Hamburger Persönlichkeiten -
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Marion Hedda Ilse Gräfin Dönhoff  
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Geboren 02. Dezember 1909
Geburtsort Schloss Friedrichstein, Ostpreußen 
Gestorben 11. März 2002
Todesort Schloss Crottorf, Friesenhagen 
Kurzbiographie Marion Gräfin Dönhoff zählt zu den namhaften Journalisten und Publizisten der deutschen Nachkriegszeit. Als Redakteurin und spätere Chefredakteurin und Herausgeberin der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ gestaltete sie seit 1946 eine der wichtigsten deutschen Zeitungen maßgeblich mit. Aufgewachsen auf einem preußischen Adelsgut, beteiligt am Widerstand gegen die Nationalsozialisten, bei Kriegsende geflohen aus Ostpreußen, in den Nachkriegsmonaten Berichterstatterin von den Nürnberger Prozessen – solche vielfältigen Erfahrungen beeinflussten den journalistischen Werdegang der Gräfin Dönhoff. Sie entwickelte sich in Hamburg zu einer kritischen Beobachterin des Zeitgeschehens. Ihr besonderes Interesse galt der Ostpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Marion Gräfin Dönhoff gab „Die Zeit“ von 1973 bis 2001 heraus. 1999 wurde sie zur Ehrenbürgerin der Stadt Hamburg ernannt. Zudem war sie Ehrensenatorin der Universität Hamburg. Schließlich gründete die Gräfin ihre eigene Stiftung, die „Marion Gräfin Dönhoff-Stiftung“. Die Stiftung unterstützt gemeinnützige Zwecke. Beispielweise fördert sie die Wissenschaft und Forschung, die Jugendhilfe, die Bildung, kulturelle Vorhaben und Einrichtungen. Am Speersort, dem Standort des Pressehauses und Sitz der „Zeit“, wurde ihr zu Ehren 2009 eine Gedenktafel errichtet und in Hamburg-Blankenese benannte sich ein Gymnasium nach Marion Gräfin Dönhoff. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Marion Gräfin Dönhoff“. 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- Pressehaus, Speersort 1 ist seit 2008 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
- Im Bezirk Hamburg-Mitte Stadtteil Hamburg-Altstadt wurde 2018 die von der Rückseite des Gebäudes Alter Wall 12 nach Nordwesten über das Alsterfleet führende und in die Wegefläche Alsterarkaden - in Höhe des Gebäudes Neuer Wall 41 - einmündende, neu einzufügende Fußgängerbrücke Marion-Gräfin-Dönhoff-Brücke benannt.
 
Lebensbeschreibungen Marion Gräfin Dönhoff.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter Dönhoff.mp3
Kategorien Wohlfahrt
Medien
Funktionen Journalist/in: -
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Frans Doormann  
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Geboren 14. Februar 1709
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. August 1786
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen. 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 28. April 1780 - 22. August 1784
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Adele Doré  
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Geboren 09. April 1869
Geburtsort Wien 
Gestorben Februar 1918
Todesort Berlin 
Kurzbiographie Adele Doré, geboren 9.4.1869 in Wien, gestorben Februar 1918 in Berlin, Tochter eines Theatermusikers. Nach Ausbildung zur Schauspielerin Engagements in Amsterdam, Regensburg, Salzburg und Köln. Seit 1897 am Thalia-Theater in Hamburg, 1900 Wechsel zum Deutschen Schauspielhaus, dessen Ensemble sie bis 1917 angehörte. Vermählt mit dem Schauspieler, Schriftsteller und Rhetorikprofessor Emil Milan. Das Gemälde Darstellung einer ihrer Glanzrollen, der Mariamne in Friedrich Hebbels "Herodes und Mariamne". 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Martin Dorner  
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Geboren 03. August 1728
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. April 1798
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Am 3. August 1728 als sohn eines einfachen Kaufmanns geboren, kam er in sehr jungen Jahren in die Lehre zu dem angesehenen, wohlhabenden Kaufmann Nicolaus Persent, desssen Vertrauen er sich in einem Maße erwarb, dass dieser ihm immer größere Geschäfte anvertraute, und er nach dessen plötzlichen Tode von den Vormündern der Erben zur Führung des Unternehmens bestimmt wurde und 1763 die Tochter seines Lehrherren heiratete. Seine Geschäfte nehmen weiterhin einen sehr glücklichen Verlauf; zu dem Warenhandel traten Wechsel- und Bankgeschäfte in einem Uumfang, dass schließlich ihm Aufträge der mächstigsten Herrscher, Königeund fürsten anvertraut wurden. Daneben übernahm er auch eine Reihe bürgerlicher Verpflichtungen, so dass der Senat ihn am 22. Februar 1765 in den Stand erheben wollte, obwohl er für sich keine solchen Ehren erstrebte und vor dieser mühsamen Aufgabe zurückschreckte. Aber die Gesetze Hamburgs bestimmen, dass der Verweigerer eines solchen ihm angetragenen Amtes nach Abgabe des zehnten Teils seines Vermögens die Stadt und ihre Provinzen innerhalb dreier Tage für immer verlassen muss. Dorner erklärte sich zu einer solchen Zahlung ohne weiteres bereit, wenn er nur ohne Annahme des Amtes in Hamburg bleiben und seine Geschäfte weiter führen könnte. Weil ihm das aber verwehrt wurde, übernahm er die ihm zunächst unwillkommene Last und führte sie um so eifriger durch wie kaum ein anderer, der ein solches amt erstrebt hatte. Er übernahm alle senatorischen Verpflichtungen der Reihe nach und erwarb sich besonders als Scholarch und Prätor so große Verdienste, dass er am 8. Februar 1788 zum Bürgermeister gewählt wurde, welches Amt er unter der Anerkennung aller Zeitgenossen bis zu seinem Tode am 12. April 1798 ausübte.  
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Überarbeitung Heinz A. E. Schröter 2009.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter 2009 05.mp3
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 8. Februar 1788 - 12. April 1798
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Paul Draingius  
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Geboren 21. September 1644
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 09. September 1728
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen. 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Überarbeitung Heinz A. E. Schröter 2009.pdf
Podcasts Sprecher A. E. Heinz Schröter 2009 06.mp3
Kategorien Politik
Funktionen Senator/in: -
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Reinhard Drenkhahn  
Abbildung
Geboren 09. Februar 1926
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 26. März 1959
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Reinhard Drenkhahn gilt als einer der Wegbereiter der informellen Malerei in Hamburg. Thematisch entstanden in seinen frühen, noch expressionistisch geprägten Werken vor allem Landschaften, oft Strände, Porträts und Figurenbilder, später näherte er sich der abstrakten Kunst. Konzentrierte er sich anfangs noch auf Kompositionen, beschäftigten ihn später oft einzelne Gegenstände, die er in verschiedensten Variationen in meist toniger Farbigkeit zu erfassen suchte, wie die bekannten „Ofensteine“. 

Reinhard Drenkhahn absolvierte zunächst eine Lehre als Polsterer und Dekorateur. Nach Abschluss der Ausbildung studierte er ein Jahr Innenarchitektur, wurde aber 1944 eingezogen und nach Ende des Krieges in der Schweiz interniert. Zurück in Hamburg, setzte er sein Studium fort und schloss es 1947 erfolgreich ab. Noch im selben Jahr besuchte er die Landeskunstschule Hamburg und wurde Schüler von Willem Grimm und Karl Kaschak, kurze Zeit lernte er auch bei Arnold Fiedler am „Baukreis“. Gemeinsam mit Kai Sudeck baute er sich ein Atelier aus. In den 1950er Jahren folgten zahlreiche Reisen: 1951 nach Paris, wo ihn vor allem die Kunst des Informel stark beeindruckte, 1953 nach Ischia, 1954 nach Ibiza, 1956 nach Amsterdam, 1957 nach Spanien. 1953 vernichtete er alle seine bis dato entstandenen Arbeiten. Eine erste Einzelausstellung erfolgte 1956 in der Hamburger Kunsthalle, ein Stipendium ermöglichte ihm 1958, ein weiteres Atelier auf St. Pauli einzurichten. Wohl auch durch die befreundeten Künstler Horst Janssen und Paul Wunderlich setzte er sich mit den Techniken der Radierung und Lithografie auseinander. 1959 besuchte er noch Amsterdam und Paris, um eine geplante Ausstellung vorzubereiten. Er hatte sich als Künstler fest etabliert, öffentliche Aufträge und zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland belegten seinen Erfolg, dennoch setzte er seiner vielversprechenden Karriere durch seinen Freitod 1959 ein Ende. Trotz der Vernichtung vieler seiner Werke hinterließ er ein recht umfangreiches Œuvre von rund 500 Gemälden, Grafiken und Zeichnungen.

 
Literaturhinweise Reinhard Drenkhahn_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Bildhauer/in: -
Maler/in: -
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Dr. Wilhelm Drexelius  
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Geboren 31. Juli 1906
Geburtsort Altona 
Gestorben 22. März 1974
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Wilhelm Drexelius wurde am 31.7.1906 in Altona geboren. Er promovierte an der Universität Hamburg in Rechtswissenschaft. Schon während seines Studiums war er der SPD beigetreten und engagierte sich in Studentengruppen. Nach seinem Abschluss ließ er sich als Anwalt in Hamburg nieder und gründete mit Clara Genter eine Kanzlei am Neuen Wall.

1946 ernannte Max Brauer Drexelius zum Senatssyndikus des Rechtsamtes. In dieser Funktion nahm er an dem Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee teil. 1951 ging er als Senatssyndikus in die Senatskanzlei. Als Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft wurde er 1961 in den Senat gewählt. Zunächst war er im Bereich der Baubehörde tätig, später dann in der Schulbehörde. 1966 wählte man Drexelius zum Zweiten Bürgermeister.

Er verstarb am 22.3.1974 in Hamburg.

 
Lokale Referenzen Wilhelm-Drexelius-Weg 
Literaturhinweise Wilhelm Drexelius_Literatur.pdf
Kategorien Politik
Justiz
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: -
Senator/in: -
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Professor Harald Duwe  
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Geboren 28. Januar 1926
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 15. Juli 1984
Todesort Tremsbüttel/Schleswig-Holstein 
Kurzbiographie Harald Duwes Oeuvre ist von sehr polaren Positionen geprägt. Zum einen malte er während seines Studiums bei Willem Grimm Landschafts- und figürliche Studien, die sich durch eine frisch und starke Farbwahl auszeichneten und stilistisch an Pierre Bonnard erinnerten. Zum anderen entwickelte er später einen kritisch harten Realismus, der sich mit Nationalsozialismus, Krieg und Gewalt, aber auch mit Themen der Gegenwart auseinandersetzte. Zu letzteren zählte sowohl das deutsche Freizeitverhalten, als auch Gegenwartsprobleme wie Umweltzerstörung und Industrie. Er scheute dafür auch nicht vor hässlichen, aggressiven Motiven zurück. Parallel zu dieser Tendenz fertigte er im Auftrag Portraits von Kindern, Professoren und Bürgermeistern an.  
Lokale Referenzen Kunstwerke von Harald Duwe befinden sich in der Hamburger Kunsthalle, dem Altonaer Museum und dem Museum für hamburgische Geschichte. Des Weiteren befinden sich folgende Auftragsarbeiten im öffentlichen Raum: "Alt Wandsbek" (1954) Hamburg Rathaus, 1. Stock, "Turner" (1956) Schule Griesstraße 101,  "Keramik-Relief" (1957) Schule Zeughausmarkt 32, "Wandgestaltungen" (1960) Schule Minenstraße und "Land-Stadt" (1963) Schule Karlshöhe.  
Lebensbeschreibungen Harald Duwe.pdf
Literaturhinweise Harald Duwe.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Grafiker/in: -
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Johanna Margaretha Edings  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie Johanna Margaretha Eding war eine Hamburger Bürgerin, die 1762 in ihrem Testament verfügte, dass nach ihrem Tod ihr gesamtes Vermögen in Höhe von 850 Mark die St. Jacobi Kirche erhalten sollte. Der Hauptpastor von der St. Jacobi Kirche sollte jedes Jahr zu Weihnachten zwölf Wäschegarnituren an bedürftige Frauen verteilen. Das  Testament von Johanna Margaretha Eding hat folgenden Inhalt: „solange die Sonne scheint und der Wind weht“ soll die Stiftung für zwölf bedürftige Frauen je ein "Hemd" von dem Geld und deren Zinsen kaufen. Mit dem Begriff "Hemd" ist nicht das Hemd im üblichen Sinne gemeint, sondern eine Art Unterkleid, das stellvertretend für das Minimum an Habseligkeiten steht. Im Laufe der Jahre ist das Unterkleid nicht mehr existent und wurde gegen die heutige Unterwäsche aus getauscht. Inzwischen wurde das Stiftungsvermögen aufgebraucht. Allerdings wurde die Gemeinde durch eine richterliche Anordnung, dazu verpflichtet, den letzten Willen aus dem Testament von Johanna Margaretha Eding auch weiterhin zu erfüllen. Die Gemeinde hat daraufhin die Weihnachtsaktion erweitert und verschenkt nun auch Unterwäsche an den kirchlichen Verein „Herz As“. Die Gemeinde wird mittlerweile auch von privaten Spendern unterstützt. 

 

 
Lokale Referenzen

 

 
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
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Constatin August Axel Eggebrecht  
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Geboren 10. Januar 1899
Geburtsort Leipzig 
Gestorben 14. Juli 1991
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Axel Eggebrecht ist ein bedeutender Journalist und Schriftsteller der Nachkriegszeit. Zunächst als Leiter des Ressorts Innenpolitik in der Abteilung Wort beim Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) und später als freier Mitarbeiter beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) sowie als Leiter des NDR-Nachwuchsstudios prägte er den Rundfunk in der Bundesrepublik entscheidend mit. Gemeinsam mit Peter von Zahn war Axel Eggebrecht von 1946 bis 1947 Herausgeber der „Nordwestdeutschen Hefte“. In seiner umfassenden Berichterstattung vom Lüneburger Bergen-Belsen-Prozess (Herbst 1945) sowie vom Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965) versuchte der 1933 selbst in einem Konzentrationslager inhaftierte Eggebrecht, die deutsche Bevölkerung zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu bewegen. Neben seiner journalistischen Tätigkeit veröffentlichte Axel Eggebrecht Gedichte und Essays und war Autor zahlreicher Hörspiele und Drehbücher. Eggebrecht erhielt für sein Schaffen verschiedene Auszeichnungen und Ehrungen, darunter auch die Bürgermeister-Stolten-Medaille der Stadt Hamburg. 1976 wurde er außerdem zum Ehrensenator der Universität Hamburg ernannt. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Axel Eggebrecht“. 
Lebensbeschreibungen Axel Eggebrecht.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter Eggebrecht.mp3
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
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Joachim Gerhard Eggers  
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Geboren 24. Januar 1777
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 17. Juli 1820
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Joachim Gerhard Eggers ist der einzige Hamburger Nachtwächter, von dem wir wissen, dass er Gedichte schrieb. Sich in seiner nächtlichen Obhut sicher fühlende einflussreiche Bürger veranlassten großzügig die Buchausgabe 1820 dieses poetischen Nachtwächters. Geboren am 24. Januar 1777 in Hamburg, früh war er verwaist, seine Schulbildung dürftig, seine Lebensumstände immer ärmlich. Aber er las heimlich oder in seinen Freistunden und bildete sich autodidaktisch weiter. Durch Gottscheds Schriften erwachte seine Liebe zur Poesie und so erlangte er „eine ziemlich richtige Kenntniß der Sprache und der Verskunst“. Er nahm jede Anregung auf, aus den Voßschen Musenalmanachen, aus Schiller, Herder u.a. und unternahm eigene Versuche in Vers und Prosa. Schließlich wurde der Mittellose, der sich nur mühsam in verschiedenen Berufen (Schneiderlehrling, Rollo-Maler und Nachtwächter) durchschlug und immer wieder durch Krankheiten zurückgeworfen wurde, durch Vermittlung eines Freundes „in einem gebildeten Zirkel (bei der Witwe Klopstocks) bekannt, durch dessen Bemühungen die Aufmerksamkeit edler Männer und Frauen erregt wurde, die nun strebten, ihn durch Unterstützungen seiner traurigen Lage zu entreißen und die Herausgabe seiner Gedichte beförderten“. In der „Ankündigung“ stellen die Herausgeber J.F. Eggers als den „neuen Priester der Muse“ und als „Dichter der Natur“ vor, dem sie „ ein Plätzchen in der menschlichen Gesellschaft“ verschaffen möchten. Die Dichtungen dieses „autodidactischen Dichters … zeichnen sich vorteilhaft aus sowohl durch Correctheit der Sprache, als durch poetischen Gedankenreichthum. Sie gehören der ernsteren Gattung an, und erinnern durch ihre philosophische Richtung sehr an Schiller“(Schroeder). „Dennoch verblieb er, bei fortdauerndem Mangel einer erträglichen bürgerlichen Stellung, lebenslang ein armer Poet“(Beneke). J.F. Eggers starb am 17.Juli 1820 in Hamburg. Der "Ladenpreis (der Gedichte) betrug bei (den Buchhändlern) Bohn, Campe, Hoffmann und Perthes zwei Mark", doch hofften die Herausgeber, "unsre Mitbürger" würden bei Subskription bereit sein, für den armen Dichter "mehr zu geben". 
Sonstige
Kategorien Literatur
Funktionen
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Ida Ehre  
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Geboren 09. Juli 1900
Geburtsort  
Gestorben 13. Februar 1989
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in der Altstadt ist seit 2000 der Ida-Ehre-Platz
- Hallerstraße 74 ist seit 1994/2004 eine Gedenktafel von der Patriotischen Gesellschaft
 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Julius von Ehren  
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Geboren 23. August 1864
Geburtsort Altona 
Gestorben 08. November 1944
Todesort Hamburg-Bahrenfeld 
Kurzbiographie Auf Ausflügen in den Niederelberaum sammelte Julius von Ehren die Inspiration für seine Bilder der Landschaft und des bäuerlichen Lebens. Anders als viele seiner Malerkollegen skizzierte er nicht nur das Motiv vor Ort, um es später in einem Atelier auf die Leinwand zu übertragen, sondern stellte bereits dort die fertigen Bilder her. Des Weiteren malte er Stillleben und Bildnisse, sein Lieblingsmotiv stellten allerdings Enten dar. Die Farben, die er für seine Bilder verwendete, waren sehr kräftig und sein Malstil impressionistisch. Diese Kombination führte dazu, dass er zunächst von der etablierten Hamburger Kunstszene abgelehnt wurde. Trotz seiner Mitgliedschaft in mehreren Künstlerverbänden und der gewonnenen Goldmedaille der Deutschen Kunstausstellung in Dresden 1899, gelang es ihm nicht, seine Bilder zu verkaufen. Ab 1910 stellte er nur noch sporadisch aus und Alfred Lichtwark bemühte sich, ihn zu unterstützten. 
Lokale Referenzen Werke von Julius von Ehren befinden sich in den Sammlungen der Hamburger Kunsthalle, des Altonaer Museum, des Museums für Hamburgische Geschichte, des Museums für Kunst und Gewerbe und der Hamburger Sparkasse.  
Lebensbeschreibungen Julius von Ehren.pdf
Literaturhinweise Julius von Ehren.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Grafiker/in: -
Maler/in: -
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Franz Ferdinand Eiffe  
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Geboren 11. November 1825
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 18. Juni 1875
Todesort Wandsbek 
Kurzbiographie Sohn des Hamburger Kaufmanns Franz Ferdinand Eiffe und der Frances Tode. Kaufmann in Hamburg. Inhaber zahlreicher bürgerlicher Ehrenämter, seit 1856 Senator und seit 1972 Vorsitzender der ersten Sektion der Baudeputation. 19. Juni 1858 Heirat mit Susan Godeffroy. 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in Hamburg-Hamm ist seit 1886 die nach ihm benannte Eiffestraße
 
