderbühne in Neuwied. Sie war verheiratet mit dem Schauspieler Leo Masuth, dessen Namen sie nach der Scheidung 1958 ablegte, um wieder ihren Geburtsnamen anzunehmen.
In Hamburg wohnte Gerda Gmelin mit ihren beiden Söhnen über dem Theater in den Garderoben. Der ältere Sohn Christian kam bald auf ein Internat, Matthias, der Jüngere blieb in Hamburg und schlief hinter einem Paravent.
Gerda Gmelin lernte den Theaterbetrieb in allen seinen Facetten kennen und musste auch alles, was zum reibungslosen Ablauf dazu gehörte, mitmachen. 
Ihre ersten kleinen Rollen bekam sie nach Vater Helmuths Motto: „Och, das kann Gerdachen spielen, die ist ja sowieso da.“ Zehn Jahre arbeitete Gerda Gmelin unter diesen aufgezeigten Bedingungen rund um die Uhr. 
Allmählich veränderte sich die Sicht Helmuth Gmelins auf das schauspielerische Talent seiner Tochter. Gerda Gmelin bekam größere Rollen und wurde von den Assistenz- und Inspizienzaufgaben befreit. In dieser Zeit fiel eine schwere Erkrankung Helmuth Gmelins, die 1959 zu seinem Tode führte. Von dieser Zeit an begann für Gerda Gmelin ein neuer Lebensabschnitt. Ohne dass sie es je beabsichtigt hatte, war sie nun die Prinzipalin, die Intendantin des Theaters im Zimmer. 
Sie zeigte ein ausgesprochenes Gespür für avantgardistische, wenn auch nicht immer publikumswirksame Stücke, gute Regisseure und Schauspielerinnen und Schauspieler. Im Winter 1967 begann sie eine erfolgreiche jährliche Agatha-Christie-Krimireihe, später folgte ein sonntäglicher Jazz-Frühschoppen. 1982 begann Gerda Gmelin mit einem neuen Projekt: einer Musical-Tradition.
Bis zur Schließung des Theaters im Zimmer im Jahre 1999 steuerte Gerda Gmelin immer wieder mit großem Elan, mit eigenen erfolgreichen Rollen in Stücken von Pinter, Beckett, Kroetz u.a. durch alle Fährnisse des Theaterlebens. Für ihre Verdienste erhielt sie die Medaille für Kunst und Wissenschaft des Hamburger Senats, die Biermann-Ratjen-Medaille und den Max-Brauer-Preis.
Text: Christian Masuth(verstorben)
 
Lokale Referenzen

Gerda-Gmelin-Platz, HafenCity, seit 2013

Gerda Gmelin ist im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof bestattet

 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
Intendant/in: -
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Helmuth Gmelin  
Abbildung
Geboren 1891
Geburtsort  
Gestorben 1959
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
Intendant/in: -
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Boy Christian Klée Gobert  
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Geboren 05. Juni 1925
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 30. Mai 1986
Todesort Wien 
Kurzbiographie

Mindestens einmal im Jahr ist der Schauspieler, Regisseur und langjährige Intendant des Thalia Theaters Boy Gobert (1925 – 1986) in Hamburg gegenwärtig:

Wenn im Spätherbst der nach ihm benannte Boy-Gobert-Preis, der seit 1981 an herausragende Nachwuchsschauspieler bzw. –schauspielerinnen, in feierlichem Rahmen auf der Bühne des Thalia Theaters verliehen wird.

Aber dieser Preis ist nicht die einzige Spur, die der berühmte Theatermann Boy Gobert in Hamburg hinterlassen hat.

 
Sonstige Sonstiges.pdf
Nachrufe (Nekrologe) Nachruf.pdf
Lebensbeschreibungen Boy Gobert von Undine Probst.pdf
Literaturhinweise Literaturhinweise.pdf
YouTube Filme
Kategorien Literatur
Funktionen
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Adolph Godeffroy  
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Geboren 28. November 1814
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 13. Dezember 1893
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Adolph Godeffroy, geb. 28.11.1814 in Hamburg, gest. 13.12.1893 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Reeders Johann Cesar V Godeffroy und der Sophie Lucie Meyer. Selbst als Kaufmann und Reeder tätig, von 1837 bis 1845 in der kubanischen Niederlassung der Fa. Godeffroy & Co., dann in Hamburg, Mitbegründer der HAPAG. Erste Eheschließung 20.07.1839 mit der Hamburger Kaufmannstochter Antonie Emilie Godeffroy (gest. 1877), Wiederverheiratung 22.03.1879 mit der Hamburger Bankierstochter Harriet Freiin von Schröder, verw. Milberg. 
Lebensbeschreibungen Adolph Godeffroy.pdf
Podcasts Godeffroy Adolph.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1858 -
Bürgerschaftsmitglied: 1859 - 1867
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Ernst Adolph Godeffroy  
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Geboren 25. April 1884
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. März 1963
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Ernst Adolph Godeffroy war das jüngste von sieben Nachkommen des Kaufmanns und Reeders Johann Cesar VII. Godeffroy (1838-1912) und seiner Frau Elisabeth Eleonore, Tochter des Kaufmanns Jean Donner.
 
Nachdem er seine kaufmännische Ausbildung bei namhaften Hamburger Schiffsmaklern und Reedereien abgeschlossen hatte, wurde er als Soldat in den Ersten Weltkrieg eingezogen. 1921 berief ihn die Deutsche Levante-Linie (DLL) in den Vorstand. Später wurde er Mitinhaber der Reederei "Bock, Godeffroy & Co". Er hielt mehrere Aufsichtsmandate und war Präsident des "Deutschen Orient-Vereins". Für die Deutsche Volkspartei (DVP) engagierte er sich von 1932 bis 1933 als einer ihrer fünf Abgeordneten in der Hamburger Bürgerschaft.
Ernst Adolph heiratete in Hamburg am 17. Januar 1912 Luisa Susanne, Tochter des Kaufmanns Martin Garlieb Amsinck.
 
Lokale Referenzen
Ernst Adolph Godeffroy war mit der Freimaurerei verbunden. Er wurde in Hamburg von der Johannis-Loge "Zum Pelikan" am 20. November 1919 zum Freimaurer-Lehrling aufgenommen, am 9. Oktober 1920 zum Gesellen befördert und am 12. Januar 1922 zum Meister erhoben.
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Reeder: -
Anfang

 
Johann Cesar Godeffroy  
Abbildung
Geboren 01. Juli 1813
Geburtsort Kiel 
Gestorben 09. Februar 1885
Todesort Dockenhuden 
Kurzbiographie Johann Cesar VI (genannt Cesar) Godeffroy war Nachfahre hugenottischer Einwanderer. Er gehörte zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Hamburger Wirtschaftslebens im 19. Jahrhundert. Er war es, der der von seinem Großvater gegründeten Firma J.C. Godeffroy Weltruf verschaffte. Man nannte ihn in Hamburg den „ungekrönten König der Südsee“, weil er die Firma zu ungeahnten Erfolgen in der pazifischen Inselwelt führte. Dabei blieb es ihm jedoch im Alter nicht erspart zu erleben, wie das von ihm mitgestaltete Handelsimperium zusammenbrach.

 

 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in Blankenese ist seit 1921 die nach ihm benannte Godeffroystraße
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: Januar 1845 - Dezember 1845
Kaufmann/-frau: -
Reeder: -
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Johann Caesar Godeffroy  
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Geboren 24. Januar 1838
Geburtsort  
Gestorben 06. November 1912
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Neffe des Senators Adolph Godeffroy, Sohn des “Königs der Südsee” Johann Cesar Godeffroy. Über Johann Caesar Godeffroys Ausbildung ist nichts bekannt, am Schluss stand eine Weltreise, nach deren Beendigung er am 1. Januar 1862 als Teilhaber in die väterliche Firma Joh. Cesar Godeffroy & Sohn eintrat. 1878 wurde die Firma Joh. Cesar Godeffroy & Sohn in die „Deutsche Handels- und Plantagengesellschaft der Südsee-Inseln zu Hamburg“ umgewandelt, eine Aktiengesellschaft, in der Godeffroy bis 1881 Vorsitzender des Aufsichtsrates und von 1881 bis 1896 Direktor war. Am 30. Dezember 1872 wurde Godeffroy zum Mitglied der Handelskammer gewählt, deren Präsidiat er 1877 innehatte. Sein Amt als Handelsrichter, das er 1870 übernommen hatte, behielt er bis 1874. In seiner Eigenschaft als Mitglied der Handelskammer gehörte er der Verwaltung der Seemannskasse an (1874-1876), der Auswandererdeputation (1874 und 1875), der Deputation für Handel und Schifffahrt (1876 und 1877) und der Bürgerschaft (1876 und 1877). 
Lebensbeschreibungen Johann Caesar Godeffroy.pdf
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1877 -
Bürgerschaftsmitglied: 1876 - 1877
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Wilhelm Martin von Godeffroy  
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Geboren 09. April 1834
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 29. November 1904
Todesort Lehmkuhlen 
Kurzbiographie Wilhelm von Godeffroy – der jüngere Sohn von Carl Godeffroy, des hanseatischen Ministerresidenten der drei Hansestädte am russischen Hof in St. Petersburg – studierte Jura in Bonn, wurde zum Dr. jur. promoviert und war einige Zeit als Advokat in Hamburg zugelassen. Nach dem Tod seiner Muttter Marianne (geb. Jenisch) 1871 wurde er einziger Erbe eines beträchtlichen Vermögens, das er in den letzten 33 Jahren seines Lebens noch einmal verdoppeln konnte. Das von den Eltern geerbte Stadthaus an der Esplanade 36 bewohnte er selten, das Weiße Haus in Dockenhuden (Elbchaussee 547) fast nie. Im Sommer lebte er auf dem Gut Lehmkuhlen bei Preetz, den größten Teil des Jahres verbrachte er in seinem Stadtpalais in Berlin in der Wilhelmstraße 59. Spät, mit Mitte fünfzig, heiratete Godeffroy die Tochter des englischen Generalkonsuls in Hamburg, Millicent Annesley, die Ehe blieb kinderlos. 1901 wurde Godeffroy in den erblichen preußischen Adelsstand erhoben. Als er 1904 starb, war er einer der reichsten Männer des Deutschen Reiches, der ein Vermögen von fast 50 Millionen Mark hinterließ. Die mit einem Teil hiervon begründete Dr. Wilhelm Martin von Godeffroy-Familien-Fideikommiß-Stiftung wurde 1905 durch Beschluss des Hamburger Senats genehmigt. 1906 sagte Senator Dr. Carl August Schröder, der die Stiftung verwaltete, seinem Kollegen Werner von Melle eine Spende für die geplante Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung zu. 
Literaturhinweise Literatur zu Martin Godeffroy.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
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Johann Georg Friedrich Goering  
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Geboren 08. Juli 1789
Geburtsort Waltershausen/Thüringen 
Gestorben 26. Oktober 1867
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Georg Friedrich Goering, geb. 8.7.1789 in Waltershausen/Thüringen, gest. 26.10.1867 in Hamburg, Sohn des Kaufmanns Johann Heinrich Georg Goering. Kaufmann in Hamburg, Besitzer einer bedeutenden Kunstsammlung. Seit 1855 Oberalter. Vermählt 27.6.1819 mit Sara Janssen. 
Kategorien Wirtschaft
Kunst
Religion
Funktionen Oberalter: 1855 -
Kaufmann/-frau: -
Kunstsammler/in: -
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Johann Melchior Goeze  
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Geboren 16. Oktober 1717
Geburtsort Halberstadt 
Gestorben 19. Mai 1786
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Goeze war der Sohn eines lutherischen Pfarrers. Nach seiner Schulzeit, die Goeze in Halberstadt und in Aschersleben verbrachte, studierte er in Jena und Halle Theologie, um 1741 seine erste Pfarrstelle in Aschersleben anzutreten. 1750 wurde Goeze Pastor in Magdeburg, um 1760 das Amt des Hauptpastors an der Hamburger Katharinenkirche zu übernehmen. Von 1760 bis 1770 war Goeze außerdem Senior, d.h. Vorsteher des Geistlichen Ministeriums, der obersten Behörde der hamburgischen Kirche. Goeze ist weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus als streitbarer Spätling der Lutherischen Orthodoxie bekannt, der sich mit verschiedenen Vertretern der theologischen und philosophischen Aufklärung kritisch bis polemisch auseinandersetzte. Goezes bekanntester Gegner war Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781), mit dem er den sogenannten Fragmentenstreit hatte. Seine umfangreiche Bibelsammlung vermachte Goeze der damaligen Hamburger Stadtbibliothek; sie ist aufgrund von Verlusten im Zweiten Weltkrieg stark dezimiert.
 
Literaturhinweise Goeze.JohanMelchior.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
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Anna Lydia Katharina Gombert  
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Geboren 17. Februar 1903
Geburtsort Mohrungen/Ostpreußen 
Gestorben 30. Dezember 1986
Todesort Neu-Darchau/Elbe 
Kurzbiographie

Katharina Gombert war eine in Hamburg wirkende lutherische Theologin. Die Tochter eines Pastors legte 1922 die Reifeprüfung in Königsberg ab. 1923 erwarb sie die Lehrbefähigung für Lyzeen. Zwei Jahre arbeitete Gombert als Hauslehrerin auf einem Gut in Ostpreußen. In Königsberg, Rostock und in Göttingen studierte sie anschließend evangelische Theologie. Schon früh engagierte sie sich im 1925 gegründeten Verband Evangelischer Theologinnen Deutschlands und beteiligte sich an der Diskussion über die Arbeitsmöglichkeiten von Theologinnen in der Kirche. Nach dem ersten theologischen Examen in Göttingen 1930 erhielt Gombert eine Anstellung als Gemeindehelferin an der St. Lukas-Gemeinde in Hamburg-Fuhlsbüttel. Ihre Tätigkeitsbereiche waren die Jugendarbeit, die kirchliche Unterweisung und die Sozialarbeit. Aufgrund ihres erfolgreichen Wirkens wurde sie 1933 fest angestellt. Neben der Gemeindearbeit absolvierte sie das Vikariat und legte im selben Jahr das zweite theologische Examen in Hamburg ab. Laufend hielt sie Vorträge, u.a. im Deutsch-Evangelischen Frauenbund, und leitete die Treffen der Hamburger Mitglieder des Theologinnenverbandes. Im Nationalsozialismus war sie nicht Mitglied der NSDAP, kirchenpolitisch hatte sie sich 1934 der Bekenntnisgemeinschaft Hamburg angeschlossen.

1946 wurde Gombert Vorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe und zugleich hauptamtliche Leiterin des Evangelischen Frauenwerks in Hamburg. Einen wichtigen Teil ihres neuen Arbeitsfeldes bildeten die Mütter- und Frauen-Freizeiten. 1951 erhielt die bis dahin relativ offene Arbeit des Frauenwerkes eine vom Landeskirchenamt vorgegebene rechtliche Struktur. Aus Protest gegen diese Umstrukturierung des Landeskirchlichen Frauenwerks ließ Gombert sich im Juni 1952 von ihrem Amt als hauptamtlicher Leiterin entbinden und wechselte in die Krankenhausseelsorge. Seit 1955 war sie ausschließlich in Eilbek tätig, wo sie ab April 1964 auch die Gottesdienste übernehmen durfte. 1965 setzte die Synode einen Ausschuss zur Frage der Frauenordination ein, dem Gombert als geistliches Mitglied angehörte. Zum 1. September 1967 trat sie aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Zwei Jahre später, nach der Verabschiedung des Pastorinnengesetzes in der Hamburger Landeskirche, wurde ihr die Amtsbezeichnung Pastorin i.R. verliehen und das Recht zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung übertragen.

 
Literaturhinweise Gombert Literatur.pdf
Kategorien Religion
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Prof. lic. theol. Leonhard Goppelt  
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Geboren 06. November 1911
Geburtsort München 
Gestorben 21. Dezember 1973
Todesort München 
Kurzbiographie

Leonard Goppelt war Professor für Theologie mit neutestamentarischem Arbeitsschwerpunkt. Der Lehrersohn studierte nach dem Abitur von 1931 bis 1932 in München zunächst Naturwissenschaften und Philosophie. Nach einem Jahr wandte er sich der evangelischen Theologie zu, die er von 1932 bis 1934 in Erlangen und Tübingen studierte. 1935 und 1938 legte er die theologischen Examina in Ansbach ab. 1936 war er Repetent an der Evangelisch-theologischen Fakultät in Erlangen, wo er 1939 zum Lic. theol. promoviert wurde. Von 1940 bis 1945 war Goppelt Soldat, während eines Genesungsurlaubs 1942/43 konnte er seine Erlanger Habilitationsschrift vollenden, das Verfahren wurde jedoch erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1946 abgeschlossen.