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1866 -
Kaufmann/-frau: -
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Friedrich Einhoff  
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Geboren 20. Juli 1936
Geburtsort Magdeburg 
Gestorben 15. August 1988
Todesort Soltau 
Kurzbiographie In Friedrich Einhoffs Kunstwerken war das Abbild des Menschen zentral, welches er in Einzelfiguren oder auch Figurengruppen auf der Leinwand festhielt. Jedoch versuchte er nicht, die Menschen als Individuen darzustellen, sondern bemühte sich vielmehr um eine allgemeine Erfassung des Menschen. Denn an Stelle von persönlicher Merkmalen sind Friedrich Einhoffs Figuren mit konventionellen Kleidern versehen und führen statische Bewegungen aus. Auch besteht für den Betrachter keine Möglichkeit zur Kommunikation, sodass die Figuren zu stummen Erinnerungen der menschlichen Existenz werden. Diese typisierten Figuren überträgt Friedrich Einhoff mittels Kohle, Blei- und Bundstiften sowie Gouache Farben auf grundiertes Papier oder eine präparierte Leinwand. Zur Vollendung seiner Werke verwischt er die Farben, damit eine malerische Wirkung entsteht. In den 80er Jahren treten die Figuren in Gruppierungen in Friedrich Einhoffs Kunstwerken auf und verbildlichen die Einbindung des Einzelnen in die Strukturen und Zwänge einer Gemeinschaft. Im Laufe der Zeit werden die Bilder farbintensiver und die Hintergründe heller. Was jedoch als Beschreibung zunächst freundlich klingt, wirkt in seinen Bildern aufgrund seiner Maltechnik und dem Einsatz von Schatten bedrohlich.  
Lokale Referenzen Kunstwerke von Friedrich Einhoff befinden sich in der Sammlung der Hamburg Kunsthalle.  
Lebensbeschreibungen Friedrich Einhoff.pdf
Literaturhinweise Friedrich Einhoff.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Grafiker/in: -
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Ernst Eitner  
Abbildung
Geboren 30. August 1867
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. August 1955
Todesort Hummelsbüttel 
Kurzbiographie Ernst Eitner, geb. 30.08.1867 in Hamburg, gest. 28.08.1955 in Hummelsbüttel. Nach Besuch der Kunstgewerbeschule in Hamburg 1887-1890 Studium an der Akademie in Karlsruhe, 1891 in Düsseldorf und 1892 in Antwerpen. Seitdem in Hamburg als Maler ansässig. 1894-1909 Lehrer an der Malschule Valeska Röver; Gründungsmitglied des hamburgischen Künstlerclubs von 1897. Zahlreiche Studienreisen nach Frankreich, Norwegen, Italien und England. 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Zeichner/in: -
Anfang

 
Albert van Eitzen  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1623 - 1653
Anfang

 
Dirick van Eitzen  
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Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1589 - 1598
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Conrad Hans Dietrich Ekhof  
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Geboren 12. August 1720
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 16. Juni 1778
Todesort Gotha 
Kurzbiographie
Konrad Ekhof galt als einer der besten Schauspieler des 18. Jahrhunderts. Er entwickelte einen Stil der realistischen Darstellung und wurde wegen seiner Erfolge, die er auf vielen deutschen Bühnen errang, schon zu Lebzeiten als "Vater der deutschen Schauspielkunst" bezeichnet. Von 1767 bis 1769 war er Mitglied der Schauspieltruppe im Nationaltheater am Gänsemarkt. In dieser Zeit erreichte er in Zusammenarbeit mit Lessing und Schröder den Höhepunkt seiner Schauspielkunst.
 
Lokale Referenzen
Konrad Ekhof war überzeugter Freimaurer. Er wurde in Hamburg am 8. August 1770 von der Johannis-Loge "Zu den drei Rosen" zum Freimaurer aufgenommen. Nachdem er aus beruflichen Gründen Hamburg verlassen musste, wurde Ekhof in der Gothaer Loge "Zum Rautenkranz" Meister vom Stuhl. Hier gründete er am 25. Juni 1774 die Loge "Kosmopolit", in der er auch als Meister vom Stuhl über viele Jahre den Hammer leitete.
Seit 1911 arbeiten hiesige Freimaurer in der nach ihm benannten Loge "Konrad Ekhof".
 
Spuren in Hamburg:
- in Hohenfelde ist seit 1899 die Ekhofstraße
- am Lessing-Denkmal auf dem Gänsemarkt befindet sich sein Portrait-Relief
 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
Anfang

 
Erich Elingius  
Abbildung
Geboren 1879
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 1948
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1879 geboren in Hamburg; 1898 - 1902 Architekturstudium in Karlsruhe und München; 1902-04 für Hermann Billing tätig; 1904 trat er dem Büro Frejtag & Wurzbach bei; 1910 Umbenennung in Frejtag & Elingius; Er war Mitglied im Deutschen Werkbund und förderte den Verein Vierländer Kunst und Heimatkunde; Entwarf vorwiegend Backsteinfassaden und neigte somit zum Konservativen; 1921 trat Gottfried Schramm in das Büro ein; Nachdem Tode von Frejtag 1927, Umbenennung in Elingius & Schramm; Arbeitsgebiete waren vor allem Einfamilienhäuser und öffentlich geförderten Wohnungsbau; 1948 Tod in Hamburg 
Lokale Referenzen Elingiusplatz, Bergedorf, seit 1979
 
Lebensbeschreibungen ErichElingiusWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
Anfang

 
Ross Ellman  
Abbildung
Geboren 1973
Geburtsort Sambia 
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien
Funktionen
Anfang

 
Ilse Elsner  
Abbildung
Geboren 25. November 1910
Geburtsort Berlin 
Gestorben 15. Dezember 1996
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ilse Elsner war eine wichtige Hamburger Journalistin und Politikerin der frühen Nachkriegszeit. Als eine der ersten Frauen setzte sie sich ab 1945 journalistisch und politisch erfolgreich in den bislang von Männern dominierten Metiers der Wirtschafts- und Sozialpolitik durch. Sie saß sowohl im Deutschen Bundestag als auch im Hamburger Senat und schrieb für Hamburger wie für überregionale Zeitungen. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Ilse Elsner“. 
Lebensbeschreibungen Ilse Elsner.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter Elsner.mp3
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
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Fanny Elßler  
Abbildung
Geboren 23. Juni 1810
Geburtsort Wien 
Gestorben 27. November 1883
Todesort Wien 
Kurzbiographie Fanny Elßler, geb. 23.6.1810 in Wien, gest. 27.11.1883 ebd., Tochter des fürstlichen Bediensteten Johann Elßler und der Stickerin Therese Prinster. Gefeierte Tänzerin ihrer Zeit mit Verpflichtungen in ganz Europa. Verheiratet 1834 mit dem Direktor der italienischen Oper in Paris, Louis Vernon; nach der Scheidung mit dem Prinzen Leopold von Bourbon-Sizilien und dem Tänzer Anton Stuhlmüller. 1843 erstes Gastspiel in Hamburg. 1851-1855 ständiger Aufenthalt in Hamburg, seitdem wieder in Wien. 
Kategorien Musik
Funktionen Tänzer/in: -
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George Heinrich Embden  
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Geboren 22. September 1839
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 12. Juli 1907
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Nach dem Besuch des Johanneums studierte George Heinrich Embden in Heidelberg, Berlin und Göttingen Jura. Zum Dr. jur. promoviert kehrte er nach Hamburg zurück und erwarb das Bürgerrecht am 30. Mai 1862, um sich als Advokat niederzulassen. In diesem Beruf erwarb er sich einen besonderen Ruf, nachdem er als Sachverständiger in einem Handelsprozess vor einen Londoner Gerichtshof bestellt wurde. Er widmete sich vorwiegend handels- und wirtschaftspolitischen Studien und wurde am 26. April 1872 Consulent und erster Sekretär der Handelskammer. In dieser Funktion nahm er an Vorbereitungen zu Gesetzesentwürfen in Berlin teil (u.a. Lehrlingsenquete 1875) und wirkte als Mitglied der Kommission zur Bearbeitung einer Novelle zum Aktiengesetz. Embden gehörte kurzfristig der Hamburgischen Bürgerschaft an, legte sein Mandat aber nieder, weil es sich nicht mit der Stellung in der Handelskammer vereinbaren ließe. Im März 1977 teilte er der Kammer seinen Wunsch zum Ausscheiden mit. Während er an 1. Oktober von seinem Amt als erster Sekretät entbunden wurde, blieb er „in gegenseitiger Absicht ... zur Erleichterung des transitorischen Zustandes in der Neu-Besetzung der Stellung des ersten Consulenten u. Sekretärs“ ihr Consulent. Am 30. Juni 1880 schied Embden endgültig aus den Diensten der Kammer. Als Anwalt assoziierte er sich mit dem nachmaligen Bürgermeister Hachmann, später mit Dr. Schröder (Senator), Dr. Carl Petersen sowie den Dres. Nottebohm und Gustav Petersen. 
Podcasts Embden Georg Heinrich.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Hauptgeschäftsführer/in der Handelskammer: 1872 - 1877
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Dr. Max James Emden  
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Geboren 28. Oktober 1874
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 26. Juni 1940
Todesort Muralto (Schweiz) 
Kurzbiographie

Als zweites Kind des Textilfabrikanten Ja- cob Emden und dessen Ehefrau Mathilde wurde Max Emden in eine wohlhabende jüdische Hamburger Kaufmannsfamilie hineingeboren. 1893 ließ er sich protestantisch taufen. Emden studierte Chemie und wurde 1898 in Leipzig promoviert. 1904 trat er als Teilhaber neben seinem Vater Jacob und seinem Onkel Hermann in die Firma M. J. Emden & Söhne ein, ein „Engroshaus in sämtlichen Waren der Textilindustrie und Kurzwaren“. Die Geschichte des Unternehmens reicht bis ins Jahr 1823 zurück. Die Familie Emden darf für sich in Anspruch nehmen, das System des Franchisings erfunden zu haben. Über 200 Geschäfte boten in ganz Deutschland ausschließlich Waren des Unternehmens M. J. Emden & Söhne an. Em- den baute das Unternehmen aus, indem er in geeigneten Lagen deutscher und europäischer Großstädte Grundstücke erwarb und darauf Kaufhäuser errichtete. So war er erster Besitzer der berühmten Häuser KaDeWe in Berlin, Oberpollinger in München, Poetsch in Hamburg und zahlreicher anderer. 1910 heiratete er die aus Chile stammende Concordia Sternberg. Die Ehe hielt bis 1926 – dem Jahr, in dem Emden den Großteil seiner Kaufhäuser an die Karstadt AG verkaufte und Hamburg verließ, um sich in der Schweiz niederzulassen. Auf einer Insel im Lago Maggiore baute er einen Palast im neo- klassizistischen Stil, war von dort aber weiterhin wohltäterisch für Hamburg tätig. 1934 wurde er Schweizer Bürger. Seinen Besitz wurde in der Folgezeit „arisiert“. Er musste ihn ab 1935 aufgeben und zum Teil weit unter Wert verkaufen.

 
Literaturhinweise MaxEmden.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Kurt Emmerich  
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Geboren 31. Januar 1930
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 03. Februar 2006
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Kurt Emmerichs Stimme als Sportreporter des Norddeutschen Rundfunks (NDR) war legendär. Sie galt als die „Stimme des Nordens“ bei den Konferenzschaltungen der Bundesligaspiele, sie prägte die Sportberichterstattung im Radio am Samstagnachmittag. Sie begleitete viele Spiele des HSV in den europäischen Wettbewerben und der deutschen Nationalmannschaft bei Europa- und Weltmeisterschaften. 1982 wählten die „Hör zu“-Leser Emmerich zum beliebtesten Reporter der Fußball-Weltmeisterschaft in Spanien und er erhielt das „Goldene Mikrofon“. 
Lebensbeschreibungen Kurt Emmerich.pdf
Podcasts K. Emmerich kommentiert das 1 zu 0 im Europapokal-Endspiel der Landesmeister HSV – Juventus Turin in Athen, 25.05.1983, Bestand NDR.mp3
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
Anfang

 
Julius Friedrich Theodor Engel  
Abbildung
Geboren 27. August 1842
Geburtsort Schleswig 
Gestorben 02. April 1926
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Julius Engel wurde am 27.8.1842 in Schleswig geboren. 1867 schloss er sein Jurastudium in Heidelberg und Kiel mit dem Staatsexamen ab. 1912 erhielt er von der juristischen Fakultät in Kiel die Ehrendoktorwürde. Zunächst arbeitete er als Amtssekretär in Reinbek, wechselte jedoch im selben Jahr als Assessor an das Amtsgericht in Albersdorf. Zwischen 1868 und 1880 war er als Notar und Rechtsanwalt in Neumünster tätig, hiernach wurde er Amtsrichter in Hamburg. In schneller Folge wurde er hier Richter am Landgericht, Landgerichtsdirektor, Oberlandgerichtsdirektor und schließlich 1901 Präsident des Landgerichts Hamburg. Er erwarb sich große Anerkennung mit der Einführung des bürgerlichen Gesetzbuches. Von 1887 bis 1913 war Engel Mitglied in der Hamburgischen Bürgerschaft, dessen Präsident er von 1902 bis 1913 war. Er verstarb am 2.4.1926 in Hamburg. 
Literaturhinweise Julius Friedrich Theodor Engel_Literaur.pdf
Kategorien Politik
Justiz
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: -
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Kurt Enoch  
Abbildung
Geboren 22. November 1895
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 15. Februar 1982
Todesort Puerto Rico 
Kurzbiographie Der aus Hamburg stammende Verleger Kurt Enoch wurde in den USA als einer der Pioniere des Taschenbuchgeschäfts berühmt. Nach dem Ersten Weltkrieg stieg der promovierte Wirtschaftswissenschaftler zunächst in das Druckerei- und Verlagsgeschäft seines Vaters in Hamburg ein. Sukzessive baute er das Familienunternehmen Enoch Gebrüder Verlag zu einem erfolgreichen Unternehmen aus und konzentrierte sich schon in den 1930er Jahren verstärkt auf das Geschäft mit englischsprachigen Taschenbüchern. Auf Grund seiner jüdischen Herkunft war Enoch nach der nationalsozialistischen Machtübernahme gezwungen, in die Emigration zu gehen. Kurt Enoch emigrierte 1936 zuerst nach Paris, 1940 dann nach New York. Dort schaffte er den Durchbruch im renommierten Penguin Verlag. Das auf Taschenbücher spezialisierte, englische Verlagshaus plante, eine amerikanische Tochterfirma zu gründen. An deren Aufbau hatte Enoch schließlich essentiellen Anteil. 1945 wurde Enoch Präsident und Teilhaber des US-Zweigs von Penguin Books. 1947 wurde dieser Ableger der Verlagsgruppe umbenannt in The New American Library of World Literature (NAL), die sich zu einem der größten amerikanischen Verlage überhaupt entwickelte. 
Kategorien Medien
Funktionen Verleger/in: -
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Hans Epskamp  
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Geboren 1903
Geburtsort  
Gestorben 1992
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Otto Ernst  
Abbildung
Geboren 07. Oktober 1862
Geburtsort Ottensen 
Gestorben 05. März 1926
Todesort Groß Flottbek 
Kurzbiographie Otto Ernst, eigentlich Otto Ernst Schmidt, geboren am 07.10.1862 in Ottensen, gestorben am 05.03.1926 in Groß Flottbek, Sohn eines Zigarrenarbeiters. Nach Lehrerseminarausbildung bis 1900 als Volksschullehrer in Hamburg tätig, seitdem als freier Schriftsteller. Verfasser von Gesellschaftsdramen und -romanen sowie genrehafter Erzählungen und Kindergeschichten. Vermählt 1892 mit Helmine Scharge. 
Lokale Referenzen Otto-Ernst-Straße, Othmarschen, seit 1928
 