Nach einer Vertretung in Göttingen wurde Goppelt 1949 hauptamtlicher Dozent für Neues Testament an der Kirchlichen Hochschule Hamburg, wo er 1950 den Professorentitel verliehen bekam. 1954 erhielt er den Lehrstuhl für Neues Testament an der neugegründeten Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Hamburg. Dort engagierte er sich für die Gründung des 1958 eröffneten Bugenhagen-Konvikts. In der Diskussion um die Gleichberechtigung der Frauen im theologischen Amt plädierte er in den sechziger Jahren für spezifische Aufgaben und Ämter der Theologinnen. 1967/68 wechselte Goppelt an die neugegründete Evangelisch-theologische Fakultät der Universität München.

Neben seiner Lehrtätigkeit arbeitete er in der Synode seiner Landeskirche, der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und der Evangelischen Kirche in Deutschland mit. Er beteiligte sich engagiert an den Gesprächen, die die Evangelische Kirche in Deutschland mit der Orthodoxen Kirche in Russland führte. Goppelts Konzeption war es, das Sachanliegen des Neuen Testaments in die Diskussion der Gegenwart hineinzutragen.

 
Literaturhinweise Goppelt Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Religion
Bildungswesen
Funktionen Hochschullehrer/in: 1949 -
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Ernst Gossler  
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Geboren 10. Juni 1838
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 05. Juli 1893
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Neffe Wilhelm Gosslers (Präses der Commerzdeputation 1853). Nach einem Aufenthalt 1859 in England, Portugal und Nordamerika kam Ernst Gossler im Frühjahr 1863 wieder nach Hamburg zurück. Im November 1863 leistete er den Bürgereid, am 24. Februar des Jahres wurde er Prokurist der Firma Joh. Berenberg, Gossler & Co. Am 1. Januar 1873 trat er als Gesellschafter ein und führte nach dem Tode von Hinrich Gossler das Geschäft ab September 1879 zusammen mit John Berenberg-Gossler als Mitinhaber. Außerdem war er ab Juni 1868 Einzelprokurist der Firma W. Gossler, die seinem Onkel gehörte. Nach seiner Wahl in die Handelskammer am 9. Juli 1873 vertrat Gossler die Handelskammer in der Stempelsektion (1874) und der Sektion Warendeklaration (1876), der Auswandererdeputation (1874-1878) und der Deputation für Handel und Schifffahrt (1875-1878). Die Handelskammer delegierte ihn am 3. Januar 1877 in die Bürgerschaft. Gossler übernahm 1879 das Präsidiat, doch bereits am 1. Mai 1879 bat die Handelskammer in einem Schreiben an die Deputation für Handel und Schifffahrt, Gossler aus der Handelskammer und damit auch aus der Bürgerschaft zu entlassen. Gossler hatte sein Entlassungsgesuch mit differierenden handelspolitischen Ansichten begründet. 1879 begann der Kampf der Handelskammer gegen die von der Reichsregierung vorgesehenen neuen Zolltarife, die einen Wechsel der bisherigen Wirtschaftspolitik darstellten. Ein solcher Kampf war nur unter der Leitung eines überzeugten Freihändlers zu führen. Hinzu kam noch, dass er, bereits Präses, öffentlich für den Zollanschluss Hamburgs an das Deutsche Reich eingetreten war. Er musste seinen Rücktritt erklären und seine Entlassung aus der Handelskammer beantragen. 
Podcasts Gossler Ernst.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Bankier: -
Handelskammerpräses: 1879 -
Bürgerschaftsmitglied: 1877 - 1879
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Johann Jakob Goßler  
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Geboren 30. November 1758
Geburtsort Hamburg 
Gestorben -
Todesort 1812 verschollen in Russland 
Kurzbiographie Johann Jakob Goßler, geb. 30.11.1758 in Hamburg, verschollen 1812 in Russland, Sohn des Buchhalters Johann Eibert Goßler und dessen dritter Frau Anna Elisabeth Röber. Seit 1773 militärische Laufbahn im Hanseatischen Infanterieregiment, seit 1811 in französischen Diensten, zuletzt im Range eines Oberst. Heirat 09.10.1792 mit Margaretha Elisabeth Eyffler. 
Kategorien Politik
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Wilhelm Gossler  
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Geboren 13. November 1811
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 08. November 1895
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Vom 1. Januar 1836 bis zum 31. Dezember 1859 war Wilhelm Gossler Teilhaber der Firma Joh. Berenberg, Gossler & Co., eines seit 1590 bestehenden Unternehmens. .Am 1. Januar 1860 gründete er eine eigene Firma Wm. Gossler. Gossler begründete 1854 die „Hamburg-Bremer Feuerversicherungsgesellschaft“ mit, deren Aufsichtsrat er von 1854 bis zu seinem Tode angehörte. In den Aufsichtsrat der Norddeutschen Bank trat er 1866 ein und gehörte ihm bis zu seinem Tode an. Seit Mai 1859 war Gossler Mitglied des Direktoriums der Assekuranz-Companie von 1856. Bereits 1860 übernahm er den Vorsitz. Wilhelm Gossler wurde am 31. Dezember 1849 in die Commerzdeputation gewählt. Das Präsidiat führte er 1853. 
Lebensbeschreibungen Wilhelm Gossler.pdf
Podcasts Gossler Wilhelm.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1853 -
Bürgerschaftsmitglied: 1863 - 1868
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Adolf Friedrich Götting  
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Geboren 24. Dezember 1831
Geburtsort Einbeck 
Gestorben 29. März 1911
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Adolf Friedrich Götting, geb. 24.12.1831 in Einbeck, gest. 29.3.1911 in Hamburg, Sohn des Zollverwalters Heinrich Julius Götting und der Caroline Georgine von Jeinsen. Nach Ausbildung als Postbeamter seit 1861 in Hamburg bei der Post tätig, seit 1877 Direktor der Berlin-Hamburger Eisenbahngesellschaft, seit 1884 Direktor der Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft. Erste Eheschließung 1856 mit Minna Pahl (gest. 1897), zweite Eheschließung 1899 mit Frieda Hesse. 
Lokale Referenzen
Adolf Friedrich Götting war ein sehr aktiver Freimaurer. Er wurde in Celle von der Loge "Zum hellleuchtenden Stern" in den Bund aufgenommen. Nach seinem Wohnungswechsel nach Hamburg ließ er sich am 13. April 1872 von der Loge "Absalom zu den drei Nesseln" annehmen. Diese Loge leitet er als ihr Meister vom Stuhl in den Jahren 1872-1877 und wieder von 1879 bis 1880. Von 1880 bis 1886 war er Großmeister der "Großen Loge von Hamburg" und damit in dieser Zeit der ranghöchste Hamburger Freimaurer.
 
Kategorien Wirtschaft
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Alexander Wilhelm Goverts  
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Geboren 29. Dezember 1805
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. April 1856
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Alexander Wilhelm Goverts, geb. 29.12.1805 in Hamburg, gest. 22.4.1856 ebd., Sohn des Kaufmanns und Maklers Ernst Friedrich Goverts und der Kaufmannstochter Lucia Amalia Adamy. 1826-1829 Jurastudium in Leipzig und Göttingen mit Promotion zum Dr. jur., 1829-1837 als Advokat in Hamburg. Seit 1837 als Makler im väterlichen Geschäft tätig. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Ernst Friedrich Goverts  
Abbildung
Geboren 04. Juli 1768
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. März 1855
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ernst Friedrich Goverts, geb. 04.07.1768 in Hamburg, gest. 22.03.1855 ebd., Sohn des Hamburger Maklers Hermann Friedrich Goverts und der Maria Sara Brüst. Kaufmann und Makler in Hamburg. 29.01.1799 Heirat mit Lucia Amalia Adamy. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Hermann Friedrich Goverts  
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Geboren 29. Januar 1741
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 18. Februar 1817
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Hermann Friedrich Goverts, geb. 29.01.1741 in Hamburg, gest. 18.02.1817 ebd., Sohn des Hamburger Maklers Hermann Goverts und dessen erster Ehefrau, Maria Elking. Makler in Hamburg. Erste Heirat 13.05.1766 mit Maria Sara Brüst; zweite Eheschließung 29.10.1783 mit Elisabeth Jahn; dritte Vermählung 08.09.1802 mit Charlotte Damm, verw. Hesse. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen
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Hermann Friedrich Goverts  
Abbildung
Geboren 17. Dezember 1799
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 26. November 1879
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Hermann Friedrich Goverts, geb. 17.12.1799 in Hamburg, gest. 26.11.1879 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Maklers Ernst Friedrich Goverts und der Lucia Amalia Adamy. Kaufmann und Makler in Hamburg. 17.7.1847 Heirat mit Emilie Georgine Kunhardt. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Heinz Graaf  
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Geboren 14. Januar 1910
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 06. Juli 1980
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1928-1930 Studium an der TH Dresden bei Adolf Abel 1930-1931 Mitarbeiter von Fritz Höger 1931-1933 Studium an der TH München (bei Döllgast), Diplom 1934 Mitarbeit im Büro des Architekten Hans Iwowski 1934-1935 Mitarbeit im Büro Richard Riemerschmid, München 1936-1945 Architekt bei der Bauverwaltung der Luftwaffe 1939-1945 Regierungsbaurat 1945 Selbständiger Architekt in Hamburg 1963 Arbeitsgemeinschaft mit Peter P. Schweger 1968 Partnerschaft Graaf - Schweger 1973 Architektengemeinschaft Graaf - Schweger + Partner 1974 31.12. Austritt aus der Partnerschaft 1975 Geschäftsführer von Graaf - Schweger + Partner __Quelle: http://www.architekturarchiv-web.de/graaf.htm _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Lebensbeschreibungen HeinzGraafWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Ernst Grabbe  
Abbildung
Geboren 1926
Geburtsort  
Gestorben 2006
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Friedrich von Graffen  
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Geboren 1745
Geburtsort  
Gestorben 1820
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Von-Graffen-Straße, Borgfelde, seit 1959
 
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 20. November 1801 - 13. Februar 1811
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Carl Grau  
Abbildung
Geboren 23. Dezember 1854
Geburtsort Coburg 
Gestorben 18. Dezember 1935
Todesort Bergedorf 
Kurzbiographie Carl Grau, geb. 23.12.1854 in Coburg, gest. 18.12.1935 in Bergedorf. Nach musikalischer Ausbildung seit 1873 als Cellist in Coburg tätig, dann als Chordirektor in Freiburg im Breisgau. 1889-1901 als Kapellmeister am Thalia-Theater in Hamburg. 1909 Übersiedlung nach Bergedorf, dort 1910 Mitbegründer der Hasse-Gesellschaft und bis 1932 deren musikalischer Leiter, seit 1921 auch Leiter des Hasse-Orchesters. Heirat 08.01.1882 mit Wilhelmine Wohlbrück. 
Lokale Referenzen Graustraße, Bergedorf, seit 1949
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
Orchesterleiter/in: -
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Friedrich Wilhelm Graupenstein  
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Geboren 02. September 1828
Geburtsort Minden 
Gestorben 25. Mai 1897
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Portraitmaler und letzter Vertreter der künstlerischen Portraitlithographie in Hamburg.
Sein Vater war Schuhmachermeister und dienender Bruder Freimaurer in der Loge "Wittekind" in Minden. Bruder Dr. Meyer von der Loge unterstützte den jungen Friedrich Wilhelm mit einem Stipendium auf drei Jahre, mit dem er nach Berlin wanderte um bei dem Künstler und Freimaurer Johann Gottfried Schadow Historienmaler zu werden.
1853 siedelte Graupenstein nach Hamburg über, wo er vorrangig Bildnisse von Freimaurer-Brüdern malte - so auch 1873 das Portrait von Wichard Lange. Diese Bilder gelangen ihm so gut, dass man ihn bewegte, den Steindruck zu erlernen. Mit dieser Kunsttechnik war er jahrelang sehr erfolgreich. Sein Werk wird auf mehr als 1.000 Kreidezeichnungen, 450 Ölbildnisse und 300 Steinzeichnungen geschätzt.
 
Lokale Referenzen
Friedrich Wilhelm Graupenstein wurde am 5. März 1855 von der Loge "Zur goldenen Kugel" zum Freimaurer aufgenommen. Von 1863 bis 1872 und von 1874 bis 1875 war er in dieser Loge ihr Logenmeister. Zur Gründung der Loge "Globus" am 1. Dezember 1876 wechselte er in diese Loge, in der er von 1879 bis 1884 Meister vom Stuhl war.
 
Kategorien Kunst
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Professor Dr. Dr. h.c. Helmut Greve  
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Geboren 02. Juni 1922
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 03. Juli 2016
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Am 19.7.2016 haben bei einer großen Trauerfeier in der St. Michaelis Kirche rund 800 Gäste von dem Hamburger Ehrenbürger Prof. Dr. Dr. h. c. Helmut Greve Abschied genommen. Der im Alter von 94 Jahre verstorbene Hamburger Bauunternehmer (Dr. Helmut Greve Bau und Boden AG) war einer der größten Mäzen und Stifter der Nachkriegszeit. Besonders hervorzuheben ist die zusammen mit seiner Ehefrau Hannelore Greve getätigte Spende zweier neuer Flügelbauten für die Universität Hamburg. Die Kosten hierfür sollen insgesamt rund 35 Millionen Euro betragen haben und stellen damit die größte Spende der Nachkriegszeit an die Hansestadt dar. Ebenso wie die im Jahr 2005 erfolgte Spende in Höhe von 30 Millionen als Grundstock für den Bau der Elbphilharmonie eine der größten Spenden von Privatpersonen darstellt. Darüber hinaus gründete Helmut Greve zusammen mit seiner Frau die Dr. Helmut und Hannelore Greve Stiftung für Wissenschaften und Kultur und die Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur in Hamburg. Der evangelischen Freikirche der Mennoniten angehörend wurde Helmut Greve auf dem Hamburger Mennonitenfriedhof in Bahrenfeld beigesetzt.Literaturhinweise/ Quellen: Hamburger Abendblatt, „Helmut Greve war "ein Hanseat durch und durch"“, 5.07.2016. Manager Magazin, „Die reichsten Deutschen Kaufen, bauen, nie verkaufen!“, 31.08.2001. Hamburger Abendblatt, „Foyer der Elbphilharmonie wird nach Ehepaar Greve benannt“, 8.07.16 
Lokale Referenzen Helmut und Hannelore Greve Foyer im 13. Stock der Elbphilharmonie  
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Peter Greve  
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Geboren 20. September 1696
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 21. April 1780
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen. 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Überarbeitung Heinz A. E. Schröter 2010.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter 2010 03.mp3
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 23. November 1759 - 21. April 1780
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Dr. phil. Dr. h.c. Eduard Rudolf Grimm  
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Geboren 07. August 1848
Geburtsort Jena 
Gestorben 11. November 1932
Todesort Emmelndorf bei Hittfeld 
Kurzbiographie

Eduard Grimm war ein evangelisch-lutherischer Theologe und Hauptpastor der St. Nikolai-Kirche in Hamburg. Er war prominenter Vertreter theologisch liberaler Positionen. Der Sohn eines Theologieprofessors studierte von 1867 bis 1870 Theologie und Philosophie in Jena. 1870/71 war er Kriegsfreiwilliger. 1872 legte er in Hamburg das theologische Examen ab und wurde in Jena zum Dr. phil. promoviert. Von 1872 bis 1878 war er Lehrer in Hamburg, ab 1878 Pastor in Bürgel bei Jena und ab 1881 Archidiakonus in Weimar. 1892 wurde er Hauptpastor an der liberal geprägten St. Nikolai-Kirche in Hamburg. Von 1894 bis 1920 war er Mitglied des Kirchenrates. Grimm war Mitglied des Protestantenvereins und des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins, politisch gehörte er dem radikalnationalistischen Alldeutschen Verband an.

1911 wurde er zum Senior der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate gewählt, an deren Spitze er nun stand. In dieser Funktion war er Mitglied der Deutschen Evangelischen Kirchenkonferenz, des Deutschen Evangelischen Kirchentages (1919-1921) und bis 1920 des Ersten Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses. Während seiner Amtszeit arbeitete er am liturgischen Handbuch und an der Neuausgabe des Gesangbuchs mit. Wissenschaftlich arbeitet Grimm insbesondere auf philosophischem, später auf theologischem und religionswissenschaftlichem Gebiet. Er publizierte über französische und englische Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, über Kant und Nietzsche sowie über Religionsphilosophie und Jesus Christus. Seit dem Wintersemester 1897/98 lehrte er Theologie am Allgemeinen Vorlesungswesen und vom Wintersemester 1908/09 bis zum Sommersemester 1919 am neugegründeten Kolonialin­stitut.

Zum 1. Oktober 1920 wurde er emeritiert und widmete sich im Ruhestand der Abfassung philosophischer Arbeiten. 1897 erhielt Grimm die theologische Ehrendoktorwürde der Universität Jena.

 
Literaturhinweise Grimm Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Religion
Bildungswesen
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1878 - 1920
Hochschullehrer/in: 1897 - 1919
Lehrer/in: 1872 - 1878
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Dr. phil., Dr. theol. Rudolf Eduard Grimm  
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Geboren 07. August 1848
Geburtsort Jena 
Gestorben 11. November 1932
Todesort Emmelndorf bei Hittfeld 
Kurzbiographie Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 als Freiwilliger, Studium in Jena, 1872 theologisches Examen und Promotion zum Dr. phil., 1872-1878 Lehrer in Hamburg, 1878 Pfarrer in Bürgel, 1881 Archidiakonus in Weimar, 1892 Hauptpastor an St. Nikolai in Hamburg, 1894 Mitglied des Kirchenrats, 1897 Promotion zum Dr. theol., 1911 Senior der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate, 1920 Ruhestand. Grimm war ein evangelischer Theologe der liberalen Richtung, der sich auch intensiv mit der neuzeitlichen Philosophie auseinandersetzte und seinen Schwerpunkt bei ethischen Fragen setzte. Politisch gehörte er der nationalkonservativen Richtung an.
 
Nachrufe (Nekrologe) HamburgerPersönlichkeiten.Grimm.Nekrolog.pdf
Literaturhinweise HamburgerPersönlichkeiten.Grimm.Literaturhinweise.pdf
Kategorien Religion
Funktionen
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Willem Grimm  
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Geboren 02. Mai 1904
Geburtsort Eberstadt bei Darmstadt 
Gestorben 19. September 1986
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Bekannt ist Willem Grimm vor allem für seine Grafiken. Ab 1931 beschäftigte ihn vor allem das Motiv der sog. „Rummelpottszenen“: Der Hamburger Brauch des „Rummelpottlaufens“, bei dem Kinder verkleidet am Silvesterabend von Haus zu Haus ziehen, um Süßigkeiten zu erhalten, erhält bei Grimms Holzschnitten einen düster-makabren Ton. Weiter gehören Porträts, Stilleben und Landschaftsbilder zu seinem Oeuvre.

In Eberstadt geboren, studierte Willem Grimm zunächst an der Kunstgewerbeschule in Offenbach. Schon Großvater und Vater waren als Lithografen tätig. Bevor er sich ab 1924 in Hamburg niederließ, besuchte er Worpswede und sah dort die Werke von Paula Modersohn-Becker. In Hamburg widmete er sich zunächst vor allem der Grafik: an der Hamburger Kunstgewerbeschule lernte er bei Willi Titze. Dabei experimentierte er mit verschiedenen Formen der Grafik und war schon während seines Studiums sehr erfolgreich. Ab 1927 nahm er an den Ausstellungen der Hamburgischen Sezession teil, ab 1929/30 war er Mitglied der Gruppe und prägte entscheidend den Hamburger Sezessionsstil mit. Gefördert wurde er ab 1929 vor allem durch die Kunsthistorikerin Rosa Schapire (welche zu diesem Zwecke eine „Grimm-Gesellschaft“ gründete), sowie durch die Kunstsammlerin Emmy Ruben und den Kunsthändler Hildebrand Gurlitt. Mit Karl Kluth zusammen besuchte er 1934 Norwegen. Ab Mitte der 1930er Jahre zieht sich Grimm der Beschränkungen durch die NS-Herrschaft wegen (fünf seiner Werke werden im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ aus der Hamburger Kunsthalle entfernt) vollständig aus dem künstlerischen Leben zurück. Er arbeitet als Bauer in Worpswede, wurde aber bei Kriegsbeginn eingezogen. Viele seiner frühen Werke wurden 1943 in seinem Atelier bei einem Bombenangriff zerstört. Nach dem Krieg arbeitete er erfolgreich weiter, und wurde 1946 Professor an der Hamburger Landeskunstschule. 1959 wurde er mit dem Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg geehrt. 1986 verstarb er in Hamburg. 

 
Literaturhinweise Willem Grimm_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Grafiker/in: -
Maler/in: -
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Friedrich Carl Gröger  
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Geboren 14. Oktober 1766
Geburtsort Plön 
Gestorben 08. November 1838
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Friedrich Carl Gröger, geb. 14.10.1766 in Plön, gest. 8.11.1838 in Hamburg. Zunächst autodidaktisch als Miniaturmaler in Schleswig-Holstein und Lübeck tätig, seit 1787 künstlerische Weiterbildung in Hamburg und an der Berliner Akademie. 1782-1805 in Lübeck ansässig, Beginn der Ateliergemeinschaft mit Heinrich Jacob Aldenrath, Hinwendung zur großformatigen Porträtmalerei in Öl. Nach längeren Aufenthalten in Kiel und Kopenhagen 1816 Übersiedlung nach Hamburg, dort seit 1818 auch Mitarbeit an der Speckterschen Steindruckerei als Bildnislithograf. Beliebtester Porträtist des schleswig-holsteinischen Adels sowie des Lübecker und Hamburger Bürgertums im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Zeichner/in: -
Lithograph/in: -
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Jenny Gröllmann  
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Geboren 1947
Geburtsort  
Gestorben 2006
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Berthold Grosse  
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Geboren 02. Juni 1863
Geburtsort Welsleben 
Gestorben 07. Oktober 1927
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Berthold Grosse wurde am 2.6.1863 in Welsleben bei Magdeburg geboren. Er machte eine Lehre zum Tischler und begab sich auf Wanderschaft. Es folgte der Eintritt in die Gewerkschaft der Tischler (1883), das Amt als Vorsitzender des Tischler-Fachverein Hannovers (1888), die Mitgliedschaft im Hamburger Tischlerverband und das Amt als Delegierter im Hamburger Gewerkschaftskartell (1890). Ab 1900 war er Angestellter bei der Ortskrankenkasse in Altona.
Seit 1884 war Grosse Mitglied der SPD und mitverantwortlich, dass die Novemberrevolution in Hamburg einigermaßen friedlich verlief. Im November 1918 wurde er für die Gewerkschaften in den Arbeiter- und Soldatenrat für Hamburg gesandt. Nach dem Rücktritt Heinrich Laufenbergs wurde Grosse neben Karl Hense zum Vorsitzenden des Rates gewählt. Neuwahlen für die Hamburgische Bürgerschaft wurden im März 1919 angesetzt. Neuer Präsident der Bürgerschaft wurde Grosse, der Mitglied seit 1907 war. Nach dem Tod des Senators Max Hegemann wurde er an dessen Stelle in den Hamburger Senat gewählt, wo er für das Ressort Jugend verantwortlich war.
Grosse verstarb am 7.10.1927 in Hamburg. 
Literaturhinweise Berthold Grosse_Literaur.pdf
Kategorien Politik
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: -
Senator/in: -
Anfang

 
Pawel Grote  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1531 - 1537
Anfang

 
Pawel Grote  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1580 - 1584
Anfang

 
Dr. hc. Frederic Paul Grove  
Abbildung
Geboren 14. Februar 1879
Geburtsort Radomno, Westpreußen 
Gestorben 09. September 1948
Todesort Simcoe, Canada 
Kurzbiographie  
Kategorien
Funktionen
Anfang

 
Dr. hc. Frederick Philip Grove  
Abbildung
Geboren 14. Februar 1879
Geburtsort Radomno, Westpreußen 
Gestorben 09. September 1948
Todesort Simcoe, Canada 
Kurzbiographie

Felix Paul Greve, deutscher Schriftsteller, Poet und bedeutender Übersetzer englischer, französischer und spanischer großer Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts ( H.G. Wells, O. Wilde, H. Balzac, G. Flaubert, H. Murger, M. Cervantes), wurde am 14. Februar 1879 in Radomno (ehemals Westpreußen, heute Polen) geboren, machte an der Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg Abitur, studierte in München, Bonn und Rom Klassische Philologie und Archäologie und starb nach abenteuerlichem Leben am 19. August 1948 als mit Staatspreisen geehrter kanadischer Schriftsteller und als großer Innovator der kanadischer Nationalliteratur des frühen 20. Jahrhunderts in Simcoe (Ontario, Kanada) unter dem Namen Frederic Philip Grove.

 
Lebensbeschreibungen Frederick Philip Grove.pdf
Literaturhinweise Literaturliste und Online Verfügbarkeit.pdf
Kategorien Literatur
Funktionen Autor/in: -
Dichter/in: -
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Prof. Dr. Wolfang Dietrich Wilhelm Grünberg  
Abbildung
Geboren 10. August 1940
Geburtsort Swinemünde 
Gestorben 13. August 2016
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Wolfgang Grünberg war Professor für Theologie in Hamburg. Nach der Reifeprüfung 1959 studierte er evangelische Theologie in Tübingen (1959/60), Berlin (1960-1962 und 1963-1965), Heidelberg (1962) und Hamburg (1962/63). In den Semesterferien absolvierte er eine Tischlerlehre und bestand 1964 die Gesellenprüfung.

1965 legte er in Bielefeld das erste theologische Examen ab. Von 1965 bis 1968 war er Assistent für Praktische Theologie bei Martin Fischer an der Kirchlichen Hochschule Berlin. Das Vikariat absolvierte er in Berlin und St. Louis/USA. 1969 erfolgten das zweite theologische Examen und die Ordination in Berlin. 1970 wurde Grünberg zum Pfarrer der Evangelischen Gemeinde Heerstraße Nord in Berlin-Spandau ernannt. Darüber hinaus war er Bereitschaftspfarrer der Telefonseelsorge, stellvertretender Vorsitzender des Leitungsgremiums des Praktisch-theologischen Ausbildungsinstituts und Mitglied des theologischen Prüfungsamtes des Konsistoriums der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg. Zudem gehörte er der Gesellschaft für angewandte Linguistik an.

1971 wurde Wolfgang Grünberg in Berlin zum Dr. theol. promoviert. 1978 wurde er Professor für Praktische Theologie in Hamburg. Diese Position hatte er bis zur Emeritierung 2005 inne. 1987 gründete er die Arbeitsstelle Kirche und Stadt, die er bis 2015 leitete. Damit schuf er für den Fachbereich Evangelische Theologie ein zusätzliches Forschungsfeld, das auch außerkirchlich und international anerkannt war. 21 Bände erschienen in der Publikationsreihe „Kirche in der Stadt“. Ein Novum war das von ihm mitherausgegebene Lexikon der Hamburger Religionsgemeinschaften, das erstmals die Vielfalt christlicher und außerchristlicher Einrichtungen in der Großstadt erfasste. Darüber hinaus entstanden Untersuchungen zur kirchlichen Arbeit in einzelnen Stadtteilen.

Grünberg engagierte sich nachdrücklich für den christlich-jüdischen Dialog, insbesondere als führendes Mitglied der Vorbereitungsgruppe der Carlebach-Konferenzen der Universität Hamburg und der Bar-Ilan-Universität in Israel und als Mitherausgeber von Tagungsbänden.

Kennzeichnend für Wolfgang Grünberg, der als Gastprofessor in Sao Paulo gelehrt hatte, war sein interdisziplinärer und internationaler Zugang zum Thema Großstadtkirche.

 
Literaturhinweise Grünberg Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Religion
Bildungswesen
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1970 - 1978
Hochschullehrer/in: 1978 - 2005
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Gustaf Gründgens  
Abbildung
Geboren 1899
Geburtsort  
Gestorben 1963
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Gründgensstraße, Steilshoop, seit 1971
 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Prof. Dipl.-lng Friedhelm Grundmann  
Abbildung
Geboren 24. April 1925
Geburtsort Bad Warmbrunn (Polen) 
Gestorben 27. Oktober 2015
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Volumina im Sonnenlicht

Von Katharina Kulke überarbeitet von Bartosz Cejer

Das Werk von Friedhelm Grundmann ist durch zwei gegensätzliche Aufgabenbereiche gekennzeichnet: Seit mehr als vierzig Jahren prägt er das Erscheinungsbild der Stationen der Hamburger Hochbahn mit. Zum einen durch zahlreiche Restaurierungen wie etwa an der Mundsburg oder Umbauten wie etwa Dehnhaide, zum anderen durch Neubauten wie der Haltestelle Lübecker Straße. Mit letzterer Station gelang es dem Büro Sandtmann und Grundmann mittels einer Stahlbetonkuppel eine auffällige Eingangssituation zu schaffen, die die U-Bahnstation aus der unsichtbaren Tiefe ins Straßenbild holt. Das Gegenstück zu diesen profanen Bauaufgaben sind eine Vielzahl von Kirchen, die er in Hamburg und Schleswig-Holstein baute, sowie zahlreiche Restaurierungen. Er beschäftigte sich auch theoretisch in zahlreichen Schriften mit dem Kirchenbau und war Mitglied im Arbeitsausschuss für den Evangelischen Kirchentag. Innerhalb seines sakralen Werkes nennt Grundmann die Simeonkirche als seinen wichtigsten Bau. Diese 1965 in Hamburg-Hamm gebaute Kirche untertitelt Paulhans Peters treffend mit dem ursprünglich auf Gebäude von Le Corbusier bezogenen Zitat: "Volumina im Sonnenlicht". Mit Corbusier wird auf die Vorbilder und Herkunft von Grundmanns Architektur hingewiesen. Grundmann war nachhaltig von der Klassischen Moderne geprägt. Er selbst bezeichnete eine Reise zum Kloster La Tourette in Südfrankreich als ein entscheidendes Erlebnis und den Ausgangspunkt für seine Simeonkirche. Als seine "Hamburger Ahnen" betitelt er neben Fritz Schumacher und Karl Schneider auch Werner Kallmorgen, in dessen Architekturbüro er von 1951-56 arbeitete. 1932 zog die Familie nach Breslau, wo der Vater als Kunsthistoriker und Denkmalpfleger arbeitete. Mit seinen zahlreichen denkmalpflegerischen Arbeiten und seiner Mitgliedschaft im Denkmalrat der Stadt Hamburg setzt Grundmann somit eine familiäre Tradition fort. Die Treue zur Klassischen Moderne manifestiert sich auch deutlich in Grundmanns eigenem Wohnhaus. Einem kubischen, weißgeschlämmten Baukörper, hinter dem sich eine Kombination aus Wohnhaus und Atelier mit wohldurchdachten Grundrissen verbirgt.

 

 
Sonstige Grundmann_Warschau_Skizze_.jpg
Nachrufe (Nekrologe) Nachruf Grundmann_.pdf
Lebensbeschreibungen GrundmannFriedhelm.Biografie_Werkauswahl.pdf
Literaturhinweise Grundmann_Literatur.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Ludwig Heinrich Arnold Gumprecht  
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Geboren 17. Oktober 1865
Geburtsort Berlin 
Gestorben 05. Juli 1944
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Nach bestandener Reifeprüfung am Wilhelms-Gymnasium in Berlin absolvierte Arnold Gumprecht in Hamburg seine kaufmännische Lehre bei der Schiffsagentur Ernst Niebuhr jr., deren Inhaber Heinrich Gumprecht war. Danach war Arnold Gumprecht zunächst in Bordeaux und später drei Jahre in England tätig. Außerdem unternahm er Reisen nach Süd- und Nordamerika, bevor er 1890 nach Hamburg zurückkehrte. Hier gründete er 1897 zusammen mit Heinrich Gumprecht die Firma Gumprecht & Co. Diese importierte überwiegend Salpeter, Kaffee und Tee und hatte seit 1907 ihren Sitz in der Hermannstraße 14. Neben der Tätigkeit in der eigenen Firma hatte Arnold Gumprecht Aufsichtsratsposten bei der Vereinsbank in Hamburg und bei der Hamburger Luftschiffhallen GmbH inne. Außerdem engagierte er sich als Handelsrichter, von 1919 bis 1933 war er Mitglied der Handelskammer Hamburg sowie großherzoglich-sächsischer Konsul für Hamburg. 1914, drei Jahre nach dem Tod von Heinrich Gumprecht, wurden seine Söhne Edgar und Werner Teilhaber von Gumprecht & Co. 1949 stellte das Handelshaus seine Geschäfte ein.

 
Literaturhinweise ArnoldGumprecht.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Dipl.-Ing. Architekt Camillo Günther  
Abbildung
Geboren 29. Mai 1881
Geburtsort Lauter 
Gestorben 03. Mai 1958
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Camillo Günther wurde am 29. Mai 1881in Lauter geboren. Er war Schüler von Paul Wallot, der von 1894 bis 1911 an der Dresdner Kunstakademie lehrte. Von Paul Wallot stammt der Entwurf des Deutschen Reichstages in Berlin. Camillo Günther beteiligte sich an vielen Wettbewerben. Das Rathaus in Schkeuditz wurde 1913 aufgrund eines 1.Preises im Wettbewerb 1910 nach seinen Entwürfen gebaut. Bekanntestes, noch erhaltenes und von ihm entworfenes Bauwerk in Hamburg ist heute die Auferstehungskirche Nord-Barmbek, Tieloh 22, die in den Jahren 1913 -1916 ausgeführt wurde. Camillo Günther starb am 03. Mai 1958 in Hamburg.