Kategorien Literatur
Funktionen Autor/in: -
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Julius Ertel  
Abbildung
Geboren 02. Juni 1846
Geburtsort Breslau 
Gestorben 02. März 1922
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Aus Breslau stammend, kam Julius im Alter von 26 Jahren in die Hansestadt und gründete dort 1872 zusammen mit Rudolph Bieber die Firma Ertel, Bieber & Co. Diese betrieb die Kommissionsgeschäfte mit verschiedenen Waren und importierte schwefelreichen spanischen Kies nach Deutschland - eine Tätigkeit, die 1881 zur Gründung der eigenen Kupferhütte Ertel, Bieber & Co. in Hamburg führte. Ertel war Mitglied in zahlreichen Aufsichtsräten, u.a. dem der Deutschen Dampfschiffahrts-Gesellschaft Kosmos, der Anglo-Continentalen (vormals Ohlendorff’schen) Guano-Werke und der Vereinsbank in Hamburg, welchem er von 1913 bis 1922 vorstand. Der Kunstliebhaber Ertel besaß eine Reihe von Gemälden, u.a. von Max Liebermann, und förderte junge Maler. Außerdem engagierte er sich in öffentlichen Ämtern: So gehörte er von 1887 bis 1892 der Handelskammer und von 1893 bis 1899 der Hamburger Finanzdeputation an. Ausführliche Biographie

 
Lokale Referenzen

Spuren in Hamburg:

Seit 1949 ist in Wilhelmsburg die Julius-Ertel-Straße nach ihm benannt

 
Literaturhinweise Literatur zu Julius Ertel.pdf
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Hartwicus de Erteneborch  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1293 - 1305
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Kurt Esmarch  
Abbildung
Geboren 01. Februar 1894
Geburtsort Bergenhusen (bei Schleswig) 
Gestorben 14. November 1980
Todesort Bad Bramstedt 
Kurzbiographie Kurt Esmarchs Name verbindet sich mit einer der ältesten Radiosendungen der Welt, die heute noch ausgestrahlt wird. Kurt Esmarch war der Erfinder des „Hamburger Hafenkonzerts“. Seit dem 9. Juni 1929 wird die Musiksendung jeden Sonntag live von Bord eines Schiffes im Hamburger Hafen übertragen. Begründet wurde die Sendung, die nach den Vorstellungen der Programmverantwortlichen damals „nach Tang und Teer riechen sollte“, von der Nordischen Rundfunk Aktiengesellschaft (Norag). Während der nationalsozialistischen Zeit stand sie mit einer kriegsbedingten Unterbrechung weiterhin im Programm. Bald nach Kriegsende wurde die beliebte maritime Sendung vom Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) wieder aufgegriffen. Bis 2012 wurde dieses radiofone Markenzeichen der Hansestadt mehr als 2.800 Mal ausgestrahlt. Norag-Redakteur Kurt Esmarch war der prägende Kopf und gestaltete diesen Publikumsliebling 35 Jahre lang. In kongenialer Weise verbanden sich für den einstigen Seemann Esmarch dabei nicht nur seine Leidenschaft für das Radio und das Schreiben, sondern vor allem auch seine lebenslange Liebe zum Meer. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Kurt Esmarch“. 
Lebensbeschreibungen Kurt Esmarch.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter Esmarch.mp3
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
Orchesterleiter/in: -
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Dr. Olga Essig  
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Geboren 15. Juli 1884
Geburtsort Bromberg 
Gestorben 14. Dezember 1965
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Olga Essig hatte sechs Geschwister und stammte aus einer Familie, die auf einem Bauernhof in Bromberg lebte. Die Eltern konnten es sich finanziell nicht leisten, ihrer Tochter eine höhere Schulbildung zu ermöglichen. Gleich nach dem Abschluss der Volksschule musste Olga Essig einen Beruf ergreifen. Sie wurde Kontoristin, bildete sich aber weiter und nahm Privatunterricht, um das Abitur absolvieren zu können. 1908 erhielt sie eine Anstellung als Lehrerin an der staatlichen kaufmännischen Fortbildungsschule in Bromberg.

1914 machte sie ihre Diplom-Handelslehrerprüfung und eine Zusatzprüfung in Technologie. Dann studierte sie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Pädagogik und promovierte 1918 zur Dr. rer. pol.

Olga Essig wollte das Berufsschulwesen reformieren und verfolgte das Ziel, berufstätigen Frauen eine Gleichstellung im Beruf und in der Gesellschaft zu ermöglichen. So forderte sie z. B. Fortbildungsschulen für alle Frauenberufe.
1921 wurde Olga Essig Leiterin der Städtischen Frauenarbeitsschule in Mainz. Ein Jahr später legte sie wegen Auseinandersetzungen um ihren Führungsstil das Amt nieder. 1922 folgte eine Berufung als „Vortragender Rat“ für das Referat „Mädchen-Berufsschulwesen“ im thüringischen Volksbildungsministerium in Weimar. Doch als 1924 in Thüringen eine Rechtsregierung gebildet wurde, wurde die überzeugte Sozialistin entlassen.
Im selben Jahr holte der Hamburger Senat sie nach Hamburg und gab ihr die Stelle als Direktorin der Allgemeinen Gewerbeschule für das weibliche Geschlecht. 1929 wurde Olga Essig als erste Frau in Hamburg Oberschulrätin für das gesamte Hamburgische Berufsschulwesen. Sie baute das Hamburger Berufsschulwesen für Mädchen auf und war maßgeblich daran beteiligt, dass die selbstständig arbeitende Berufsschulbehörde mit der Schulbehörde zusammengelegt wurde.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde Olga Essig 1933 aus politischen Gründen entlassen. Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie wieder in ihr Amt als Oberschulrätin für die Berufsschulbehörde eingesetzt, das sie bis zu ihrer Pensionierung 1950 innehatte.
Gleichzeitig engagierte sich Olga Essig auch in der Hamburger Frauenbewegung. So war sie 1946 Mitbegründerin des Hamburger Frauenrings und gründete 1949 die Mütterschule. 1959 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse überreicht.

Text: Rita Bake

 
Kategorien Bildungswesen
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Prof. Dr. Immanuel Estermann  
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Geboren 31. März 1900
Geburtsort Berlin 
Gestorben 30. März 1979
Todesort Haifa 
Kurzbiographie Immanuel Estermann wurde am 31.03.1900 in Berlin geboren. An der 1919 gegründeten Hamburger Universität gehörte Estermann zu den ersten 10 Studierenden, die ein Examen in Chemie ablegten. Er promovierte 1921 in Hamburg bei Max Volmer mit der Arbeit „Über den Verdampfungskoeffizienten und seine Beziehung zur Ostwaldschen Stufenregel“ 1922 war er Assistent bei Otto Stern in Roststock und folgte ihm schließlich an die Universität Hamburg. In der Arbeitsgruppe von Otto Stern war Estermann an Experimenten beteiligt, die wichtige Prämissen der Quantentheorie bestätigen konnten. 1933 wurde Estermann, der einen jüdischen Hintergrund hatte, von den Nationalsozialisten aus dem Hochschuldienst entlassen. Die überaus erfolgreiche Arbeitsgruppe um Otto Stern wurde so komplett zerschlagen, Stern selbst reichte ein Entlassungsgesuch ein, um einer Kündigung zuvor zukommen. Estermann floh über England in die USA und fand dort eine Stelle an der Carnigon Mellon University of Pittsburgh, an der Otto Stern 1933-1946 eine Forschungsprofessur der Physik innehatte. Estermann blieb für 20 Jahre auf dieser Stelle und war in diesem Zeitraum auch beratend in das Manhattan Projekt involviert, das die erste Atombombe baute. Von 1951 bis 1959 war er Berater und später Leiter der Materialwissenschaften des Office of Naval Research in London. Einem Antrag auf Entschädigung wurde in Deutschland stattgegeben, Immanuel Estermann galt ab 1957 als Emeriti der Hamburger Universität. Ab 1964 hatte er eine Gastprofessur an der Universität Haifi inne. Immanuel Estermann starb am 30.03.1979 in Haifa.  
Lokale Referenzen www.chemie.uni-hamburg.de/gnd/125689179 
Kategorien Wissenschaft
Funktionen
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Hans Jacob Faber  
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Geboren 18. Februar 1665
Geburtsort Schwerin 
Gestorben 15. November 1729
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen. 
Lokale Referenzen Faberstraße, Eimsbüttel, seit 1895
 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Überarbeitung Heinz A. E. Schröter 2009.pdf
Podcasts Sprecher A. E. Heinz Schröter 2009 07.mp3
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 8. Juli 1722 - 15. November 1729
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Johannes Jacob Faber  
Abbildung
Geboren 07. März 1716
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 01. August 1800
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen. 
Nachrufe (Nekrologe) Text Latein Quelle Staatsarchiv HH.pdf
Übersetzung aus dem Lateinischen.pdf
Kategorien Politik
Funktionen Senatssyndicus: -
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Gustav Falke  
Abbildung
Geboren 11. Januar 1853
Geburtsort Lübeck 
Gestorben 08. Februar 1916
Todesort Großborstel bei Hamburg 
Kurzbiographie Gustav Falke, geboren 11.1.1853 in Lübeck, gestorben 8.2.1916 in Großborstel bei Hamburg, Sohn des Kaufmanns Johann Friedrich Christian Falke und der Landwirtstochter Elisabeth Franziska Hoyer. Nach Schulzeit in Lübeck seit 1868 Buchhandelslehre in Hamburg und anschließend als Buchhändler in Essen, Stuttgart und Hildburghausen. Seit 1878 als Privatmusiklehrer und freier Schriftsteller in Hamburg ansässig. 1890 Heirat mit Anni Heissel-Theen. Schriftsteller zwischen Impressionismus und Naturalismus, aber auch realistisch-liebevoller Milieuschilderungen und Kinderbücher. 
Lokale Referenzen Gustav-Falke-Straße, Eimsbüttel, seit 1921
 
Kategorien Literatur
Funktionen Autor/in: -
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Erik van der Fechte  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1591 - 1613
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Helga Feddersen  
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Geboren 14. März 1930
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. November 1990
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Bis zu ihrem Tod im Jahre 1990 lebte Helga Feddersen, Tochter eines Kaufmanns für Seemannsausrüstungen, im zweiten Stock des am Ende des 17. Jahrhunderts erbauten Bürgerhauses Deichstraße 39.
Vor allem durch Blödel-Songs wie „Die Wanne ist voll“ mit Didi Hallervorden erlangte Helga Feddersen allgemeine Berühmtheit. Aber darüber hinaus war die „Ulknudel der Nation“ eine vielseitig begabte Schauspielerin und starke Frau, die seit ihrem 25sten Lebensjahr mit der Krankheit kämpfte, die 1955 eine Tumoroperation an der Ohrspeicheldrüse notwendig gemacht und zu einer Entstellung ihres Gesichts geführt hatte.
Nach dem Studium an der Schauspielschule Hamburg bei Eduard Marks hatte sie ihr Debüt 1949 in dem Drama „Ostern“ von August Strindberg bei Helmuth Gmelin am Theater im Zimmer. Über Engagements an den Hamburger Kammerspielen und am Musiktheater Gelsenkirchen kam sie dann auch zum Norddeutschen Rundfunk, wo sie Funk-, Film- und Fernsehrollen übernahm. Sie trat in der satirischen Sendung „Abramakabra“ auf, moderierte mit Frank Zander von 1977 bis 1980 die „Plattenküche“ und spielte die zweite Ehefrau von „Ekel Alfred“ (Tetzlaff).
Ihr erster Mann, der frühere NDR-Dramaturg Götz Kozuszek (gestorben 1985), mit dem sie seit 1962 verheiratet gewesen war, soll ihr Schreibtalent entdeckt haben. Helga Feddersen schrieb Drehbücher für Fernsehfilme wie „Spaaks in Neugrönland“, „Kapitän Harmsen“, „Helga und die Nordlichter“ oder „Vier Stunden vor Elbe I“.
Seit 1966 hatte sie ein Engagement am Hamburger Schauspielhaus. Sie war auch als Synchronsprecherin tätig, so für den gesellschaftskritischen dänischen Film „Ditte – ein Menschenkind“ (1950) nach dem Roman von Martin Andersen Nexo.
1983 gründete sie mit ihrem Lebensgefährten Olli Meier das Theater am Holstenwall, das jedoch 1989 wieder schließen musste. Die Bühne lebte von ihrer Hauptdarstellerin Helga Feddersen. Als diese aufgrund ihrer Krankheit pausieren musste, blieb das Publikum aus. Wegen einer Kiefervereiterung wurden Helga Feddersen alle Zähne gezogen. Das trieb sie in eine Medikamenten- und Magersucht. Sie wog schließlich nur noch 32 Kilogramm.
Ein Jahr nach dem Konkurs ihres Theaters löste Helga Feddersen ihren Hamburger Haushalt auf und zog auf die Insel Föhr. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1990 starb sie in einem Hamburger Krankenhaus an Leberkrebs. Einen Tag zuvor hatte sie noch ihren Lebensgefährten Olli Maier (gest. 2011) geheiratet.  
Text: Dr. Cornelia Göksu und Dr. Rita Bake
 
Lokale Referenzen Helga-Feddersen-Twiete, Altona-Nord, seit 2016
 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Volksbühnenschauspieler/in: -
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Charlotte Fera  
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Geboren 24. Oktober 1905
Geburtsort Bremen 
Gestorben 10. Mai 1998
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Charlotte Fera, geb. Helmke war die Tochter eines Bremer Kaufmannes. 1935 heiratete sie in Bremen Ludwig Fera und bekam mit ihm vier Kinder. 1949 zog das Ehepaar nach Hamburg. 1951 trat Charlotte Fera der CDU bei und war von 1957 bis 1993 Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft.
Während ihrer aktiven Zeit als Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft beschäftigte sich Charlotte Fera auch mit „Frauenthemen“. 1961 war sie die erste Frau im CDU-Fraktionsvorstand der Hamburgischen Bürgerschaft. 1957 gründete sich der Frauenarbeitskreis der Hamburger CDU, der 1959 in Vereinigung der Frauen in der CDU umbenannt wurde und deren Erste Vorsitzende Charlotte Fera wurde. 1956 wurde sie erste Vorsitzende der Aktion Gesunde Jugend e.V., einer Aktionsgemeinschaft, die sich für die Einrichtung von Kinderspielplätzen und -spielhäusern einsetzte. Zwischen 1958 und 1982 fungierte sie als Vorstandsmitglied der Evangelisch-lutherischen Matthäus-Kirche zu Winterhude, von 1962 bis 1984 war sie zweite Vorsitzende des Deutsch-Instituts für Ausländer e.V, von 1966 bis 1971 Mitglied der Synode der Landeskirche Hamburg, zwischen 1967 und 1973 Präsidentin der Europäischen Frauen-Union (EFU), Mitglied des Verwaltungsrates der Öffentlichen Bücherhallen, ab 1973 Vizepräsidentin der Frauengruppe der Europäischen Volkspartei, von 1974 bis 1993 Alterspräsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, ab 1975 Präsidentin der politischen Kommission der EFU, ab 1983 Generalsekretärin der Weltunion Christdemokratischer Frauen, ab 1988 Mitglied des Bundesvorstandes der Senioren-Union der CDU, ab 1988 Vorsitzende der Senioren-Union der CDU im Landesverband Hamburg und ab 1990 stellvertretende Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU. Wegen ihrer langjährigen Tätigkeit in kirchlichen, sozialen und politischen Verbänden erhielt Charlotte Fera 1976 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Als Beruf gab sie stets Hausfrau an. Ihre Mutterrolle stellte sie vor die große Politik. Unterstützt wurde sie zu Hause von ihrem Ehemann.
Text: Rita Bake

 

 
Kategorien Politik
Funktionen Bürgerschaftsmitglied: -
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Hubert Johannes Fichte  
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Geboren 21. März 1935
Geburtsort Perleberg, Brandenburg 
Gestorben 08. März 1986
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Folgt in Kürze... 
Lokale Referenzen Der Hubert-Fichte-Weg liegt in Hamburg-Lokstedt. 
YouTube Filme
Kategorien Literatur
Funktionen
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Arnold Fiedler  
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Geboren 01. März 1900
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 06. März 1985
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Bekannt wurde Arnold Fiedler besonders durch seine Holz– und Linolschnitte, die vor allem  Eindrücke der Großstadt Hamburg zeigen: Bilder vom Hafen, dem Hamburger Dom, und St. Pauli. Diese Motive bevorzugte er auch in der Malerei, bevor er sich ab den späten 1940er Jahren auch der abstrakten Kunst zuwendete. Fiedler bereitete, vor allem auch durch seinen engen Bezug zur Stadt Paris, in Hamburg den Weg zur gegenstandslosen Kunst, etwa zum Informel. 