 
Lebensbeschreibungen günther_camillo_werkeliste_.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Architekt/in: -
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Dr. h.c. Max Hermann Rudolf Gerhard Günther  
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Geboren 29. September 1889
Geburtsort Blaubeuren 
Gestorben 08. Dezember 1976
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Gerhard Günther war in der Weimarer Republik ein prominenter Vertreter der „Konservativen Revolution“ und in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Leiter der Evangelischen Akademie in Hamburg. Günther hatte das Studium der Theologie und Philosophie 1912/13 mit den beiden theologischen Prüfungen abgeschlossen und wurde zunächst Hilfspfarrer bei Gelnhausen. Im Ersten Weltkrieg war er als Feldgeistlicher tätig. Nach Kriegsende ließ er sich zunächst beurlauben und schied 1920 auf eigenen Antrag aus der Landeskirche Hessen-Kassel aus. Er ging nach Hamburg, wo er von 1920 bis 1922 Geschäftsführer des Volksheimes e.V. und Schriftleiter der Zeitschrift „Das Volksheim“ war. Daneben war er von 1920 bis 1933 freier Mitarbeiter der 1916 gegründeten „Fichte-Gesellschaft von 1914“ und der „Fichte-Hochschule“ Hamburg, wo er referierte und Arbeitsgemeinschaften leitete. Er hielt Vorträge im Stahlhelm, beim Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband, der Bündischen Jugend und bei der Reichswehr. Von 1924 bis 1933 war er freiberuflicher Lektor. 1926/27 war er Geschäftsführer der Theatergemeinde Hamburg e.V., 1928/29 Beauftragter für die Arbeit unter den studierenden Ausländern (Auslandssekretär) der Deutschen Christlichen Studentenvereinigung (DCSV). Günther war mit dem jungkonservativen Hamburger Kreis um Wilhelm Stapel (1882-1954) und dessen Zeitschrift „Deutsches Volkstum“ verbunden, die sein Bruder Albrecht Erich Günther (1893-1942) mit herausgab. Günther war von 1931 bis 1933 Schriftleiter der Zeitschrift „Glaube und Volk“, die von der „Christlich-deutschen Bewegung“ herausgegeben wurde. Hier versuchte er, seine konservative, antirepublikanische Einstellung mit christlichem Gedankengut zu verbinden. Er beurteilte in seinem 1932 veröffentlichten Buch „Das werdende Reich. Reichsgeschichte und Reichsreform“ die Nationalsozialisten positiv. Von Mai 1933 bis zu seinem Austritt im Juli 1941 gehörte er der NSDAP an. 1934 stellte Günther seine schriftstellerische Arbeit weitgehend ein, da ihm die Aufnahme in die Reichsschrifttums  bzw. Pressekammer verweigert worden, weil seine Frau Else nach der nationalsozialistischen Terminologie als „Mischling 1. Grades“ eingestuft wurde. Von 1936 bis 1939 arbeitete er als kaufmännischer Angestellter, von 1939 bis 1943 nahm er am Zweiten Weltkrieg als Sanitäter teil, bis er krankheitsbedingt ausschied. 1943 wurde er Lektor und Übersetzer für französische Literatur bei der Hanseatischen Verlagsanstalt in Hamburg, die 1947 von der britischen Militärregierung aufgelöst wurde. Er übernahm dann eine Lektoratstätigkeit im Nölke-Verlag für kirchliche Literatur.

An der Evangelischen Akademie Hamburg gründete Günther den Studienkreis „Christentum und Weltbild“, wirkte in der planerischen Arbeit mit und kümmerte sich um frühere Berufssoldaten. 1953 trat er in die kulturpolitische Redaktion des „Deutschen Allgemeinen Sonntagsblattes“ ein. Gleichzeitig wurde er in die Arbeitsgruppenleitung „Volk und Staat“ des Deutschen Evangelischen Kirchentages berufen und wirkte im Redaktions- und Grundsatzausschuss. Von 1949 bis 1954 war er Mitglied des Kuratoriums der Kirchlichen Hochschule Hamburg. Von 1954 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1963 war er Leiter der Evangelischen Akademie Hamburg. Nach der Gründung der Bundeswehr arbeitete die Akademie unter seiner Leitung durch Vorträge und Aussprachen an den geistigen Grundlagen der Bundeswehr mit. 1960 erhielt er für seine Verdienste um die Akademie die theologische Ehrendoktorwürde der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Hamburg sowie das Bundesverdienstkreuz erster Klasse und 1963 die Bugenhagen-Medaille der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate.

 
Literaturhinweise Günther Literatur.pdf
Kategorien Wissenschaft
Religion
Bildungswesen
Funktionen Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1912 - 1920
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Prof. Dr. Johannes Gottfried Gurlitt  
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Geboren 13. März 1754
Geburtsort Halle/Saale 
Gestorben 14. Juni 1827
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Johannes Gurlitt war ein Hamburger Philologe, Pädagoge und Lehrer. Als Sohn des Schneidermeisters Johann Georg Gurlitt und seiner Ehefrau Johanna Christiane, geb. Carnal, wuchs er in Leipzig auf, wo er die Thomasschule besuchte. Ab 1772 studierte er hier vor allem klassische orientalische Sprachen. Nach Abschluss des Studiums ging er nach Magdeburg und lehrte am benachbarten Kloster Berge Latein, Griechisch, Geschichte und Philosophie. An dieser Schule übernahm er ab 1796 die Direktion des Pädagogikums.
1802 wurde Gurlitt von Magdeburg nach Hamburg berufen, um hier als Rektor des Johanneums die Lehranstalt, welche sich zu jener Zeit in einer tiefen Krise befand, zu reformieren. Als erste Maßnahme führte er die Gelehrten- und Bürgerschule zusammen. Außerdem verknüpfte er den Sprach- und Sachunterricht. Gurlitt reformierte das starre Jahrgangsklassenprinzip durch die Einführung von Fach- und Leistungsklassen. Am akademischen Gymnasium, das dem Johanneum angeschlossen war, unterrichtete er als Professor orientalische Sprachen. Seine gesamte Arbeit war maßgeblich von den Idealen der Aufklärung geprägt. So wurden z.B. an dieser Bildungsstätte unter seiner Leitung erstmals jüdische Schüler zugelassen.

 
Lokale Referenzen
Johann Gottfried Gurlitt war überzeugter Freimaurer. Er trat 1784 in Magdeburg der Loge "Ferdinand zur Glückseligkeit" bei. Hier bekleidete er über viele Jahre das Amt des Redners.
 
Spuren in Hamburg:
- in St. Georg ist seit 1840 die nach ihm benannte Gurlittstraße
- der Gurlittstraße gegenüber befindet sich in der Außenalster die Gurlittinsel
- im Hof des Johanneums, Maria-Louisen-Straße 114, ist sein Grabkreuz
 
Kategorien Wissenschaft
Funktionen
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Aegidius Gutbier  
Abbildung
Geboren 01. September 1617
Geburtsort Weißensee in Thüringen 
Gestorben 27. September 1667
Todesort Ufhoven (heute zu Bad Langensalza gehörig) 
Kurzbiographie Ägidius war der Sohn Ludwig Gutbiers, des Bürgermeisters seiner Geburtsstadt, und der Kaufmannstochter Anna geborene Kirchhof. Im Alter von neun Jahre Vollwaise, besuchte Gutbier die Stadtschule in Weißensee, anschließend die Klosterschule in Roßleben, um seine Ausbildung auf dem Gymnasium in Quedlinburg abzuschließen. Einer der Lehrer Gutbiers, der spätere Superintendent Daniel Heimburger (1606–1661), weckte in ihm das Interesse an den orientalischen Sprachen. Gutbier begann nach einer dreijährigen Tätigkeit als Hauslehrer in Riga in Rostock zu studieren, wo er 1645 aufgrund einer in Hebräisch geschriebenen Dissertation über den 110. Psalm promoviert wurde. Es schlossen sich Aufenthalte in Königsberg, Leiden, Oxford, Paris und Lübeck an, während deren Gutbier seine orientalistischen Kenntnisse weiter vertiefte. 1649 siedelte Gutbier nach Hamburg über, wo er, wie schon vorher, zunächst als Hauslehrer arbeitete, bevor ihm 1652 eine Stelle als Lehrer der orientalischen Sprachen am Akademischen Gymnasium übertragen wurde. Am 17. Juni 1653 heiratete Gutbier die Witwe Maria Streubing, die mit Lucas Holstenius (1596-1661) verwandt war. Mit ihr hatte Gutbier einen Sohn namens Aegidius Theodor, der bereits 1677 verstarb. 1660, nach dem Tode von Joachim Jungius (1587–1657), wurde Gutbier zusätzlich mit der Professur für Logik und Metaphysik am Akademischen Gymnasium betraut. Im selben Jahr verlieh ihm die Universität Gießen die theologische Doktorwürde. Von seinen Werken ist bis heute die syrische Ausgabe des Neuen Testaments samt Lexikon und Anmerkungen, erschienen zwischen 1663 und 1667, am bekanntesten. Gutbier selbst besorgte die kostspielige Drucklegung im eigenen Hause und bediente sich dabei Lettern, die er vermutlich in Leiden hatte gießen lassen. Der Tod ereilte den an der Schwindsucht Leidenden (angeblich im Hause des Bruders), als er mit seiner Familie in Thüringen unterwegs war. Die Privatbibliothek Gutbiers wurde vermutlich 1679 im Hause der Witwe im Jakobikirchhof versteigert. Das Bild zeigt Titelblatt und Frontispiz der Ausgabe des syrischen Neuen Testaments von 1731 (Exemplar der  Kirchengemeinde Breitenberg: Nordkirchenbibliothek, Signatur: Bre 386).     
Literaturhinweise Gutbier.Aegidius.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Lehrer/in: 1649 - 1667
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Konstanty Gutschow  
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Geboren 1902
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 1978
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1902 geboren in Hamburg; 1921-1922 Studium an der TH Danzig, 1922 - 1926 an der TH Stuttgart bei Heinz Wetzel (Hilfsassistent), Paul Bonatz und Paul Schmitthenner; 1926 Diplom; 1926 -1928 Anstellungen bei Klaus Hoffmann, Stuttgart, Fritz Höger, Hamburg, und in der Hochbaudirektion Hamburg unter Fritz Schumacher; 1928 zweite Staatsprüfung in Stuttgart, Regierungsbaumeister; 1928 - 1929 Stadtplanungsamt Wandsbek; Ab Januar 1930 eigenes Büro in Hamburg; 1936 Ernennung zum Vertrauensarchitekten des Generalinspektors für das Deutsche Straßenwesen (1942 Gebietsarchitekt Nordwest); 1939 - 1941 "Architekt des Eibufers", Leiter der Durchführungsstelle für die Elbufergestaltung; 1941 Ernennung zum "Architekten für die Neugestaltung der Hansestadt Hamburg"; Leiter der Durchführungsstelle für die Neugestaltung und des AKE (Amt für kriegswichtigen Einsatz); Mit Wirkung vom 1.1.1943 Leiter der Baubehörde Hamburg, Vertreter des Bausenators in "kriegswichtigen Fragen"; 26.11.1943 Niederlegung sämtlicher Ämter in der Hamburger Gemeindeverwaltung; Ab Ende 1943 Mitarbeiter im "Arbeitsstab für den Wiederaufbau bombenzerstörter Städte" unter Rüstungsminister Albert Speer; bis 1945 Wiederaufbauplanungen für Hamburg, Wilhelmshaven und Kassel. Auflösung des Vertrages mit der Hansestadt Hamburg Ende1945; Ab 1949 Berater der Aufbaugemeinschaften in Hannover; 1964 Verleihung des Professorentitels durch das Land Nordrhein-Westfalen und Verleihung des Fritz-Schumacher-Preises der Stiftung F.V.S. durch die TH Hannover; Nach 1945 Stadtplanung, Geschoßwohnungsbau, 1951 - 1972 Partnerschaften mit Godber Nissen bei Verwaltungs- und Krankenhausbauten; 1978 Tod in Hamburg 
Lebensbeschreibungen KonstanyGutschowWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Carl Theodor Gütschow  
Abbildung
Geboren 21. Juli 1851
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. November 1925
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Nach Abschluss seines Jurastudiums in Göttingen und Promotion am 4. Dezember 1875 erwarb Carl Theodor Gütschow das Hamburger Bürgerrecht und wurde am 7. September 1877 Nachfolger von Dr. Embden an dessen Stelle erster Sekretär der Handelskammer. Er wurde über Hamburg hinaus durch theoretische Vorarbeiten zum Zollanschluss Hamburgs bekannt und erwies sich als Spezialist auf dem Gebiet des Seeversicherungswesens und des Seerechtes. Hierüber hat er Bücher und wissenschaftliche Aufsätze verfasst. Zu seinem fünfundzwanzigjährigen Dienstjubiläum am 1. Oktober 1902 wurde Gütschow mit der Goldenen Denkmünze der Handelskammer geehrt. Am 1. Oktober 1907 trat er in den Ruhestand, stellte seine Arbeitskraft nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wieder in den Dienst der Kammer, musste aber aus gesundheitlichen Gründen 1916 wieder ausscheiden. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Hauptgeschäftsführer/in der Handelskammer: 1877 - 1907
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Gerhard Hachmann  
Abbildung
Geboren 10. Mai 1838
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 05. Juli 1904
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Gerhard Hachmann, geb. 10.5.1838 in Hamburg, gest. 5.7.1904 ebd.; Sohn des Arztes Dr. med. Ludwig Hachmann und der Hamburger Kaufmannstochter Emilie Hockmeyer. Nach Jurastudium in Leipzig und Heidelberg 1859 Promotion. Seit 1860 als Rechtsanwalt in Hamburg ansässig. 1868-1885 Mitglied der Bürgerschaft, seit 1885 Senator, seit 1899 Bürgermeister in Hamburg. Heirat 25.10.1861 mit der Kaufmannstochter Maria Henriette Burmester. 
Lokale Referenzen

Hachmannbrücke, Steinwerder, seit 1941

Hachmannkai, Steinwerder, seit 1930

Hachmannplatz, St. Georg, seit 1909

 
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1899 -
Bürgerschaftsmitglied: 1868 - 1885
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Georg Hacke  
Abbildung
Geboren 30. August 1626
Geburtsort Utleben/ Thüringen 
Gestorben 12. April 1684
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Hacke war ein Sohn des Pfarrers Wilhelm Hacke. Er studierte Theologie in Jena (1666 Lizenziat in Rinteln), bevor er 1648, nach einer Hauslehrertätigkeit, Konrektor in Minden und 1661 Pastor an der dortigen Marienkirche wurde.1654 verheiratete Hacke sich mit Elisabeth Heyse, mit der er 16 (!) Kinder hatte. 1669 verließ Hacke Minden im Unfrieden, um auf Empfehlung einiger Oberalten, die ihn in Minden hatten predigen hören, eine Pfarrstelle an der Marien-Magdalenen-Kirche in Hamburg zu übernehmen; hinzu kam 1670 das Pfarramt am Spinnhaus, einer Strafanstalt. Am 7. 3. 1680 wurde Hacke auf Empfehlung des lutherisch-orthodoxen Theologen Abraham Calov (1612–1686) zum ersten Hauptpastor an der Hamburger Michaeliskirche gewählt. 1682 weihte er die Fachwerk-Kirche St. Pauli auf dem Hamburger Berge ein (damals noch Vorstadt, s.u.). Seit Mitte der 1660er Jahre sah sich Hacke Angriffen wegen seiner Rechtgläubigkeit ausgesetzt, die – von Hacke anscheinend nicht sehr geachtete – Amtsbrüder und das Geistliche Ministerium in Hamburg erhoben. Hacke war ein beliebter Prediger, der einen großen Hörerkreis um sich versammelte: "Er war ein höchst eigenthümlicher Prediger, der sich in geistreichen, oft aber auch sonderbaren Wendungen und Vergleichungen gefiel; er nahm sich der Schule eifrig an. Aus dem kurzen Pastorate von Georg Haccius haben wir noch zweierlei zu bemerken: Die kaum mündig gesprochene, und von der Mutterkirche St. Nicolai ganz abgelöste, St. Michaelis Gemeinde erhielt schon ein Filial, das von St. Pauli. Die vor dem Altonaer Thore angewachsene Bevölkerung bedurfte eine eigene Kirche, die von Haccius am 24. August 1682 eingeweihet wurde" (Johannes Geffcken, Die große Michaeliskirche in Hamburg. Hamburg 1862, S. 34–35). Hackes umfangreiche Bibliothek erwarb Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627–1704). Sie ging 1702 als Teil der herzöglichen Büchersammlung an die Universität Helmstedt.