Er begann sein Studium an der Kunstgewerbeschule Hamburg bei Arthur Illies und Julius Wohlers. Besonders beschäftigte er sich hier mit dem Lithografieren und Zeichnen. Nach seiner Einberufung 1918 fertigte er Instruktionsplakate. Um sich – vor allem in der Malerei – weiterzuentwickeln, setzte er nach Kriegsende seine Ausbildung in München bei dem Expressionisten Hans Hofmann fort. 1929 kehrte er zurück nach Hamburg, konzentrierte sich fortan aber auf das Gebiet der Grafik. 1930 konnte er Paris besuchen. Die Hamburger Kunsthalle erwarb einige seiner Blätter, 1932 wurde er Mitglied der Hamburgischen Sezession, mit der er auch zuvor schon ausgestellt hatte. Obwohl er auch Aufträge erhielt (etwa durch Fritz Schumacher), war er vor allem in den 1930er Jahren auf finanzielle Unterstützung, etwa der Künstlernothilfe und der Amsinck-Stiftung, angewiesen.   Dennoch konnte er auch zu Studienzwecken reisen, etwa 1932 und 1934 nach Italien, und 1933 (mit Fritz Kronenberg und Kurt Löwengard) an die Nordsee, 1937 nach Jugoslawien. Bei der Aktion „Entartete Kunst“ wurden in der Hamburger Kunsthalle im Jahr 1937 sechzehn seiner Arbeiten beschlagnahmt. Fiedler entschloss sich so zur Emigration, und ging nach Paris, wo er jedoch eingezogen wurde und 1944 in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet. Zwei Jahre später konnte er nach Hamburg zurückkehren, wo er mit Zeichenunterricht sein Geld verdiente; ab 1947 leitete er schließlich die „Werkstättengemeinschaft und Lehranstalt für alle Künste“, auch bekannt als „Baukreis“, bis zum Ende des Projektes 1951. Reinhard Drenkhahn gehörte hier zu seinen Schülern.  1956 wurde Arnold Fiedler mit dem Edwin-Scharff-Preis geehrt, zwei mal (1958 und 1967) war er als Ehrengast der Villa Massimo in Rom. 1959 – 1969 verbrachte Arnold Fiedler nur die Winter in Hamburg, die restliche Zeit lebte er in Paris. Durch diesen ständigen kulturellen Austausch konnte er der Hamburger Kunstszene wichtige Impulse liefern. 


 
Literaturhinweise Arnold Fiedler_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Carl Friedrich Fischer  
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Geboren 1909
Geburtsort Kiel 
Gestorben 23. August 2001
Todesort Sonderborg, Dänemark 
Kurzbiographie Carl-Friedrich Fischer studierte in Berlin und Hannover und erwarb dort 1934 den Abschluss als Diplom-Ingenieur. Er arbeitete zunächst als Regierungsbaumeister (Assessor) der Baubehörde Hamburg und für das Wohnungsunternehmen „Neues Hamburg“. Als Regierungsbaumeister der Luftwaffe entwarf er ab 1943 Flughäfen in Norwegen. Ab 1947 arbeitete er als freiberuflicher Architekt in Hamburg und wurde Mitglied im Bund Deutscher Architekten. Mit Godber Nissen entwarf und baute er zwischen 1946 und 1956 zahlreiche deutsch-britische Begegnungsstätten. 1996 gründete er in Hamburg, Hannover und Tallinn Stiftungen für humanes Wohnen. __Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Carl-Friedrich_Fischer _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Lebensbeschreibungen CarlFriedrichFischer_Werkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Professor Otto Fischer-Trachau  
Abbildung
Geboren 15. August 1878
Geburtsort Trachau bei Dresden  
Gestorben 13. Juli 1958
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Otto Fischer-Trachau war zwischen 1909 und 1926 nicht nur als Maler und Zeichner, sondern vorwiegend als Raumgestalter in Hamburg tätig. In diesem Zeitraum hatte er dekorative Malereien, Glasfenster und Mosaike für die Innenräume zahlreicher staatlicher und kirchlicher Bauwerke entworfen. Er war jedoch überregional bekannt und malte private wie auch städtische Gebäude in Berlin, Rendsburg, Bochum und vielen weiteren Städten aus. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges stellte Otto Fischer-Trachau Kriegerehrungen her, die durch einen monumental dynamischen Realismus geprägt waren. Ab diesem Zeitpunkt war sein Malstil gewissen Wandlungen unterzogen; waren seine Bilder um 1920 noch expressionistisch-kubistisch, wirken sie in der Mitte der 1920er Jahre eher tektonisch und kühl-neusachlich. Mit seinem Eintritt in die Hamburger Sezession wurde er zu einem Vertreter des innerhalb der Künstlergruppe und von Eduard Bargeehr geprägten Stils. Zwischen 1933 und 1945 widmete er sich NS-Thematiken und entwarf militärische Wandbilder für Kasernen. Seine expressionistischen Arbeiten in öffentlichen Gebäuden waren derweil entfernt worden. 
Lokale Referenzen Kunstwerke von Otto Fischer-Trachau befinden sich in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle, der Hamburger Sparkasse und des Stade Museums.  
Lebensbeschreibungen Otto Fischer-Trachau.pdf
Literaturhinweise Otto Fischer-Trachau.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Architekt/in: -
Grafiker/in: -
Maler/in: -
Lehrer/in: -
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Fritz Fleer  
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Geboren 21. November 1921
Geburtsort Berlin 
Gestorben 06. Juni 1997
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Der Bildhauer Fritz Fleer arbeitete hauptsächlich in Bronze und Stein. Seine Aktfiguren wirken einfach und doch grazil. Die Physiognomie (vor allem der männlichen Akte) ist geprägt von der langen, schmalen Nasenform und den vorgewölbten Augenlidern. Meist sind seine Figuren frontal ausgerichtet.  Als Motive wählte er gerne religiöse und mythologische Themen, wobei – gerade zu Beginn seines Schaffens – die Aktfiguren überwiegen. Später beschäftigen ihn auch Porträts und Reliefs, letztere wählt Fleer vor allem gern für biblische Themen. 

Seine Auftragsarbeiten prägen bis heute das Hamburger Stadtbild: in der Zeit von 1951 bis 1993 erhielt er von der Stadt über 100 Aufträge für Skulpturen, alleine 17 Aufträge erhält er von der SAGA.

Schon früh interessierte sich Fritz Fleer für die Kunst und speziell für die Bildhauerei. Sein Zeichenlehrer begeistert ihn für Ernst Barlach, und seine frühen Werke spiegeln diese Begeisterung deutlich. 1940 legte Fritz Fleer sein Abitur ab, in der folgenden Zeit wurde er zum Arbeits- und Wehrdienst eingezogen. Bei Kriegsende ist er als Soldat in Norwegen. Schon 1946 begann er ein Studium an der Landeskunstschule Hamburg: er lernte hauptsächlich bei Edwin Scharff, der bald Hans Martin Ruwoldt ablöste. Scharff sollte Fritz Fleer nachhaltig prägen und ihn zu einem Stil führen, der ebenso unverkennbar wie gradlinig und durch die Jahrzehnte konstant war. Angeregt durch Gerhard Marcks richtete Fleer zusammen mit seinen Kommilitonen an der Landeskunstschule eine Bronzegießerei ein, die auch Scharff, Ruwoldt und andere Lehrer und Kollegen nutzten. Das hier erworbene technische Wissen kam Fleer für sein späteres Werk zugute. Schon früh stellt er seine Werke auch aus, bald kauft auch die Hamburger Kunsthalle eine erste Plastik von Fleer, und Aufträge für die Stadt folgten (etwa 1953 die Gestaltung des Altarraumes der Christopherus-Kirche Hummelsbüttel, 1954 ein Terrakottarelief für die Schule Bahrenfelder Straße, 1957 der „Große Speerträger“ für die Grindelhichhäuser), bald auch nicht mehr nur aus Hamburg, sondern aus ganz Deutschland. 1966 erhielt er den Edwin-Scharff Preis.

 
Lokale Referenzen

Hamburg, Kennedybrücke, Junge mit Möwe

Hamburg, Grindelhochhäuser, Großer Speerträger

Hamburg, Eimsbüttel, Bethlehem-Kirche, vier Bronzetüren

Hamburg, Universität Hamburg, Pädagogisches Institut, Christopherus

Hamburg, Hauptkirche St. Katharinen, Bronzetüren

Hamburg, U-Bahnhof Rauhes Haus, Großer Stehender

Hamburg, St. Petri, Statue Dietrich Bonhoeffer


 
Literaturhinweise Fritz Fleer_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Bildhauer/in: -
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Ernst (August) Flege  
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Geboren 17. Oktober 1898
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 25. Mai 1965
Todesort Holm 
Kurzbiographie Zufolge der Beschreibung seiner Kinder war Ernst Flege ein intensiver Kunstschaffender, der ständig am Malen war. In seinem Oeuvre reihen sich Porträtarbeiten an Stillleben und Interieurs, aber auch Ansichten der Hamburger Umgebung sowie Darstellungen der Hamburger Innenstadt sind darin vertreten. Seine Bilder fertigte er vorwiegend in der freien Natur an und benutzte als Träger für diese meist ungrundierte Pappe oder Sperrholz. Gezeigt werden triviale und alltägliche Motive, die meist düster wirken und die vergangene Welt voll Armut wiederspiegeln. Gleichzeitig sind Ernst Fleges Kunstwerke sind durch eine starke Lebendigkeit geprägt, die durch wuchtige, kreuz und quer gesetzte Pinselstriche zum Ausdruck gelangt. Die Farben seiner Bilder waren meist in subtilen Tonwerten gehalten, mittels derer er eine kultivierte Farbgebung erzeugte. Sein Stil entwickelte sich in der Auseinandersetzung mit der impressionistischen Tradition der Hamburger Schule und einem expressionistischen Realismus. Die großformatigen, nach dem 1. Weltkrieg angefertigten Bilder vernichtete er um 1920. Die Kunstwerke seiner späteren Schaffensphase sind zunehmend stark abstrahiert und formal aufgelöst. 1939 erkrankte Ernst Flege an Multipler Sklerose, was zunächst sein intensives Arbeiten zwar unterbrach, jedoch nicht vollkommen unmöglich machte. Nach dem 2. Weltkrieg setzte eine Verschlimmerung seines Gesundheitszustandes ein, wodurch er wenige Jahre später nicht mehr malen konnte.  
Lokale Referenzen Kunstwerke von Ernst Flege befinden sich in der Sammlung Hamburger Kunsthalle, Hamburger Kulturbehörde und der HSH Nordbank.  
Lebensbeschreibungen Ernst Flege.pdf
Literaturhinweise Ernst Flege.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Anfang

 
Fritz Flinte  
Abbildung
Geboren 20. Mai 1876
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 29. August 1963
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Fritz Flinte konzentrierte sich künstlerisch auf wenige Sujets, größtenteils sind Stilleben erhalten, sowie Selbstporträts und (in weit geringerer Zahl) Landschaftsbilder. Ab den 1930er Jahren entstanden dabei vor allem Variationen des sog. „Flinte-Tisches“: ein Tisch wird in verschiedensten Ausschnitten, meist mit Krügen, Obst und Handtuch, gezeigt. Etwa ab 1950 entstehen zudem Stilleben mit Totenköpfen. Kennzeichnend sind vor allem der pastose Farbauftrag, breite Pinselstriche und ein oft starker hell-dunkel-Kontrast. Als Einfluss auf seine Arbeit sind vor allem Paul Cézanne und Edvard Munch zu nennen.

Fritz Flinte absolvierte nach der mittleren Reife 1893 eine Ausbildung als Drechsler bei seinem Vater, einem Kunstschnitzer. Schon während seiner Ausbildung erhielt er aber auch Zeichenunterricht und besuchte schließlich von 1896-1898 die Kunstgewerbeschule Hamburg. Er brach das Studium aber mit dem Entschluss, als freier Künstler arbeiten zu wollen, ab. Durch die Vermittlung Alfred Lichtwarks erhielt Flinte ab 1901 ein Stipendium an der Stuttgarter Kunstakademie, 1905 kehrt er nach dem Abschuss nach Hamburg zurück. 1911 findet eine erste, von den Kritikern größtenteils gelobte Ausstellung in der Galerie Commeter statt. Da er Auftragsarbeiten ablehnte, und er von dem Verkauf seiner Werke kaum alleine gelebt haben kann, wird angenommen, dass er entweder finanzielle Unterstützung seitens seiner Familie erhielt, oder aber noch anderweitig beruflich tätig war. Trotzdem litt er Zeit seines Lebens unter Geldmangel, obwohl er einen geradezu asketischen Lebensstil pflegte. Ab 1912 bezog er sein Atelier in Uhlenhorst, in welchem er bis 1960 tätig sein sollte. 1916 erhielt er einen Einberufungsbefehl; wegen gesundheitlicher Probleme (Asthma) wurde er aber vorzeitig freigestellt. 1919 gehörte Fritz Flinte zu den Gründungsmitgliedern der Hamburgischen Sezession, welche er 1920 aber (gemeinsam mit anderen Künstlern) schon wieder verließ. Vermutet wurde eine Diskussion um Qualitätskriterien, die zur Entzweiung führte. Ab 1927 sind seine Werke aber wieder auf den Ausstellungen der Sezession zu sehen, und 1932 trat er (wohl auf Anregung der Malerkollegen und Sezessionisten Karl Kluth und Fritz Kronenberg) erneut bei. Obwohl zwei seiner Werke bei der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt wurden, konnte Flinte nach 1933 weiter arbeiten und erhielt sogar Fördergelder und Stipendien für Reisen nach Frankreich (1936) und Italien (1937). 1948 und 1949 fanden zwei große Ausstellungen mit Flintes Werken statt (Hamburger Kunstverein, Hamburger Kunsthalle); er verkaufte fortan seine Werke zu guten Preisen. Etwa Mitte der 1950er Jahre gab er das Malen auf. Während den Vorbereitungen zu einer Retrospektive starb Fritz Flinte am 29. August 1963 an Herzversagen.

 
Lokale Referenzen Hamburg, Fritz-Flinte-Ring 
Literaturhinweise Fritz Flinte_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Robert Flor  
Abbildung
Geboren 24. September 1794
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 13. Dezember 1879
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Robert Flor stammt aus einer seit dem frühen 17. Jahrhundert in Hamburg ansässigen reformierten Familie. 1830 heiratete er Jeanne Simon, deren Mutter eine geborene Godeffroy war. Im Februar 1827 leistete Flor den Hamburger Bürgereid und trat im selben Jahr bei B. Crusen in dessen Firma als Teilhaber ein, die daraufhin den Namen Crusen & Flor erhielt. Ab Dezember 1844 führte er dieses Speditionsgeschäft nach dem Austritt von B. Crusen als alleiniger Inhaber, bis die Firma am 31. Dezember 1855 aufgelöst wurde. Am 4. Februar 1837 wurde Flor zum Handelsrichter gewählt. Dieses Amt hatte er für vier Jahre inne. Bankbürger wurde er im Oktober 1842. In seiner Eigenschaft als Bankbürger (bis 1847) gehörte Flor der Deputation für Maße und Gewichte an (1845-1847). Ebenfalls 1842 beteiligte Flor sich an der „Darlehnskompagnie“, die zur Überwindung der Geldknappheit von einigen führenden Häusern gebildet worden war. Diese Darlehnskompagnie gewährte Vorschüsse auf Waren und Policen. Die von Preußen angebotene Anleihe über 2 Mio. Taler war dadurch überflüssig geworden. Bereits seit 1833 setzte die Commerzdeputation Robert Flor auf ihren Wahlaufsatz, doch erst am 8. Mai 1848 erfolgte seine Wahl in die Commerzdeputation. Er vertrat die Commerzdeputation in der Maklerordnung, der Deputation für Maße und Gewichte, der Teerhofsdeputation und der Bankdeputation. Flor war Mitglied der Kommission, die die Anweisungen für den Hamburger Delegierten bei der Elbschifffahrtskonferenz 1851 ausarbeitete. Am 22. Februar 1851 musste Flor aus der Commerzdeputation wegen seiner Wahl in die Kämmerei ausscheiden. Das Präsidiat hatte er daher nur knapp zwei Monate führen können. Er wurde jedoch 1853 zum Altadjungierten gewählt. Flor, Mitglied im Verein für Handelsfreiheit, hat nach 1858 nur noch das Amt des Altadjungierten beibehalten, das er am 8. Oktober 1873 niederlegte.  
Podcasts Flor Robert.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1. Januar 1851 - 22. Februar 1851
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Gorch Fock  
Abbildung
Geboren 22. August 1880
Geburtsort Finkenwerder 
Gestorben 31. Mai 1916
Todesort gefallen in der Skagerrakschlacht 
Kurzbiographie Gorch Fock (eigentlich Johann Kinau), geboren 22.8.1880 in Finkenwerder, gefallen 31.5.1916 in der Skagerrakschlacht, Sohn des Fischers Heinrich Kinau und der Metta Holst. Nach Kaufmannslehre seit 1904 als Buchhalter bei der Hamburg-Amerika-Linie in Hamburg tätig. Vermählt mit Rosa Elisabeth Reich. Seit 1915 als Soldat im Ersten Weltkrieg zunächst bei der Infanterie, dann bei der Marine. Verfasser epischer, lyrischer und dramatischer Werke, vor allem um das Thema der Wasserkante und der Hochseefischerei kreisend. 
Lokale Referenzen Gorch-Fock-Straße, Eimsbüttel, seit 1921
 
Kategorien Literatur
Funktionen Dichter/in: -
Autor/in: -
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Meister Francke  
Abbildung
Geboren 1380/85
Geburtsort Niederrhein 
Gestorben 1436
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Unterschiedliche Stileinflüsse prägen das Werk Meister Franckes, wodurch er als zur  „Avantgarde“ der damaligen Künstler gehörend bezeichnet wurde. Sicher ist, dass er Einflüsse aus Paris aufnahm, möglicherweise auch aus dem Burgund und der franko-flämischen Region; auch der bekannte Konrad von Soest prägte Francke sicher. Dabei benutzte er gern klare, fließende Linien, um vor allem Dramatik zu schildern und zu polarisieren. 

Meister Francke wurde um 1380/85 am Niederrhein geboren. In Geldern trat er dem Dominikanerkloster Zutphen bei. Als erstes Werk gilt ein Barbara-Altar im Nationalmuseum Helsinki, der 1412 geweiht wurde. Wann genau – und auch, warum – Francke nach Hamburg ging, ist unbekannt. Um diese Zeit ist die Hansestadt in kultureller Hinsicht kaum ein Anziehungspunkt gewesen. Spätestens seit 1424 lebte Francke als Mönch im Dominikanerkloster St. Johannis in Hamburg, da er in diesem Jahr einen Auftrag der Bruderschaft der Englandfahrer erhielt, einen Altar für die Thomas-Kapelle von St. Johannis zu erschaffen: ihr Schutzheiliger war Thomas von Canterbury. In diesem Dokument taucht auch die Bezeichnung mester auf, was darauf schließen liesse, dass Francke in Paris die Theologie studiert hatte, und es sich um eine Verdeutschung von Magister handelt, da er – als Mönch – kaum ein Handwerksmeister gewesen sein kann. Es kann davon ausgegangen werden, dass er in Paris außerdem in den Werkstätten der Buchmaler gelernt hatte. 1436 wurde der Altar aufgestellt. Ein weiterer Auftrag erfolgte 1429: die Bruderschaft der Schwarzhäupter in Reval ließ eine Altartafel für die Dominikanerkirche anfertigen, welche jedoch schon 1534/35 zerstört wurde. Als ein spätes Werk wird ein Schmerzensmann angesehen. Die Tafel befindet sich heute in der Hamburger Kunsthalle und entstand wohl um 1431, möglicherweise hing sie ursprünglich einmal in der Klosterkirche von St. Johannis in Hamburg. Lange Zeit war Meister Francke vergessen, man begann erst, Person und Werk zu erforschen, als Alfred Lichtwark den Thomas-Altar 1898 für die Hamburger Kunsthalle erwarb. Lichtwark war es auch, der 1899 eine erste Monographie zu Francke veröffentlichte.

 
Lokale Referenzen Meister-Francke-Straße, Barmbek-Nord, seit 1929
 
Literaturhinweise Meister Francke_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Hermann Friedrich Wilhelm Frank  
Abbildung
Geboren 31. August 1871
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 16. November 1941
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Hermann Frank wurde am 31. August 1871 in Hamburg geboren, besuchte das Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek und absolvierte anschließend eine kaufmännische Ausbildung. Schon 1896 tritt Hermann Frank in den Verband Deutscher Heimstätten ein, mit dem Engagement in sozialen Fragen und als Kaufmann der Wohnungswirtschaft wird er 1909 Gründungsmitglied und zwischen 1910 und 1913 Vorsitzender der Gartenstadt-Gesellschaft Wandsbek und war damit für den Erwerb und Bau der Häuser und Gärten verantwortlich. 1913 dann wird er Gründungsmitglied und Direktor des Gemeinnützigen Bauvereins in Altona-Ottensen und damit Mitinitiator und Bauherr der Gartenvorstadt Steenkamp-Bahrenfeld (heute Steenkamp-Siedlung genannt). Ab 1918 wechselt Hermann Frank als Direktor zur Gemeinnützigen Aktien-Gesellschaft für Angestellte Heimstätten (Gagfah), die als Miteigentümer der „Heimag Altona“ für die weitere Realisierung des Modellprojekts Steenkamp verantwortlich war. Als Kaufmann machte er sich 1925 gemeinsam mit seinem Bruder, dem Architekten Paul Frank selbstständig und gründete die Gemeinnützige Kleinhaus-Baugesellschaft, die u.a. das vielbeachtete Laubenganghaus Heidhörn in Hamburg-Barmbek und das Frauenwohnheim am Schwalbenplatz errichtete und nachfolgend auch verwaltete. Nach erfolgreichen Architekturwettbewerben in der Jarrestadt durch Paul Frank, gründeten die Brüder Frank 1928 mit Gustav Bensel, Fritz Block und Karl Schneider zur Realisierung der Zeilenbauten in der östlichen Jarrestadt die Wohnungsbaugesellschaft „Rationell“. Gleichzeitig entstanden die Planungen für das größte Bauvorhaben, die Laubenganghäuser am Dulsberg. Unter der kaufmännischen Leitung von Hermann Frank wurden dafür zwischen 1928 und 1931 mehrere Schwestergesellschaften zur Kleinhaus-Baugesellschaft zur Realisierung der einzelnen Bauabschnitte gegründet. Durch die rege Vernetzungs-, Publikations- und Vortragstätigkeit von Hermann Frank in Zeiten des Nationalsozialismus konnte die Gesellschaft der Brüder Grundstücke und Genehmigungen für eine Kleinhaussiedlung in Kleinborstel erwerben und sie realisierten ab 1935 die Planungen. 1937 wurde das Wohnungsunternehmen der Brüder Frank in die Siedlungsbaugesellschaft Hermann und Paul Frank umgewandelt und plante und realisierte in Kriegszeiten ab 1940 die Gartenstadt für Werftarbeiter in Elmschenhagen bei Kiel. Hermann Frank verstarb am 16. November 1941 in Hamburg.  
Lokale Referenzen
Hermann Frank war wie sein Bruder Paul Mitglied in der Hamburger Freimaurer-Loge "Zum rothen Adler". In dieser Loge wurde er am 8. Juni 1923 zum Lehrling aufgenommen, am 18. März 1924 zum Gesellen befördert und am 26. Mai 1925 zum Meister erhoben.
 
Spuren in Hamburg:
- in Volksdorf ist seit 1957 der nach ihm und seinem Bruder Paul benannte Frankring
- die von ihm und seinem Bruder Paul gegründete Baugesellschaft realisierte, neben vielen anderen Bauvorhaben, bedeutende Wohnungsbauprojekte in Barmbek, Dulsberg und in Ohlsdorf (siehe Werkeliste im Eintrag von Paul Frank).
 
Lebensbeschreibungen FrankHermann.Biografie.pdf
Literaturhinweise FrankHermann.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Paul August Raimund Frank  
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Geboren 30. Oktober 1878
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 19. Mai 1951
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Paul Frank wurde am 30. Oktober 1878 in Hamburg geboren, besuchte das Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek und absolvierte nachfolgend eine Malerlehre. Von 1900 bis 1905 studierte er an der Landeskunstschule in Hamburg Architektur und war ab 1910 als angestellter Architekt tätig. 1912 machte er sich mit einer Firma für Spezialbauausführungen und einer Geigenbaufirma selbstständig, gründete 1913 ein eigenes Architekturbüro, zog 1914 in den Krieg und wurde durch eine Verwundung 1915 vom Kriegsdienst entlassen. Weiterhin als Architekt tätig verkauft Paul Frank 1925 seine Geigenbaufirma und gründete mit seinem älteren Bruder Hermann Frank aus dem Erlös die Gemeinnützige Kleinhaus-Baugesellschaft. Hermann Frank übernahm die Projektierung und kaufmännische Leitung der Bauvorhaben der Gesellschaft und Paul Frank war der planende Architekt. Ab 1927 plante Paul Frank international anerkannte reformerische Wohnungsbauten und er entwickelte den Typus des Laubenganghauses, der in verschiedenen Projekten von der Kleinhausbau-Gesellschaft, zahlreichen Schwestergesellschaften und der 1928 zusätzlich mit seinem Bruder gegründeten Rationell Wohnungsbaugesellschaft errichtet wurde. Ab 1933 näherten sich die Brüder Frank der nationalsozialistischen Siedlungspolitik und Paul Frank entwarf eine Wohnsiedlung in Kleinborstel. Die Kleinhaus-Baugesellschaft erwarb die Grundstücke und realisierte ab 1935 die Planungen. 1937 wurde das Wohnungsunternehmen der Brüder Frank in die Siedlungsbaugesellschaft Hermann und Paul Frank umgewandelt und diese plante und realisierte in Kriegszeiten ab 1940 eine Gartenstadt für Werftarbeiter in Elmschenhagen bei Kiel. Nach Kriegsende 1945 beteiligte sich Paul Frank an der Gründung der Partei Freier Demokraten, dem späteren Hamburger Landesverband der FDP. Er engagierte sich bei der Gründung des Verbandes Freier Wohnungsunternehmer und wurde 1946 dessen Ehrenvorsitzender. Im gleichen Jahr wurde er für die FDP in die Hamburger Bürgerschaft gewählt. In der Baudeputation tätig, war er Mitglied des Haushaltausschusses und Sprecher für den Wiederaufbau der Stadt. Als Architekt plante und realisierte er innerhalb seiner Wohnungsbaugesellschaft bis 1951 die Gartenstadt Hamburg-Bramfeld. Paul Frank verstarb im gleichen Jahr am 19. Mai 1951. Damit übernahm Herbert Frank das Architekturbüro, 1954 wurde die „FRANK HEIMBAU“ gegründet und das Wohnungsbauunternehmen FRANK wird in der familiären Nachfolge der Geschäftsführer Schauenburg und Frank bis heute weitergeführt und feierte 2015 das 90jährige Firmenjubiläum. 
Lokale Referenzen
Paul Frank war wie sein Bruder Hermann Mitglied in der Hamburger Freimaurer-Loge "Zum rothen Adler". Er wurde in dieser Loge am 27. Oktober 1922 zum Lehrling aufgenommen, am 18. August 1923 zum Gesellen befördert und am 12. Juni 1924 zum Meister erhoben.
 
Spuren in Hamburg:
- in Volksdorf ist seit 1957 der nach ihm und seinem Bruder Hermann benannte Frankring
- als Architekt und Mitgesellschafter in der von ihm und seinem Bruder Hermann gegründeten Baugesellschaft plante und realisierte er, neben vielen anderen Bauvorhaben, bedeutende Wohnungsbauprojekte in Barmbek, Dulsberg und in Ohlsdorf (siehe Werkeliste).
 
Lebensbeschreibungen FrankPaul.Biografie.pdf
FrankPaul.Werkeliste.pdf
Literaturhinweise FrankPaul.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Alfred Georg Karl-Ludwig Frankenfeld  
Abbildung
Geboren 27. Oktober 1898
Geburtsort Kühndorf 
Gestorben 06. Dezember 1975
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Alfred Frankenfeld arbeitete über fünfzig Jahre lang erfolgreich als Journalist für verschiedene Hamburger und Berliner Tageszeitungen. Gleichzeitig war er ein engagierter Hamburger Politiker. Nach Hamburg kam der gebürtige Thüringer Mitte der 1920er Jahre, als er die Redaktionsaußenstelle des „Berliner Tageblatts“ an der Elbe aufbaute. Er blieb der Hansestadt treu, schrieb im „Dritten Reich“ für die Presse sowie unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg für verschiedene Zeitungen. Er leitete dann die „Hamburger Freie Presse“ und den „Hamburger Anzeiger“, bevor er 1957 zum Axel-Springer-Verlag wechselte. Frankenfeld gestaltete als FDP-Politiker die Geschicke der Hamburger Bürgerschaft von 1958 bis 1970 aktiv mit. Er war Vorsitzender in mehreren Stiftungen und Verbänden. Frankenfelds große Verdienste als Journalist und Liberaler und prägte das Gesicht Hamburgs als Medienstandort, insbesondere auf dem Gebiet des Zeitungswesens, entscheidend mit. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Alfred Frankenfeld“. 
Lebensbeschreibungen Alfred Frankenfeld.pdf
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
Bürgerschaftsmitglied: -
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Nicolaus Fransoiser  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1341 - 1359
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Ernst Friedländer  
Abbildung
Geboren 04. Februar 1895
Geburtsort Wiesbaden 
Gestorben 13. Januar 1973
Todesort Köln 
Kurzbiographie Ernst Friedländer war Journalist und einer der führenden Europapolitiker der frühen Nachkriegszeit. Obwohl er nur etwa ein Jahrzehnt in Hamburg lebte, hat er die Stadt als Medienstandort nachhaltig geprägt: Er schrieb ab 1946 für die „Zeit“ und wurde 1947 deren stellvertretender Chefredakteur. Seine Leitartikel riefen reges und oft auch kontroverses Echo in der zeitgenössischen Diskussion um den demokratischen Wiederaufbau des zerstörten Deutschlands hervor. Ab 1950 arbeitete Friedländer als freier Kolumnist für das „Hamburger Abendblatt“, die „Berliner Morgenpost“ und für den Nordwestdeutschen Rundfunk. 1955 ging er nach Bonn, wo er verschiedene Ämter im Zusammenhang mit der Europapolitik übernahm. Seinen Ruhestand verbrachte Friedländer, der nach dem Zweiten Weltkrieg als Remigrant nach Hamburg gekommen war, größtenteils wieder im Ausland nahe Siena in Italien. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Ernst Friedländer“. 
Lebensbeschreibungen Ernst Friedlaender.pdf
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter Friedländer.mp3
Kategorien Medien
Funktionen Journalist/in: -
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Robert Friedmann  
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Geboren 1888
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 1940
Todesort Jerusalem 
Kurzbiographie Geboren 1888 in Hamburg; 1906 - 1911 Studium an der TH Hannover München und Dresden, Schüler von Theodor Fischer; 1914 - 1918 Kriegsdienst im 1. Weltkrieg; ca. 1920 Gründung des eigenen Architekturbüros in Hamburg; 1930 Publikation seiner Bauten in der Reihe "Neue Werkkunst"; 1933 Emigration nach Palästina; 1939 - 40 Mitarbeiter des Public Works Department Jerusalem; 1940 Tod in Jerusalem 
Lebensbeschreibungen RobertFriedmannWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Fritz Friedrichs  
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Geboren 17. Mai 1882
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. Juli 1928
Todesort Hoopte/Vierlande bei Hamburg 
Kurzbiographie Fritz Friedrichs wird im Allgemeinen Lexikon der Bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts als „feiner Farbsymphoniker von französisch anmutender Kultur“ beschrieben. Diese Charakterisierung begründet sich einerseits aus seinem impressionistischen Malstil, der an Renoir und Cézanne erinnert. Andererseits aus der Bedeutung der Farbe, die Fritz Friedrichs ihr in seinen Bildern beimisst. Gegenüber der Komposition und der Perspektive macht sie die Wirkkraft seiner Bilder aus und dient dazu, die Sinne zu reizen. Seine Bilder zeigen meist Landschaften in Hamburg und den Vierlanden, Porträts seiner Ehefrau und Blumenstilleben. Laut Thomas Herbst, einem Gründungsmitglied des Hamburger Künstlerklubs, war Fritz Friedrichs einer der begabtesten Koloristen. Trotz dieses Ansehens wurden Fritz Friedrichs’ Bilder selten ausgestellt; 1915 wurden Kunstwerke von ihm in der Hamburger Malschule Koppel gezeigt, 1904 bis 1907 in der Galerie Commeter, 1909 bei einer Ausstellung der Brücke und 1918 bei einer Ausstellung der Freien Sezession in Berlin. Sein Förderer Ernst Rump versuchte die ständige finanzielle Not mit Ankäufen zu lindern. 1928 starb Fritz Friedrichs nach langer Krankheit verarmt in Hoopte an der Elbe. Erst nach seinem Tod wurden mehrere Hamburger Institutionen auf seine Bilder aufmerksam und begannen diese in Ausstellungen zu präsentieren.  
Lokale Referenzen Fritz Friedrichs „Das Kinderzimmer“ befindet sich in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle, weitere seiner Bilder befinden sich in den Sammlungen des Museums für Kunst und Gewerbe sowie der Hamburger Sparkasse.  
Lebensbeschreibungen Fritz Friedrichs.pdf
Literaturhinweise Fritz Friedrichs.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Prof. Dr. Otto Robert Frisch  
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Geboren 01. Oktober 1904
Geburtsort Wien 
Gestorben 22. September 1979
Todesort Cambridge 
Kurzbiographie Otto Robert Frisch wurde am 1. Oktober 1904 in Wien geboren. 1922 studierte er Physik, Philosophie und Mathematik an der Universität Wien und promovierte 1926 mit der Arbeit „Einwirkung von Kathodenstrahlen auf Steinsalz“. Von 1927 bis 1930 war Frisch als Stipendiat des Physikalischen Instituts der Universität Berlin beschäftigt. Ab 1930 war er ,wissenschaftlicher Hilfsarbeiter‘ in der Arbeitsgruppe von Otto Stern in Hamburg. Am 31.7.1933 wurde Frisch, der einen jüdischen Hintergrund hatte, von den Nationalsozialisten entlassen und floh noch im selben Jahr nach London. Er bekam eine Anstellung am Birbeck College. Ab 1934 arbeitete er bei Niels Bohr in Kopenhagen. Als Frisch 1939 von Dänemark nach England reiste, konnte er aufgrund des Krieges nicht mehr nach Dänemark zurückkehren und blieb als Wissenschaftler in Birmingham. 1943 erhielt er die britische Staatsangehörigkeit und arbeitete in der britischen Delegation am Manhattan-Projekt mit, das im Auftrag der amerikanischen Regierung die erste Atombombe projektierte. Frisch, der ein Neffe der Kernphysikerin Lise Meitner war, hatte bereits vor seiner aktiven Mitarbeit im Manhattan-Projekt intensiv zu Fragen der Kernphysik geforscht. Zusammen mit Rudolf Peierls hatte er 1940 das sog. „Frisch-Peierls-Memorandum“ verfasst, das den Bau einer Atombombe und ihre Auswirkungen beschreibt. Die beiden Wissenschaftler warnen davor, dass Deutschland ebenfalls die Kenntnisse besitzen könnte, die zum Bau einer Atombombe führen könnten. 1946 kehrte Frisch nach England zurück und leitete die kernphysikalische Abteilung der Atomic Energy Research Establishment in Harwell. Bis 1972 war er Professor am Trinity College. Otto Frisch starb am 22.9.1979 in Cambridge.  
Lokale Referenzen http://www.chemie.uni-hamburg.de/gnd/118536117 
Kategorien Wissenschaft
Funktionen
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Minna Froböse  
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Geboren 22. Februar 1848
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 07. Juli 1917
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Minna Schierloh, geboren am 22.02.1848 in Hamburg, gestorben am 07.07.1917 ebd., Tochter des Claus Schierloh und der Elise Gätgens. Gelernte Schirmmacherin. 1875 Heirat mit dem Schirmfabrikanten Ernst August Froböse. Gründerin der "Ernst und Minna Froböse Stiftung" zur Unterstützung Behinderter. 
Lokale Referenzen Ihr Grabstein steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof
 