 

 
Literaturhinweise GeorgHacke.pdf
Kategorien Religion
Funktionen
Anfang

 
Albert Hackemann  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1553 - 1580
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Dr. Anton Bernhard Carl Hagedorn  
Abbildung
Geboren 23. April 1856
Geburtsort Lübeck 
Gestorben 29. Mai 1932
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Anton Bernhard Carl Hagedorn wurde am 23. April 1856 in Lübeck als Sohn eines Beamten, der bei der Lübeck-Büchener Eisenbahngesellschaft arbeitete, geboren. Zu Ostern 1876 verließ er das dortige Katharineum, um an der Universität Erlangen Theologie zu studieren. Hier entschied er sich nach kurzer Zeit zum Geschichtsstudium zu wechseln. Ab 1877 ging er nach Berlin zu dem bekannten und bereits erblindeten Historiker Leopold von Ranke, um dessen Diktate zur "Weltgeschichte" zu dokumentieren. 1880 wechselte Hagedorn nach Göttingen, um über ein Thema zur "Verfassungsgeschichte der Stadt Magdeburg" zu promovieren. In dieser Göttinger Zeit wurde er am 16. Dezember 1880 in den Bund der Freimaurer aufgenommen. Nach erfolgreicher Promotion übernahm er die Stelle des Archivars im Archiv seiner Heimatstadt Lübeck. Diese Aufgabe machte es erforderlich, dass er sich auf viele Reisen zu begeben hatte, um verschiedene Archive im In- und Ausland zu besuchen. Man war mit seinem Engagement sehr zufrieden und bot ihm die Stelle eines Senatssekretärs an. Am 9. Februar 1891 verstarb Otto Beneke, langjähriger Leiter des Hamburgischen Staatsarchivs. Hagedorn bewarb sich um die vakant gewordene Stellung, und konnte sie bereits im März in der Funktion eines Staatsrats mit den Leitungen des Staatsarchivs und der Senatskanzlei antreten. Hier konzentrierte er sich zuerst auf den Umzug des Hamburgischen Archivs, deren Neuorganisation, sowie der Verbesserung ihrer Verwaltung. Er setzte sich für die Einstellung wissenschaftlicher Mitarbeiter ein und förderte aktiv ihre wissenschaftlichen Arbeiten. Während seiner langjährigen Dienstzeit sorgte er für eine spürbare Aufstockung der Mitarbeiter. Neben der Leitungstätigkeit im Staatsarchiv besuchte er viele Sitzungen des Hamburger Senats und referierte hier über unterschiedliche Bereiche der Verwaltung. Hagedorn engagierte sich ebenfalls als Mitarbeiter der "Allgemeinen Deutschen Biographie", einem biographischen Nachschlagewerk, das in den Jahren 1875 bis 1910 entstand und über 25.000 Personenartikel beinhaltet. Ende 1923 ging er in den Ruhestand. Anton Hagedorn verstarb am 29. Mai 1932 in Hamburg. 
Lokale Referenzen

Anton Bernhard Carl Hagedorn war aktiver Freimaurer. Er wurde am 16. Dezember 1880 in den Bruderbund aufgenommen. Während seines gesamten beruflichen Aufenthalts in Hamburg, pflegte Anton Hagedorn aktiv die Logenarbeit im Logenhaus in der Welckerstraße. Sein aktives Engagement führte dazu, dass er von 1918 bis 1927 das Amt des Großmeisters der "Großen Loge von Hamburg" innehatte, mit welchem er die ranghöchste Position in der Hamburgischen Freimaurer-Bruderschaft bekleidete. In dieser Funktion setzte er sich besonders gegen den immer dominanter werdenden Antisemitismus in einzelnen Logen ein. 1925 wurde ihm von der "Provinzialloge von Niedersachsen" die Ehrenmitgliedschaft erteilt.

 
Kategorien Wissenschaft
Funktionen
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Friedrich von Hagedorn  
Abbildung
Geboren 23. April 1708
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. Oktober 1754
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Friedrich von Hagedorn, geboren 23.04.1708 in Hamburg, gestorben 28.10.1754 ebd., Sohn des dänischen Konferenz- und Staatsrates Hans Statius von Hagedorn und der Hamburger Kaufmannstochter Anna Maria Schomaker. Nach Jurastudium in Jena 1729-1731 Privatsekretär des dänischen Gesandten in London, danach als Hofmeister tätig. Seit 1733 Sekretär am English Court in Hamburg. 1737 Heirat mit der Schneiderstochter Elisabeth Butler. Bedeutendster norddeutscher Dichter des literarischen Rokoko mit umfangreichem Lyrikwerk im Stile der Anakreontik. 
Lokale Referenzen Die Hagedornstraße liegt in Hamburg-Harvestehude
 
Literaturhinweise Friedrich von Hagedorn - Liste lieferbarer Werke.pdf
Friedrich von Hagedorn - Digitales Werk.pdf
Friedrich von Hagedorn - Die Alster.pdf
Kategorien Literatur
Funktionen Dichter/in: -
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Carl Hagenbeck  
Abbildung
Geboren 10. Juni 1844
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 14. April 1913
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Carl Hagenbeck, geboren 10.6.1844 in Hamburg, gestorben 14.4.1913 ebd., Sohn des Tierhändlers Gottfried Clas Carl Hagenbeck und der Christiana Anderson. Nach Lehre im väterlichen Geschäft seit 1866 Leitung der Tierhandlung, Intensivierung der Tierschauen und Beginn eigener Tierfangexpeditionen, seit 1874 Veranstaltung von Völkerschauen, 1887 Gründung des Zirkus Hagenbeck und 1907 Eröffnung des Tierparks in Stellingen. Vermählt 1871 mit Amanda Mehrmann. 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- Lincolinstraße 27-29/Ecke Trommelstraße ist seit 1987 eine Gedenktafel der Patriotischen Gesellschaft
- in Stelingen ist seit 1928 die Hagenbeckallee
- in Lokstedt/Stellingen ist seit 1949 die Hagenbeckstraße
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen
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Martin Joseph Haller  
Abbildung
Geboren 1770
Geburtsort Halle a.d. Saale 
Gestorben 15. Dezember 1852
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1770 in Halle an der Saale geboren, kam Martin Joseph Haller (ursprünglich Mendel Joseph Haller) 1794 nach Hamburg und gründte 1797 das Bankhaus J. M. Haller. Als dessen Inhaber brachte er es bald zu Ansehen: 1818 wurde er Mitglied der Commerzdeputation, 1823 deren Präses. Er war einer der Altadjungierten der Commerzdeputation, die eine Denkschrift des Commerziums an den Rat unterschrieben, in der sich die Unterzeichneten gegen alle Emmission von Papieraushilfen wandten.
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: Mai 1822 - Mai 1823
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Martin Emil Ferdinand Haller  
Abbildung
Geboren 01. Dezember 1835
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 25. Oktober 1925
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Nach dem Studium in Potsdam, Berlin und Paris ließ er sich 1861 in Hamburg als Architekt nieder. Von 1872 bis 1883 arbeitete er mit dem Architekten Leopold Lamprecht zusammen und von 1898 bis 1914 bestand eine Zusammenarbeit mit dem Architekten Hermann Geißler. Haller gründete 1880 den Rathausbaumeisterbund, ein Kollektiv von sieben Hamburger Architekten, die gemeinsam das 1886–1897 ausgeführte Hamburger Rathaus entwarfen und planten. Er war 1876–1884 Vorsitzender des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Hamburg, und 1885–1900 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. __Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Haller _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Lokale Referenzen
Martin Haller war Mitglied in der Freimaurer-Loge "Absalom zu den drei Nesseln".
In welcher Weise er hier zu anderen Architekten brüderlichen Kontakt pflegte, ist unbekannt. Sein Partner Hermann Geißler, mit dem er von 1898 bis 1914 in einer Sozietät zusammenarbeitete, war seit 1919 Mitglied der Freimaurer-Loge "Zur Bruderkette".
 
Spuren in Hamburg:
- in Winterhude ist seit 1945 der nach ihm benannte Martin-Haller-Ring
- öffentliche Gebäude: Rathaus, Laeisz-Halle, Generalkonsulat der USA, und viele mehr
- Kontorhäuser: Afrikahaus, Deutsche Bank am Jungfernstieg, Laeiszhof, etc.
- Wohnhäuser: Villa Schinckel, Budge-Palais, Anglo-German-Club, und viele andere mehr
 
Lebensbeschreibungen MartinEmilFerdinandHallerWerkeliste.pdf
Literaturhinweise Literaturhinweise_.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Architekt/in: -
Anfang

 
Albert Nordheimer Hallgarten  
Abbildung
Geboren 1870
Geburtsort New York 
Gestorben 1935?
Todesort  
Kurzbiographie Albert Hallgartens Großvater Lazarus war 1850 aus Mainz nach New York ausgewandert und hatte dort das Bankhaus Hallgarten & Company gegründet. 1884, nach dem Tod seines Vaters, ging Albert Hallgarten mit anderen Familienmitgliedern nach Deutschland, behielt allerdings die amerikanische Staatsbürgerschaft. Gemeinsam mit seiner Mutter Mathilda (geb. Bauer) lebte er in Hamburg in der Rothenbaumchaussee 19. 1898 heiratete er Hedwig Rée. Aus der Ehe, die 1915 geschieden wurde, gingen zwei Kinder hervor. Seit 1899 besaß das Paar ein Haus an der Schönen Aussicht 12. Hallgarten war in der Hansestadt er als Importkaufmann tätig, außerdem war er von 1907 bis 1914 königlich-serbischer Generalkonsul. 1912 betrug sein Vermögen 2 Millionen Mark. Während des Ersten Weltkrieges verließ er Hamburg Richtung Holland. Seit 1925 arbeitete er dann vermutlich im New Yorker Bankhaus der Familie. Hallgarten bekannte sich ursprünglich zur jüdischen Religion, scheint diese Bindung jedoch in späteren Lebensjahren gelockert zu haben. Er gehörte zur Erbengemeinschaft, in deren Eigentum 1925 die Immobilie an der Rothenbaumchaussee 19 überging. Diese wurde 1935 für 40.000 Mark an die Lehrervereinshaus GmbH für die Abteilung Wirtschaft und Recht im Nationalsozialistischen Lehrerbund veräußert. 1954 wurde das Haus an die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft übertragen, die es wiederum 2013 für 2,5 Millionen Euro an das jüdische Bildungszentrum Chabad e.V. verkaufte und zugleich der Jüdischen Gemeinde Hamburg 400.000 Euro spendete. 
Literaturhinweise Literatur zu Albert Hallgarten.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Johann Haltermann  
Abbildung
Geboren 22. November 1874
Geburtsort Bremen 
Gestorben 19. Februar 1954
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Johann Haltermann gründete 1898 in Hamburg-Wilhelmsburg eine Teerkocherei, die Rohteer aus den Hamburger Gaswerken veredelte. Er hatte erkannt, dass die bisher aus England bezogenen Teerprodukte rationeller an Ort und Stelle hergestellt werden konnten. Mit der Entwicklung des Automobils wurde das bei der Gasreinigung an- fallende Rohbenzol zu einem weiteren bedeutsamen Rohstoff für die Firma. Ab 1912 begann Haltermann mit der Herstellung von technischen Benzolen aus Steinkohleteer und erweiterte das Produktsortiment um Benzin und andere Mineralölprodukte. 1913 gründete er die Hanseatische Teerprodukten-Fabrik Haltermann & Co. GmbH. Die Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg und die Inflation stellten Haltermann zu- nächst vor große Probleme, seit 1924 expandierte sein Unternehmen jedoch wieder. Neben neuen Produktionsanlagen erwarb er eigene See- und Binnentanker. Ab 1935 kamen ausländische Tanklager und ein eigenes Vertriebsunternehmen hinzu. Während des Zweiten Weltkrieges setzte das Unternehmen Zwangsarbeiter im Werk ein, das 1944 durch einen Bombenangrifff zu zwei Dritteln zerstört wurde. Nach 1945 baute Johann Haltermann mit seinem Sohn Hermann die Firma wieder auf und übertrug deren Anteile auf seine vier Kinder. Heute ist Haltermann Carlen ein international tätiges Unternehmen für Spezialchemikalien und Lösemittel, das seinen Hauptsitz in Frankfurt am Main hat und über weitere Standorte, u. a. in Hamburg-Wilhelmsburg, verfügt.

 
Literaturhinweise JohannHaltermann.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Industrieproduzent/in: -
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Evelyn Hamann  
Abbildung
Geboren 06. August 1942
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 27. Oktober 2007
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Evelyn Hamann hieß mit bürgerlichem Namen Eveline Braun. Ihre Eltern waren Musiker: ihr Vater Geiger und Konzertmeister des NDR-Sinfonieorchesters und Gründer des Hamann-Quartetts, ihre Mutter Sängerin und Musikpädagogin. Ihr Großvater war Konzertmeister in Berlin gewesen, ihr Bruder Gerhard war Professor für Violoncello. Evelyn Hamann absolvierte eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg. Erste kleinere Rollen erhielt sie am Thalia-Theater, 1968 dann ihr erstes Engagement am Jungen Theater in Göttingen. 1971 ging sie nach Heidelberg, kam 1973 ans Bremer Theater, wo sie 1979 u. a. die Alte in Ionescos "Die Stühle" spielte.
Als Radio Bremen für seine Loriot-Produktion eine Schauspielerin suchte, fiel 1976 die Wahl auf Evelyn Hamann. Das Komikerduo Hamann und Loriot wurde bundesweit bekannt und beliebt. Die mit Loriot aufgeführten Sketche werden auch heute noch im Fernsehen ausgestrahlt und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit beim Publikum. Evelyn Hamann spielte 1988 und 1991 auch die weibliche Hauptrolle in den Loriot-Filmen  "Ödipussi"  und  "Pappa ante Portas".  Ein ARD-Quotenrenner wurde die Fernsehserie "Adelheid und ihre Mörder", in der Evelyn Hamann die Hauptrolle spielte. Der Schauspielerin ging es stets darum  auf glaubwürdige Weise normale Menschen darzustellen. Dabei wurde ihr spröder Witz und ihr hanseatisch-trockener Humor zu ihrem Markenzeichen.Für ihre Leistungen erhielt die Schauspielerin viele Auszeichnungen, so z. B. den Goldenen Löwen, den Bayerischen Fernsehpreis und drei Mal die Goldene Kamera.
Verheiratet war Evelyn Hamann von 1964 bis 1976 mit Hans Walter Braun. Nach ihrer Scheidung wohnte sie in Hamburg, zuletzt mit ihrem Lebenspartner, dem Schauspieler Stefan Behrens.
Evelyn Hamann starb an den Folgen eines malignen Lymphoms.
 
 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Hans Hamelau  
Abbildung
Geboren 1610
Geburtsort unbekannt, im Hosteinischen 
Gestorben 1670
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Nachdem der im Holsteinischen um 1610 geborenen Zimmermeister Hans Hamelau 1653 Hamburger Bürger geworden war, wurde er schon 1659 Nachfolger des verstorbenen Bauhofzimmermeisters Bartholomäus Groenefeld bzw. beeidigter Leiters des alten städtischen Bauhofes am Wandrahm, der sich dort von etwa 1386 bis 1675 befunden hatte. Über die handwerkliche Ausbildung Hamelaus und seine vorhamburgische Tätigkeit ist nichts bekannt, aber seine Bauten in Hamburg sprachen für die Solidität seiner Arbeiten, hatten doch seine Bauten zum Teil eine zweihundertjährige Lebensdauer erreicht.
Seine Backstein- und Werksteinfassaden (Drittes Millerntor, Zucht- und Spinnhaus u. a.)
zeigten künstlerische Beziehungen zu Holland und die für die Niederlande charakteristische
Gliederung durch Sandsteinpilaster, Säulen und dekorativen Schmuck. Hamelau war neben
dem Bau- und Zimmermeister Peter Marquardt (in Hamburg 1653-1672) wohl der
bekannteste Vertreter des Baufachs in Hamburg in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Quelle: Hamburgisches Architekturarchiv, Bibliothek des AIV, J II 752, Paul H.M. Gädtgens: Sammlung von Aufsätzen und Auszügen aus älterer Fachliteratur über Hamburger Baumeister bis zum 19. Jahrhundert, 1982, zusammengestellt von Britta Knust

 
Lokale Referenzen Hamelausweg, Winterhude, seit 1926
 
Sonstige Hamburg_1800_Millerngate.jpg
Lebensbeschreibungen Hamelau_Hans.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Herbert Hampke  
Abbildung
Geboren 15. April 1907
Geburtsort Altona 
Gestorben 27. August 1980
Todesort Leeds/GB 
Kurzbiographie 1907 geboren in Altona; Studium an der Universität Göttigen und 1929 Diplom an der sächsischen Technischen Universität zu Dresden;, 1933 Regierungsbaumeister Finanzministerium Dresden; 1930 eigenes Büro, 1940-1945 Angestellter bei Konstanty Gutschow; 1945 eigenes Büro; 1980 Tod in Hamburg  
Lebensbeschreibungen HamkeHerbertWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Georg Friedrich Händel  
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Geboren 23. Februar 1685
Geburtsort Halle 
Gestorben 14. April 1759
Todesort London 
Kurzbiographie In Halle an der Saale wird er geboren, in England feiert er später seine größten Triumphe und wird sogar zum Nationalkomponisten ernannt. Doch am Beginn der musikalischen Karriere steht Hamburg, wo Georg Friedrich Händel sein Operndebüt gibt. Nachdem er sein Jurastudium an den Nagel gehängt hat, kommt der 18-Jährige im Frühjahr 1703 in die Stadt, die seinerzeit zu den musikalischen Zentren Europas zählt. Hier wirken Johann Mattheson und Georg Philip Telemann und unter Reinhard Keiser floriert die Oper am Gänsemarkt.