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
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Johann Frömming  
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Geboren 28. Juni 1910
Geburtsort Berlin 
Gestorben 08. November 1996
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Johannes Wilhelm Arthur genannt „Hänschen“ Frömming war der erfolgreichste Trabrennfahrer und Trabertrainer Deutschlands. In den Jahren von 1926 bis 1988 siegte er in 5592 Rennen, elfmal gewann er das Deutsche Derby. Frömming wuchs als Halbwaise bei seinem Großvater auf, der als Fuhrunternehmer auch Rennpferde besaß. Als 14jähriger machte er eine Lehre als Pferdewirt und erwarb zwei Jahre später seine Fahrerlizenz. Schon 1933 siegte er zum ersten Mal im Derby und wurde ein Jahr später mit 159 Siegen zum ersten Mal Champion. Mit 246 Siegen innerhalb eines Jahres stellte er 1937 einen Weltrekord auf. Während der Nazi-Diktatur versteckte er drei jüdische Pferdepfleger und rettete ihnen so das Leben. Die B’nai B’rith ehrte ihn dafür 1964 in New York. 1964, 1965 und 1974 gewann er den Prix d’Amérique in  Vincennes bei Paris, das höchstdotierte Rennen weltweit, das als Weltmeisterschaft des Trabrennsports gilt. Frömming, der seit 1948 mit seiner Frau in Hamburg lebte, wurde mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Er starb 1996 an den Folgen eines Schlaganfalls in Hamburg. 2008 wurde Johannes Frömming in die neugegründete „Hall of Fame des Deutschen Sports“ aufgenommen.

 
Lebensbeschreibungen Johannes Frömming.pdf
Kategorien Sport
Funktionen
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Ilse Fromm-Michaels  
Abbildung
Geboren 30. Dezember 1888
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. Januar 1986
Todesort Detmold 
Kurzbiographie Ilse Fromm-Michaels zählt als Komponistin, Pianistin und Klavierpädagogin zu den eindrucksvollsten Künstlerpersönlichkeiten Hamburgs. Bereits als 13-Jährige studierte sie Komposition und Klavier, zuerst an der Musikhochschule in Berlin, anschließend von 1905–1908 am Stern'schen Konservatorium und von 1911 bis 1913 in Köln.

Als Konzertpianistin sorgte sie mit Interpretationen zeitgenössischer Kompositionen und eigner Werke für Aufsehen, und auch nach ihrer Heirat 1915 setzt sie ihre intensive Konzerttätigkeit fort und tritt mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten wie Hermann Abendroth, Max Fiedler, Wilhelm Furtwängler, Artur Nikisch und Otto Klemperer auf.

Ihr kompositorische Werk zeigt in einer ersten Phase ab 1908 eine Entwicklung von spätromantischen Klavierminiaturen zu größeren Klavierwerken. Ab 1920 galt ihr Interesse der Kammermusik und dem Lied, in den 30er Jahren entstanden auch Werke für Orchester.

1933 wurde ihr Mann, der Amtsrichter Walter Michaels, wegen seiner jüdischer Herkunft zwangsweise pensioniert, ein Jahr darauf wurde Ilse Fromm-Michaels mit Berufsverbot belegt. Damit war sie vom Konzertleben ausgeschlossen, auch durften ihre Kompositionen nicht mehr gespielt werden. Bis 1945 bestritt sie ihren Lebensunterhalt als Klavierlehrerin, 1946 wurde sie Dozentin und von 1957 bis 1959 Professorin an der Musikhochschule Hamburg.

Als erste Frau wurde Ilse Fromm-Michaels 1946 in die Akademie der Künste Hamburg gewählt und erhielt 1956 die Ehrenplakette der Akademie für ihr Gesamtwerk. 1964 verlieh die Stadt Hamburg der Komponistin die Brahms-Medaille.

Als Komponistin war Ilse Fromm-Michaels nach 1950 jedoch verstummt. Nach den tragischen Erlebnissen während der NS-Zeit war ihr das Komponieren nach eigenen Aussagen unmöglich geworden. Sie starb am 22. Januar 1986 in Detmold  
Lokale Referenzen Ilse-Fromm-Michaels-Weg, Othmarschen, seit 2008
 
Kategorien Musik
Funktionen Komponist/in: -
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Anna Führing  
Abbildung
Geboren 1866
Geburtsort  
Gestorben 1929
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Johann Gabe  
Abbildung
Geboren 07. September 1737
Geburtsort Altona 
Gestorben 10. Juni 1817
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Der in Altona geborene Johann Gabe ging mit 15 Jahren nach Portugal, um sich dort als Kaufmann zu etablieren. Nachdem er dort 23 Jahre lang Handel getrieben hatte, kehrte er nach Deutschland zurück und etablierte sich in Hamburg. Ab 1782 gehörte er der Commerzdeputation an, der er vom August 1787 bis Februar 1789 als Präses vorstand. 1795 wurde er zum Alten der Commerzdeputation bestimmt. Am 16. Oktober 1801 wurde er in den Senat berufen, aus dem er nach der Befreiung Hamburgs am 20. Juli 1814 wieder ausschied.  
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: August 1787 - Februar 1789
Senator/in: 16. Oktober 1801 - 20. Juli 1814
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Elias Galli  
Abbildung
Geboren 1650
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 1712
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Das bekannteste Werk von Elias Galli ist wohl eine großformatige Ansicht von Börse und Rathaus. Es entstand wahrscheinlich 1682 und schildert außergewöhnlich detailreich nicht nur die Architektur, sondern vor allem auch das Straßenleben der Stadt im Stil von niederländischen Genreszenen. Jedoch malte Galli auch Porträts von Hamburger Bürgern, angeblich auch Familienstücke, die sich jedoch nicht erhalten haben. Stilistisch wurde der in den Niederlanden tätige Porträt- und Genremaler Caspar Netscher als Vorbild genannt. Da er nicht als Malermeister in Hamburg verzeichnet war, arbeitete er entweder als „freier Künstler“ oder war im Umland Hamburgs ansässig. Über seine Ausbildung ist nichts bekannt. 1687 war er für die künstlerische Ausstattung eines Altares in Groden verantwortlich. Gesichert sind nur sechs Werke Gallis überliefert, von denen sich fünf in Hamburg befinden: Drei Brustbilder eines unbekannten Paares und eines Ratsherren, zwei Stadtansichten sowie ein Ganzfigurenbild. Die Zuordnung der einzelnen Werke sowie der biografischen Daten wurde dadurch erschwert, dass der Vater des hier thematisierten Künstlers, er selbst und sein Sohn alle den Namen „Elias Galli“ trugen. Der ältere Elias Galli war ab 1648 in St. Georg als Küster und Schulmeister tätig, der Sohn des Künstlers, 1676 geboren, war ebenfalls als Maler tätig.

 
Literaturhinweise Elias Galli_Literatur.pdf
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
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Kurt Ganske  
Abbildung
Geboren 14. Januar 1905
Geburtsort Kiel 
Gestorben 20. März 1979
Todesort Hohenhaus 
Kurzbiographie Kurt Ganske zählte zu den großen Hamburger Verlegerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Der Buchverlag Hoffmann und Campe ist das Herzstück der heutigen Ganske Verlagsgruppe mit Sitz im Harvestehuder Weg 41 in Hamburg-Winterhude. Zu Kurt Ganskes erstem verlegerischen Erfolg wurde der Ausbau des 1907 in Kiel gegründeten väterlichen Unternehmens „Lesezirkel Daheim Richard Ganske“. Mit 19 Jahren stieg Kurt Ganske in das Geschäft ein und schaffte es, bis 1930 den Familienbetrieb zum größten deutschen Lesezirkel weiterzuentwickeln. 1938 beschäftigte der Zeitschriften-Lieferservice 1.300 Mitarbeiter, unterhielt Filialen in ganz Deutschland und belieferte 180.000 Abonnenten. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang Ganske der Wiederaufbau des Lesezirkels mit raschem Erfolg; nun unter dem leicht veränderten Namen „Leserkreis Daheim“. 1947 gründete Kurt Ganske außerdem die Reisefachzeitschrift „Merian“. Fast zeitgleich startete Ganske auch den Jahreszeiten Verlag, der zu seinem zweiten wichtigen Standbein werden sollte. Der Jahreszeiten Verlag verlegt heute erfolgreiche Zeitschriften wie „Petra“, „Der Feinschmecker“ oder „Architektur und Wohnen“. Neben Leserkreis und Jahreszeiten Verlag prägte Kurt Ganske schließlich einen weiteren Verlag in Hamburg ganz entscheidend: Hoffmann und Campe. Schon 1941 nahm er eine fünfzigprozentige Beteiligung auf, 1950 übernahm er den Verlag ganz. Zu einem der wichtigsten Autoren, den Kurt Ganske für das Haus gewann, wurde Siegfried Lenz. Sein Erstlingswerk, „Es waren Habichte in der Luft“, erschien 1951 bei Hoffmann und Campe, sein wohl berühmtester Roman, „Deutschstunde“ im Jahr 1968. 
Podcasts Sprecher Heinz A. E. Schröter Ganske.mp3
Kategorien Medien
Funktionen Verleger/in: -
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Senator Johann Hinrich Garrels  
Abbildung
Geboren 31. August 1855
Geburtsort Leer 
Gestorben 04. November 1920
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Nach der Lehre in der väterlichen Holzhandlung wurde Johann Hinrich Garrels 1875 Angestellter in der Firma Siemssen & Co., für die er ab 1877 in Hongkong und Shanghai tätig war. In China wechselte er 1882 zur Firma Meyer & Co., wurde dort Prokurist und ab 1884 Teilhaber. 1897 kehrte Garrels in die Hansestadt zurück. Die Firma Meyer & Co. wurde 1908 nach ihren Hauptteilhabern in Garrels & Börner umbenannt, in Hongkong firmierte sie unter Garrels, Börner & Co. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges zählte Garrels & Börner zu den größten europäischen Chinafirmen. Garrels war Mitglied in verschiedenen Aufsichtsräten, u. a. bei den Hamburgischen Elektrizitätswerken. Als er 1904 in die Hamburger Bürgerschaft gewählt wurde, gehörte er zunächst der Fraktion der Rechten an, wechselte jedoch zwei Jahre später mit anderen Gegnern des neuen Wahlrechts zu den Vereinigten Liberalen, der ersten bürgerlichen Fraktion in der Bürgerschaft mit eigenem politischen (linksliberalen) Profil. Während seiner Zeit in der Bürgerschaft war er war Mitglied der Finanzdeputation, der Oberschulbehörde und des Armenkollegiums. Am 12. Januar 1917 wurde er in den Hamburger Senat gewählt, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Dort arbeitete er unter anderem in der Steuerdeputation und in der Behörde für Wohnungspflege. Seit 1952 ist der Garrelsweg in Blankenese nach ihm benannt.  
Lokale Referenzen
 
Literaturhinweise JohannGarrels.pdf
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Senator/in: 1917 - 1920
Kaufmann/-frau: -
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Johannes Geffcken d.Ä.  
Abbildung
Geboren 20. Februar 1803
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 02. Oktober 1864
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Johannes Geffcken war ein Sohn von Hinrich Geffcken (1748-1806), Kaufmann, gebürtig aus Neuhaus im Lande Hadeln, und Susanna geborene Hoppe (1768-1829). Nach dem Besuch einer Hamburger Privatschule, des Johanneums und des Akademischen Gymnasiums studierte Geffcken 1822-1826 Evangelische Theologie in Göttingen und Halle. In Göttingen wurde er 1826 mit einer philologischen Arbeit promoviert, 1841 verlieh die Universität Halle ihm den Ehrendoktor in Theologie. Bevor Geffcken 1829 zum Diakonus an der Hamburger Michaeliskirche gewählt wurde (Amtsantritt 1830), erteilte er Schulunterricht und bereiste die Schweiz und Italien. 1832 heiratete Geffcken die Hamburgerin Maria Pauline Ulrica Danckert (1804-?). Geffcken engagierte sich für öffentliche Belange, u.a. setzte er sich für den Wiederaufbau Hamburger Kirchen nach dem Brand von 1842 ein. Des Weiteren wirkte er an der Konzeption des 1843 eingeführten „Hamburgischen Gesangbuchs für den öffentlichen Gottesdienst und die häusliche Andacht“ mit, ebenso an dem „Allgemeinen Evangelischen Gesangbuch“, das 1853 im Entwurf veröffentlicht wurde, sich aber, nachdem es im selben Jahr erstmals unter dem Titel „Deutsches Evangelisches Kirchen-Gesangbuch, in 150 Kernliedern“ erschienen war, trotz vieler Auflagen nicht durchsetzen konnte. Geffcken war in seinen letzten Lebensjahren auch Mitglied des Zentralvorstands der Gustav-Adolf-Stiftung, dessen Hamburger Verein er 1844 mitbegründet hatte. Geffckens wissenschaftliche Interessen lagen auf den Gebieten der Hymnologie, der hamburgischen Kirchengeschichte und des Kirchenbaus. Er besaß eine große Bibliothek, die 1866 partiell öffentlich in Hamburg versteigert wurde. Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg besitzt den größten Teil der Geffckenschen Sammlung, kleinere Teile bzw. Einzelstücke befinden sich in anderen Bibliotheken. Die Exlibris Geffckens sind digitalisiert nach Büchern der Nordkirchenbibliothek, ebenso die Predigten unter "Literaturhinweise" (Signaturen: Mi 2595 und Mi 3305).

 
Lokale Referenzen
Johannes Geffcken gehörte dem Bund der Freimaurer an. Er wurde 1823 in Hamburg von der Loge "Ferdinande Caroline zu den drei Sternen" zum Freimaurer-Lehrling aufgenommen, 1825 zum Gesellen befördert und 1828 zum Meister erhoben.
 
Literaturhinweise Geffcken.Johannes.QuellenLiteratur.pdf
Geffcken.Johannes.Predigten.pdf
Kategorien Religion
Funktionen Lehrer/in: -
Pastor/in / Pfarrer/in / Kleriker: -
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Hermann Geißler  
Abbildung
Geboren 25. Oktober 1859
Geburtsort Olbersdorf/Sachsen 
Gestorben 07. Januar 1939
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Geboren 1859 in Olbersdorf; Besuch der Baugewerkschule Zittau; Ab 1878 in Hamburg bei Ernst Wex für den Bau der Colonnaden angestellt; 1885 Bauleiter für den Rathausneubau; ab 1898 Partner von Martin Haller; ab 1914 eigenes Büro; seit 1905 beratender Architekt für den Kirchenrat; 1925 Partnerschaft mit Otto Wilkening; 1930 Ende der beruflichen Tätigkeit; 1939 Tod in Hamburg 
Lokale Referenzen
Hermann Geißler war aktiver Freimaurer. In Jahr 1919 wird er in der Matrikel der Johannis-Loge "Zur Bruderkette" als Mitglied geführt. Per 1. Januar 1919 ist er auch Mitglied im freimaurerischen Hilfsverein "Rat und Tat".
Er war beruflich von 1898 bis 1914 in einer Sozietät mit dem Freimaurer Martin Haller verbunden.
 