Eine Anstellung im Opernorchester bekommt Händel durch die Bekanntschaft mit Johann Mattheson, er wird zunächst 2. Violinist, darf aber schon bald das Orchester vom Cembalo aus leiten. "Almira", die erste Oper, die er für das Haus am Gänsemarkt komponiert, wird mit 20 Aufführungen ein großartiger Erfolg. Mit Nero, Florindo und Daphne entstehen noch drei weitere Händel-Opern in Hamburg, auch wenn die beiden letzteren erst 1708 in Hamburg aufgeführt werden. Da hat Händel die Stadt längst verlassen. Bereits 1706 reist er nach Italien, 1710 wird er Hofkapellmeister in Hannover und geht von dort nach London, wo er bis zu seinem Tod bleibt und als Hofkomponist der Welfenkönige Georg I. und Georg II. seine größten Triumphe feiert.

Händel komponiert Kirchen- und Festmusik für den Hof, schreibt italienische Opern, Oratorien (Der Messias), Kammer- und Orchestermusik wie die Wasser- und die Feuerwerksmusik. Insgesamt hat Händel mehr als 600 Werke in allen Genres seiner Zeit komponiert.  
Lokale Referenzen Händelstraße, Bahrenfeld, seit 1895
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
Oper: -
Komponist/in: -
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Johann Joachim Hanfft  
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Geboren 12. August 1780
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 06. September 1827
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Leinwandmakler, Schlachtermeister und Offizier der Hanseatischen Legion
 
Johann Joachim Hanfft war Sohn des Metzgermeisters Johann Peter Hanfft und seiner Frau Lucie, geb. Bruns. Bereits im Alter von 14 Jahren entschied er sich für den Beruf des Händlers und ging durch ganz Norddeutschland, Dänemark und Holland auf Reisen. Da die Geschäfte nicht erfolgreich waren, sah er sich gezwungen, sein Glück auf andere Weise zu suchen. Da kam es ihm zugute, dass die reiche und betagte Witwe Fischer - sie war kinderlos und hatte schon drei Ehemänner begraben lassen - sich neu vermählen wollte. Hanfft war unter 100 Bewerbern der Auserwählte, den sie 1807 zum Traualtar führte. Bereits drei Jahre später musste er seine Frau begraben lassen. Mit ihrem Tod erbte er aber einen so großen Besitz, dass er zum höchst besteuerten Grundeigentümer Hamburgs wurde.
Die andauernde Besetzung durch französische Truppen veranlasste Hanfft, mit Einsatz seines großen Vermögens eine 220 Mann starke Escadron mit kompletter Ausrüstung auf die Beine zu stellen. Mit dieser Truppe schloss er sich der "Hanseatischen Legion" an und bekam vom Generalleutnant Graf von Wallmorgen am 21. September 1813 das Patent zum Rittmeister und kämpfte gegen die Besatzer. Gut ein Jahr später marschierte Hanfft zusammen mit seinem Freimaurer-Bruder David Christopher Mettlerkamp am 31. Mai 1814 in die befreite Stadt ein. Er kehrte in den Bürgerstand zurück und bekam als Dank für seine Dienste vom Senat einen 8.000 qm großen Garten beim Dragonerstall geschenkt. Hier ließ er ein Gasthaus bauen und gründete mit seinen Freunden die "Gesellschaft der Erholung". Als Wirtin setzte er seine Schwester ein, die täglich bis zu 500 Freunde kostenlos versorgte. Lange konnte Hanfft diese Großzügigkeit nicht aufrecht halten - es wurde eine Gesellschaft auf Actien zu je 300 Mark gegründet.
Nach seinem zweijährigen Auslandsaufenthalt kam er 1826 wieder nach Hamburg, um sich hier mehr und mehr zurück zu ziehen. Obwohl er direkt neben seiner "Erholung" wohnte, schottete er sich von allen Freunden ab. Nach seinem viel zu frühen Tod am 2. September 1827 begleiteten über 1.000 Hamburger Bürger den alten Volksfreund zur Ruhestätte am Kriegerdenkmal der "Hanseatischen Legion" auf dem Begräbnisplatz der St. Maria Magdalenen-Klosterkirche vor dem Dammtor. Die Grabrede hielt sein Freund, der Advokat, Notar und Procurator, Dr. Johann Otto Wilhelm Patow.
 
Lokale Referenzen
Johann Joachim Hanfft war ca. 30 Jahre aktives Mitglied in der Freimaurer-Loge "Zu den drei Rosen". 1804 wird er im Matrikel-Verzeichnis als Johannis-Meister und "Abgegangener Secretair" geführt. Im Jahr nach seinem Tode wird er als "Gestorben" genannt - mit dem Vermerk "ehemaliger Rittmeister der Hanseatischen Legion".
 
Spuren in Hamburg:
- in Hamm-Nord ist seit 1929 der nach ihm benannte Hanfftsweg
- auf dem Friedhof Ohlsdorf, Kapelle 4 ist der Obelisk, der als Kriegerdenkmal seinen ursprünglichen Platz auf dem St. Maria Magdalenen Friedhof vor dem Dammtor hatte. An dieser Stelle befand sich die Gruft von Johann Joachim Hanfft.
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen
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Christian Frederik Hansen  
Abbildung
Geboren 26. Februar 1756
Geburtsort Kopenhagen (Dänemark) 
Gestorben 10. Juli 1845
Todesort Kopenhagen (Dänemark) 
Kurzbiographie Er begann sein Studium bereits als Zehnjähriger an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen. Zu dieser Zeit begann auch seine Zusammenarbeit mit Joseph Christian Lillie. 1782 unternahm Hansen eine Studienreise nach Italien, wo er sich u. a. intensiv mit den Arbeiten des einflussreichen Baumeisters Andrea Palladio beschäftigte. Nach seiner Rückkehr (1784) wurde er Mitglied der Kopenhagener Kunstakademie und trat die Stelle des Landbaumeisters für Holstein und Altona/Elbe, das damals als die größte Stadt im Herzogtum Holstein ebenfalls zur dänischen Monarchie gehörte, an. In Altona, einem norddeutschen Zentrum der Aufklärung, und den benachbarten Elbdörfern fand er in den dort lebenden Kaufleuten zahlungskräftige Auftraggeber, als erste die Brüder Godeffroy, für die er in Elbnähe Landhäuser errichtete. Diesen Bauten sind die unterschiedlichen Einflüsse seiner "Lehrjahre" anzusehen: neben französischen und italienischen Elementen griff Hansen auch auf antike Vorbilder (Tempelbauten) zurück, zudem verwendete er teilweise Materialien wie Reet, die für das ländlich strukturierte Dänemark kennzeichnend sind. 1792 bekam er seinen ersten größeren Auftrag für ein öffentliches Gebäude, das Waisenhaus in Altona. 1804 kehrte Hansen nach Kopenhagen zurück, wo große Bauaufgaben gelöst werden mussten: Christiansborg war 1794, ein Teil der Stadt 1795 abgebrannt, 1807 erlitt Kopenhagen im Rahmen der napoleonischen Kriege ein schweres Bombardement. 1805 wurde Hansen zusätzlich zum Landbaumeister des Herzogtums Schleswig ernannt; 1808 wurde er in kurzer Folge auf den Architektur-Lehrstuhl an der Kgl. Akademie, zum Oberbaudirektor des dänischen Königreichs sowie zum Direktor der Akademie berufen. Er wurde so zum bedeutendsten Architekten in Dänemarks Goldenem Zeitalter. 1831 erkrankte er schwer, arbeitete aber bis 1844 weiter. __Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Frederik_Hansen _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Lokale Referenzen
Christian Frederik Hansen war Mitglied einer dänischen Freimaurer-Loge.
 
Spuren in Hamburg:
- in Nienstedten ist seit 1997 die nach ihm benannte Christian-Frederik-Hansen-Straße
 
Kategorien Architektur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
Stadtplaner/in: -
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Alphons Bernhard Hanssen  
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Geboren 30. März 1872
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 30. September 1944
Todesort Basbeck-Osten (Cuxhaven) 
Kurzbiographie

Alphons Hanssen war der Inhaber der 1836 gegründeten Firma Hanssen & Studt, die auf den Import von Kolonialwaren spezialisiert war. Unter der Führung von Alphons Vater Adolph Hanssen legte das Unternehmen seit den 1880er Jahren seinen Schwerpunkt auf das Produkt Kaffee und führte die Herstellung von Röstkaffee nach amerikanischem Vorbild ein. Dies war damals ein Novum und ebnete den Weg für den modernen Kaffeehandel. Alphons und sein Bruder Max sowie sein Schwager Bruno Schröder – verheiratet mit Marsha Maria, geborene Hanssen, – traten 1899 in die Firma als Teilhaber ein. Die beiden Brüder hatten zuvor sämtliche Kaffee produzierende Länder der Erde bereist und dehnten in den Folgejahren das Unternehmen erfolgreich aus, so dass Hanssen & Studt zu einer riesigen Handelsorganisation mit zwei großen Kaffeeröstereien wurde. Um 1920 war Alphons Hanssen zudem Inhaber der Kaffeefirma Otto Embden & Co. sowie im Aufsichtsrat der Bill-Brauerei und der Textilfirma Wilhelm Klöpper. Der Zweite Weltkrieg führte zum wirtschaftlichen Ruin des einstigen „Kaffee-Königs“.  

 
Literaturhinweise AlphonsHanssen.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Bernhard Hanssen  
Abbildung
Geboren 1844
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 1911
Todesort Travemünde 
Kurzbiographie 1844 geboren in Hamburg; 1863 bis 1868 Architekturstudium in Karlsruhe, Stuttgart und Berlin, anschließend Studienreise durch Italien; 1870 eigenes Architekturbüro in Hamburg; 1873 Partnerschaft mit Emil Meerwein; 1880 Beteiligung am Rathausbaumeisterbund; ab 1890 Rückzug aus der Büproarbeit; 1905 Ende der Partnerschaft; Hanssen & Meewein kooperierten mit Johannes Grotjan, Martin Haller, Hugo Stammann und Karl Friedrich Gustav Zinnow; 1911 Tod in Travemünde 
Lebensbeschreibungen BernhardHanssenWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Hermann Harder  
Abbildung
Geboren 29. Dezember 1810
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 25. Januar 1889
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Hermann Harder, geboren 29.12.1810 in Hamburg, gestorben 25.1.1889 ebd., Sohn des Kaufmanns Hermann Christoph Harder und dessen erster Frau Henriette Gräpel. Kaufmann in Hamburg, Begründer und Bevollmächtigter der „See- und Fluß-Assecuranz-Compagnie von 1842“; wesentlich beteiligt an der Aufsiedlung von Hohenfelde und Borgfelde. Vermählt 1.12.1849 mit Molly Henriette Kessler. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Industrieproduzent/in: -
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Rudolf Hardorff  
Abbildung
Geboren 08. März 1816
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 04. Oktober 1907
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Rudolf Hardorff, geb. 8.3.1816 in Hamburg, gest. 4.10.1907 ebd., Schüler seines Vaters Gerdt Hardorff d. Ä., als Marine- und Landschaftsmaler in Hamburg ansässig. 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Rudolf Hardy  
Abbildung
Geboren 18. Dezember 1851
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 01. August 1910
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Sowohl Rudolf Hardy als auch seine Frau Alice (geb. Sander) entstammten jüdischen Familien, ließen sich aber beide taufen. Hardys Eltern führten noch den Namen Nathan als Familiennamen, ihre Söhne entschlossen sich jedoch, den Vornamen des Vaters als Nachnamen zu verwenden. Rudolf Hardy studierte in jungen Jahren Chemie und schloss sein Studium, wie es an einigen Universitäten im 19. Jahrhundert üblich war, als Doktor der Philosophie ab. 1879 war er Mitbegründer der Bankhauses Hardy & Hinrichsen. In den folgenden Jahrzehnten gehörte dieses zu den wenigen Privatbanken, die gegen die immer stärker werdende Konkurrenz der Aktienbanken bestehen konnten. Die Bank fungierte vor allem als Zahlstelle für Coupons und Dividendenscheine und stand mit der Norddeutschen Bank in enger Verbindung. Für das Jahr 1906 ist Hardy als alleiniger Inhaber genannt, dem als Prokuristen Albert Müller und Robert Götz zur Seite standen. Hardy gehörte außerdem dem Aufsichtsrat der Deutschen Ostafrika-Linie an und war von 1884 bis 1905 türkischer Generalkonsul in Hamburg. Sein Wohlstand erlaubte es ihm, in seiner „Elbparkvilla“ (früher: Elbchaussee 5) im großen Rahmen Kunstwerke und Antiquitäten zu sammeln. 
Literaturhinweise Literatur zu Rudolf Hardy.pdf
Kategorien Wirtschaft
Kunst
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Kunstsammler/in: -
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Raimund Harmstorf  
Abbildung
Geboren 1940
Geburtsort  
Gestorben 1998
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Walter Härtens  
Abbildung
Geboren 14. Juni 1860
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 17. Juli 1937
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1860 geboren in Hamburg; Maurerlehre; 1877 - 79 Besuch der Hamburger Baugewerkschule und Architekturstudium am Polytechnikum Stuttgart; 1885 eigenes Architekturbüro; Er entwirft Villen und Geschosswohnbauten; 1937 Tod in Hamburg 
Kategorien
Funktionen
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Hugo Hartig  
Abbildung
Geboren 20. Januar 1871
Geburtsort Hameln 
Gestorben 16. März 1928
Todesort Hoisdorf 
Kurzbiographie Der Kaufmann und Bankier Hugo Hartig stammte aus einer konvertierten jüdischen Familie, die in Hameln ansässig war. Im Alter von fünfzehn Jahren brach er seine schulische Ausbildung ab und begann in Hamburg eine Lehre. Nach deren Abschluss folgen Stationen in Paris, London und Madrid. 1897 gründete er in Hamburg seine eigene Firma Hugo Hartig, die sich auf den Handel und die Produktion von Zellulose spezialisierte. Hartig war seit 1898 mit Charlotte Hedwig, geborene Asch, verheiratet, im darauffolgenden Jahr wurde das einzige Kind Charles geboren. 1913/14 ließ sich Hartig einen Sommersitz in Hoisdorf an der Oetjendorfer Landstraße bauen, den er „Waldfrieden“ nannte. Die Villa wurde vom Architekten Oscar Gerson entworfen und befand sich in einem 13,1 Hektar großen Park. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Charles Hartig die Firmenleitung und erbte das Anwesen. Er verließ 1935 Deutschland und emigrierte über England in die USA. Der Hoisdorfer Besitz wurde 1937 unter Wert für 100.000 Mark an Werner Kühne, Mitinhaber der Spedition Kühne & Nagel, zwangsverkauft. 1952 kam es nach zähen Verhandlungen beim Wiedergutmachungsamt in Kiel zu einem Vergleich: Die Propstei Stormarn kaufte das Anwesen für 105.000 Mark, wobei die eine Hälfte des Kaufpreises an die Hartigs und die Kühnes ging. Heute befindet sich in der Villa eine Seniorenresidenz, die von der Convivo Unternehmensgruppe betrieben wird. 1927 wurde auch die Firma Hugo Hartig „arisisert“ und trug nun den Namen Lange, Schulz & Co. 1939 trat Conrad Jacobsen als Gesellschafter dem Unternehmen bei, das 1980 in die Conrad Jacobsen GmbH umgewandelt wurde. Heute ist die Firma auf den weltweiten Handel mit Papier und Zellstoff spezialisiert. 
Literaturhinweise HugoHartig.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Erich Hartmann  
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Geboren 07. Januar 1886
Geburtsort Elberfeld 
Gestorben 23. September 1974
Todesort Sylt 
Kurzbiographie

Erich Hartmann entwickelte schon früh ein großes Interesse an Kunstgeschichte und eine Vorliebe für die alten Meister. Zu Beginn seiner Schaffenszeit stand er dem Impressionismus am nächsten, ab etwa 1913 beeinflussten ihn zunehmend der Kubismus und Expressionismus, ab Mitte der 1920er Jahre wendete er sich (wie viele andere Mitglieder der Hamburgischen Sezession) wieder eher der Gegenständlichkeit und der Neuen Sachlichkeit zu. Auch der Kontakt zu seinem Freund Karl Kluth beeinflussten Hartmann, er experimentierte mit großen Farbflächen und starken, farbigen Konturen. Seine Werke blieben dabei stets gegenständlich, auch wenn ihn das Abstrakte zu reizen schien. Ein weiterer wichtiger Einfluss ist mit Edvard Munch zu nennen. Als Motive sind Landschaften, Stilleben, und Porträts vertreten, später auch religiös und mythologisch geprägte Motive. 

Erich Hartmann begann 1903, an der Düsseldorfer Akademie Kunst zu studieren. Drei Jahre später setzte er seine Studien in München fort, zunächst an einer privaten Malschule bei Hermann Gröber, dann auch an der Akademie. Ab 1909 entstanden während eines Sommerurlaubes in Hamburg erste Grafiken mit Hamburger Ansichten, die auch über die Buchhandlung seines Vaters verkauft werden, Hartmann lebte jedoch weiterhin in München, für kurze Zeit auch in Dortmund und Paris, er unternahm weiter Reisen nach Italien und Frankreich. Im ersten Weltkrieg arbeitet er zunächst als Dolmetscher, musste dann aber auch Dienst als Soldat leisten. 1918 wurde er verwundet und wohnte fortan in Altona, wo seine Frau Ida lebte; 1919 wurde er Mitglied der Hamburgischen Sezession. Ab 1921 war er – seinen Geldproblemen wegen – auch an der Malschule von Gerda Koppel tätig. 1924 war es ihm möglich, zu Studienzwecken drei Monate in Italien zu verbringen. Trotzdem 9 seiner Werke bei der Aktion „entartete Kunst“ in der Hamburger Kunsthalle beschlagnahmt wurden, passte er sich teilweise, vor allem ab etwa 1937, dem Geschmack der Nationalsozialisten an, bekam so etwa Aufträge für Wandbilder und konnte weiter ausstellen. Nach dem Ende des Krieges war Hartmann wieder Mitglied der neugegründeten Sezession und stellte weiter regelmäßig aus. Friedrich Ahlers-Hestermann berief ihn zudem an die Landekunstschule. Hier wendete er sich in seinem späten Werk gerne mythologischen und literarischen Themen zu. 1974 verstarb Erich Hartmann auf Sylt.

 
Literaturhinweise Erich Hartmann_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Alfred Victor Hermann Hartmeyer  
Abbildung
Geboren 26. August 1875
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 1965
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Alfred Victor Hermann Hartmeyer war der Sohn von Johann Gustav Hermann Hartmeyer und Hermine Schoeller. Nach seinem juristischem Studium und der Promotion zum Dr. jur. 1903 war er Chef des Druckerei- und Verlagshauses "Hermann's Erben" in Hamburg, das die Tageszeitung "Hamburger Nachrichten" herausgab. Diesen 1821 gegründeten traditionsreichen Hamburger Verlag hatte sein Vorfahr Ambrosius Heinrich Hartmeyer als Verleger geführt. Er war es, der die "Hamburger Nachrichten" zu einem anerkannten, politischen Organ machte und der durch die Gründung eines Familienverlages ihren Bestand und ihr Ansehen für mehr als ein Jahrhundert sicherte. 
Kategorien Wirtschaft
Medien
Funktionen Verleger/in: -
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Ambrosius Heinrich Hartmeyer  
Abbildung
Geboren 29. November 1786
Geburtsort Apenrade 
Gestorben 22. Oktober 1855
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ambrosius Heinrich Hartmeyer gründete den Verlag „Hermann’s Erben“, der über vier Generationen die „Hamburger Nachrichten“ herausgab. Die „Hamburger Nachrichten“ waren zwischen 1792 und 1939 eine der wichtigsten, wenngleich nie auflagenstärksten Zeitungen der Stadt. Zwar gründete Ambrosius Heinrich Hartmeyer selbst die Zeitung nicht, aber er war es als Verleger, der die „Hamburger Nachrichten“ zu einem anerkannten, politischen Organ machte und der durch die Gründung eines Familienverlages ihren Bestand und ihr Ansehen für mehr als ein Jahrhundert sicherte. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Ambrosius Heinrich Hartmeyer“. 
Lebensbeschreibungen Ambrosius Heinrich Hartmeyer.pdf
Kategorien Wirtschaft
Medien
Funktionen Verleger/in: -
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Wilhelm Hauers  
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Geboren 1836
Geburtsort Celle 
Gestorben 1905
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1836 geboren in Celle; 1852 - 1855 Studium an der Polytechnischen Schule Hannover; Mitglied der Landsmannschaft Slesvico-Holsatia; Mitarbeit bei Conrad Wilhelm Hase, Bauleiter der Christuskirche in Hannover; 1860 Mitbegründer der Niedersächsischen Bauhütte; 1866 Baudeputation in Hamburg; 1981 eigenes Büro, Mitbegründer der Hamburger Bauhütte; 1905 Tod in Hamburg 
Lokale Referenzen Hauersweg, Winterhude, seit 1929
 
Lebensbeschreibungen WilhelmHauersWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
Anfang

 
Ivo Hauptmann  
Abbildung
Geboren 09. Februar 1886
Geburtsort Erkner bei Berlin 
Gestorben 28. September 1973
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Ivo Hauptmanns Werk stand stilistisch im Spannungsfeld des „Brücke“- Expressionismus und des Post-Impressionismus, besonders des Pointillismus. Zwischen diesen Einflüssen fand er zu seinem ganz eigenen Stil, starke und expressive Farben und betonte Konturen bestimmten sein Werk ab den 1920er Jahren, nachdem er sich vom Pointillismus abgewendet hatte.

Ivo Hauptmann wurde als Sohn des bekannten Dichters Gerhart Hauptmann geboren. Schon früh begann Ivo Hauptmann, sich mit der Malerei und dem Zeichnen zu beschäftigen. Gemeinsam mit der Mutter kam er nach der Trennung der Eltern nach Dresden. Mit seinem Freund Otto Mueller, der an der Dresdner Akademie lernte, besuchte er 1900 die Riviera, Lausanne und Luzern. Im selben Jahr zog Ivo zu seinem Vater, der ihm ein Atelier einrichtete, und in dessen Haus zahlreiche kunst- und kulturinteressierte Freunde ein- und ausgingen. 1902 beschloss man, den kunstbegeisterten 17-Jährigen für vier Monate nach Paris an die Académie Julien zu schicken, wo er zahlreiche Eindrücke sammeln konnte. Im Anschluss studierte er kurz in Berlin bei Lovis Corinth, dann an der Weimarer Akademie bei Ludwig von Hofmann, wo er auch Hans Arp kennenlernte. Er begegnete hier auch Edvard Munch, der zu Besuch nach Weimar geladen worden war. Bei einem weiteren Paris-Aufenthalt traf er auf Paul Signac, der besonderen Eindruck auf ihn machte. Er konzentrierte sich in der Folgezeit zunächst auf den Pointillismus und die Technik des Aquarells. Mit der Kunstgewerblerin Erica von Scheel bezog er ein gemeinsames Atelier in Paris. 1911 besuchten beide St. Tropez, wo zahlreiche Aquarelle entstanden. Ebenfalls 1911 stellte Hauptmann in Paris bei den „Indépendants“ aus. 1912 erfolgte die Heirat mit Erica von Scheel in Dresden. Das Paar entschloss sich, nach Hamburg zu gehen, wo Ivo Hauptmann schon des Öfteren auf Einladung von Otto Illies gemalt hatte. Nach Kriegsbeginn wurde Hauptmann in Teufelsbrück stationiert, kurz vor Kriegsende in Belgien. In Hamburg war er 1919 einer der Mitbegründer der Hamburgischen Sezession. Er war nun gezwungen, einem „Brotberuf“ als Kaufmann nachzugehen, malte nebenbei und schloss zahlreiche Freundschaften mit den anderen Sezessionisten. Zur Zeit der NS-Herrschaft war er zwar durch seinen berühmten Vater „geschützt“, litt aber trotzdem unter Diffamierungen und verkaufte kaum Werke. 1955 wurde er an die Hamburger Landeskunstschule berufen, wo er bis 1965 lehrte. 1962 wurde er mit dem Edwin-Scharff-Preis geehrt.

 
Lokale Referenzen Ivo-Hauptmann-Ring, Farmsen-Berne, seit 1987
 
Literaturhinweise Ivo Hauptmann_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Prof. Dr. Walter Hävernick  
Abbildung
Geboren 23. Januar 1905
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 23. Januar 1983
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Walter Hävernick war der Sohn des Hamburger Kaufmanns Hans Hävernick und der Ella Kulow. Nach dem Studium der Geschichte, der Deutschen Altertums- und Volkskunde und der Kunstgeschichte wurde er 1929 in Hamburg mit der Arbeit "Der Kölner Pfennig im 12. und 13. Jahrhundert" zum Dr. phil. promoviert. Es folgte ein vierjähriges Volontariat am Museum für Hamburgische Geschichte. Seit 1935 war Hävernick Kustos des Herzoglichen Münzkabinetts in Gotha. 1937 wurde er bei Otto Lauffer, dem Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte, habilitiert. 1946 zunächst kommissarisch mit dessen Leitung beauftragt, war Hävernick von 1947 bis 1973 Direktor des Museums und zugleich Professor für Volkskunde an der Universität Hamburg.

 
Kategorien Wissenschaft
Kunst
Funktionen
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Dr. phil. Christian Friedrich Hebbel  
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Geboren 18. März 1813
Geburtsort Wesselburen 
Gestorben 13. Dezember 1863
Todesort Wien 
Kurzbiographie

Der am 18. März  1813 in Wesselburen, dem damals dänischen Dithmarschen, geborene Maurersohn Friedrich Hebbel starb als berühmter Dramatiker und Träger des Schillerpreises am 13. Dezember 1863 in Wien.
Sein Aufstieg begann in Hamburg, unterstützt und lange gefördert durch die Schriftstellerin Amalie Schoppe. Als Herausgeberin der Zeitschriften „Neue Pariser Modeblätter“ und der Jugendzeitschrift „Iduna“ hatte Friedrich Hebbel seine Gedichte an sie geschickt und auf ihre Initiative hin einen Briefwechsel begonnen, in dem er seine Wünsche nach einem Studium der Altphilologie und seine ökonomische Situation geschildert hat. Mit von ihr gesammelten Geldern, Freitischmöglichkeiten und der Anmeldung am Johanneum hatte die selbst nicht viel besitzende Schriftstellerin ihm die Lern- und Lebensmöglichkeit durch Spenden ermöglichen können. Sein Besuch an der berühmten Schule scheiterte in Hinsicht auf die alten Sprachen, doch hier in Hamburg begann er seine eigentliche Begabung, die Poesie und das Drama zu entdecken. Er schrieb neben seinen weiteren Gedichten einen Essay über „Theodor Körner und Heinrich von Kleist“ für den „Wissenschaftlichen Verein von 1817“ am Johanneum und auch einen nach wie vor interessanten Essay „Ein Wort Über das Drama“. In diesem wird vorweggenommen, was ihm in seinem dramatischen Werk auch gelang, klassisch - idealistische Traditionen mit einem neuen, einem uns heute schon als „modern“ erscheinenden, Blick auf den Menschen im bürgerlichen Trauerspiel und im sozialen Drama zusammenzuführen. Er galt damit als Vertreter eines weltanschaulichen „Pantragismus“, so der Terminus der Hebbel-Forschung, seine Vorstellung vom „Riss“ im Sein, eine metaphysisch bedingte Spaltung im Menschen war sein Thema.
Außerdem begegnete er in Hamburg dem bedeutenden und überaus erfolgreich wirkenden Buchverleger und -händler Julius Campe. Julius Campe druckte seine Gedichte, den Essay wie auch sein erstes Drama „Judith“, das am 1. Dezember 1840 dann auch im Stadttheater uraufgeführt wurde. Im Laufe seines Lebens wurde er für Campe nach Heine der erfolgreichste Autor in seinem Verlag.

 
Lokale Referenzen Hebbelstraße, Uhlenhorst, seit 1899
 
Lebensbeschreibungen Friedrich Hebbel von M.Berthau.pdf
Kategorien Literatur
Funktionen Autor/in: -
Dichter/in: -
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Werner Hebebrand  
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Geboren 27. März 1899
Geburtsort Elberfeld 
Gestorben 18. Oktober 1966
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1899 geboren in Elberfeld; Militärdienst, Kriegsgefangenschaft; 1919-1922 Studium an derTH Darmstadt; Diplom 1922; 1925-1929 Mitarbeiter von Stadtbaurat Ernst May, in Frankfurt/Main, 1929 eigenes Büro; ab 1930 Architekt und Stadtplaner in der UdSSR (“Brigarde Ernst May”), 1938 Rückkehr nach Deutschland; Mitarbeiter von Herbert Rimpl im Baubüro der Reichswerke Hermann Göring,Salzgitter; Planungen für das Siedlungsgebiet Salzgitter-Watenstedt; Ab 1942 Arbeit an der Typisierung von Krankenhausanlagen zusammen mit Georg Leowald, Fritz Schaller, Egon Eiermann und Gustav Hassenpflug; 1945 - 1946 kommissarischer Stadt- und Kreisbaurat in Marburg; 1946 - 1948 Stadtbaudirektor und Leiter des Stadtplanungsamtes in Franfurt/M; 1950 - 1952 Ordentlicher Professor für Städtebau, Wohnungswesen und Landesplanung an der Architektur-Abteilung der TH Hannover; 1952 - 1964 Oberbaudirektor in der Baubehörde Hamburg (Neu-Altona, Aufbauplan 1960, City Nord), Professor für Städtebau an der Landeskunstschule bzw. Hochschule für Bildende Künste in Hamburg; 1966 Tod in Hamburg 
Lokale Referenzen Hebebrandbrücke, Winterhude, seit 1974
 
Lebensbeschreibungen WernerHebebrandWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
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Prof. Dr. Otto Hecht  
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Geboren 26. April 1900
Geburtsort Ulm 
Gestorben 17. November 1973
Todesort Mexiko-Stadt 
Kurzbiographie

Otto Hecht war ein in Hamburg wirkender Entomologe (Insektenkundler). Hecht studierte Zoologie und Chemie in München, wo er 1923 zum Dr. phil. promoviert wurde. Anschließend arbeitete er in einem Agrarversuchslabor in Landsberg, in der Chemischen Industrie in der Tschechoslowakei und bei der Hamburger Firma Tesch und Stabenow Internationale Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung. 1927 übernahm er die Stelle eines wissenschaftlichen Assistenten in der Entomologischen (Insektenkundlichen) Abteilung des Instituts für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Hamburg. Ende Juli 1933 wurde er als „Nichtarier“ entlassen und wanderte mit seiner Familie nach Palästina aus, wo er bis zum Dezember 1936 an der „Jewish Agency“ gehörenden Landwirtschaftlichen Versuchsstation in Rechovoth in der Entomologischen Abteilung arbeitete. Von 1937 bis 1940 war er Forschungsstipendiat an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Ab 1940 führte er verschiedene Forschungsaufträge für die Regierung in Venezuela durch, seit 1945 arbeitete Hecht in Mexiko-Stadt als Biologe in einer Schädlingsbekämpfungsfirma und lehrte an der Technischen Hochschule Angewandte Entomologie. Von 1956 bis 1960 leitete er die entomologische Forschungsgruppe für die Malariaausrottungskampagne in Mexiko, 1961 wurde er Professor für Allgemeine und Medizinische Entomologie an der Biologischen Fakultät der Technischen Hochschule Mexikos. Im Rahmen der Wiedergutmachung erhielt er 1956 von der Bundesrepublik Deutschland rückwirkend ab dem 1. April 1951 die Rechtsstellung eines Abteilungsvorstehers a.D. am Hamburger Tropeninstitut und später eine finanzielle Entschädigung.