Spuren in Hamburg:
- In Winterhude gibt es seit 1929 die nach ihm benannte Geißlertwiete
- am 3. Juli 1906 wurde die St. Michaeliskirche bis auf die Außenmauern und den Turmstumpf durch Brand zerstört. Am Wiederaufbau von 1907-1912 war Hermann Geißler zusammen mit Julius Faulwasser und Emil Meerwein maßgeblich beteiligt.
- es gibt heute noch viele Gebäude - hauptsächlich Geschäftshäuser - die er zusammen mit Martin Haller errichtete (Deutsche Bank am Adolphsplatz, Dresdner Bank am Jungfernstieg, Slomanhaus, Afrikahaus, Heine'sches Wohnstift, und viele mehr)
 
Kategorien Architektur
Funktionen
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Johann Günther Gensler  
Abbildung
Geboren 28. Februar 1803
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 28. Mai 1884
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Geb. 28.2.1803 in Hamburg, gest. 28.5.1884 ebd. Erste künstlerische Ausbildung in Hamburg bei Gerdt Hardorff d. Ä. Studienreisen 1829 nach Dresden, 1837 in die Niederlande, 1844 nach Rom und 1854 nach Paris. Sonst in Hamburg tätig, vor allem als Porträt- und Genremaler; Zeichenlehrer am Johanneum. 
Lokale Referenzen Genslerstraße, Barmbek-Nord, seit 1914
 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Zeichner/in: -
Anfang

 
Johann Martin Gensler  
Abbildung
Geboren 09. Mai 1811
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 14. Dezember 1881
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Martin Gensler, geb. 09.05.1811 in Hamburg, gest. 14.12.1881 ebd. Nach künstlerischer Ausbildung in Hamburg bei seinem Bruder Johann Günther Gensler und bei Friedrich August Rachau 1835-1836 Studium in München und Düsseldorf. Seitdem in Hamburg ansässig; Lehrer an der Zeichenschule der Patriotischen Gesellschaft, auch in besonderem Maße denkmalpflegerisch tätig, vor allem nach dem Brand von 1842. 
Lokale Referenzen Genslerstraße, Barmbek-Nord, seit 1914
 
Kategorien Kunst
Funktionen Maler/in: -
Zeichner/in: -
Anfang

 
Hans Gerson  
Abbildung
Geboren 19. März 1881
Geburtsort Magdeburg 
Gestorben 14. Oktober 1931
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Die beiden Brüder Hans und Oskar hatten ein Architekturstudium in München begonnen, jedoch nicht abgeschlossen. Sie unterhielten gemeinsam das Architekturbüro Gebrüder Gerson in Hamburg. Der jüngste Bruder Ernst (* 10. Oktober 1890 in Hamburg; † 12. November 1984 in Palmerston North, Neuseeland) arbeitete zeitweilig im Büro als Architekt mit. Er arbeitete von 1904 bis 1907 bei den Architekten Hart & Lesser in Berlin und kehrte anschließend nach Hamburg zurück. Bis zum Ersten Weltkrieg errichteten sie zwanzig Privat- und Landhäuser für wohlhabende Hamburger Kaufleute. Nach einer Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg eröffneten sie ihr Büro 1920 wieder. 1922 entstand mit dem Thaliahof am Alstertor der erste große Kontorhausbau, in den sie nach Fertigstellung ihr Büro verlegten. In den Jahren 1922–1924 entstand zeitgleich mit dem Chilehaus das unmittelbar benachbarte Ballinhaus, das 1938 in Meßberghof umbenannt wurde. __Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_und_Oskar_Gerson _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv  
Lokale Referenzen Gersonweg, Bergedorf, seit 1979
 
Lebensbeschreibungen HansGersonWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
Stadtplaner/in: -
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Oskar Gerson  
Abbildung
Geboren 11. Juli 1886
Geburtsort Magdeburg 
Gestorben 25. Dezember 1966
Todesort Berkeley, Kalifornien (USA) 
Kurzbiographie Die beiden Brüder Hans und Oskar hatten ein Architekturstudium in München begonnen, jedoch nicht abgeschlossen. Sie unterhielten gemeinsam das Architekturbüro Gebrüder Gerson in Hamburg. Der jüngste Bruder Ernst (* 10. Oktober 1890 in Hamburg; † 12. November 1984 in Palmerston North, Neuseeland) arbeitete zeitweilig im Büro als Architekt mit. Er arbeitete von 1904 bis 1907 bei den Architekten Hart & Lesser in Berlin und kehrte anschließend nach Hamburg zurück. Bis zum Ersten Weltkrieg errichteten sie zwanzig Privat- und Landhäuser für wohlhabende Hamburger Kaufleute. Nach einer Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg eröffneten sie ihr Büro 1920 wieder. 1922 entstand mit dem Thaliahof am Alstertor der erste große Kontorhausbau, in den sie nach Fertigstellung ihr Büro verlegten. In den Jahren 1922–1924 entstand zeitgleich mit dem Chilehaus das unmittelbar benachbarte Ballinhaus, das 1938 in Meßberghof umbenannt wurde. Im Oktober 1933 wurden Ernst und Oskar Gerson, die die Firma nach dem Tode Hans Gersons unter dem alten Namen weitergeführt hatten, wegen ihrer jüdischen Herkunft aus dem Bund Deutscher Architekten ausgeschlossen. Ernst emigrierte zunächst nach Bulgarien, später nach Neuseeland. Oskar blieb zunächst in Hamburg und konnte noch einige Projekte für jüdische Bauherren realisieren. Er emigrierte 1938 über London nach Berkeley, Kalifornien, wo er als Architekt überwiegend für private Bauherren tätig war. __Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_und_Oskar_Gerson _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv  
Lokale Referenzen Gersonweg, Bergedorf, seit 1979 
Sonstige OscarGersonWerkauswahl.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen Industrieproduzent/in: -
Architekt/in: -
Stadtplaner/in: -
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Heinrich Wilhelm von Gerstenberg  
Abbildung
Geboren 03. Januar 1737
Geburtsort Tondern 
Gestorben 01. November 1823
Todesort Altona 
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Gerstenbergstraße, Osdorf, seit 1834
 
Kategorien Literatur
Funktionen
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Dirick Gherlefstorp  
Abbildung
Geboren -
Geburtsort  
Gestorben -
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 1452 - 1455
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Friedrich Johann Heinrich Glitza  
Abbildung
Geboren 10. Januar 1813
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. September 1897
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie

Friedrich Glitza - bis 1848 hieß er Glitz - war ein Hamburger Pädagoge und Politiker, der seit 1828 an der neu gegründeten Hamburger Taubstummenanstalt als Lehrer arbeitete. Ab 1841 übernahm er die Direktion dieser Einrichtung und entwickelte die von Samuel Heinicke erfundene "Methode der Gehörlosenpädagogik" erfolgreich weiter. Aufgrund seines Engagements wurde die Taubstummenanstalt eine weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannte pädagogische Institution. Von 1849 bis 1853 betätigte sich Glitza als Privatlehrer und unterrichtete u.a. an der Bildungsanstalt für Lehrerinnen. Zusammen mit seinem Bruder Wilhelm gründete er 1853 eine private höhere Bürgerschule, deren Leitung er ab 1854 übernahm. Bereits 1828 hatte Glitza die Funktion des Turnwarts in der "Hamburger Turnerschaft von 1816" übernommen. Nach der Revolution von 1848 trafen sich hier viele fortschrittlich gesinnte Bürger. 1848 wurde Glitza Mitglied der Hamburger Konstituante. In den Jahren 1859 bis 1865 betätigte er sich aktiv in der Hamburgischen Bürgerschaft.

 
Lokale Referenzen
Friedrich Johann Heinrich Glitza wurde am 6. Februar 1841 in der Hamburger Loge "Emanuel zur Maienblume" zum Freimaurer aufgenommen, am 27. November 1841 zum Gesellen befördert und am 17. Dezember 1842 zum Meister erhoben. Er diente seiner Loge von 1842 bis 1844 als Sekretär und daran anschließend bis 1847 als I. Schaffner. Von 1847 bis 1867 leitete er die Loge als ihr Meister vom Stuhl. Von 1869 bis 1871 übernahm Glitza in der "Großen Loge von Hamburg" das Amt des Großredners. In den Jahren von 1872 bis 1886 leitete er diese Großloge als ihr Großmeister und bekleidete damit das höchste Amt eines Freimaurers in Hamburg. Im September 1886 ernannte ihn die "Große Loge von Hamburg" zu ihrem Ehren-Großmeister.
 
Medaillen
Kategorien Wissenschaft
Funktionen
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Johann Christoph Gloy  
Abbildung
Geboren 10. Februar 1794
Geburtsort Lübeck 
Gestorben 31. Mai 1879
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Christoph Gloy, geboren am 10.02.1794 in Lübeck, gestorben am 31.05.1879 in Hamburg, Sohn des Hospitalvogts Ehrhard Valentin Christoph Gloy und der Margaretha Catharina Rings. Im 15. Lebensjahr Beginn der Bühnenlaufbahn in Hamburg, dann zunächst in Kiel und Flensburg, seit 1815 als Schauspieler und Sänger in Hamburg am Stadt-Theater engagiert. Erste Eheschließung 15.11.1818 mit Johanna Dorothea Gericke (gest. 1859), zweite Eheschließung 1861 mit Wilhelmine Stelling. 
Lokale Referenzen
Johann Christoph Gloy war überzeugter Freimaurer. Er ist am 1. August 1816 von der Hamburger Loge "Emanuel zur Maienblume" zum Lehrling aufgenommen worden. Im Jahre 1817 wurde er zum Gesellen befördert und 1823 zum Meister erhoben. 1866 ehrte ihn die Loge für seine 50-jährige Mitgliedschaft.
Mit ihm gemeinsam in der Loge "Emanuel zur Maienblume" war auch der Direktor des Stadt-Theaters Friedrich Ludwig Schmidt.
 
Kategorien Musik
Schauspiel und Tanz
Funktionen Musiker/in: -
Bühnenschauspieler/in: -
Sänger/in: -
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Gerda Gmelin  
Abbildung
Geboren 23. Juni 1919
Geburtsort  
Gestorben 14. April 2003
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie


 
Der Name Gerda Gmelin und ihre Person sind untrennbar mit dem Theater im Zimmer in Hamburg verbunden. Die Gründung des kleinen Theaters geht auf ihren Vater Helmuth Gmelin zurück. Er eröffnete das Theater am 24. März 1948 in seiner Wohnung an der Alsterchaussee 5 und verwirklichte damit seine lang gehegte Idee, ein „Theater ohne Vorhang und Rampe“ zu gründen - in einer zwanglosen, privaten Umgebung, im direkten Kontakt zu den Zuschauerinnen und Zuschauern. Im März 1955 - das Theater im Zimmer hatte inzwischen sein neues Domizil in der Alsterchaussee 30 bezogen - holte Helmuth Gmelin seine Tochter mit ihren beiden Söhnen an sein Theater. Gerda Gmelin war inzwischen Schauspielerin geworden und hatte ein Engagement an einer Wanderbühne in Neuwied. Sie war verheiratet mit dem Schauspieler Leo Masuth, dessen Namen sie nach der Scheidung 1958 ablegte, um wieder ihren Geburtsnamen anzunehmen.
In Hamburg wohnte Gerda Gmelin mit ihren beiden Söhnen über dem Theater in den Garderoben. Der ältere Sohn Christian kam bald auf ein Internat, Matthias, der Jüngere blieb in Hamburg und schlief hinter einem Paravent.
Gerda Gmelin lernte den Theaterbetrieb in allen seinen Facetten kennen und musste auch alles, was zum reibungslosen Ablauf dazu gehörte, mitmachen. 
Ihre ersten kleinen Rollen bekam sie nach Vater Helmuths Motto: „Och, das kann Gerdachen spielen, die ist ja sowieso da.“ Zehn Jahre arbeitete Gerda Gmelin unter diesen aufgezeigten Bedingungen rund um die Uhr. 
Allmählich veränderte sich die Sicht Helmuth Gmelins auf das schauspielerische Talent seiner Tochter. Gerda Gmelin bekam größere Rollen und wurde von den Assistenz- und Inspizienzaufgaben befreit. In dieser Zeit fiel eine schwere Erkrankung Helmuth Gmelins, die 1959 zu seinem Tode führte. Von dieser Zeit an begann für Gerda Gmelin ein neuer Lebensabschnitt. Ohne dass sie es je beabsichtigt hatte, war sie nun die Prinzipalin, die Intendantin des Theaters im Zimmer. 
Sie zeigte ein ausgesprochenes Gespür für avantgardistische, wenn auch nicht immer publikumswirksame Stücke, gute Regisseure und Schauspielerinnen und Schauspieler. Im Winter 1967 begann sie eine erfolgreiche jährliche Agatha-Christie-Krimireihe, später folgte ein sonntäglicher Jazz-Frühschoppen. 1982 begann Gerda Gmelin mit einem neuen Projekt: einer Musical-Tradition.
Bis zur Schließung des Theaters im Zimmer im Jahre 1999 steuerte Gerda Gmelin immer wieder mit großem Elan, mit eigenen erfolgreichen Rollen in Stücken von Pinter, Beckett, Kroetz u.a. durch alle Fährnisse des Theaterlebens. Für ihre Verdienste erhielt sie die Medaille für Kunst und Wissenschaft des Hamburger Senats, die Biermann-Ratjen-Medaille und den Max-Brauer-Preis.
Text: Christian Masuth(verstorben)
 
Lokale Referenzen

Gerda-Gmelin-Platz, HafenCity, seit 2013

Gerda Gmelin ist im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof bestattet

 
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
Intendant/in: -
Anfang

 
Helmuth Gmelin  
Abbildung
Geboren 1891
Geburtsort  
Gestorben 1959
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
Intendant/in: -
Anfang

 
Boy Christian Klée Gobert  
Abbildung
Geboren 05. Juni 1925
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 30. Mai 1986
Todesort Wien 
Kurzbiographie

Mindestens einmal im Jahr ist der Schauspieler, Regisseur und langjährige Intendant des Thalia Theaters Boy Gobert (1925 – 1986) in Hamburg gegenwärtig:

Wenn im Spätherbst der nach ihm benannte Boy-Gobert-Preis, der seit 1981 an herausragende Nachwuchsschauspieler bzw. –schauspielerinnen, in feierlichem Rahmen auf der Bühne des Thalia Theaters verliehen wird.

Aber dieser Preis ist nicht die einzige Spur, die der berühmte Theatermann Boy Gobert in Hamburg hinterlassen hat.

 
Sonstige Sonstiges.pdf
Nachrufe (Nekrologe) Nachruf.pdf
Lebensbeschreibungen Boy Gobert von Undine Probst.pdf
Literaturhinweise Literaturhinweise.pdf
YouTube Filme
Kategorien Literatur
Funktionen
Anfang

 
Adolph Godeffroy  
Abbildung
Geboren 28. November 1814
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 13. Dezember 1893
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Adolph Godeffroy, geb. 28.11.1814 in Hamburg, gest. 13.12.1893 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Reeders Johann Cesar V Godeffroy und der Sophie Lucie Meyer. Selbst als Kaufmann und Reeder tätig, von 1837 bis 1845 in der kubanischen Niederlassung der Fa. Godeffroy & Co., dann in Hamburg, Mitbegründer der HAPAG. Erste Eheschließung 20.07.1839 mit der Hamburger Kaufmannstochter Antonie Emilie Godeffroy (gest. 1877), Wiederverheiratung 22.03.1879 mit der Hamburger Bankierstochter Harriet Freiin von Schröder, verw. Milberg. 
Lebensbeschreibungen Adolph Godeffroy.pdf
Podcasts Godeffroy Adolph.mp3
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1858 -
Bürgerschaftsmitglied: 1859 - 1867
Anfang

 
Ernst Adolph Godeffroy  
Abbildung
Geboren 25. April 1884
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 24. März 1963
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Ernst Adolph Godeffroy war das jüngste von sieben Nachkommen des Kaufmanns und Reeders Johann Cesar VII. Godeffroy (1838-1912) und seiner Frau Elisabeth Eleonore, Tochter des Kaufmanns Jean Donner.
 
Nachdem er seine kaufmännische Ausbildung bei namhaften Hamburger Schiffsmaklern und Reedereien abgeschlossen hatte, wurde er als Soldat in den Ersten Weltkrieg eingezogen. 1921 berief ihn die Deutsche Levante-Linie (DLL) in den Vorstand. Später wurde er Mitinhaber der Reederei "Bock, Godeffroy & Co". Er hielt mehrere Aufsichtsmandate und war Präsident des "Deutschen Orient-Vereins". Für die Deutsche Volkspartei (DVP) engagierte er sich von 1932 bis 1933 als einer ihrer fünf Abgeordneten in der Hamburger Bürgerschaft.
Ernst Adolph heiratete in Hamburg am 17. Januar 1912 Luisa Susanne, Tochter des Kaufmanns Martin Garlieb Amsinck.
 
Lokale Referenzen
Ernst Adolph Godeffroy war mit der Freimaurerei verbunden. Er wurde in Hamburg von der Johannis-Loge "Zum Pelikan" am 20. November 1919 zum Freimaurer-Lehrling aufgenommen, am 9. Oktober 1920 zum Gesellen befördert und am 12. Januar 1922 zum Meister erhoben.
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Reeder: -
Anfang

 
Johann Cesar Godeffroy  
Abbildung
Geboren 01. Juli 1813
Geburtsort Kiel 
Gestorben 09. Februar 1885
Todesort Dockenhuden 
Kurzbiographie Johann Cesar VI (genannt Cesar) Godeffroy war Nachfahre hugenottischer Einwanderer. Er gehörte zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Hamburger Wirtschaftslebens im 19. Jahrhundert. Er war es, der der von seinem Großvater gegründeten Firma J.C. Godeffroy Weltruf verschaffte. Man nannte ihn in Hamburg den „ungekrönten König der Südsee“, weil er die Firma zu ungeahnten Erfolgen in der pazifischen Inselwelt führte. Dabei blieb es ihm jedoch im Alter nicht erspart zu erleben, wie das von ihm mitgestaltete Handelsimperium zusammenbrach.