 
Kategorien Wissenschaft
Funktionen Hochschullehrer/in: 1961 -
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Carl August Heckscher  
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Geboren 26. August 1848
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 20. April 1941
Todesort Mountain Lake, Florida 
Kurzbiographie August Heckscher gründete bereits 1864 in Hamburg eine Importfirma. Als sein Vater, der Hamburger Anwalt und Politiker Moritz Heckscher, 1867 starb, wanderte der getaufte Jude in die USA aus. Zunächst arbeitete er dort in der Steinkohlenmine seines Cousins Richard Heckscher, dann gründete mit diesem die Firma Richard Heckscher & Company. Später wandte er sich der Zinkgewinnung zu und etablierte die Zinc and Iron Company, wo er den Posten des Vizepräsidenten übernahm. 1897 vereinigte sich diese mit anderen Gesellschaften zur New Jersey Zinc Company mit Heckscher als Manager. 1904 begründete er die Vermont Copper Company, deren Präsident er wurde. Auch in zahlreichen anderen Gesellschaften war er als Präsident tätig, u.a. in der Anahama Realty Corporation, die in New York mit Grundeigentum und Immobilien handelte. Heckscher engagierte sich sowohl im sozialen als auch im kulturellen Bereich: So entwickelte er z.B. in New York City Modellunterkünfte für Bedürftige. In Huntington erwarb er den später nach ihm benannten Heckscher State Park. 1919 ließ er dort ein Kunstmuseum errichten, für das er 185 Kunstwerke aus verschiedenen Epochen spendete (das heutige Heckscher Museum of Arts). 1922 schenkte er der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung einen Betrag von zehn Millionen Mark, verbunden mit der Auflage, diese Zuwendung unter der Bezeichnung Dr. Moritz Heckscher Fonds gesondert vom sonstigen Stiftungsvermögen zu verwalten. 
Lokale Referenzen Heckscherstraße, Hoheluft-West, seit 1948
 
Literaturhinweise Literatur zu August Heckscher.pdf
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Kunstsammler/in: -
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Dr. Johann Gustav Wilhelm Moritz Heckscher  
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Geboren 26. Dezember 1797
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 07. April 1865
Todesort Wien 
Kurzbiographie Johann Heckscher wurde am 26.12.1797 als Sohn eines jüdischen Bankiers in Hamburg geboren. 1808 konvertierte er zum evangelischen Glauben.
Er studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg und Göttingen, wo er 1820 promovierte. Als Student war er Mitglied mehrerer Burschenschaften und war 1817 Teilnehmer am ersten Wartburgfest.
1848 nahm er am Vorparlament teil, war Delegierter im Fünfzigerausschuss und vertrat Hamburg als Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung bis zum 30. Mai 1849, wo er für eine Form der konstitutionellen Monarchie war. Heckscher war Sprecher der Reichsverweserdeputation und hatte einen erheblichen Anteil an der Gründung der provisorischen Zentralgewalt, dessen erster Reichsjustizminister unter Karl zu Leinigen er wurde. Zusätzlich übernahm er das Reichsaußenministerium. Als Leinigen 1848 zurücktrat, ging Heckscher für das verbleibende Jahr als Gesandter der Zentralgewalt nach Turin und Neapel. Anfang 1849 versuchte er vergeblich als Delegierter mehrerer Ausschüsse eine großdeutsche Lösung zu finden.
Im April 1849 ließ Heckscher sich als Anwalt in Hamburg nieder. Während dieser Zeit verfasste er politische und juristische Schriften, bemühte sich um die Gründung einer Universität in Hamburg und war Präsident der Anwaltsversammlung.
Von 1853 bis zu seinem Tode am 7.4.1865 war er als hamburgischer Ministerresident in Wien tätig. 
Literaturhinweise Johann Gustav Heckscher_Literaur.pdf
Kategorien Politik
Funktionen
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Robert Woldemar Heidmann  
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Geboren 23. September 1858
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 07. Juni 1914
Todesort Wismar 
Kurzbiographie Nach Beendigung der Schule widmete sich Robert Heidmann dem kaufmännischen Beruf und verbrachte längere Zeit in Frankreich und England. Er übernahm 1887 zusammen mit seinem Bruder John Henry Heidmann das von seinem Vater 1848 gegründete Steinkohlen-Importgeschäft H. W. Heidmann, mit dem auch eine Reederei verbunden war. Drei eigene Kohlendampfer liefen nach England und Schottland, die Firma hatte in u.a. Altona, Berlin und Hull Niederlassungen. Seit dem Tod des Bruders 1908 war Heidmann alleiniger Firmeninhaber. 1904 kam er in die Hamburgische Bürgerschaft, der er bis 1909 als Mitglied der Fraktion der Rechten angehörte. 1909 zum Senator gewählt, übte er dieses Amt bis zu seinem Tod 1914 aus. Heidmann war stellvertretender Präses der Deputation für Handel, Schiffahrt und Ge¬werbe. Bei der Universitätsdebatte in der Bürgerschaft im Oktober 1913 trat er für die Errichtung einer Universität ein.  
Literaturhinweise Literatur zu Robert Heidmann.pdf
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1909 - 1914
Bürgerschaftsmitglied: 1904 - 1909
Kaufmann/-frau: -
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Johann Friedrich Andreas Heimerdinger  
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Geboren 10. Januar 1817
Geburtsort Altona 
Gestorben 02. Oktober 1882
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Friedrich Andreas Heimerdinger, geboren 10.1.1817 in Altona, gestorben 2.10.1882 in Hamburg. Nach Lehrtätigkeit in Hamburg 1839-1845 künstlerische Ausbildung in Düsseldorf und München. Seitdem in Hamburg für Maler und Bildhauer tätig. Verfasser mehrerer Schriften zur Kunstpädagogik. 
Kategorien Kunst
Funktionen Bildhauer/in: -
Maler/in: -
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Karl Hein  
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Geboren 11. Juni 1908
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 10. Juli 1982
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Schon als junger Mann war Karl Hein ein begeisterter Leichtathlet, er trainierte Kugelstoßen, Diskuswerfen und Mehrkampf beim 1895 gegründeten SV St. Georg. Als der Tischlermeister Anfang der 1930er Jahre heiratete, gab er seine Sportlerkarriere auf. Doch als er 1934 einen Film über die Olympischen Spiele 1932 in Los Angeles sah, war er vom Auftritt des irischen Goldmedaillen-Gewinners im Hammerwerfen, Pat O’Callaghan, so begeistert, dass wieder aktiv wurde, diesmal als Hammerwerfer. Ab 1935 trainierte er bei Sepp Christmann, der das Hammerwerfen mit seiner Hacke-Ballen-Drehtechnik revolutioniert hatte. Hein errang bei den Qlympischen Spielen 1936 in Berlin mit 56,49 Metern die Goldmedaille. Die hunderttausend Zuschauer im Olympiastadion feierten ihn mit „Hummel, Hummel“-Rufen. „Da lief es mir eiskalt den Rücken herunter“, erinnerte Hein später, „es war eine großartige Atmosphäre“, und er habe „jeden Moment genossen“. 1938 wurde er in Paris mit 58,77 Metern auch Europameister. Nach dem 2. Weltkrieg blieb Karl Hein aktiv und wurde 1956 als 48jähriger Deutscher Vizemeister. Noch mit 65 Jahren warf er den Hammer 53 Meter weit. Insgesamt wurde er fünfmal Deutscher Meister und dreimal Vizemeister1962 wurde ihm die „Rudolf Harbig Gedächtnismedaille“ verliehen. Karl Hein starb 1982 in seiner Heimatstadt. Am Durchgang zum Stadion „Jahnkampfbahn“ erinnert eine Ehrentafel an den berühmten Sportsmann. 
Kategorien Sport
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Salomon Heine  
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Geboren 19. Oktober 1767
Geburtsort Hannover 
Gestorben 23. Dezember 1844
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Salomon Heine wurde als Stifter und Wohltäter weit über Hamburg hinaus bekannt. Geschäftstüchtigkeit und Mäzenatentum vereinigten sich in seiner Person auf vortreffliche Weise. 

Sein Aufstieg zu einem der bedeutendsten Merchant-Banker Hamburgs war außergewöhnlich. Die Stadt war bereits eine wichtige Handelsmetropole als Salomon Heine im Alter von 16 Jahren mittellos aus Hannover kommend seine Lehre im Bankhaus von Meyer Wolf Popert antrat, einem Verwandten seiner Mutter. 1797 gründete er zusammen mit Marcus Abraham Heckscher (1770-1823) das Privatbankhaus Heckscher & Co. 1818, inzwischen alleiniger Geschäftsführer, änderte er den Namen der Firma in Salomon Heine. Insbesondere in der Franzosenzeit, als Napoleon mit der Kontinentalsperre versuchte, England zu isolieren, machte er sein Vermögen. Obwohl Salomon Heine als Jude in dieser Zeit gesellschaftlicher Außenseiter war, erwarb er sich dank seines international verzweigten Netzwerks – seine Firmenkontakte reichten von Schweden bis Portugal, von Russland bis Brasilien – und dank seines umsichtigen Handelns, Ansehen und Reichtum. Man nannte ihn den „Rothschild von Hamburg“. Das Bankhaus wurde nach Heines Tod durch dessen Sohn Carl (1810-1865) weitergeführt und ging nach dessen Tod in Liquidation. 

Privat war Salomon Heine ein großzügiger Gastgeber und Kunstliebhaber, aber auch ein gefürchteter Choleriker. Sein Landhaus, das er seit 1808 in den Sommermonaten bewohnte, hatte er im westlich von Hamburg und Altona gelegenen Ottensen an der Elbchaussee. Das zugehörige Gartenhaus, das seit 1962 unter Denkmalschutz steht, ist heute ein Veranstaltungsort, das zur Stiftung Historische Museen gehört, mit dem Namen Heine-Haus. Allgemein bekannt wurde er als der reiche Onkel seines berühmten Neffen, des Dichters Heinrich Heine, dem er eine Lehre bei Heckscher & Co. ermöglichte. Der Bankier Heine finanzierte trotz seiner Vorbehalte gegen die brotlose Dichtkunst dessen Jurastudium und gewährte ihm bis zu seinem Tode regelmäßige finanzielle Unterstützung.

Salomon Heines steile Karriere und seine Beliebtheit bei Hamburgern aller Glaubensrichtungen waren außergewöhnlich. Er gehörte zu den bedeutendsten Wohltätern und Spendern der Stadt. Das von ihm zur Erinnerung an seine Frau Betty gestiftete Israelitische Krankenhaus auf St. Pauli, in dem heute das Ortsamt sitzt, ist seit seiner Gründung bis heute sehr angesehen. Dem Wunsch Heines entsprechend mussten damals Kranke aller Konfessionen aufgenommen, unbemittelte israelitische Patienten unentgeltlich behandelt werden.

Vor allem aber gilt er als Retter der Kreditwürdigkeit Hamburgs nach dem großen Brand 1842. Er beteiligte sich mit seinem Privatvermögen am Wiederaufbau der Hansestadt. Unter anderem gab er bekannt, dass er von jedem in Not geratenen Kaufmann Wechsel bis zu 15.000 Mark Banco annehme. Damit war die Krise vom Tisch. Und dann hat er noch gerufen: "Was ist denn verloren? Ist die Elbe abgebrannt? Es ist doch nichts verloren, solange wir die Elbe noch haben". Darüberhinaus ließ er unabhängig von ihrem Glauben die Opfer des Brandes versorgen, stiftete namhafte Beträge für den Wiederaufbau der zerstörten christlichen Gotteshäuser St. Petri und St. Nikolai und verzichtete auf die Versicherungssumme für sein am Jungfernstieg gelegenes Haus, das gesprengt worden war. Dennoch musste er vergebens auf eine Ehrung der Stadt warten. Als Jude durfte Heine nicht einmal ein Haus in der Stadt kaufen. Von einem Bürgerrecht war keine Rede - ganz zu Schweigen von einer Ehrenbürgerwürde. Zumindest ernannte die Patriotische Gesellschaft Salomon Heine 1843 zum Ehrenmitglied. Sie hatte zuvor nie einen bekennenden Juden aufgenommen. Was diese Ausnahmepersönlichkeit für Hamburg aber wirklich bedeutet hatte, zeigte sich eindrucksvoll erst bei seiner Beerdigung: Tausende Hamburger, Juden wie Christen, begleiteten ihn auf seinem letzten Weg. Trotz großzügiger Spenden zu Lebzeiten verblieb bei seinem Tod ein großes Vermögen. Er hinterließ umgerechnet 110 Millionen €. Die Liste der Institutionen, die er in seinem Testament bedachte, ist lang.

 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in der Rathausdiele befindet sich an einer Säule sein Portrait-Relief
- in Eppendorf ist seit 1967 der nach ihm benannte Salomon-Heine-Weg
- vor dem Israelitischen Krankenhaus am Orchideenstieg ist seit 1968 das Salomon-Heine-Denkma
- Jungfernstieg 30 ist seit 1997 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
 
Kategorien Wirtschaft
Wohlfahrt
Funktionen Bankier: -
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Johann Arnold Heise  
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Geboren 15. Februar 1747
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 05. März 1834
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen. 
Lokale Referenzen Arnold-Heise-Straße, Eppendorf, seit 1948
 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Johanneum.PDF
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 4. September 1807 - 13. Februar 1811
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Johann Georg Leopold Heise  
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Geboren 11. Mai 1779
Geburtsort Hildesheim 
Gestorben 16. November 1860
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Georg Leopold Heise, geboren 11.5.1779 in Hildesheim, gestorben 16.11.1860 in Hamburg, Sohn des Kaufmanns Johann Leopold Heise und der Catharina Christina Fricke. Kaufmann und Zeitungsverleger in Hamburg. Vermählt 22.8.1811 mit Sophie Luise Wilhelmine Kramer, geb. Ebert. 
Kategorien Wirtschaft
Medien
Funktionen Kaufmann/-frau: -
Verleger/in: -
Journalist/in: -
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Dr. h.c. Ferdinand Carl Ludwig Heitmann  
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Geboren 16. Juni 1880
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 02. Juli 1953
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Ludwig Heitmann war ein lutherischer Pastor und Mitbegründer der Evangelischen Michaelsbruderschaft in Hamburg. Nach dem Abitur studierte Heitmann von 1899 bis 1902 in Göttingen und Berlin Evangelische Theologie und legte 1903 in Hamburg das erste theologische Examen ab. Von 1903 bis 1904 war er im Candidatenverein Dresden und als Lehrer an der Lehr- und Erziehungsanstalt für Knaben in Blasewitz tätig. 1905 absolvierte er die zweite theologische Prüfung in Hamburg und wurde Hilfsprediger an St. Katharinen für den Bezirk St. Annen, wo er von 1906 bis 1909 als Pastor amtierte. Im Arbeiterviertel Hammerbrook erfuhr er die sozialen Probleme der Großstadt aus erster Hand. Heitmann leitete dort 1907 einen Lehrlingsverein und richtete einen Literaturkreis ein. Diese Erfahrungen schärften seinen Blick für die religiösen Aufgaben in der Großstadt. 1909 wechselte er an die Gemeinde St. Johannis in Eppendorf, wo er sich bis zu seiner Emeritierung 1951 auf die Jugendarbeit konzentrierte.

Von 1915 bis 1918 war er freiwilliger Feldgeistlicher an der Westfront. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges engagierte sich Heitmann in der Volkskirchenbewegung und gab 1919/20 die Zeit­schrift „Die neue Kirche“ heraus. Ziel war eine sittliche Wiedergeburt der Menschen nach den Kriegserfahrungen. Ab 1922 engagierte er sich in der Neukirchlichen Fraktion der Synode, deren Ziel eine soziale Volkskirche war.

Von 1913 bis 1920 hatte Heitmann ein dreibän­diges Werk über Groß­stadt und Religion veröffentlicht, das in den zwan­ziger Jahren mehrfach aufgelegt wurde. Darin ging er der Frage nach, ob und wo in der Großstadt noch Raum für Religion sei.

Im Sommerse­mester 1932 bot Heitmann im Rahmen der Religionslehrerausbildung an der Hamburgischen Universität als Lehrbeauftragter eine Übung zum Thema „Großstadt und Religion“ an, was von Seiten der Kirchenleitung kritisiert wurde. Sein Wirken in Arbeitervierteln war von der Kirchenleitung nicht anerkannt worden. Seine Ansätze einer kirchlichen Sozi­alarbeit, deren Ziel es war, die Entfrem­dung zwischen der Kirche und den Arbeitern zu über­winden, galten nicht als oppor­tun. Ein weiterer Schwerpunkt von Heitmanns Wirken war die Erneuerung der kirchlichen Liturgie.

Heitmann nahm als Mitbegründer an den Berneuchener Konferenzen 1923 bis 1927 teil, die eine liturgische Erneuerung anstrebten, und bearbeitete 1925 den Entwurf für den Grundlagentext dieser Gruppierung, das „Berneuchener Buch“. 1931 stiftete er mit anderen die Evangelische Michaelsbruderschaft, die in enger Anlehnung an die Berneuchener Bewegung eine Erneuerung der evangelischen Kirche erstrebte. 1942/43 kam es zu einer schweren Auseinandersetzung zwischen Heitmann und der Bruderschaft, da er eine Katholisierung befürchtete; 1945 schied er aus.

Kirchenpolitisch schloss Ludwig Heitmann sich 1933 der Jungreformatorischen Bewegung an, forderte die Einführung eines hierarchischen Bischofsamtes und unterstützte somit nachdrücklich eine autoritäre Struktur der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate mit einem Landesbischof an der Spitze, der umfangreiche Vollmachten innehatte. Der neue Landesbischof Simon Schöffel berief Heitmann daraufhin in den vorläufigen Kirchenrat. Seit November 1933 war Ludwig Heitmann Mitglied des Bruderrates des Pfarrernotbundes und im Reichsbruderrat aktiv.

Parteipolitisch engagierte sich Heitmann nicht, er wurde kein Mitglied der NSDAP. Er gehörte seit 1924 dem Kyffhäuser-Bund, seit 1930 dem Verein für das Deutschtum im Ausland, seit 1935 der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt und seit 1936 dem Reichsluftschutzbund an. Er war bis 1915 aktives, danach bis 1933 passives Mitglied einer Freimaurerloge.

1929 verlieh die Gießener Universität Heitmann die theologische Ehrendoktorwürde.

 
Kategorien Wissenschaft
Religion
Bildungswesen
Funktionen Lehrer/in: 1903 - 1904
Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: 1906 -
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