 

 
Lokale Referenzen
Spuren in Hamburg:
- in Blankenese ist seit 1921 die nach ihm benannte Godeffroystraße
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: Januar 1845 - Dezember 1845
Kaufmann/-frau: -
Reeder: -
Anfang

 
Johann Caesar Godeffroy  
Abbildung
Geboren 24. Januar 1838
Geburtsort  
Gestorben 06. November 1912
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Neffe des Senators Adolph Godeffroy, Sohn des “Königs der Südsee” Johann Cesar Godeffroy. Über Johann Caesar Godeffroys Ausbildung ist nichts bekannt, am Schluss stand eine Weltreise, nach deren Beendigung er am 1. Januar 1862 als Teilhaber in die väterliche Firma Joh. Cesar Godeffroy & Sohn eintrat. 1878 wurde die Firma Joh. Cesar Godeffroy & Sohn in die „Deutsche Handels- und Plantagengesellschaft der Südsee-Inseln zu Hamburg“ umgewandelt, eine Aktiengesellschaft, in der Godeffroy bis 1881 Vorsitzender des Aufsichtsrates und von 1881 bis 1896 Direktor war. Am 30. Dezember 1872 wurde Godeffroy zum Mitglied der Handelskammer gewählt, deren Präsidiat er 1877 innehatte. Sein Amt als Handelsrichter, das er 1870 übernommen hatte, behielt er bis 1874. In seiner Eigenschaft als Mitglied der Handelskammer gehörte er der Verwaltung der Seemannskasse an (1874-1876), der Auswandererdeputation (1874 und 1875), der Deputation für Handel und Schifffahrt (1876 und 1877) und der Bürgerschaft (1876 und 1877). 
Lebensbeschreibungen Johann Caesar Godeffroy.pdf
Kategorien Politik
Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1877 -
Bürgerschaftsmitglied: 1876 - 1877
Anfang

 
Wilhelm Martin von Godeffroy  
Abbildung
Geboren 09. April 1834
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 29. November 1904
Todesort Lehmkuhlen 
Kurzbiographie Wilhelm von Godeffroy – der jüngere Sohn von Carl Godeffroy, des hanseatischen Ministerresidenten der drei Hansestädte am russischen Hof in St. Petersburg – studierte Jura in Bonn, wurde zum Dr. jur. promoviert und war einige Zeit als Advokat in Hamburg zugelassen. Nach dem Tod seiner Muttter Marianne (geb. Jenisch) 1871 wurde er einziger Erbe eines beträchtlichen Vermögens, das er in den letzten 33 Jahren seines Lebens noch einmal verdoppeln konnte. Das von den Eltern geerbte Stadthaus an der Esplanade 36 bewohnte er selten, das Weiße Haus in Dockenhuden (Elbchaussee 547) fast nie. Im Sommer lebte er auf dem Gut Lehmkuhlen bei Preetz, den größten Teil des Jahres verbrachte er in seinem Stadtpalais in Berlin in der Wilhelmstraße 59. Spät, mit Mitte fünfzig, heiratete Godeffroy die Tochter des englischen Generalkonsuls in Hamburg, Millicent Annesley, die Ehe blieb kinderlos. 1901 wurde Godeffroy in den erblichen preußischen Adelsstand erhoben. Als er 1904 starb, war er einer der reichsten Männer des Deutschen Reiches, der ein Vermögen von fast 50 Millionen Mark hinterließ. Die mit einem Teil hiervon begründete Dr. Wilhelm Martin von Godeffroy-Familien-Fideikommiß-Stiftung wurde 1905 durch Beschluss des Hamburger Senats genehmigt. 1906 sagte Senator Dr. Carl August Schröder, der die Stiftung verwaltete, seinem Kollegen Werner von Melle eine Spende für die geplante Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung zu. 
Literaturhinweise Literatur zu Martin Godeffroy.pdf
Kategorien Wohlfahrt
Funktionen
Anfang

 
Johann Georg Friedrich Goering  
Abbildung
Geboren 08. Juli 1789
Geburtsort Waltershausen/Thüringen 
Gestorben 26. Oktober 1867
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Johann Georg Friedrich Goering, geb. 8.7.1789 in Waltershausen/Thüringen, gest. 26.10.1867 in Hamburg, Sohn des Kaufmanns Johann Heinrich Georg Goering. Kaufmann in Hamburg, Besitzer einer bedeutenden Kunstsammlung. Seit 1855 Oberalter. Vermählt 27.6.1819 mit Sara Janssen. 
Kategorien Wirtschaft
Kunst
Religion
Funktionen Oberalter: 1855 -
Kaufmann/-frau: -
Kunstsammler/in: -
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Johann Melchior Goeze  
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Geboren 16. Oktober 1717
Geburtsort Halberstadt 
Gestorben 19. Mai 1786
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Goeze war der Sohn eines lutherischen Pfarrers. Nach seiner Schulzeit, die Goeze in Halberstadt und in Aschersleben verbrachte, studierte er in Jena und Halle Theologie, um 1741 seine erste Pfarrstelle in Aschersleben anzutreten. 1750 wurde Goeze Pastor in Magdeburg, um 1760 das Amt des Hauptpastors an der Hamburger Katharinenkirche zu übernehmen. Von 1760 bis 1770 war Goeze außerdem Senior, d.h. Vorsteher des Geistlichen Ministeriums, der obersten Behörde der hamburgischen Kirche. Goeze ist weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus als streitbarer Spätling der Lutherischen Orthodoxie bekannt, der sich mit verschiedenen Vertretern der theologischen und philosophischen Aufklärung kritisch bis polemisch auseinandersetzte. Goezes bekanntester Gegner war Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781), mit dem er den sogenannten Fragmentenstreit hatte. Seine umfangreiche Bibelsammlung vermachte Goeze der damaligen Hamburger Stadtbibliothek; sie ist aufgrund von Verlusten im Zweiten Weltkrieg stark dezimiert.
 
Literaturhinweise Goeze.JohanMelchior.QuellenLiteratur.pdf
Kategorien Religion
Funktionen
Anfang

 
Ernst Gossler  
Abbildung
Geboren 10. Juni 1838
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 05. Juli 1893
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Neffe Wilhelm Gosslers (Präses der Commerzdeputation 1853). Nach einem Aufenthalt 1859 in England, Portugal und Nordamerika kam Ernst Gossler im Frühjahr 1863 wieder nach Hamburg zurück. Im November 1863 leistete er den Bürgereid, am 24. Februar des Jahres wurde er Prokurist der Firma Joh. Berenberg, Gossler & Co. Am 1. Januar 1873 trat er als Gesellschafter ein und führte nach dem Tode von Hinrich Gossler das Geschäft ab September 1879 zusammen mit John Berenberg-Gossler als Mitinhaber. Außerdem war er ab Juni 1868 Einzelprokurist der Firma W. Gossler, die seinem Onkel gehörte. Nach seiner Wahl in die Handelskammer am 9. Juli 1873 vertrat Gossler die Handelskammer in der Stempelsektion (1874) und der Sektion Warendeklaration (1876), der Auswandererdeputation (1874-1878) und der Deputation für Handel und Schifffahrt (1875-1878). Die Handelskammer delegierte ihn am 3. Januar 1877 in die Bürgerschaft. Gossler übernahm 1879 das Präsidiat, doch bereits am 1. Mai 1879 bat die Handelskammer in einem Schreiben an die Deputation für Handel und Schifffahrt, Gossler aus der Handelskammer und damit auch aus der Bürgerschaft zu entlassen. Gossler hatte sein Entlassungsgesuch mit differierenden handelspolitischen Ansichten begründet. 1879 begann der Kampf der Handelskammer gegen die von der Reichsregierung vorgesehenen neuen Zolltarife, die einen Wechsel der bisherigen Wirtschaftspolitik darstellten. Ein solcher Kampf war nur unter der Leitung eines überzeugten Freihändlers zu führen. Hinzu kam noch, dass er, bereits Präses, öffentlich für den Zollanschluss Hamburgs an das Deutsche Reich eingetreten war. Er musste seinen Rücktritt erklären und seine Entlassung aus der Handelskammer beantragen. 
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Kategorien Wirtschaft
Funktionen Bankier: -
Handelskammerpräses: 1879 -
Bürgerschaftsmitglied: 1877 - 1879
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Johann Jakob Goßler  
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Geboren 30. November 1758
Geburtsort Hamburg 
Gestorben -
Todesort 1812 verschollen in Russland 
Kurzbiographie Johann Jakob Goßler, geb. 30.11.1758 in Hamburg, verschollen 1812 in Russland, Sohn des Buchhalters Johann Eibert Goßler und dessen dritter Frau Anna Elisabeth Röber. Seit 1773 militärische Laufbahn im Hanseatischen Infanterieregiment, seit 1811 in französischen Diensten, zuletzt im Range eines Oberst. Heirat 09.10.1792 mit Margaretha Elisabeth Eyffler. 
Kategorien Politik
Funktionen
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Wilhelm Gossler  
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Geboren 13. November 1811
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 08. November 1895
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Vom 1. Januar 1836 bis zum 31. Dezember 1859 war Wilhelm Gossler Teilhaber der Firma Joh. Berenberg, Gossler & Co., eines seit 1590 bestehenden Unternehmens. .Am 1. Januar 1860 gründete er eine eigene Firma Wm. Gossler. Gossler begründete 1854 die „Hamburg-Bremer Feuerversicherungsgesellschaft“ mit, deren Aufsichtsrat er von 1854 bis zu seinem Tode angehörte. In den Aufsichtsrat der Norddeutschen Bank trat er 1866 ein und gehörte ihm bis zu seinem Tode an. Seit Mai 1859 war Gossler Mitglied des Direktoriums der Assekuranz-Companie von 1856. Bereits 1860 übernahm er den Vorsitz. Wilhelm Gossler wurde am 31. Dezember 1849 in die Commerzdeputation gewählt. Das Präsidiat führte er 1853. 
Lebensbeschreibungen Wilhelm Gossler.pdf
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Kategorien Wirtschaft
Funktionen Handelskammerpräses: 1853 -
Bürgerschaftsmitglied: 1863 - 1868
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Adolf Friedrich Götting  
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Geboren 24. Dezember 1831
Geburtsort Einbeck 
Gestorben 29. März 1911
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Adolf Friedrich Götting, geb. 24.12.1831 in Einbeck, gest. 29.3.1911 in Hamburg, Sohn des Zollverwalters Heinrich Julius Götting und der Caroline Georgine von Jeinsen. Nach Ausbildung als Postbeamter seit 1861 in Hamburg bei der Post tätig, seit 1877 Direktor der Berlin-Hamburger Eisenbahngesellschaft, seit 1884 Direktor der Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft. Erste Eheschließung 1856 mit Minna Pahl (gest. 1897), zweite Eheschließung 1899 mit Frieda Hesse. 
Lokale Referenzen
Adolf Friedrich Götting war ein sehr aktiver Freimaurer. Er wurde in Celle von der Loge "Zum hellleuchtenden Stern" in den Bund aufgenommen. Nach seinem Wohnungswechsel nach Hamburg ließ er sich am 13. April 1872 von der Loge "Absalom zu den drei Nesseln" annehmen. Diese Loge leitet er als ihr Meister vom Stuhl in den Jahren 1872-1877 und wieder von 1879 bis 1880. Von 1880 bis 1886 war er Großmeister der "Großen Loge von Hamburg" und damit in dieser Zeit der ranghöchste Hamburger Freimaurer.
 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen
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Alexander Wilhelm Goverts  
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Geboren 29. Dezember 1805
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. April 1856
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Alexander Wilhelm Goverts, geb. 29.12.1805 in Hamburg, gest. 22.4.1856 ebd., Sohn des Kaufmanns und Maklers Ernst Friedrich Goverts und der Kaufmannstochter Lucia Amalia Adamy. 1826-1829 Jurastudium in Leipzig und Göttingen mit Promotion zum Dr. jur., 1829-1837 als Advokat in Hamburg. Seit 1837 als Makler im väterlichen Geschäft tätig. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Ernst Friedrich Goverts  
Abbildung
Geboren 04. Juli 1768
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 22. März 1855
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Ernst Friedrich Goverts, geb. 04.07.1768 in Hamburg, gest. 22.03.1855 ebd., Sohn des Hamburger Maklers Hermann Friedrich Goverts und der Maria Sara Brüst. Kaufmann und Makler in Hamburg. 29.01.1799 Heirat mit Lucia Amalia Adamy. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Hermann Friedrich Goverts  
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Geboren 17. Dezember 1799
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 26. November 1879
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Hermann Friedrich Goverts, geb. 17.12.1799 in Hamburg, gest. 26.11.1879 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Maklers Ernst Friedrich Goverts und der Lucia Amalia Adamy. Kaufmann und Makler in Hamburg. 17.7.1847 Heirat mit Emilie Georgine Kunhardt. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen Kaufmann/-frau: -
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Hermann Friedrich Goverts  
Abbildung
Geboren 29. Januar 1741
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 18. Februar 1817
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie Hermann Friedrich Goverts, geb. 29.01.1741 in Hamburg, gest. 18.02.1817 ebd., Sohn des Hamburger Maklers Hermann Goverts und dessen erster Ehefrau, Maria Elking. Makler in Hamburg. Erste Heirat 13.05.1766 mit Maria Sara Brüst; zweite Eheschließung 29.10.1783 mit Elisabeth Jahn; dritte Vermählung 08.09.1802 mit Charlotte Damm, verw. Hesse. 
Kategorien Wirtschaft
Funktionen
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Heinz Graaf  
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Geboren 14. Januar 1910
Geburtsort Hamburg 
Gestorben 06. Juli 1980
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie 1928-1930 Studium an der TH Dresden bei Adolf Abel 1930-1931 Mitarbeiter von Fritz Höger 1931-1933 Studium an der TH München (bei Döllgast), Diplom 1934 Mitarbeit im Büro des Architekten Hans Iwowski 1934-1935 Mitarbeit im Büro Richard Riemerschmid, München 1936-1945 Architekt bei der Bauverwaltung der Luftwaffe 1939-1945 Regierungsbaurat 1945 Selbständiger Architekt in Hamburg 1963 Arbeitsgemeinschaft mit Peter P. Schweger 1968 Partnerschaft Graaf - Schweger 1973 Architektengemeinschaft Graaf - Schweger + Partner 1974 31.12. Austritt aus der Partnerschaft 1975 Geschäftsführer von Graaf - Schweger + Partner __Quelle: http://www.architekturarchiv-web.de/graaf.htm _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv 
Lebensbeschreibungen HeinzGraafWerkeliste.pdf
Kategorien Architektur
Funktionen
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Ernst Grabbe  
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Geboren 1926
Geburtsort  
Gestorben 2006
Todesort  
Kurzbiographie  
Kategorien Schauspiel und Tanz
Funktionen Bühnenschauspieler/in: -
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Friedrich von Graffen  
Abbildung
Geboren 1745
Geburtsort  
Gestorben 1820
Todesort  
Kurzbiographie  
Lokale Referenzen Von-Graffen-Straße, Borgfelde, seit 1959
 
Medaillen
Kategorien Politik
Funktionen Bürgermeister/in: 20. November 1801 - 13. Februar 1811
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Carl Grau  
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Geboren 23. Dezember 1854
Geburtsort Coburg 
Gestorben 18. Dezember 1935
Todesort Bergedorf 
Kurzbiographie Carl Grau, geb. 23.12.1854 in Coburg, gest. 18.12.1935 in Bergedorf. Nach musikalischer Ausbildung seit 1873 als Cellist in Coburg tätig, dann als Chordirektor in Freiburg im Breisgau. 1889-1901 als Kapellmeister am Thalia-Theater in Hamburg. 1909 Übersiedlung nach Bergedorf, dort 1910 Mitbegründer der Hasse-Gesellschaft und bis 1932 deren musikalischer Leiter, seit 1921 auch Leiter des Hasse-Orchesters. Heirat 08.01.1882 mit Wilhelmine Wohlbrück. 
Lokale Referenzen Graustraße, Bergedorf, seit 1949
 
Kategorien Musik
Funktionen Musiker/in: -
Orchesterleiter/in: -
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Friedrich Wilhelm Graupenstein  
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Geboren 02. September 1828
Geburtsort Minden 
Gestorben 25. Mai 1897
Todesort Hamburg 
Kurzbiographie
Portraitmaler und letzter Vertreter der künstlerischen Portraitlithographie in Hamburg.
Sein Vater war Schuhmachermeister und dienender Bruder Freimaurer in der Loge "Wittekind" in Minden. Bruder Dr. Meyer von der Loge unterstützte den jungen Friedrich Wilhelm mit einem Stipendium auf drei Jahre, mit dem er nach Berlin wanderte um bei dem Künstler und Freimaurer Johann Gottfried Schadow Historienmaler zu werden.
1853 siedelte Graupenstein nach Hamburg über, wo er vorrangig Bildnisse von Freimaurer-Brüdern malte - so auch 1873 das Portrait von Wichard Lange. Diese Bilder gelangen ihm so gut, dass man ihn bewegte, den Steindruck zu erlernen. Mit dieser Kunsttechnik war er jahrelang sehr erfolgreich. Sein Werk wird auf mehr als 1.000 Kreidezeichnungen, 450 Ölbildnisse und 300 Steinzeichnungen geschätzt.
 
Lokale Referenzen
Friedrich Wilhelm Graupenstein wurde am 5. März 1855 von der Loge "Zur goldenen Kugel" zum Freimaurer aufgenommen. Von 1863 bis 1872 und von 1874 bis 1875 war er in dieser Loge ihr Logenmeister. Zur Gründung der Loge "Globus" am 1. Dezember 1876 wechselte er in diese Loge, in der er von 1879 bis 1884 Meister vom Stuhl war.
 
Kategorien Kunst
Funktionen
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